Region · Italien

Südtirol

Zwischen bleichen Dolomitengipfeln, Palmenpromenaden und Weinbergen liegt Italiens deutschsprachiger Norden.

6 Städte39 Sehenswürdigkeiten31 Hotels
Überblick

Deine Südtirol auf einen Blick

Beste Zeit
Sommer für Wandern in den Dolomiten, Herbst für Farben & Törggelen, Winter für Ski
Gut für
Wandern & Bergsport, Genussreisen, Familien, Aktivurlaub Sommer wie Winter
Anreise
Auto über die Brennerautobahn; Bahn ab München via Innsbruck nach Bozen; Flughäfen Innsbruck, Verona oder Venedig in der Nähe
Hauptstadt
Bozen
Sprache
Deutsch & Italienisch
UNESCO-Welterbe
Dolomiten (Weltnaturerbe)
Die Region

Was Südtirol ausmacht

Südtirol verbindet, was sonst nicht zusammenkommt: die bleichen Wände der Dolomiten mit Drei Zinnen und Rosengarten, Palmen an den Promenaden von Meran und Weinberge, die von Bozen aus die Hänge hinaufklettern. Dazwischen liegen die Seiser Alm als größte Hochalm Europas, der türkisblaue Pragser Wildsee und Dörfer, in denen Deutsch und Italienisch selbstverständlich nebeneinander stehen. Du wanderst auf Waalwegen durch Apfelwiesen, isst Speckknödel auf der Alm und trinkst abends Lagrein unter den Bozner Lauben – im Winter übernehmen die Pisten von Dolomiti Superski und die Christkindlmärkte. Eine Region für alle Jahreszeiten, kompakt genug für eine Woche, dicht genug für viele Wiederholungen.

Reiseführer

Südtirol von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Hinter dem Brenner werden die Ortsschilder zweisprachig, im Autoradio läuft Deutsch mit italienischem Tonfall, und wenn sich das Eisacktal bei Bozen öffnet, stehen plötzlich Weinberge vor bleichen Felswänden. Südtirol ist der Landstrich, in dem du mittags Speckknödel auf der Alm isst und abends Espresso an der Bar trinkst – Alpen und Italien im selben Tal, oft in derselben Stunde.

Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Südtirol

Kurz nach Sonnenaufgang liegt der Karersee spiegelglatt unter dem Latemar, und außer dir stehen nur ein paar Fotografen am Ufer – zwei Stunden später schiebt sich hier Bus an Bus.

Die zwei meistbesuchten Ziele des Landes stehen in den Städten: Ötzi im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen und die Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran – beide bekommen im Städte-Kapitel gleich im Anschluss ihren eigenen Auftritt, samt Ticket- und Anfahrtstipps. Hier geht es zuerst um das, wofür Südtirol eigentlich steht: bleiche Felswände über Almwiesen, Bergseen und die Museen, die Reinhold Messner in Burgen und Gipfelstationen gebaut hat.

Die Naturikonen verteilen sich auf die Dolomitentäler: die Drei Zinnen im äußersten Osten, der Pragser Wildsee im Pustertal, die Seiser Alm über dem Eisacktal – jede bekommt weiter unten ihr eigenes Kapitel. Dazwischen liegen die Museen von Reinhold Messner: Das Messner Mountain Museum Firmian auf Schloss Sigmundskron bei Bozen ist das Herzstück, das MMM Corones auf dem Kronplatz-Gipfel hat Zaha Hadid in den Berg gegossen – allein die Architektur mit ihren Panoramafenstern über dem Pustertal rechtfertigt die Seilbahnfahrt.

Zwei stillere Ziele zum Schluss: Das Augustiner-Chorherrenstift Neustift bei Brixen ist seit 1142 bewirtschaftet, mit rundem Brunnenhaus, barocker Bibliothek und eigenem Weingut, dessen Sylvaner und Kerner du im Stiftskeller probierst. Und der Karersee unterhalb des Latemar ist der Bergsee mit dem berühmtesten Spiegelbild der Dolomiten – ein kurzer Rundweg führt am Ufer entlang, komm früh am Morgen, wenn das Wasser noch glatt ist und die Parkplätze an der Straße noch leer sind.

Sehenswürdigkeiten in Südtirol

Alle 39 Sehenswürdigkeiten
Städte

Bozen, Meran, Brixen – die schönsten Städte Südtirols

Im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen liegt hinter einem kleinen Sichtfenster ein Mann, der vor über 5.000 Jahren über die Alpen ging – und der Andrang vor der Scheibe ist entsprechend.

Bozen zuerst: Ötzi, die Gletschermumie vom Similaun, ist im Südtiroler Archäologiemuseum der meistbesuchte Bewohner des Landes – in der Saison buchst du das Zeitfenster-Ticket vorab, sonst stehst du an. Danach lohnt die Stadt selbst: die mittelalterlichen Lauben mit ihren schmalen, tiefen Handelshäusern, der Obstmarkt mit Bergkäse und Kaminwurzen, der Waltherplatz mit Blick auf den Rosengarten. Und dann schwebst du mit der Rittner Seilbahn nach Oberbozen hinauf, wo eine historische Schmalspurbahn übers Hochplateau bis zu den Erdpyramiden von Lengmoos zuckelt.

Meran ist der Gegenentwurf zur Landeshauptstadt: eine Kurstadt, in der schon Kaiserin Elisabeth überwinterte, mit Jugendstil-Kurhaus, Promenaden an der Passer und einem Klima, in dem Palmen und Zypressen gedeihen. Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff legen sich in 80 Gartenlandschaften um das Schloss, in dem Sissi tatsächlich wohnte – plane hier einen halben Tag ein, die Terrassen ziehen sich weit den Hang hinauf. Der Tappeinerweg oberhalb der Altstadt ist der schönste Stadtspaziergang des Landes, und Schloss Tirol, Stammburg der Grafen von Tirol, erreichst du von Dorf Tirol aus zu Fuß.

Brixen, die älteste Stadt Tirols, war tausend Jahre lang Bischofssitz: Der barocke Dom mit dem gotisch ausgemalten Kreuzgang ist das kunsthistorische Schwergewicht des Landes, drumherum liegen enge Laubengassen und stille Innenhöfe. Vor den Toren wartet das Kloster Neustift mit rundem Brunnenhaus und eigenem Weingut, und die Plose oberhalb der Stadt ist Brixens Hausberg – im Sommer zum Wandern mit Dolomitenblick, im Winter mit einer der langen Rodelbahnen des Landes. Als Quartier ist Brixen der zentrale Kompromiss, von dem aus Bozen, Pustertal und Dolomitenpässe alle in Tagesausflugsdistanz liegen.

Dahinter kommen die Kleinen: Sterzing, gleich hinter dem Brenner, mit seiner mittelalterlichen Fußgängerzone unter dem Zwölferturm – der ideale erste oder letzte Halt der Reise. Bruneck, die Hauptstadt des Pustertals, mit lebendiger Stadtgasse und dem Schloss samt Messner Mountain Museum, direkt unter dem Kronplatz. Und ganz im Westen Glurns im Vinschgau, eine der kleinsten Städte der Alpen, deren Stadtmauer noch komplett steht – ein Rundgang durch die Gassen und die drei Stadttore dauert keine halbe Stunde und lohnt jeden Umweg.

Dolomiten

Die Dolomiten – von den Drei Zinnen bis zum Rosengarten

Kurz vor Sonnenuntergang färben sich die Wände des Rosengartens für ein paar Minuten tiefrot – die Einheimischen nennen das Enrosadira, und ganze Terrassen drehen sich dann wortlos Richtung Berg.

Die Dolomiten sind seit 2009 UNESCO-Welterbe, und zwar wegen ihrer Form: Das helle Kalkgestein – benannt nach dem französischen Geologen Déodat de Dolomieu – verwittert zu Türmen, Zinnen und senkrechten Wänden, die aus sanften Almwiesen aufsteigen wie Kulissen. Genau dieser Kontrast aus grünem Weideland und bleichem Fels macht die Bilder aus, die du kennst. Auf Südtiroler Seite verteilen sich die berühmtesten Gruppen auf wenige Täler: Rosengarten und Latemar im Eggental, Langkofel und Schlern um die Seiser Alm, die Geislerspitzen im Villnösser Tal und die Drei Zinnen im Hochpustertal.

Die Drei Zinnen sind das Wahrzeichen: drei Felstürme, deren Nordwände bis zu 550 Meter senkrecht abfallen. Der klassische Rundweg startet an der Auronzohütte – die Mautstraße hinauf ist im Sommer stark reglementiert und früh voll, alternativ fährst du Bus ab Toblach oder startest die längere, deutlich stillere Wanderung aus dem Fischleintal bei Sexten. Der Rundweg selbst ist mit rund zehn Kilometern und wenigen Höhenmetern gut machbar; das berühmte Postkartenmotiv mit allen drei Türmen nebeneinander hast du von der Dreizinnenhütte auf der Nordseite.

Das Villnösser Tal ist der beste Ort, um die Dolomiten ohne Andrang zu erleben: Vor den Geislerspitzen liegen die Kirchlein St. Johann in Ranui und St. Magdalena, deren Fotomotive du kennst, ohne es zu wissen. Der Adolf-Munkel-Weg zieht direkt unter den Nordwänden der Geisler entlang, von Almhütte zu Almhütte – eine der lohnendsten Halbtageswanderungen des Landes. Im Eggental spiegeln sich Latemar und Rosengarten im Karersee, und die Sage von König Laurins verzaubertem Rosengarten liefert die Erklärung für das Alpenglühen gleich mit.

Wer die Dolomiten vom Auto aus sehen will, fährt die Pässe: Die Große Dolomitenstraße von Bozen über den Karerpass Richtung Pordoijoch wurde 1909 eröffnet und ist bis heute eine der großen Panoramastraßen der Alpen, das Grödner Joch und das Sellajoch umrunden den Sellastock. Rechne im Sommer mit vielen Motorrädern und Rennradfahrern und fahr früh los – vor neun Uhr gehören dir die Kehren fast allein, und das Licht auf den Wänden ist ohnehin besser. Im Herbst, nach dem ersten Schnee auf den Gipfeln und mit gelben Lärchen darunter, sind die Passstraßen am schönsten.

Seiser Alm

Seiser Alm – Wandern auf Europas größter Hochalm

Oben auf der Alm hört das Panorama nicht mehr auf – 56 Quadratkilometer Wiesen wellen sich zwischen Schlern und Langkofel, und dazwischen stehen Heuhütten wie hingewürfelt.

Die Seiser Alm ist die größte Hochalm Europas: ein Wiesenplateau zwischen 1.700 und 2.300 Metern, über dem der Schlern mit seiner charakteristischen Silhouette und die Felstürme von Lang- und Plattkofel stehen. Das Besondere ist die Sanftheit – hier wanderst du nicht in Schutt und Fels, sondern über Almwiesen, die im Juni voller Blumen stehen und im September nach gemähtem Heu riechen. Die Wege sind breit, die Steigungen moderat, und alle halbe Stunde kommt eine bewirtschaftete Hütte, die Kaiserschmarrn und Buttermilch serviert.

Wichtig für die Planung: Die Zufahrtsstraße von Seis hinauf ist tagsüber für private Autos gesperrt. Du fährst stattdessen mit der Umlaufbahn ab Seis am Schlern hinauf nach Compatsch oder nimmst den Bus ab Kastelruth – wer auf der Alm übernachtet, darf mit Sondergenehmigung zu bestimmten Zeiten hinauf. Compatsch ist der Knotenpunkt mit Parkplatz, Bushaltestellen und den ersten Wegen; von dort verteilen sich die Wanderer schnell, und schon nach zwanzig Minuten läufst du weitgehend allein durch die Wiesen.

Für den ersten Tag reicht die klassische Runde über den Puflatsch mit den geschnitzten Hexenbänken und Tiefblick ins Grödner Tal, ambitionierter ist der Anstieg zum Schlernhaus (Rifugio Bolzano) über das Schlernhochplateau. Wer die Langkofelgruppe aus der Nähe sehen will, wandert Richtung Williamshütte und Zallinger – die Almhütten dort gehören zu den stimmungsvollsten Einkehrzielen des Landes. Im Winter wird die Alm zum sonnigen Skigebiet im Verbund von Dolomiti Superski, mit breiten Genusspisten und einem der größten Langlaufnetze Südtirols.

Das Dorf zur Alm ist Kastelruth, mit einem der markantesten Kirchtürme des Landes und Bauernhöfen, die bis an den Dorfrand reichen. Von hier stammen die Kastelruther Spatzen, aber lass dich davon nicht abschrecken: Der Ortskern mit bemalten Fassaden und Kopfsteinpflaster ist einer der schönsten Südtirols. Gleich nebenan liegen Völs am Schlern und der kleine Völser Weiher, ein moorig-warmer Badesee unterm Schlernmassiv – nach einem Wandertag auf der Alm ist ein Sprung hinein die beste Belohnung.

Bergseen

Pragser Wildsee und die schönsten Bergseen Südtirols

Am Bootshaus des Pragser Wildsees liegen die Holzruderboote in Reihe, und das Wasser dahinter wechselt je nach Licht von Smaragdgrün zu Türkis – kein Filter nötig, das sieht wirklich so aus.

Der Pragser Wildsee liegt auf 1.496 Metern am Ende des Pragser Tals, eines Seitentals des Pustertals, eingerahmt vom mächtigen Seekofel. Das historische Bootshaus mit seinen Ruderbooten und das Grandhotel aus der Sommerfrische-Zeit geben dem See eine Kulisse, die ihn über Serien und Social Media weltberühmt gemacht hat – mit allen Folgen: An Sommertagen wollen mehrere Tausend Menschen gleichzeitig an dieses Ufer. Der Rundweg um den See ist gut dreieinhalb Kilometer lang, am Ostufer mit Stufen und Wurzeln, und braucht mit Fotostopps etwa anderthalb Stunden.

Im Hochsommer ist die Zufahrt reglementiert: Von etwa Mitte Juli bis Mitte September bleibt die Straße ins Tal tagsüber für private Autos gesperrt, hinauf kommst du dann nur mit vorab gebuchtem Online-Slot, mit dem Linienbus oder zu Fuß beziehungsweise mit dem Rad. Die bessere Strategie ist ohnehin der Tagesrand: Komm vor acht Uhr morgens oder nach fünf am Nachmittag, dann bekommst du das stille Wasser, das die Fotos versprechen, und einen Parkplatz dazu. Ein Ruderboot mietest du direkt am Bootshaus – eine halbe Stunde auf dem See ist die schönste Perspektive auf den Seekofel.

Südtirol hat mehr Seen dieser Klasse: Der Karersee im Eggental spiegelt den Latemar und ist über einen kurzen Uferweg erschlossen. Der Antholzer See liegt still am Ende des Antholzer Tals, gleich neben der Biathlon-Arena, mit einem Rundweg durch Lärchenwald. Ganz im Westen, im Vinschgau, ragt aus dem Reschensee der versunkene Kirchturm von Alt-Graun – das vielleicht seltsamste Fotomotiv des Landes, Zeugnis der Stauseeflutung von 1950. Und der Kalterer See an der Weinstraße ist der wärmste Badesee der Alpen, mit Badesaison von Mai bis September.

Praktisch gedacht: Bergseen sind kalt, auch im August – zum Schwimmen taugen Kalterer See, Völser Weiher und die Badeseen im Tal, die Dolomitenseen sind fürs Auge. Die besten Bilder entstehen am frühen Morgen bei Windstille, wenn die Spiegelung steht. Und kombiniere klug: Vom Pragser Wildsee bist du in zwanzig Minuten in Toblach, wo der Radweg durchs Höhlensteintal Richtung Cortina startet – mit Blick auf die Drei Zinnen und dem Dürrensee als Zugabe, der bei gutem Wasserstand ähnlich türkis leuchtet wie sein berühmter Nachbar.

Wandern

Wandern in Südtirol – vom Waalweg bis zum Höhenweg

Auf dem Waalweg oberhalb von Meran gluckert das Wasser im alten Bewässerungskanal neben dir her, unten glänzen die Apfelwiesen, und die Steigung bleibt so sanft, dass du nebenbei reden kannst.

Der Einstieg ins Südtiroler Wandern sind die Waalwege rund um Meran: Pfade entlang jahrhundertealter Bewässerungskanäle, die das Wasser aus den Seitentälern zu den Obstwiesen führten. Sie verlaufen fast eben am Hang, sind schon im März und noch im November begehbar und liefern trotzdem große Ausblicke – der Marlinger Waalweg ist mit rund zwölf Kilometern der längste, der Algunder Waalweg der beliebteste Feierabendweg der Meraner. Für Genusswanderer sind sie die beste Antwort auf die Frage, was man in der Vor- und Nachsaison tut, wenn oben noch oder schon wieder Schnee liegt.

Die Königsdisziplin ist der Meraner Höhenweg: rund 100 Kilometer einmal um die Texelgruppe, in vier bis sechs Etappen mit Hüttenübernachtungen. Der Südhang ist mild und aussichtsreich, die Nordseite über das Pfossental alpiner und einsamer – wer nur einen Tag hat, geht die Etappe von Hochmuth nach Katharinaberg mit Seilbahnunterstützung. In den Dolomiten sind der Drei-Zinnen-Rundweg und der Adolf-Munkel-Weg unter den Geislerspitzen die zwei Klassiker, die du zuerst gehen solltest; beide sind technisch einfach, brauchen aber gutes Wetter und feste Schuhe.

Was Südtirol fürs Wandern so bequem macht, ist die Infrastruktur: Über 30 Seilbahnen nehmen dir die ersten tausend Höhenmeter ab, die Wege sind durchgehend nummeriert und markiert, und die Dichte an bewirtschafteten Almen ist so hoch, dass du Brotzeit und Wasser kaum schleppen musst. Auf den Almen gilt eigene Küchenordnung – Speckknödel in der Suppe, Kaiserschmarrn danach, Buttermilch dazu. Die Hochwege sind je nach Winter ab Mitte oder Ende Juni schneefrei; davor hältst du dich an die mittleren Lagen zwischen 1.000 und 1.800 Metern.

Ein paar Regeln, die hier oben zählen: Gewitter kommen im Hochsommer fast täglich am Nachmittag, also früh starten und um die Mittagszeit die exponierten Grate hinter dir haben. Prüfe die Betriebszeiten der Seilbahnen – viele stellen zwischen den Saisonen wochenlang ab. Der Notruf ist europaweit die 112, die Bergrettung in Südtirol gut organisiert, aber teuer, wenn du sie leichtfertig brauchst. Mit Kindern funktionieren Talwanderungen und Almen mit Spielplatz am besten – etwa die Fane Alm im Valser Tal, ein komplettes Almdorf, das wie gebaut ist für kurze Beine.

Aktivitäten & Touren in Südtirol

Alle 17 Aktivitäten
Rundreise

Südtirol-Rundreise: die schönste Route in 7 Tagen

Die Südtirol-Schleife liest sich wie ein Bahnfahrplan – Sterzing, Brixen, Bozen, Meran, dann durchs Pustertal wieder hinaus – und genau in dieser Reihenfolge ergibt sie den meisten Sinn.

In sieben Tagen fährst du das Land einmal ab: Vom Brenner kommend lohnt der erste Halt in Sterzing mit seiner mittelalterlichen Neustadt, dann Brixen mit Dom und Kloster Neustift. Weiter nach Bozen für Ötzi, Lauben und einen Abend unter Weinreben, dann Meran mit Trauttmansdorff und Tappeinerweg. Von dort entscheidet dein Schwerpunkt: entweder westwärts in den Vinschgau bis zum Reschensee oder zurück nach Osten ins Pustertal, wo Bruneck, der Pragser Wildsee und die Drei Zinnen den Schlussakkord setzen. Wer zehn Tage hat, nimmt beides mit.

Wechsle nicht jede Nacht das Quartier – Südtirol ist klein genug für zwei Standorte: eines im Raum Bozen, Eisacktal oder Meran für den Westen und die Weinstraße, eines im Pustertal für die Dolomiten des Ostens. Die Distanzen wirken auf der Karte lächerlich kurz, aber rechne in Zeit, nicht in Kilometern: Passstraßen, Ortsdurchfahrten und der Sommerverkehr im Pustertal machen aus 60 Kilometern schnell anderthalb Stunden. Von zwei Basislagern aus fährst du sternförmig los und sitzt abends wieder auf derselben Terrasse, statt Koffer zu schleppen.

Zwei Abstecher, die auf keiner Standardroute fehlen sollten: Die Südtiroler Weinstraße zieht sich von Bozen über Eppan und Kaltern bis Tramin durch eine der ältesten Weinlandschaften des deutschen Sprachraums – mit dem Kalterer See als Badepause und Kellereien, die ohne Termin verkosten lassen. Und der Vinschgau im Westen ist das raue, trockene Südtirol: Glurns mit seiner komplett erhaltenen Stadtmauer ist eine der kleinsten Städte der Alpen, am Reschensee ragt der Kirchturm von Alt-Graun aus dem Wasser, und die Vinschgerbahn fährt das ganze Tal ab, falls du das Auto stehen lassen willst.

Zur Logistik: Die A22 ist mautpflichtig und an Sommer- und Ferienwochenenden zwischen Brenner und Bozen regelmäßig dicht – fahr Randzeiten oder nimm für Etappen im Land die Landesstraßen. Die Altstädte von Bozen und Meran haben verkehrsberuhigte Zonen mit Kameraüberwachung; stell das Auto in eine der ausgeschilderten Garagen am Rand und geh die letzten Minuten zu Fuß, statt dem Navi ins Zentrum zu folgen. Und plane die Dolomitenpässe als eigene Programmpunkte, nicht als Transitstrecken – die Kehren über Grödner Joch oder Karerpass sind das Ziel, nicht der Weg.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Unterkünfte

Hotels in Südtirol – vom Wellnesshotel bis zum Bauernhof

Um halb fünf, wenn draußen der Nebel ins Tal sinkt, sitzt halb Südtirol im Bademantel vor einem Panoramafenster – die Sauna mit Bergblick ist hier keine Ausnahme, sondern Standard.

Kaum eine Alpenregion hat die Hotellerie so konsequent entwickelt wie Südtirol: Selbst Häuser in Dorflage leisten sich Panoramapools, Saunalandschaften und eine Küche, die Halbpension vom Pflichtprogramm zum Argument macht. Viele Betriebe sind seit Generationen in Familienhand und wurden von Architekten aus dem Land um Holz, Glas und Sichtbeton erweitert – das Ergebnis ist ein eigener Stil, den du sonst nirgends in den Alpen findest. Die begehrten Häuser sind für Sommerferien, Weihnachten und Fasching Monate im Voraus ausgebucht; wer flexibel ist, zielt auf Juni oder den goldenen Oktober.

Das Gegenmodell ist der Urlaub auf dem Bauernhof: Unter der Marke Roter Hahn vermieten über tausend bewirtschaftete Höfe Ferienwohnungen und Zimmer – mit Milch aus dem eigenen Stall, Speck aus der eigenen Kammer und Kindern, die abends beim Füttern helfen dürfen. Preislich liegt das deutlich unter der Hotellerie, und die Lagen sind oft die besten des Landes: Bergbauernhöfe am Ende von Seitentälern, Weinhöfe zwischen den Rebzeilen an der Weinstraße. Frag vorab, wie steil die Zufahrt ist und ob Frühstück oder nur Selbstversorgung angeboten wird.

Die Standortfrage entscheidet mehr als die Sternezahl: Rund um Meran wohnst du mild und mediterran, mit Palmen vor dem Fenster und der Therme in Reichweite – gut für Genussurlaub und die Übergangsmonate. Das Eisacktal um Brixen ist der zentrale Kompromiss, von dem aus du in alle Richtungen ausschwärmst. Fürs Dolomitenprogramm wohnst du im Pustertal oder gleich in Höhenlage – in Kastelruth und Völs für die Seiser Alm, rund um Bruneck für Kronplatz, Pragser Wildsee und Drei Zinnen. Gröden und Alta Badia sind die teuersten Adressen – dafür wohnst du dort direkt an den Sellaronda-Liften unter Langkofel und Sella.

Zwei Eigenheiten solltest du kennen: Südtirol hat harte Zwischensaisonen – viele Häuser schließen im November und zwischen Ostern und Pfingsten komplett, die Auswahl ist dann dünn und manche Bergbahn steht still. Und fast überall bekommst du beim Einchecken eine Gästekarte, die je nach Region Busse und Bahnen im ganzen Land oder Seilbahnen und Museen einschließt – frag aktiv danach und plane die Ausflüge damit, das Auto kann öfter stehen bleiben, als du denkst.

Hotels in Südtirol

Alle 31 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken in Südtirol

In der Buschenschank stellt die Bäuerin ein Brett mit Speck, Kaminwurzen und Schüttelbrot auf den Holztisch, dazu einen Krug Eigenbau – und mehr braucht ein Südtiroler Nachmittag nicht.

Die Südtiroler Küche ist Tiroler Bauernküche mit italienischem Feinschliff: Der Knödel kommt als Speck-, Käse- oder Spinatknödel in die Suppe oder mit brauner Butter auf den Teller, Schlutzkrapfen – halbmondförmige Teigtaschen mit Spinat-Topfen-Füllung – sind das heimliche Nationalgericht, und die Gerstsuppe wärmt auf jeder Hütte. Der Speck Alto Adige trägt eine geschützte Herkunftsbezeichnung und wird leicht geräuchert und luftgetrocknet – am besten dünn aufgeschnitten von der Marende, der Südtiroler Brotzeit, mit Schüttelbrot und Bergkäse. Und zum Abschluss fast immer Apfelstrudel, denn der Apfel ist die eigentliche Leitkultur des Tals.

Der schönste kulinarische Termin des Jahres ist das Törggelen: Von Anfang Oktober bis Ende November öffnen die Buschenschänke vor allem im Eisacktal ihre Stuben, es gibt Gerstsuppe, Schlachtplatte mit Kraut, gebratene Kastanien und den Sußer oder Nuien, den jungen Wein des Jahrgangs. Der Brauch stammt aus der Zeit, als die Bauern nach der Lese den neuen Wein direkt im Keller verkosteten – heute wanderst du idealerweise erst durch die herbstlichen Weinberge, etwa auf dem Keschtnweg zwischen Brixen und Bozen, und kehrst dann ein. Reserviere an Wochenenden, die guten Stuben sind voll.

Beim Wein spielt Südtirol trotz kleiner Fläche weit oben mit: Der Vernatsch vom St. Magdalener Hügel über Bozen ist der leichte Alltagsrote, der Lagrein aus dem Bozner Talkessel der kräftige, und der Gewürztraminer hat im Dorf Tramin an der Weinstraße seinen Namensursprung. Die Kellereigenossenschaften – Terlan, Kaltern, Girlan und andere – produzieren auf einem Niveau, das dem Ruf von Genossenschaften widerspricht, und fast alle haben Verkostungsräume mit regulären Öffnungszeiten. Die Weißen aus dem Eisacktal, Sylvaner und Kerner vom Kloster Neustift, sind die unterschätzte Kategorie.

Die Bandbreite der Lokale reicht weiter als in fast jeder anderen Alpenregion: unten die Buschenschank mit Eigenbauwein, in den Dörfern Gasthäuser mit Knödeltris und Wild im Herbst, in den Städten Bars mit italienischer Aperitivo-Kultur – und darüber eine Sterneszene, die für die Größe des Landes bemerkenswert dicht ist. Praktisch heißt das: Mittags reicht auf der Alm die Brotzeit, abends reservierst du im Gasthaus, und den Espresso trinkst du im Stehen an der Theke wie die Einheimischen – er kostet dort weniger und schmeckt nach Italien, auch wenn draußen die Berge tirolerisch aussehen.

Restaurants in Südtirol

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Winter

Südtirol im Winter – Skigebiete, Märkte und stille Täler

Wenn im Dezember die ersten Stände auf dem Bozner Waltherplatz aufbauen und auf dem Kronplatz die Kanonen die Pisten weiß schießen, wechselt Südtirol ohne Übergang in seine zweite Hochsaison.

Fürs Skifahren gehört Südtirol zum Verbund Dolomiti Superski: zwölf Gebiete mit rund 1.200 Pistenkilometern auf einem einzigen Skipass, davon die wichtigsten auf Südtiroler Seite. Der Kronplatz oberhalb von Bruneck ist der perfekt organisierte Familienberg mit breiten Abfahrten nach allen Seiten, Gröden verbindet sich mit der Seiser Alm zu einem riesigen Genussrevier unter Langkofel und Sellastock, und Alta Badia liefert die Kombination aus Pisten und Gourmethütten. Die Sellaronda – die Skirunde um den Sellastock über vier Pässe – ist der Klassiker, den du einmal gefahren sein solltest; starte früh und behalte die Uhr im Blick.

Südtirols Winter funktioniert auch ohne Bretter: Winterwanderwege sind in den meisten Orten präpariert und ausgeschildert, Rodelbahnen wie die vom Rosskopf oberhalb von Sterzing gehören zu den längsten der Alpen, und Schneeschuhtouren führen in Seitentäler, in denen im Januar tagelang niemand unterwegs ist. Langläufer finden in Toblach und im Antholzer Tal Loipen von Weltcup-Format – in Antholz kannst du im Winter regelmäßig Biathlon-Weltcuprennen live sehen, Termine stehen früh fest und Unterkünfte im Tal sind dann knapp.

Der Advent ist eine eigene Reisezeit: Die Original Südtiroler Christkindlmärkte in Bozen, Meran, Brixen, Sterzing und Bruneck setzen auf Handwerk und regionale Küche statt Rummel – der Bozner Markt auf dem Waltherplatz ist der größte, der Sterzinger in der mittelalterlichen Fußgängerzone der stimmungsvollste. Dazu kommen kleine Bergadvents in Dörfern wie Kastelruth. An den Adventswochenenden sind die Städte und die Züge voll; unter der Woche bekommst du dieselben Stände und beleuchteten Gassen deutlich ruhiger.

Praktisch für die Wintermonate: Die Saison läuft in den hohen Lagen von Anfang Dezember bis nach Ostern, die beste Kombination aus Schnee und Sonne liegt erfahrungsgemäß im Februar und März. Auf der Brennerautobahn und den Landesstraßen gilt von Mitte November bis Mitte April Winterausrüstungspflicht – ohne Winterreifen oder Ketten an Bord riskierst du Bußgelder, auch bei trockener Fahrbahn. Skiverleih und Skischulen gibt es an jeder Talstation in guter Qualität; wer zu Neujahr oder Fasching kommt, reserviert Kurse und Material besser vorab.

Anreise & Mobilität

Anreise nach Südtirol – über den Brenner mit Auto oder Bahn

Hinter Innsbruck steigt die Autobahn zur Europabrücke an, am Brenner wechseln die Schilder die Sprache nur halb – und ab da zählst du die Tunnel bis Bozen.

Mit dem Auto ist Südtirol das nächstgelegene Italien: Von München nach Bozen sind es rund 280 Kilometer über Inntal- und Brennerautobahn, ohne Stau gut dreieinhalb Stunden. Eingerechnet werden müssen die österreichische Vignette, die Sondermaut für die Brennerstrecke und die Maut auf der italienischen A22 – und vor allem der Verkehr: An Ferienwochenenden und rund um Feiertage staut es sich am Brenner in beide Richtungen regelmäßig. Fahr sehr früh am Morgen oder am Abend, meide Samstage im Hochsommer und plane den Rückreisetag nicht auf das Ende der deutschen Schulferien.

Die Bahn ist die entspannte Alternative: Eurocity-Züge fahren mehrmals täglich direkt von München über Innsbruck und den Brenner nach Bozen, mit Halten in Franzensfeste und Brixen – Fahrzeit rund vier Stunden, und die Strecke über die Brennerrampe ist selbst schon Panoramaprogramm. Im Land angekommen, brauchst du kein Auto zwingend: Die Regionalzüge takten dicht, die Vinschgerbahn fährt von Meran bis Mals, die Pustertalbahn von Franzensfeste bis Innichen, und ab den Bahnhöfen verteilen Busse bis in die Seitentäler. Für Bahnfans ist die Rittner Schmalspurbahn oberhalb von Bozen ein Ziel für sich.

Fliegen ist die Schwachstelle: Der Flughafen Bozen ist klein und wird nur von wenigen Direktverbindungen bedient, meist mit der regionalen Fluglinie. Die praktischeren Gateways sind Innsbruck, Verona und München – von allen dreien kommst du per Bahn oder Mietwagen in ein bis drei Stunden ins Land. Für die meisten Deutschen schlägt aber die Landverbindung jede Flugoption: Bis Bozen bist du aus dem Süden Deutschlands schneller mit dem Auto oder Zug als mit jeder Umsteigeverbindung über einen Flughafen.

Vor Ort lohnt sich das Südtiroler Nahverkehrssystem: Mit den Gästekarten, die viele Unterkünfte ausgeben, oder übertragbaren Mehrfahrtenkarten nutzt du Züge und Busse im ganzen Land, oft sind auch einzelne Seilbahnen eingeschlossen. Das ist mehr als ein Sparhinweis – zu Hotspots wie dem Pragser Wildsee, zur Seiser Alm oder an Adventswochenenden in die Städte ist der Bus schlicht die stressfreiere Wahl, weil Parkplätze reguliert oder voll sind. Die Faustregel für Südtirol lautet: Anreise gern mit dem eigenen Auto, aber vor Ort so oft wie möglich Bahn, Bus und Seilbahn.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Mit Kindern

Südtirol mit Kindern

Auf der Fane Alm rennen die Kinder zwischen den Holzhütten vom Kälberstall zum Brunnen, während auf der Bank davor der Kaiserschmarrn ankommt – und niemand fragt, wann es endlich weitergeht.

Die beste Basis mit Kindern ist ein Hof der Marke Roter Hahn oder eines der Familienhotels: Auf dem Bauernhof gehören Stall, Traktor und Frühstückseier zum Programm, die Hotels kontern mit Pool und Kinderbetreuung – beides funktioniert als Taktik, weil nach jedem Ausflug etwas wartet und niemand abends noch fahren muss. Wähl den Standort nach dem Programm: Raum BozenMeran für Seilbahnen, Städte und Badeseen, Pustertal für Seen, Radwege und die Dolomiten. Und rechne die Halbpension mit ein – Kinder essen früh, und die Südtiroler Küchen sind darauf eingestellt.

Ein paar Ziele ziehen zuverlässig: die Rittner Seilbahn ab Bozen mit der Schmalspurbahn übers Hochplateau und den Erdpyramiden von Lengmoos – ein kompletter Abenteuertag, bei dem kaum jemand merkt, dass gewandert wird. Ein Ruderboot am Pragser Wildsee, eine halbe Stunde auf dem Wasser reicht völlig. Ötzi im Archäologiemuseum, der bei Kindern besser zieht als jede Burgführung – das Zeitfenster-Ticket buchst du in der Saison vorab. Und die Fane Alm im Valser Tal, ein komplettes Almdorf mit Tieren und kurzen Wegen zwischen den Hütten, das vom Parkplatz aus über einen breiten Almweg auch für kurze Beine machbar ist.

Zum Baden taugen der moorig-warme Völser Weiher unterm Schlern und der Kalterer See, der wärmste Badesee der Alpen – die Dolomitenseen sind fürs Auge, nicht zum Planschen. Fürs Rad ist der Pustertal-Radweg gemacht: flach an der Rienz entlang, mit Bahnhöfen an der Strecke, sodass ihr jederzeit mit der Pustertalbahn zurückfahren könnt, wenn die Kräfte enden. Beim Wandern gilt die Faustregel: Seilbahn hinauf, oben maximal zwei Stunden Gehzeit und ein Ziel mit Hütte oder Spielplatz – die Runde über den Puflatsch auf der Seiser Alm mit ihren geschnitzten Hexenbänken ist genau so gebaut.

Im Winter sind Kronplatz und Seiser Alm die verlässlichsten Familienreviere: breite, übersichtliche Pisten, Kinderparks an den Talstationen und Skischulen, die schon die Kleinsten nehmen – zu Neujahr und Fasching reservierst du Kurse und Leihmaterial besser Wochen im Voraus. Vorab buchen musst du im Sommer außerdem den Zufahrts-Slot zum Pragser Wildsee und Ötzis Zeitfenster-Ticket; für Trauttmansdorff und die meisten Seilbahnen reicht spontanes Kommen. Und nutz die Gästekarte der Unterkunft – Bus und Bahn kosten damit nichts extra, und Zugfahren ist für viele Kinder ohnehin der beste Teil des Tages.

Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Südtirol – und welche Basis zu dir passt

BozenBozenDie Landeshauptstadt verbindet Lauben, Obstmarkt und Ötzi im Archäologiemuseum mit italienischem Straßenleben. Drei Seilbahnen führen direkt aus der Stadt auf die Hochplateaus – die Rittner Bahn mit Schmalspurbahn und Erdpyramiden ist der schönste Halbtagesausflug.Ideal für: Stadt & Ötzi1–2 TageMeranMeranKurstadt mit Belle-Époque-Fassaden, Promenaden an der Passer und mildem Klima, in dem Palmen wachsen. Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff und der Tappeinerweg sind Pflichtprogramm, die Therme das Schlechtwetter-Ass im Ärmel.Ideal für: Genuss & Gärten2–3 TageBrixenBrixenDie älteste Stadt Tirols war tausend Jahre Bischofssitz: Dom, Kreuzgang mit gotischen Fresken und enge Laubengassen. Vor den Toren liegen das Kloster Neustift mit eigenem Weingut und die Plose als Haus- und Rodelberg.Ideal für: Altstadt & Kloster1 TagKastelruthKastelruthDas Dorf unter der Seiser Alm mit einem der markantesten Kirchtürme des Landes und bemalten Fassaden im Ortskern. Ideale Basis für die größte Hochalm Europas – Bus und Bahn bringen dich hinauf, der Völser Weiher liegt zum Baden nebenan.Ideal für: Basis für die Seiser Alm2–3 TageBruneckBruneckDie Hauptstadt des Pustertals mit lebendiger Stadtgasse und Schloss samt Messner Mountain Museum. Direkt darüber der Kronplatz mit dem MMM Corones von Zaha Hadid – und Pragser Wildsee wie Drei Zinnen liegen in Ausflugsdistanz.Ideal für: Tor zu den Dolomiten1–2 TageSterzingSterzingDie kleine Stadt kurz hinter dem Brenner überrascht mit einer mittelalterlichen Fußgängerzone unter dem Zwölferturm und Erkerhäusern aus der Zeit des Bergbaus. Vom Rosskopf führt im Winter eine der längsten Rodelbahnen der Alpen ins Tal.Ideal für: Erster Halt nach dem Brenner½–1 Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Südtirol: Wetter und Klima im Jahreslauf

Südtirol hat keinen toten Monat, aber zwei sehr verschiedene Hochsaisonen – zwischen Apfelblüte und Törggelen liegt der Sommer der Almen, zwischen Advent und Ostern der Winter der Pisten.

Das Klima teilt sich mit der Höhe: Im Talkessel von Bozen wird es im Sommer regelmäßig über 30 Grad warm und Wein wie Palmen gedeihen, während auf 2.000 Metern selbst im Juli die Jacke ins Gepäck gehört. Die Hochlagen der Dolomiten sind je nach Winter erst ab Mitte oder Ende Juni schneefrei, ab November beginnt oben die Skisaison. Die Werte unten gelten für Bozen; in Meran ist es ähnlich mild, im Pustertal und in den Bergdörfern jeweils mehrere Grad kühler.

Jan6°-4°Skisaison, klare Tage
Feb10°-2°Sonne + Pisten
Mär15°2°Firn oben, Frühling unten
Apr19°6°Apfelblüte im Tal
Mai23°10°grün, Hochwege noch zu
Jun27°14°Almsommer beginnt
Jul29°16°warm, Nachmittagsgewitter
Aug28°15°Hochsaison, voll
Sep24°11°stabil, klare Sicht
Okt18°6°Törggelen, Lärchengold
Nov11°1°Zwischensaison, vieles zu
Dez6°-3°Christkindlmärkte, Skistart

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit zum Wandern sind Juni und September: Die Hochwege sind schneefrei, das Wetter ist stabiler als im gewittrigen Hochsommer, und die Seilbahnen laufen ohne den August-Andrang. Der Oktober hängt mit Törggelen und goldenen Lärchen direkt dahinter, fürs Skifahren sind Februar und März mit ihrer Mischung aus Schneesicherheit und Sonne die verlässlichsten Monate. Nur den November meidest du besser – dann haben viele Hotels, Hütten und Bahnen geschlossen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Südtirol

Wann ist die beste Reisezeit für Südtirol?
Zum Wandern Juni und September, wenn die Hochwege schneefrei und die Täler nicht überlaufen sind; der Oktober lockt mit Törggelen und Herbstfarben. Fürs Skifahren sind Februar und März am verlässlichsten. Nur im November ist Zwischensaison – viele Hotels und Bahnen machen dann Pause.
Braucht man in Südtirol ein Auto?
Nicht zwingend: Eurocity-Züge fahren direkt bis Bozen, im Land takten Regionalbahnen und Busse dicht, und viele Unterkünfte geben Gästekarten mit freier Fahrt aus. Für abgelegene Seitentäler und Passfahrten ist das Auto bequemer – zu Hotspots wie Pragser Wildsee oder Seiser Alm ist der Bus aber oft die bessere Wahl.
Wie kommt man im Sommer zum Pragser Wildsee?
Von etwa Mitte Juli bis Mitte September ist die Zufahrtsstraße tagsüber für private Autos gesperrt – du buchst vorab einen Online-Slot, nimmst den Linienbus aus dem Pustertal oder kommst zu Fuß beziehungsweise mit dem Rad. Am schönsten ist es ohnehin früh am Morgen vor acht oder nach fünf Uhr nachmittags.
Kann man mit dem Auto auf die Seiser Alm fahren?
Tagsüber nein: Die Straße von Seis hinauf ist für private Autos gesperrt, ausgenommen sind im Wesentlichen Gäste mit Übernachtung auf der Alm zu bestimmten Zeiten. Du fährst stattdessen mit der Umlaufbahn ab Seis am Schlern nach Compatsch oder nimmst den Bus ab Kastelruth – beides schnell und unkompliziert.
Spricht man in Südtirol Deutsch?
Ja – Deutsch ist neben Italienisch Amtssprache, rund zwei Drittel der Südtiroler sprechen Deutsch als Muttersprache, Ortsschilder und Speisekarten sind zweisprachig. Du kommst überall auf Deutsch durch; in Bozen und im südlichen Landesteil hörst du auf der Straße häufiger Italienisch.
Was ist Törggelen?
Der Südtiroler Herbstbrauch: Von Oktober bis Ende November öffnen Buschenschänke vor allem im Eisacktal ihre Stuben und servieren Gerstsuppe, Schlachtplatte, gebratene Kastanien und den jungen Wein des Jahrgangs. Klassisch wanderst du erst durch die Weinberge und kehrst dann ein – an Wochenenden unbedingt reservieren.
Welche Städte lohnen sich in Südtirol?
Bozen für Ötzi, Lauben und mediterranes Stadtleben, Meran für Promenaden, Therme und die Gärten von Schloss Trauttmansdorff, Brixen für Dom, Kreuzgang und das Kloster Neustift. Kleiner, aber lohnend sind Sterzing mit seiner mittelalterlichen Neustadt und Bruneck als Tor zu Kronplatz und Pustertal.
Ist Südtirol teuer?
Über dem italienischen Durchschnitt, aber mit großer Spannweite: Wellnesshotels in Gröden oder Alta Badia kosten in der Hochsaison deutlich dreistellig pro Nacht, Urlaub auf dem Bauernhof oder Pensionen im Tal bleiben erschwinglich. Almen und Gasthäuser servieren solide Küche zu fairen Preisen, der Espresso an der Theke kostet wenig.
Wie lange fährt man von München nach Südtirol?
Mit dem Auto sind es bis Bozen rund 280 Kilometer über den Brenner, ohne Stau gut dreieinhalb Stunden – an Ferienwochenenden entsprechend mehr. Die Eurocity-Züge München–Bozen brauchen etwa vier Stunden und halten auch in Brixen; damit ist die Bahn auf dieser Strecke eine echte Alternative.
Was kann man in Südtirol mit Kindern machen?
Almen mit Spielplatz und Tieren wie die Fane Alm, Ruderboote am Pragser Wildsee, die Rittner Schmalspurbahn und Erdpyramiden bei Bozen, Baden im Kalterer See oder am Völser Weiher, dazu Sommerrodelbahnen und Ötzi im Museum. Im Winter sind Kronplatz und Seiser Alm sehr familienfreundliche Skigebiete.
Welches Skigebiet in Südtirol ist das beste?
Kommt auf den Anspruch an: Der Kronplatz ist der bestorganisierte Familienberg, Gröden mit Seiser Alm das größte Genussrevier, Alta Badia verbindet Pisten mit Gourmethütten – alle gehören zu Dolomiti Superski mit rund 1.200 Pistenkilometern auf einem Pass. Die Sellaronda-Skirunde um den Sellastock ist der Klassiker für gute Fahrer.
Wann blühen die Apfelbäume in Südtirol?
Meist von Anfang bis Ende April, je nach Höhenlage und Jahr: Zuerst blüht es im Etschtal um Bozen und Meran, dann zieht die Blüte den Vinschgau hinauf. Die Waalwege oberhalb der Obstwiesen sind dann die schönsten Spazierwege – und die Hotels deutlich leerer als im Sommer.
SüdtirolZwischen bleichen Dolomitengipfeln, Palmenpromenaden und Weinbergen liegt Italiens deutschsprachiger Norden.

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