Die Cattedrale di San Sabino entstand im 12. und 13. Jahrhundert über den Resten einer byzantinischen Vorgängerkirche, deren Spuren bis heute in der Ausgrabung unter dem Kirchenschiff zu sehen sind. Sie ist die Bischofskirche Baris und steht etwas im Schatten der weltberühmten Pilgerbasilika San Nicola – zu Unrecht, denn ihr Inneres zählt zur reinsten apulisch-romanischen Architektur der Stadt. Die helle Fassade gliedert sich streng und klar, gekrönt von einer Fensterrose, und neben dem Bau erhebt sich ein hoher Campanile. Wer eintritt, findet einen ruhigen, lichten Raum: schlanke Pfeiler, ein offener Dachstuhl und eine Architektur, die ganz ohne barocken Überschwang auskommt. Genau diese Strenge macht den Reiz der Kathedrale aus – sie wirkt älter, ursprünglicher und stiller als die meisten Kirchen der Region. Unter dem Schiff liegt die Krypta sowie der Succorpo, eine Ausgrabungszone, in der die Reste der byzantinischen Vorgängerkirche und antike Mosaikböden freigelegt sind. Hier wird greifbar, wie viele Schichten Geschichte unter dem heutigen Bau liegen – von der Spätantike über Byzanz bis zur normannisch-staufischen Zeit. Ein besonderes Schauspiel bietet die Sommersonnenwende um den 21. Juni: Am Abend fällt das Licht durch die Fensterrose exakt auf das gleiche Rosettenmuster, das in den Boden des Kirchenschiffs eingelassen ist. Zu diesem Phänomen füllt sich die Kathedrale mit Schaulustigen. Der Eintritt in die Kirche ist frei; für die Ausgrabung unter dem Schiff kann eine separate Regelung gelten. Wer Bari Vecchia erkundet, sollte San Sabino unbedingt einplanen – sie ist das ruhige, romanische Gegenstück zur betriebsamen Basilika nebenan.
Eine streng gegliederte romanische Bischofskirche mit heller Fassade, Fensterrose und hohem Campanile. Im Inneren ein ruhiger, lichter Raum mit schlanken Pfeilern und offenem Dachstuhl, ganz ohne barocken Überschwang. Unter dem Kirchenschiff liegen Krypta und Succorpo mit den freigelegten Resten einer byzantinischen Vorgängerkirche und antiken Mosaikböden.
Die Kathedrale entstand im 12. und 13. Jahrhundert über den Resten einer byzantinischen Vorgängerkirche. Sie verbindet damit mehrere Geschichtsschichten – von der Spätantike über Byzanz bis zur normannisch-staufischen Zeit – und ist bis heute Baris Bischofskirche.
