Die schönsten Orte in Albanien – von Tirana bis Gjirokastra
Tirana ist laut und bunt, aber die schönsten Orte des Landes liegen ein, zwei Fahrstunden weiter – in den steilen Gassen von Berat und Gjirokastra oder unten am Wasser in Saranda und Ksamil.
Die meisten Reisen beginnen in Tirana, und die Hauptstadt lohnt mehr als nur den ersten Abend. Rund um den weiten Skanderbeg-Platz mit dem Nationalmuseum und der Et'hem-Bey-Moschee leuchten bunt bemalte Fassaden, im Ausgehviertel Blloku – bis 1991 Sperrzone der Parteiführung – reiht sich heute ein Café ans nächste. Mit der Dajti-Seilbahn schwebst du in wenigen Minuten auf den Hausberg, und wer den Kalten Krieg begreifen will, steigt in die unterirdischen Bunker der Museen Bunk'Art hinab.
Nach Süden führt der Weg zu den beiden osmanischen Steinstädten, die zum UNESCO-Welterbe zählen. Berat klettert als Stadt der tausend Fenster mit weißen, übereinandergestapelten Häusern über den Fluss Osum, überragt von einer bis heute bewohnten Burg. Gjirokastra wirkt strenger – graue Schieferdächer stapeln sich unter einer wuchtigen Festung, und steile Kopfsteinpflastergassen führen zu wehrhaften Kaufmannshäusern hinauf. Beide Städte lassen sich an je einem halben Tag erlaufen, verdienen aber eine Übernachtung, wenn die Bustagesgäste weg sind.
Ganz im Süden liegt Saranda, die quirlige Hafenstadt gegenüber der griechischen Insel Korfu und das Tor zur Riviera und zu den türkisen Buchten von Ksamil. Weiter nördlich markiert Vlorë, wo Adria und Ionisches Meer aufeinandertreffen, den Beginn der Küstenstraße über den Llogara-Pass. An der flacheren Adriaküste ist Durrës mit seinem römischen Amphitheater und kilometerlangen Sandstränden die Badestadt der Hauptstädter und zugleich der wichtigste Hafen des Landes.
Im Norden lohnt Shkodra am gleichnamigen See, überragt von der Burg Rozafa und der beste Absprung in die Albanischen Alpen. Nur eine halbe Stunde von Tirana thront Krujë mit Burg und altem Basar über der Ebene – hier hielt der Nationalheld Skanderbeg die Osmanen einst über Jahre auf. Wer Zeit hat, hängt Pogradec am tiefblauen Ohridsee an der Grenze zu Nordmazedonien an, wo die Uferpromenade abends dem ganzen Städtchen gehört.













