Region · Italien

Sizilien

Griechische Tempel, arabisch-normannische Dome und der rauchende Ätna – Sizilien ist Italiens intensivster Süden.

9 Städte71 Sehenswürdigkeiten51 Hotels
Überblick

Deine Sizilien auf einen Blick

Beste Zeit
April–Juni und September–Oktober für mildes Wetter; Juli–August heiß, ideal für Strand
Gut für
Rundreisen, Geschichte & Antike (Tempel, Theater), Vulkan & Natur, Genuss & Streetfood
Anreise
Flughäfen Catania (CTA, Ostküste) und Palermo (PMO, Norden), Direktflüge ab DE (ca. 2,5 Std.); auch per Fähre vom Festland
Hauptstadt
Palermo
Sprache
Italienisch
UNESCO-Welterbe
Tal der Tempel, arabisch-normannisches Palermo, spätbarocker Val di Noto, Ätna
Die Region

Was Sizilien ausmacht

Sizilien ist die größte Insel des Mittelmeers und eine Welt für sich: Über der Ostküste raucht der Ätna, Europas höchster aktiver Vulkan, während in Agrigent die griechischen Tempel des Tal der Tempel seit 2.500 Jahren in der Sonne stehen. Palermo mischt arabisch-normannische Paläste mit den lautesten Streetfood-Märkten Italiens, Taormina balanciert sein antikes Theater über der Ionischen See, und im Val di Noto reiht sich Barockstadt an Barockstadt – Noto, Ragusa, Catania. Dazu Strände von Mondello bis San Vito lo Capo, die Salinen von Trapani und eine Küche zwischen Arancini, Pasta alla Norma und Granita – am besten als Rundreise mit zwei, drei Standquartieren.

Reiseführer

Sizilien von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Kurz nach der Landung in Catania riecht die Luft nach warmem Asphalt und Zitrusschalen, über der Stadt hängt eine dünne Rauchfahne am Ätna, und auf der Fahrt Richtung Küste wechseln sich schwarze Lavamauern und Oleander ab. Sizilien empfängt dich nicht mit Postkartenruhe, sondern mit Lautstärke, Gerüchen und drei Jahrtausenden Geschichte, die hier einfach im Alltag herumstehen – ein griechisches Theater neben der Bushaltestelle, ein normannischer Dom über dem Fischmarkt.

Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten Siziliens

Im Tal der Tempel von Agrigent steht der Concordia-Tempel seit fast 2.500 Jahren so vollständig da, dass du unwillkürlich nach dem Gerüst suchst.

Agrigent zuerst, denn hier steht das griechischste Bild Siziliens: Das Tal der Tempel – eigentlich ein Höhenrücken über dem Meer – reiht dorische Tempel entlang einer alten Prozessionsstraße auf, allen voran den Concordia-Tempel, einen der besterhaltenen der antiken Welt. Komm zur Öffnung am Morgen oder in den letzten zwei Stunden vor Sonnenuntergang: Mittags flirrt die Hitze über dem Kalkstein, abends leuchten die Säulen honigfarben, und im Februar blühen zwischen den Ruinen die Mandelbäume. Tickets buchst du online vorab, der Park ist weitläufig – plane zwei bis drei Stunden und feste Schuhe ein.

In Syrakus verteilt sich die Antike auf zwei Orte: Im Archäologiepark Neapolis sitzt du in einem der größten griechischen Theater überhaupt – im Mai und Juni werden hier bis heute antike Dramen gespielt – und stehst dann in der Grotte, die Caravaggio Ohr des Dionysios getauft haben soll, mit einer Akustik, die jedes Flüstern trägt. Die Altstadtinsel Ortigia ist der zweite Teil: Der Duomo hat seine Mauern buchstäblich um einen dorischen Athena-Tempel gebaut, die Säulen stecken sichtbar im Kirchenschiff. Dazwischen liegen Barockgassen, die Arethusa-Quelle mit Papyrusstauden und ein Markt, der vormittags die halbe Insel verpflegt.

Palermos Pflichtprogramm ist arabisch-normannisch und seit 2015 UNESCO-Welterbe: die Cappella Palatina im Normannenpalast, deren Goldmosaiken byzantinische Handwerker im 12. Jahrhundert setzten, die Kathedrale mit ihrem Stilmix aus Kuppeln, Zinnen und Spitzbögen – und acht Kilometer weiter Monreale, dessen Dom die größten Mosaikflächen der Insel trägt. Rechne für die Cappella Palatina mit Schlangen und buche das Zeitfenster vorab. Danach gehört der Rest des Tages den Märkten Ballarò und Capo, wo Palermo lauter, älter und ehrlicher ist als in jedem Museum.

Zwei Bilder noch, die du von Sizilien kennst, auch wenn du noch nie dort warst: das antike Theater von Taormina, dessen Bühnenruine den Blick auf Ätna und Ionische See rahmt, und die Scala dei Turchi bei Realmonte, eine schneeweiße Mergelklippe, die in Terrassen ins Türkis fällt. Das Betreten der Klippe ist wegen Erosion und Absturzgefahr immer wieder gesperrt – der Blick vom Strand daneben ist ohnehin der bessere. Und im Südosten wartet mit Noto, Ragusa Ibla und Modica der Spätbarock des Val di Noto, wiederaufgebaut nach dem Erdbeben von 1693 und heute ebenfalls Welterbe.

Sehenswürdigkeiten in Sizilien

Alle 71 Sehenswürdigkeiten
Rundreise

Sizilien-Rundreise: die schönste Route in 10–14 Tagen

Die klassische Sizilien-Schleife folgt der Küste einmal im Uhrzeigersinn – von Catania über Syrakus und das Barock-Hinterland nach Agrigent, hinauf nach Palermo und über Cefalù zurück an die Ostküste.

In 10 bis 14 Tagen fährst du die bewährte Runde: Start in Catania, zwei Tage für Syrakus mit Ortigia, dann das Barock-Dreieck Noto–Modica–Ragusa, weiter an der Südküste über die Vendicari-Reserve nach Agrigent zum Tal der Tempel. Von dort in den Westen nach Trapani mit den Salinen und dem Bergdorf Erice, dann Palermo mit Monreale für zwei, drei Tage, an der Nordküste nach Cefalù und schließlich über die A20 zurück an die Ostküste zu Taormina und Ätna. Wer nur eine Woche hat, halbiert ehrlich: entweder der Osten (Catania, Syrakus, Noto, Taormina, Ätna) oder der Westen (Palermo, Cefalù, Trapani, Agrigent) – beides zusammen wird sonst eine Fahrerei ohne Ankommen.

Wechsle nicht jede Nacht das Quartier. Drei Standorte tragen die ganze Runde: einer im Südosten (Syrakus oder ein Landhaus bei Noto), einer im Westen (Trapani oder Palermo), einer an der Ostküste unterm Ätna. Von dort fährst du sternförmig – die Etappen bleiben meist unter zwei Stunden, du packst nur zweimal um, und abends sitzt du wieder auf derselben Terrasse. Die Autobahnen sind schnell und teils gratis (die A19 Palermo–Catania kostet nichts, A18 und A20 sind mautpflichtig), aber rechne auf Landstraßen im Landesinneren deutlich mehr Zeit, als das Navi verspricht: 60 Kilometer können gut anderthalb Stunden dauern.

Die ZTL-Warnung gilt auch hier: Palermo, Catania, Taormina und die Altstadtinsel Ortigia in Syrakus haben kameraüberwachte Zonen mit beschränktem Verkehr, und jede unerlaubte Durchfahrt wird einzeln als Bußgeld nach Deutschland geschickt. Park grundsätzlich auf den ausgeschilderten Plätzen am Rand – in Syrakus etwa am Parkplatz vor Ortigia, in Taormina in den Parkhäusern unterhalb des Orts – und geh die letzten Minuten zu Fuß. Generell fährt Sizilien fordernder als die Toskana: In Palermo und Catania gilt eher Schwarmverhalten als Vorfahrtsregel. Nimm den kleinsten Mietwagen, der dein Gepäck fasst, und schließe die Vollkasko ohne Selbstbeteiligung ab – Parkrempler sind Alltag.

Plane bewusst Puffer ein, denn die besten Sizilien-Momente stehen in keinem Plan: der Halt an einer Straßenbar, in der die Granita di Mandorla besser ist als jedes Dessert der Reise, der Umweg über die Höhenstraße mit Ätna-Blick, der Nachmittag in Marzamemi, einem alten Thunfischerdorf mit Piazza direkt am Wasser. Wer 14 Tage hat, hängt zwei Inseltage an: von Trapani setzt du in 30 bis 40 Minuten mit dem Tragflächenboot nach Favignana über, von Milazzo fahren Fähren zu den Liparischen Inseln mit dem dauernd spuckenden Stromboli.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Ätna & Vulkane

Ätna-Besteigung: so kommst du auf Europas höchsten aktiven Vulkan

Oberhalb von 2.900 Metern knirscht schwarzer Lavagrus unter den Sohlen, aus Spalten dampft es schwefelig, und unter dir liegt die halbe Ostküste im Dunst.

Der Ätna ist mit rund 3.350 Metern Europas höchster aktiver Vulkan – die genaue Höhe ändert sich mit jedem Ausbruch – und er ist erstaunlich gut erschlossen. Die Standardroute führt über die Südflanke: Du fährst zum Rifugio Sapienza auf gut 1.900 Metern, nimmst die Seilbahn auf etwa 2.500 Meter und von dort geländegängige Busse weiter Richtung 2.900 Meter. Höher hinauf, in die Gipfelkraterzone, darfst du nur mit autorisiertem Vulkanführer – ob und bis wohin geführt wird, hängt von der aktuellen Aktivität ab und wird kurzfristig entschieden. Buche die geführte Tour ein, zwei Tage vorher und frag am Morgen nach, ob sie stattfindet.

Es geht auch ohne Gipfel: Direkt am Rifugio Sapienza liegen die Crateri Silvestri, erloschene Nebenkrater von 1892, die du in einer halben Stunde umrundest – der einfachste Weg, Lavalandschaft zu erleben, auch mit Kindern. Die Nordseite ab Piano Provenzana ist die stillere Alternative mit Wäldern aus Laricio-Kiefern und Ätna-Birken und weniger Betrieb. Und wer lieber sitzt als steigt, nimmt die Ferrovia Circumetnea: Die Schmalspurbahn umrundet den Vulkan von Catania aus durch Lavafelder, Pistazienhaine um Bronte und Dörfer aus schwarzem Stein – eine halbe Tagesreise für kleines Geld.

Unterschätze die Bedingungen nicht: Oben ist es locker 15 Grad kälter als an der Küste, der Wind bläst fast immer, und das Wetter kippt schnell – im Hochsommer brauchst du Windjacke und feste Schuhe, von November bis in den Mai liegt oben Schnee, dann laufen am Ätna sogar zwei kleine Skigebiete. Sonnencreme ist Pflicht, das schwarze Gestein reflektiert kaum und die Höhensonne brennt. Wer empfindlich auf Höhe reagiert, merkt die 2.900 Meter durchaus – trink genug und lass dir Zeit.

Rund um den Vulkan ist außerdem eine der spannendsten Weinregionen Italiens gewachsen: Etna DOC, auf Terrassen aus Lavagestein zwischen 400 und 1.000 Metern, mit Nerello Mascalese für die Roten und Carricante für die Weißen. Orte wie Randazzo, Passopisciaro und Milo sind voller kleiner Weingüter, die Verkostungen anbieten – meist mit Voranmeldung, oft mit Blick auf den Krater, der über den Rebzeilen raucht. Ein Ätna-Tag mit Vormittag am Vulkan und Nachmittag im Weingut gehört zu den besten Tagen, die Sizilien zu vergeben hat.

Aktivitäten & Touren in Sizilien

Alle 34 Aktivitäten
Strände & Küste

Die schönsten Strände Siziliens

In San Vito lo Capo läuft der Sand so hell und flach ins Türkis, dass du kurz an die Karibik denkst – bis hinter dir der Monte Monaco senkrecht aufsteigt.

Der bekannteste Strand der Insel liegt ganz im Nordwesten: San Vito lo Capo, ein breiter Bogen aus hellem Sand unter einem Felsmassiv, flach abfallend und dadurch ideal zum Baden mit Kindern. Im Juli und August ist er entsprechend voll, im Juni und September hast du dieselbe Wasserfarbe mit halbem Betrieb – und Ende September füllt das Cous Cous Fest den Ort mit Küchen aus dem ganzen Mittelmeerraum. Gleich um die Ecke liegt das Naturreservat Zingaro: sieben Kilometer Küstenpfad ohne Straße, mit kleinen Kiesbuchten, in denen das Wasser glasklar steht – Eintritt zahlst du am Eingang, Schatten gibt es kaum.

Palermo hat seinen Stadtstrand in Mondello, einer Sichel aus feinem Sand zwischen zwei Felskaps mit einem Jugendstil-Badehaus auf Stelzen im Wasser – im Sommer fährt der Bus ab Zentrum, und abends isst du am Hafen Frittiertes aus der Tüte. An der Nordküste badet Cefalù direkt unter der Altstadt: Vom Sandstrand schaust du auf normannische Domtürme und den Felsklotz der Rocca. Und an der Südküste bei Realmonte liegt der Strand neben der Scala dei Turchi – die weiße Klippe selbst ist wegen Erosion oft gesperrt, aber vom Sand davor hast du sie den ganzen Tag im Blick.

Der Südosten ist die Ecke für alle, die es wilder mögen: Im Naturreservat Vendicari zwischen Noto und Marzamemi führen Holzstege durch Salzlagunen mit Flamingos zu Stränden wie Calamosche, einer Bucht zwischen zwei Felsarmen, die du nur zu Fuß erreichst. Weiter südlich badet die Isola delle Correnti dort, wo Ionisches Meer und die Straße von Sizilien aufeinandertreffen. An der Ostküste lohnt die Kiesbucht der Isola Bella unterhalb Taorminas – kein Sandstrand, aber ein Naturdenkmal mit Inselchen, das du je nach Wasserstand über eine flache Sandzunge erreichst (oft knietief).

Für den Strandurlaub im Inselstil setzt du über: Favignana, die größte der Egadi-Inseln vor Trapani, erreichst du in einer guten halben Stunde, leihst am Hafen ein Rad und fährst zu Buchten wie Cala Rossa, wo ehemalige Tuffsteinbrüche direkt ins blaue Wasser fallen. Praktisch für die Planung: Viele sizilianische Strände sind in Lidos organisiert – Liege und Schirm kosten Tagesmiete –, daneben bleibt fast überall ein freier Abschnitt (spiaggia libera). Die Wassertemperatur trägt lange: Von Juni bis in den Oktober liegt sie über 22 Grad.

Städte

Palermo und Catania – Siziliens ungleiche Metropolen

Auf dem Ballarò-Markt in Palermo rufen die Händler ihre Preise im Singsang aus, während 200 Kilometer östlich in Catania der Fischmarkt unter Sonnensegeln glänzt wie eine Opernbühne.

Palermo ist die Stadt der Schichten: Phönizier, Araber, Normannen und spanische Vizekönige haben hier übereinander gebaut, und das Ergebnis steht dicht an dicht – der Normannenpalast mit der goldenen Cappella Palatina, die Kathedrale, an der du jede Epoche ablesen kannst, barocke Oratorien mit Stuck von Giacomo Serpotta. Genauso wichtig sind die Märkte: Ballarò und Capo sind keine Touristenkulisse, sondern Nahversorgung mit Theater. Iss dich durch – Panelle (Kichererbsenfladen), Arancine, und wer sich traut, Pani ca meusa, das Milzbrötchen, an dem sich in Palermo seit Generationen die Geister scheiden. Abends spielt sich das Leben rund um die Vucciria und den Piazza-Dreiklang der Altstadt ab.

Catania ist jünger im Auftritt und schwärzer im Ton: Nach dem Erdbeben von 1693 wurde die Stadt in Barock wiederaufgebaut, gebaut aus Lavagestein des Ätna, der am Ende jeder Straßenflucht präsent ist. Auf der Piazza del Duomo trägt der Elefantenbrunnen – u Liotru, das Wappentier der Stadt – einen ägyptischen Obelisken, und gleich dahinter tobt werktags morgens die Pescheria, einer der letzten großen Fischmärkte Italiens. Die Via Etnea zieht schnurgerade auf den Vulkan zu, und die Universität füllt die Stadt mit einem Nachtleben, das Palermo in dieser Dichte nicht hat.

Praktisch entscheidet oft der Flugplan: Catania hat mehr Direktverbindungen und liegt näher an Taormina, Syrakus und Ätna, Palermo passt besser für Westen und Nordküste – für die volle Rundreise ist es fast egal, du kommst ohnehin an beiden vorbei. Plane für Palermo zwei bis drei Tage (mit Monreale und einem Nachmittag in Mondello), für Catania einen bis zwei. Und in beiden Städten gilt: Das Auto bleibt draußen. Die Zentren sind ZTL-Zonen, gefahren wird dort nach Regeln, die du als Gast nicht kennst – zu Fuß und mit dem Stadtbus bist du schneller und entspannter.

Taormina & Ostküste

Taormina und die Ostküste – Theater mit Ätna-Blick

Im antiken Theater von Taormina sitzt du in einem Rund, dessen Ursprünge ins dritte Jahrhundert vor Christus zurückreichen, und durch die Lücke der römischen Bühnenwand raucht der Ätna wie bestellt.

Taormina hat die vielleicht beste Lage aller sizilianischen Orte: 200 Meter über der Ionischen See am Hang des Monte Tauro, mit dem Teatro Antico als Hauptdarsteller – im Sommer werden hier Konzerte und Opern gespielt, und die Kulisse aus Meer und Vulkan schlägt jedes Bühnenbild. Der Corso Umberto verbindet die beiden Stadttore, dazwischen liegen die Piazza IX Aprile mit ihrer Aussichtsterrasse, Keramikläden und Cafés, in denen die Granita mit Brioche zum Frühstück serviert wird. Die Kehrseite: Taormina ist der meistbesuchte Ort der Insel, tagsüber schieben sich Kreuzfahrt- und Busgruppen durch den Corso. Komm vor 9 Uhr, bleib über Nacht – oder beides.

Hinunter ans Wasser bringt dich die Seilbahn nach Mazzarò, und von dort sind es wenige Minuten zur Isola Bella: eine winzige Insel an einer Kiesbucht, je nach Wasserstand über eine flache Sandzunge erreichbar (oft knietief), heute Naturreservat. Der Strand ist Kies, das Wasser dafür klar wie kaum sonst an der Ostküste – Badeschuhe machen den Tag deutlich besser. Wer mehr Ruhe sucht, fährt ein paar Kilometer weiter nach Giardini Naxos, wo 734 v. Chr. die erste griechische Kolonie Siziliens entstand und heute ein langer, unaufgeregter Badeort liegt.

Die Ostküste liefert auch die besten Halbtagesausflüge der Insel: die Alcantara-Schluchten, wo der Fluss sich durch Basaltsäulen gegraben hat und du im Sommer durch hüfthohes, eiskaltes Wasser watest; Aci Trezza mit den Zyklopenfelsen, die der geblendete Polyphem der Legende nach Odysseus hinterherwarf; Savoca im Hinterland, wo Szenen des Paten gedreht wurden und die Bar Vitelli seither ihre Zitronengranita an Filmpilger ausschenkt. Und der Ätna ist von Taormina aus in einer guten Stunde erreichbar – viele geführte Touren holen dich direkt im Ort ab.

Unterkünfte

Hotels auf Sizilien – vom Barockpalazzo bis zum Landgut

Abends auf der Dachterrasse in Ortigia, wenn die Fassaden das letzte Licht speichern und unten die Gassen zum Abendessen aufdrehen, ist die Frage nach dem richtigen Quartier beantwortet.

Siziliens Hotellandschaft ist so gemischt wie die Insel: In den Altstädten von Ortigia, Noto und Palermo wohnst du in umgebauten Barockpalazzi mit hohen Decken und Innenhöfen, oft mit Dachterrasse und ohne eigenen Parkplatz – das Auto stellst du in ein Parkhaus am Rand, was du bei der Buchung einpreisen solltest. Taormina und Cefalù spielen die klassische Riviera-Karte mit Terrassenhotels über dem Meer, entsprechend früh ausgebucht und in der Hochsaison am teuersten. Wer im Juli oder August reist, bucht die Küstenorte Monate im Voraus; im Mai, Juni und Oktober ist die Auswahl deutlich größer und die Preise sinken spürbar.

Die sizilianische Antwort auf den Agriturismo sind Landgüter und Masserie: alte Guts- und Weinhöfe im Hinterland, viele mit Pool zwischen Olivenbäumen, eigene Küche am Abend, Orangen aus dem eigenen Hain zum Frühstück. Besonders dicht ist das Angebot im Südosten rund um Noto und Ragusa und an den Hängen des Ätna, wo Weingüter Zimmer zwischen den Rebzeilen vermieten. Als Standquartier für eine Rundreise sind sie ideal: Du fährst tagsüber Barockstädte und Strände ab und kommst abends in die Stille zurück. Ein Auto ist dafür Voraussetzung – ohne geht im Hinterland nichts.

Für die Rundreise hat sich die Dreiteilung bewährt: erst ein Stadtquartier (Ortigia oder Palermo), dann ein Landgut im Südosten oder unterm Ätna, zum Schluss ein, zwei Nächte am Meer. So bekommst du Abendleben, Landschaft und Strand, ohne täglich zu packen. Genau hinschauen lohnt bei zwei Punkten: Klimaanlage ist im Juli und August kein Luxus, sondern Schlafbedingung – und die Lagebeschreibung entscheidet. Meerblick heißt auf Sizilien manchmal auch Blick über die Küstenstraße; wer empfindlich schläft, fragt nach einem Zimmer zur Hofseite.

Hotels in Sizilien

Alle 51 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen & Trinken auf Sizilien

Das sizilianische Frühstück im Sommer ist eine Provokation für alle Ernährungsregeln: Granita mit Sahnehaube und dazu eine warme Brioche zum Eintunken.

Sizilien isst anders als der Rest Italiens, und das beginnt auf der Straße: Arancine (in Palermo weiblich und rund, in Catania männlich, spitz und arancini genannt – der Streit darüber ist Volkssport) sind frittierte Reisbällchen mit Ragù oder Butter-Schinken-Füllung, Panelle sind Kichererbsenfladen im Brötchen, und in Catania kommt die Cipollina aus Blätterteig dazu. Streetfood ist hier keine Mode, sondern seit Jahrhunderten die Küche der Märkte – iss mittags im Stehen auf dem Ballarò oder an der Pescheria, abends in der Trattoria, und du hast beide Hälften der sizilianischen Esskultur an einem Tag.

Die Klassiker der Trattoria-Karte erzählen Inselgeschichte: Pasta alla Norma – Auberginen, Tomate, gesalzener Ricotta – ist Catanias Hommage an Bellinis Oper, Pasta con le sarde mischt in Palermo Sardinen mit wildem Fenchel, Rosinen und Pinienkernen, ein Rezept mit hörbar arabischen Wurzeln. Caponata, das süßsaure Auberginengemüse, steht als Antipasto fast überall auf dem Tisch. An der Küste dominieren Schwertfisch und roter Thun, in Trapani isst du Couscous mit Fischsud – Erbe der Nähe zu Nordafrika. Und im Landesinneren wird es deftiger: Ragusa und die Monti Iblei stehen für Käse wie den Caciocavallo und gefüllte Focacce.

Süß ist Sizilien Weltklasse: Cannoli, deren Röllchen erst auf Bestellung mit Ricottacreme gefüllt werden – knusprig ist das Qualitätskriterium –, die barock aufgetürmte Cassata, Mandelgebäck aus Klosterrezepten und im Sommer Granita in Sorten von Zitrone über Maulbeere bis Pistazie. Die besten Pistazien wachsen in Bronte am Westhang des Ätna und tauchen in allem auf, vom Pesto bis zum Eis. Dazu kommt eine Weinszene mit zwei Polen: die mineralischen Etna-DOC-Weine von den Lavaterrassen und im Westen der Marsala, der als trockener Vergine deutlich mehr kann als sein Ruf als Kochwein.

Ein paar praktische Regeln: Gegessen wird spät – vor 20 Uhr sitzen in der Trattoria fast nur Gäste aus dem Norden –, der Coperto (Gedeckpreis) auf der Rechnung ist normal, und frischer Fisch wird oft nach Gewicht berechnet, frag im Zweifel vorher. Reserviere in Ortigia, Taormina und Cefalù in der Saison einen Tisch, vor allem am Wochenende. Und misstraue Lokalen mit Bildern auf der Karte und Kellnern am Eingang – zwei Gassen weiter isst du besser und günstiger, meist dort, wo die Karte kurz und handgeschrieben ist.

Restaurants in Sizilien

Alle 48 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise nach Sizilien – Flug, Fähre und Mietwagen

Beim Landeanflug auf Catania kippt die Maschine über die Ostküste, und für ein paar Sekunden füllt der Ätna das ganze Fenster.

Am schnellsten fliegst du: Catania (CTA) und Palermo (PMO) werden aus vielen deutschen Städten direkt angeflogen, in gut zwei bis zweieinhalb Stunden bist du da. Catania ist der größere Flughafen und die bessere Wahl für Ostküste, Ätna, Taormina und Syrakus; Palermo passt für den Westen und die Nordküste. Für die klassische Rundreise lohnt der Gabelflug – hinein über Catania, heraus über Palermo oder umgekehrt –, das spart die Rückfahrt quer über die Insel. Ein dritter, kleinerer Flughafen liegt bei Trapani. Vom Flughafen Catania fahren zudem Direktbusse nach Taormina und Syrakus, falls du die ersten Tage ohne Auto planst.

Die langsame Anreise hat ihre eigene Logik: Autofähren verbinden Genua, Livorno, Neapel und Salerno über Nacht mit Palermo – du rollst abends an Bord, schläfst in der Kabine und wachst vor der sizilianischen Küste auf. Wer komplett mit dem eigenen Auto fährt, nimmt ab Kalabrien die Kurzstreckenfähre über die Straße von Messina (Villa San Giovanni–Messina, rund 20 Minuten, laufend). Sogar mit dem Zug geht es durch: Die Intercitys aus Rom werden in Villa San Giovanni auf die Fähre verladen und rollen auf Sizilien weiter nach Palermo oder Syrakus – eine der letzten Eisenbahnfähren Europas und allein die Erfahrung wert.

Auf der Insel selbst führt am Mietwagen kaum ein Weg vorbei, sobald du mehr willst als eine Stadt: Das Tal der Tempel, das Barock-Hinterland, die Strände des Südostens und die Ätna-Weingüter liegen abseits der Bahnlinien. Nimm die kleinste taugliche Klasse und die volle Deckung – enge Gassen und kreative Parkkultur fordern ihren Tribut. Die Autobahnen verbinden die Küsten schnell (A19 PalermoCatania mautfrei, A18 und A20 günstig mautpflichtig), im Landesinneren rechnest du besser in Stunden als in Kilometern. Und noch einmal, weil es teuer wird: ZTL-Zonen in Palermo, Catania, Taormina und Ortigia meiden, am Rand parken, zu Fuß hinein.

Ohne Auto funktioniert die Ostachse am besten: Die Bahn verbindet Messina, Taormina-Giardini, Catania und Syrakus in Küstennähe, und Fernbusse ergänzen das Netz dorthin, wo keine Schienen liegen – etwa von Catania nach Noto oder Agrigent. Rechne mit gemächlichem Tempo und plane Umstiege großzügig. Für Tagesausflüge ab Taormina oder Catania (Ätna, Alcantara, Syrakus) füllen geführte Touren die Lücke, die der Nahverkehr lässt. Eine reine Städte-Reise Palermo plus Cefalù geht ebenfalls gut mit der Bahn – die beiden verbindet die Küstenlinie in rund einer Stunde.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Mit Kindern

Sizilien mit Kindern

Am Nachmittag stapfen die Kinder über die schwarzen Krater von 1892, am Vormittag haben sie im flachen Wasser von San Vito lo Capo Sandburgen gegen die Flut verteidigt.

Sizilien ist mit Kindern einfacher, als der Ruf der wilden Insel vermuten lässt – vor allem, weil Kinder hier grundsätzlich willkommen sind: Sie dürfen abends mit in die Trattoria, bekommen ungefragt einen halben Teller Pasta, und niemand schaut streng, wenn es laut wird. Die beste Basis ist ein Landgut oder Ferienhaus mit Pool im Südosten oder unterm Ätna: vormittags Programm, nachmittags Pool, abends kurze Wege. Die Strandwahl entscheidet viel – flach und sandig sind San Vito lo Capo, Mondello, Fontane Bianche bei Syrakus und die lange Küste von Giardini Naxos; Kiesbuchten wie die Isola Bella brauchen Badeschuhe.

Der Ätna funktioniert als Familienausflug erstaunlich gut, wenn du die Erwartung richtig setzt: Statt Gipfeltour umrundet ihr die Crateri Silvestri am Rifugio Sapienza – eine halbe Stunde über schwarzen Lavagrus, die sich für Kinder wie eine Mondlandung anfühlt – und fahrt optional mit der Seilbahn ein Stück höher. Windjacken einpacken, oben ist es deutlich kälter. Genauso zuverlässig ziehen die Alcantara-Schluchten im Sommer: Wasserwaten zwischen Basaltwänden, dazu Wiesen fürs Picknick. Und die Zyklopenfelsen von Aci Trezza lassen sich mit der Polyphem-Geschichte aus der Odyssee erzählen – Mythologie zum Anfassen, direkt vor der Eisdiele.

Auch Kultur lässt sich kindertauglich dosieren: Im Tal der Tempel früh morgens sind die Wege frei und die Tempel werfen lange Schatten – zwei Stunden reichen, danach Strand. In Syrakus flüstert ihr im Ohr des Dionysios um die Wette, und in Palermo oder Syrakus gehört ein Abend bei der Opera dei Pupi dazu, dem traditionellen Marionettentheater mit Rittern, Drachen und viel Blechgeklapper – seit 2008 immaterielles UNESCO-Kulturerbe und auch ohne Italienischkenntnisse verständlich. Als Faustregel gilt: ein Programmpunkt pro Tag, Etappen unter einer Stunde, und die tägliche Granita ist nicht verhandelbar.

Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Sizilien – und welche Basis zu dir passt

PalermoPalermoArabisch-normannische Paläste, Goldmosaiken und die lautesten Märkte Italiens: Palermo ist Siziliens Geschichte im Dauerbetrieb. Iss dich durch Ballarò und Capo und plane den Abstecher zu den Mosaiken von Monreale ein.Ideal für: Kultur & Streetfood2–3 TageCataniaCataniaAus schwarzem Lavastein gebaut, mit dem Ätna am Ende jeder Straßenflucht: Catania kombiniert Barock, den Fischmarkt La Pescheria und das lebhafteste Nachtleben der Insel. Idealer Startpunkt für die Ostküste.Ideal für: Barock & Nachtleben1–2 TageTaorminaTaorminaDas antike Theater rahmt Ätna und Ionische See, die Seilbahn bringt dich hinunter zur Isola Bella. Tagsüber voll, morgens und abends einer der stimmungsvollsten Orte Siziliens – bleib über Nacht.Ideal für: Aussicht & Flanieren1–2 TageSyrakusSyrakusGriechisches Theater, das Ohr des Dionysios und die Altstadtinsel Ortigia, deren Duomo einen dorischen Tempel in den Mauern trägt. Abends gehören die Gassen den Restaurants – eines der besten Standquartiere im Südosten.Ideal für: Antike & Abendleben2 TageNotoNotoNach dem Erdbeben von 1693 komplett in Spätbarock neu gebaut: Noto ist eine Stadt aus honigfarbenem Stein, die im Abendlicht glüht. Im Mai legt die Infiorata einen Blütenteppich über die Via Nicolaci.Ideal für: Barock & Abendlicht½–1 TagRagusaRagusaDie Doppelstadt der Monti Iblei: oben das neuere Ragusa, unten das verwinkelte Ragusa Ibla mit dem Duomo San Giorgio. Dazwischen Treppengassen mit Aussicht – und eine Küche, die zu den besten der Insel zählt.Ideal für: Treppengassen & Küche1 TagCefalùCefalùNormannischer Dom, Sandstrand direkt unter der Altstadt und der Felsklotz der Rocca als Aussichtsberg: Cefalù packt Badeort und Welterbe auf engsten Raum. Per Bahn in einer Stunde ab Palermo erreichbar.Ideal für: Strand & Altstadt1–2 TageTrapaniTrapaniZwischen Salinen mit Windmühlen und dem Hafen der Egadi-Fähren: Trapani ist das Tor zum Westen. Die Seilbahn führt hinauf ins mittelalterliche Erice, und abends isst du Couscous mit Fischsud statt Pasta.Ideal für: Salinen & Inseltrips1–2 TageAgrigentAgrigentDas Tal der Tempel reiht dorische Tempel über dem Meer auf – der Concordia-Tempel gehört zu den besterhaltenen der Antike. Komm früh oder zum Sonnenuntergang, und im Februar zur Mandelblüte.Ideal für: Griechische Antike1 Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Sizilien: Wetter & Klima im Jahreslauf

Sizilien hat den längsten Sommer Italiens – gebadet wird von Ende Mai bis in den Oktober, und selbst im Januar sitzt du mittags draußen in der Sonne.

Das Klima ist klassisch mediterran mit afrikanischem Einschlag: milde, regenreiche Winter, ein früher Frühling, ein langer, heißer und knochentrockener Sommer und ein warmer Herbst, in dem das Meer die Sommerwärme speichert. Im Juli und August treibt der Scirocco die Temperaturen im Landesinneren teils über 40 Grad – an der Küste bleibt es durch den Seewind erträglicher. Die Werte unten gelten für die Küste bei Palermo; im Landesinneren sind die Sommer heißer, und am Ätna herrscht ab 2.000 Metern Hochgebirgsklima mit Schnee von November bis Mai.

Jan15°8°mild, grüne Insel
Feb15°8°Mandelblüte in Agrigent
Mär17°9°Frühling, wechselhaft
Apr19°11°ideal für Städte
Mai23°15°warm, alles blüht
Jun27°18°Badestart, lange Tage
Jul30°21°heiß, Hochsaison
Aug31°22°sehr heiß, voll
Sep28°20°warmes Meer, leerer
Okt24°16°badewarm, Weinlese
Nov20°12°mild, erste Regen
Dez16°9°still, festlich

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Sizilien sind Mai, Juni, September und Oktober: warm genug zum Baden, kühl genug für Tempel, Städte und den Ätna, dazu deutlich weniger Betrieb als im Hochsommer. Der Juli und vor allem der August sind heiß und voll – dann funktioniert Sizilien als reiner Strandurlaub, aber Besichtigungen legst du auf den frühen Morgen. Für Städtereisen und das Tal der Tempel sind auch Februar bis April stark, mit Mandelblüte ab Ende Januar.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Sizilien

Wie viele Tage braucht man für Sizilien?
Für die klassische Rundreise plane 10 bis 14 Tage – die Insel ist größer, als die Karte suggeriert. Mit einer Woche konzentrierst du dich besser auf eine Hälfte: den Osten mit Catania, Syrakus, Noto, Taormina und Ätna oder den Westen mit Palermo, Cefalù, Trapani und Agrigent.
Braucht man auf Sizilien ein Auto?
Für die Rundreise ja: Tal der Tempel, Barock-Hinterland und die schönsten Strände liegen abseits der Bahn. Ohne Auto funktioniert die Ostachse Messina–TaorminaCataniaSyrakus per Zug plus Bus gut, ebenso Palermo mit Cefalù – den Rest deckst du dann über geführte Tagestouren ab.
Wann ist die beste Reisezeit für Sizilien?
Mai, Juni, September und Oktober: 23 bis 28 Grad, badewarmes Meer und deutlich weniger Andrang als im Hochsommer. Juli und August sind heiß und voll, taugen aber für reinen Strandurlaub. Für Städte und Tempel sind auch Februar bis April angenehm – ab Ende Januar blühen in Agrigent die Mandelbäume.
Kann man den Ätna ohne Führer besteigen?
Bis etwa 2.900 Meter kommst du auf der Südseite mit Seilbahn und Geländebus allein hinauf, die Gipfelkraterzone darüber ist nur mit autorisiertem Vulkanführer erlaubt – abhängig von der aktuellen Aktivität. Die Crateri Silvestri am Rifugio Sapienza erkundest du frei, auch mit Kindern.
Welcher Flughafen ist besser – Catania oder Palermo?
Catania für Ostküste, Taormina, Syrakus und Ätna; Palermo für den Westen, Cefalù und Trapani. Beide werden aus Deutschland direkt angeflogen. Für eine Rundreise ist der Gabelflug ideal: in Catania hinein, ab Palermo zurück – das spart die Querfahrt am Ende.
Wo sind die schönsten Strände Siziliens?
San Vito lo Capo im Nordwesten für hellen, flachen Sand, Mondello bei Palermo, Cefalù mit Altstadtkulisse, Calamosche im Naturreservat Vendicari und die Kiesbucht der Isola Bella bei Taormina. Für Inselgefühl setzt du nach Favignana über und radelst zur Cala Rossa.
Ist Sizilien teuer?
Sizilien gehört zu den günstigeren Regionen Italiens: Trattoria-Essen, Streetfood und Landunterkünfte kosten spürbar weniger als in der Toskana oder am Gardasee. Teuer sind Taormina und die Küstenhotels im Juli und August – Nebensaison und Hinterland drücken das Budget deutlich.
Ist Sizilien sicher für Touristen?
Ja. Die Mafia ist kein Thema, das Reisende betrifft – ihr Geschäft spielt sich fernab des Tourismus ab. Es gelten die üblichen Großstadtregeln: In Palermo und Catania Wertsachen nicht sichtbar im Auto lassen und auf Märkten auf die Tasche achten. Auf dem Land ist es ausgesprochen entspannt.
Kann man im Oktober auf Sizilien noch baden?
Ja – das Meer speichert die Sommerwärme und liegt im Oktober meist noch bei 22 bis 24 Grad, die Luft tagsüber um 24 Grad. Viele Lidos bauen zwar ab, die freien Strandabschnitte bleiben aber nutzbar. Erst ab November wird das Baden zur Mutprobe.
Sizilien mit Kindern – funktioniert das gut?
Sehr gut: flache Sandstrände wie San Vito lo Capo oder Fontane Bianche, die Lavakrater am Ätna als begehbare Mondlandschaft, Wasserwaten in den Alcantara-Schluchten und Marionettentheater der Opera dei Pupi. Kinder sind in Restaurants ausdrücklich willkommen; plane einen Programmpunkt pro Tag und kurze Fahretappen.
Wie kommt man mit dem Zug oder der Fähre nach Sizilien?
Nachtfähren verbinden Genua, Livorno, Neapel und Salerno mit Palermo; mit dem eigenen Auto nimmst du die 20-Minuten-Fähre Villa San Giovanni–Messina. Die Intercity-Züge aus Rom werden komplett auf die Fähre verladen und fahren auf der Insel weiter nach Palermo oder Syrakus.
Was muss man auf Sizilien gegessen haben?
Arancine vom Markt, Pasta alla Norma in Catania, Pasta con le sarde in Palermo, Couscous mit Fischsud in Trapani, Cannoli mit frisch gefüllter Ricottacreme und im Sommer Granita mit Brioche zum Frühstück. Dazu ein Glas Etna Rosso von den Lavaterrassen des Vulkans.
SizilienGriechische Tempel, arabisch-normannische Dome und der rauchende Ätna – Sizilien ist Italiens intensivster Süden.

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