Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Italien
Um kurz nach acht öffnet die Galleria degli Uffizi, und für ein paar Minuten stehst du fast allein vor Botticellis Venus, bevor die ersten Gruppen durch die Säle schieben.

Rom trägst du nicht an einem Tag ab. Das Kolosseum und das Forum Romanum teilen sich ein Zeitfenster-Ticket, das du in der Saison Tage vorher online buchst – geh gleich zur Öffnung, bevor die Sonne über die Ränge klettert und der alte Stein die Hitze zurückwirft. Für die Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle stehst du sonst zwei Stunden an; der Petersdom selbst ist kostenlos, verlangt aber Geduld an der Sicherheitskontrolle und bedeckte Schultern und Knie. Wer früh kommt, hat die Engelsburg und den Blick über den Tiber fast für sich.
In Florenz drängt sich die halbe Renaissance auf wenige Gassen. Die Galleria degli Uffizi verkauft Zeitfenster-Tickets für Botticellis Werke, die Galleria dell'Accademia zeigt Michelangelos David im eigens gebauten Rundsaal, und auf den Dom Santa Maria del Fiore steigst du über gut 460 Stufen zwischen Brunelleschis doppelten Kuppelschalen hindurch. Der Ponte Vecchio mit seinen Goldschmiedeläden gehört dir früh am Morgen fast allein, und vom Piazzale Michelangelo überblickst du bei Sonnenuntergang die ganze Stadt am Arno. Reserviere die großen Museen unbedingt vorab – spontan hineinzukommen kostet dich einen halben Tag in der Schlange.
Venedig erlebst du am ehrlichsten zu Fuß und mit dem Vaporetto: über die Rialtobrücke am Canal Grande, durch das Gassengewirr hinter dem Markusplatz und in die Peggy Guggenheim Collection, wo moderne Kunst in einem unvollendeten Palazzo am Wasser hängt. Weiter südlich erzählt Pompeji am Fuß des Vesuvs vom Alltag einer Stadt, die 79 nach Christus unter Asche verschwand, und in Palermo leuchtet die Cappella Palatina im Palazzo dei Normanni von goldenen Byzantinermosaiken. Diese Weite ist typisch für Italien – zwischen dem ersten und dem letzten Ziel deiner Liste liegen oft tausend Kilometer und zwei Klimazonen.
Jenseits der großen Drei reiht sich Ikone an Ikone: der Schiefe Turm auf der Piazza dei Miracoli von Pisa, die fünf Steilküstendörfer der Cinque Terre in Ligurien, der rauchende Ätna über Catania und die Sassi von Matera, wo Menschen bis heute in Höhlen wohnen. Ganz im Süden stehen in Agrigent einige der besterhaltenen griechischen Tempel der Welt, während in Apulien die kegelförmigen Trulli von Alberobello ganze Straßenzüge weiß tupfen. Vieles davon trägt den UNESCO-Titel – ein Hinweis darauf, wie dicht sich Weltkultur auf diesem Stiefel drängt.





















































