Wohin in Portugal und welche Region zu dir passt
Portugal ist klein, doch die sieben Regionen liegen weiter auseinander, als die Landkarte vermuten lässt. Welche zu dir passt, hängt davon ab, ob du Stadt, Strand oder Natur suchst.

Der einfachste Einstieg führt über die Mitte des Landes. Rund um Lissabon reihen sich die Hauptstadt, das Hügelland von Sintra und die Badeorte Cascais und Estoril auf engem Raum aneinander, dazu die lange Küste bis zur Halbinsel Setúbal. Von hier sind es nur drei Zugstunden nach Norden, wo Porto am Douro liegt und die terrassierten Weinberge des Flusstals beginnen. Diese Achse zwischen Lissabon und Porto ist das Rückgrat fast jeder ersten Portugal-Reise, weil sie Städte, Wein und Küste ohne lange Wege verbindet.
Nach Süden wird es sonniger und flacher. Die Algarve zieht sich mit ihren goldenen Felsküsten und geschützten Buchten über die gesamte Südspitze und ist die Region für einen klassischen Badeurlaub. Direkt darüber liegt der Alentejo, eine dünn besiedelte Weite aus Korkeichen, Weingütern und stillen Städten wie Évora, gemacht für alle, die Ruhe und langsame Tage suchen. Wer Portugal zum ersten Mal bereist, kombiniert oft die Mitte mit ein paar Tagen Algarve und lässt den Alentejo als entschleunigte Zwischenetappe dazwischenliegen.
Ganz anders sind die beiden Atlantik-Inseln. Madeira ist ganzjährig mild, grün und steil und lockt mit Levada-Wanderwegen statt langer Sandstrände. Die Azoren, neun Vulkaninseln mitten im Ozean, sind das Ziel für Kraterseen, Wale und ursprüngliche Natur. Beide erreichst du nur per Flug und behandelst sie am besten als eigene Reise, nicht als Tagesausflug. Zentralportugal schließlich, mit der Universitätsstadt Coimbra, dem Gebirge Serra da Estrela und dem Städtchen Óbidos, füllt die Lücke zwischen Küste und Grenze und bleibt angenehm untouristisch.

































