Die Basilica di Santa Croce ist die größte Franziskanerkirche der Welt und eine der bedeutendsten Kirchen von Florenz. Der Bau wurde ab 1294 begonnen, möglicherweise nach Plänen von Arnolfo di Cambio, und 1442 fertiggestellt. Die markante Marmorfassade mit ihren geometrischen Mustern wurde allerdings erst im 19. Jahrhundert hinzugefügt. Die Kirche liegt etwa 800 Meter südöstlich des Doms an der weitläufigen Piazza di Santa Croce. Santa Croce ist vor allem als Begräbnisstätte berühmter Persönlichkeiten bekannt und wird deshalb auch als „Pantheon der italienischen Ruhmestaten“ bezeichnet. In der Kirche befinden sich die Grabmäler von Galileo Galilei, Michelangelo und Niccolò Machiavelli sowie ein Ehrenmal für Dante Alighieri, der jedoch in Ravenna bestattet ist. Diese Konzentration von Gräbern bedeutender Denker, Künstler und Wissenschaftler macht den Innenraum zu einem Ort der italienischen Kulturgeschichte. Künstlerisch bedeutend sind außerdem die Fresken von Giotto und seiner Schule in mehreren Seitenkapellen, die zu den frühen Meisterwerken der italienischen Malerei zählen. Zum Komplex gehört auch die Cappella de’ Pazzi, ein Werk der Renaissance-Architektur, das mit Filippo Brunelleschi in Verbindung gebracht wird, sowie ein Kreuzgang und ein Museum mit weiteren Kunstwerken. Der Innenraum ist weiträumig und vergleichsweise schlicht gehalten, was die Wirkung der Grabmäler und Fresken unterstreicht. Für den Besuch ist ein Ticket erforderlich, das auch die Kapellen, den Kreuzgang und das Museum umfasst. Da Santa Croce als Sakralbau gilt, sollten Schultern und Knie bedeckt sein. Die Kirche lässt sich gut mit einem Spaziergang durch das umliegende Viertel verbinden, das mit Lederwerkstätten und Handwerksbetrieben ein traditionelles Gesicht von Florenz zeigt.
Die Marmorfassade an der Piazza di Santa Croce wirkt im Vormittagslicht am besten.
