Region · Portugal

Algarve

Zwischen ockerfarbenen Sandsteinklippen, versteckten Grottenstränden und den Lagunen der Ria Formosa liegt Portugals sonnigster Süden.

9 Städte54 Sehenswürdigkeiten45 Hotels
Überblick

Deine Algarve auf einen Blick

Beste Zeit
Juni–August für Badeurlaub; Frühjahr und Frühherbst für mildere Tage und ruhigere Strände
Beste Reisezeit
Mai–Juni und September–Oktober
Gut für
Strandurlaub, Felsküsten-Wanderungen, Bootstouren, Wassersport, Familien
Anreise
Flughafen Faro (FAO), Direktflüge ab Deutschland; vor Ort ist ein Mietwagen für die Küste praktisch
Basis
Lagos oder Albufeira im Westen, Tavira im ruhigeren Osten; Faro als Verkehrsdrehkreuz
Tipp
Die Höhle von Benagil nur per Boot, Kajak oder SUP — ein Highlight am besten am frühen Morgen
Die Region

Was Algarve ausmacht

Die Algarve ist für viele Deutsche der verlässlichste Sonnengarant Europas: An der Felsalgarve zwischen Lagos, Carvoeiro und Albufeira schieben sich honiggelbe Sandsteinklippen an türkisfarbene Buchten wie die Praia da Marinha, und vor der Küste öffnet sich die Grotte von Benagil unter einem runden Loch im Felsdach. Im äußersten Westen bricht bei Sagres der Wind über das Cabo de São Vicente, den südwestlichsten Punkt des europäischen Festlands. Im Osten wird die Küste flacher: Bei Faro und Tavira legt sich die Lagune der Ria Formosa mit Sandinseln und Salinen vor das Land. Dazu die weißen Städtchen mit ihren Schornsteinen aus Stuck, gegrillte Sardinen und frische Cataplana, Golfplätze bei Vilamoura und Wanderwege über die Sieben Hängenden Täler – eine Region für Strandtage ebenso wie für die kühleren Rand-Monate.

Reiseführer

Algarve von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Irgendwo hinter Faro wird die Landschaft flacher, links blitzen die Salinen der Ria Formosa auf, und dann fällt zum ersten Mal die Klippe ins Blickfeld – honiggelber Sandstein, senkrecht ins türkisfarbene Wasser abfallend, oben ein Streifen Pinien. Die Algarve beginnt nicht am Ortsschild, sondern in dem Moment, in dem du das Fenster runterkurbelst und die warme, nach Salz und Zistrose riechende Luft ins Auto zieht.

Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Algarve

Kurz nach Sonnenaufgang, wenn die ersten Boote noch im Hafen von Lagos liegen, gehört dir die Ponta da Piedade fast allein.

Die Ponta da Piedade bei Lagos ist der beste Einstieg in die Felsalgarve: An der Landzunge südlich der Stadt haben Wind und Wasser aus dem gelben Sandstein ein Labyrinth aus Bögen, Grotten und Felsnadeln geformt. Vom Leuchtturm führt eine steile Treppe hinab zu einer kleinen Anlegestelle, von der die Fischer dich in wenigen Minuten zwischen die Felsen fahren. Geh früh oder in der letzten Stunde vor Sonnenuntergang – dann steht das Licht flach in den Grotten und die Bustouren sind noch nicht oder nicht mehr da.

Ein paar Kilometer östlich liegt Silves, die alte Maurenhauptstadt der Algarve, deren rote Sandsteinburg über die Dächer und die Orangenhaine des Hinterlands blickt. Der Aufstieg zur Festung lohnt sich für die Rundsicht und die kühlen Zisternen im Inneren; unten am Fluss Arade steht die gotische Kathedrale. Silves zeigt die Algarve abseits des Strands – die Region war Jahrhunderte lang maurisch, und in den weißen Schornsteinen, den Feigen- und Mandelbäumen und den Ortsnamen mit 'Al-' steckt dieses Erbe bis heute.

An der Küste bündeln sich die Klassiker zwischen Carvoeiro und Armação de Pêra: die Felsformationen von Algar Seco direkt am Ort, die Kliffe der Praia da Marinha und der Küstenpfad Percurso dos Sete Vales Suspensos, der 'Sieben Hängenden Täler', der auf gut fünf Kilometern über die schönsten Buchtenränder führt. Plan dafür feste Schuhe und Wasser ein, denn Schatten gibt es kaum. Wer nur einen Aussichtspunkt schafft, fährt zum Parkplatz oberhalb der Praia da Marinha und geht die letzten Meter zur Kante zu Fuß.

Ganz im Westen steht am Cabo de São Vicente der südwestlichste Leuchtturm des europäischen Festlands auf einer 75 Meter hohen Klippe, gegen die der Atlantik unablässig anrollt. Die Seefahrer der Entdeckerzeit brachen von hier ins Unbekannte auf, und Heinrich der Seefahrer soll bei Sagres seine Navigationsschule betrieben haben. Am späten Nachmittag verkauft ein Imbisswagen am Leuchtturm 'die letzte Bratwurst vor Amerika' – ein Gag, aber der Sonnenuntergang über dem offenen Ozean ist echt und windig genug für eine Jacke.

Sehenswürdigkeiten in Algarve

Alle 54 Sehenswürdigkeiten
Strände

Die schönsten Strände der Algarve zwischen Lagos, Albufeira und der Lagune

An der Praia da Marinha führt eine Holztreppe die Klippe hinab, und unten liegt zwischen zwei Felstoren ein Halbmond aus hellem Sand.

Die schönsten Strände der Algarve zwischen Lagos, Albufeira und der Lagune
Strände

Die Algarve teilt sich in zwei Strandwelten. Im Westen, an der Felsalgarve zwischen Lagos und Albufeira, liegen die Postkartenstrände in Buchten unter den Klippen: die Praia da Marinha mit ihren beiden Felsbögen, die Praia de Benagil neben der berühmten Grotte, die winzige Praia da Coelha bei Albufeira und die Reihe der Buchten an der Ponta da Piedade. Sie sind kleiner, oft nur über Treppen erreichbar und bei Flut manchmal knapp – dafür ist das Wasser klar und der Sandstein glüht in der Abendsonne.

Zum Westen gehört auch die raue Costa Vicentina rund um Sagres: die Praia do Amado und die Praia da Bordeira sind weite, offene Atlantikstrände, an denen der Wind fast immer weht und die Wellen zuverlässig rollen – das Revier der Surfer. Hier baden bedeutet auch bei 25 Grad Luft ein kühles, kräftiges Meer, denn der Atlantik ist im Westen spürbar frischer als im Osten. Familien mit kleinen Kindern sind an den geschützten Buchten der Felsalgarve besser aufgehoben als an dieser Brandungsküste.

Im Osten, ab Faro Richtung spanische Grenze, wird die Küste flach und sandig: Vor der Ria Formosa liegen die langen Sandinseln Ilha de Tavira, Ilha da Culatra und Ilha da Armona, die du nur per Fähre erreichst. Das Wasser ist hier ein paar Grad wärmer und ruhiger, die Strände sind kilometerlang und selbst im Hochsommer nie so voll wie die engen Buchten im Westen. Wer Weite, warmes Wasser und Platz sucht, fährt nach Osten; wer die dramatischen Klippen will, bleibt im Westen.

Ein paar praktische Dinge gelten überall: Die blaue Flagge weht an vielen, aber nicht allen Stränden – an den bewachten Abschnitten zeigt eine Fahne (grün, gelb, rot) die Badebedingungen an, und die nimmst du an der Atlantikküste ernst, denn die Strömung ist kräftig. Parkplätze an den kleinen Buchten sind im Juli und August früh voll; komm vor zehn oder nach sechzehn Uhr. Und an vielen Naturstränden gibt es keinen Kiosk – Wasser, Schatten und Sonnenschutz nimmst du selbst mit.

Benagil & Bootstouren

Benagil-Höhle und Bootstouren an der Felsküste

Durch das runde Loch im Felsdach fällt ein Lichtkegel auf den Sandboden der Höhle, und für einen Moment sieht die Grotte aus wie eine natürliche Kathedrale.

Benagil-Höhle und Bootstouren an der Felsküste
Benagil & Bootstouren

Die Grotte von Benagil ist das meistfotografierte Motiv der Algarve: eine große Meereshöhle mit einem kreisrunden Loch in der Decke, durch das die Sonne auf einen kleinen Sandstrand im Inneren scheint. Erreichbar ist sie nur vom Wasser aus – zu Fuß gibt es keinen sicheren Zugang, und das Betreten des Innenstrands zu Fuß über das offene Meer ist aus gutem Grund verboten und regelmäßig gesperrt. Du kommst per geführter Bootstour, mit dem Kajak oder dem Stand-up-Paddle hinein.

Ab dem Hafen von Benagil, aber auch von Portimão, Lagos, Carvoeiro und Albufeira starten den ganzen Tag Touren zu den Höhlen. Die kleinen Boote fahren dicht an die Grotte heran oder ganz hinein, wenn Seegang und Gezeiten es erlauben; große Katamarane bleiben davor. Für das ruhigste Erlebnis nimmst du eine der ersten Fahrten am Morgen oder eine Kajaktour, denn gegen Mittag drängen sich Dutzende Boote vor dem Eingang. Buche in der Hauptsaison einen Tag vorab, die guten Slots sind schnell weg.

Rund um Benagil lohnt sich mehr als die eine Grotte: Die Bootstouren fahren an einer ganzen Kette von Höhlen, Bögen und Felsnadeln entlang, und viele Anbieter kombinieren die Höhlenfahrt mit einer Delfinbeobachtung auf dem offenen Meer. Vor der Algarve leben ganzjährig Große Tümmler, im Sommer ziehen auch Gemeine Delfine vorbei – seriöse Veranstalter halten Abstand und garantieren keine Sichtung, weil es sich um wilde Tiere handelt. Achte auf kleine Boote und kundige Guides statt auf die billigste Massenfahrt.

Wer selbst paddeln will, mietet in Benagil oder an den Nachbarstränden ein Kajak oder SUP und erkundet die Küste auf eigene Faust – das geht nur bei ruhiger See und ist bei Wind schnell anstrengender als gedacht. Nimm wasserdichte Verpackung fürs Handy mit, trage die Schwimmweste und bleib nah an der Küste. Die Strecke von der Praia de Benagil zur Höhle ist kurz, aber die Strömung am Eingang kann tückisch sein. Im Zweifel ist die geführte Tour die entspanntere Wahl.

Aktivitäten & Touren in Algarve

Alle 31 Aktivitäten
Westalgarve & Sagres

Westalgarve rund um Lagos, Sagres und das Cabo de São Vicente

In Sagres steht der Wind fast immer, die Zistrose duftet über der Heide, und am Horizont verschwindet der Atlantik ins Nichts.

Die Westalgarve ist die wildere Hälfte der Region. Rund um Sagres endet das Festland an zwei Kaps: dem Cabo de São Vicente mit seinem Leuchtturm und der Ponta de Sagres mit der weitläufigen Festung Fortaleza, in der einst die Seefahrerschule von Heinrich dem Seefahrer vermutet wurde. Die Landschaft hier ist karg und windgepeitscht, die Klippen fallen senkrecht ab, und das Meer ist rauer und kälter als weiter östlich. Wer Dramatik und Weite statt Liegestuhl-Komfort sucht, ist hier richtig.

Lagos ist der lebendige Ankerpunkt des Westens: eine Altstadt hinter erhaltener Mauer, kleine Plätze mit Cafés, die barocke Igreja de Santo António und ein früherer Sklavenmarkt, dessen Geschichte heute ein Museum aufarbeitet. Vor der Tür liegt die Ponta da Piedade mit ihren Felsbögen, dazu die Stadtstrände Praia da Batata und die weite Meia Praia. Von Lagos aus erreichst du in einer halben Stunde sowohl die Grottenküste im Osten als auch die Surfstrände der Costa Vicentina im Westen.

Die Costa Vicentina, die Westküste zwischen Sagres und Odeceixe, gehört zum Naturpark und ist deshalb weitgehend von Bettenburgen verschont geblieben. Strände wie Amado, Bordeira und Arrifana ziehen Surfer aus ganz Europa an, dazwischen liegen stille Dörfer wie Carrapateira und Aljezur. Der Fernwanderweg Rota Vicentina führt in Tagesetappen an dieser Küste entlang – auch ohne die ganze Route zu gehen, lohnt sich ein Abschnitt über die Klippen, wenn Störche auf den Felsen brüten und unten die Brandung tost.

Zwischen den beiden Küsten liegt Carvoeiro, ein ehemaliges Fischerdorf, das sich in eine schmale Bucht zwängt und heute vom Tourismus lebt, seinen Maßstab aber behalten hat. Vom Ort führt ein Holzsteg über die Klippen zu den Felsformationen von Algar Seco, und ringsum reihen sich einige der schönsten kleinen Buchten der Felsalgarve. Carvoeiro ist ein guter Standort für alle, die die Höhlenküste erkunden wollen, ohne im Trubel von Albufeira zu wohnen.

Ostalgarve & Ria Formosa

Ostalgarve mit Faro, Tavira und der Ria Formosa

Vom Kai in Tavira legt eine kleine Fähre ab, quert die Lagune, und zwanzig Minuten später stehst du auf einem menschenleeren Sandstrand.

Östlich von Faro verliert die Algarve ihre Klippen und wird zum Flachland aus Lagune, Salinen und Sandinseln. Der Naturpark Ria Formosa zieht sich über sechzig Kilometer an der Küste entlang: ein Gezeitensystem aus Kanälen, Wattflächen und vorgelagerten Nehrungsinseln, in dem Flamingos, Löffler und im Winter Zehntausende Zugvögel rasten. Vom Wasser aus erkundest du ihn am besten per Boot oder Kajak; an Land führen Stege und Pfade durch die Salinen, etwa im Naturzentrum Quinta de Marim (Centro de Educação Ambiental de Marim) bei Olhão.

Tavira gilt vielen als das schönste Städtchen der Ostalgarve: Der Rio Gilão teilt den Ort in zwei Hälften, verbunden durch eine Brücke auf mittelalterlichem, angeblich römischem Fundament, und über den weißen Häusern zählt man an die vierzig Kirchtürme. Von der Burgruine blickst du über die Dächer mit ihren typischen 'Tesoura'-Walmdächern. Vom Ufer setzt eine Fähre auf die vorgelagerte Ilha de Tavira über, einen langen, ruhigen Sandstrand in der Lagune – im Sommer stündlich, in der Nebensaison seltener.

Faro selbst wird von vielen Reisenden nur als Flughafen wahrgenommen, dabei lohnt der Halt: Hinter der Stadtmauer der Cidade Velha stehen der Dom, ein neoklassizistisches Bogentor aus dem frühen 19. Jahrhundert (der Arco da Vila) und die Kirche Nossa Senhora do Carmo mit ihrer verstörenden Capela dos Ossos, deren Wände mit Mönchsgebeinen verkleidet sind. Vom Hafen fahren Boote hinaus zur Ilha Deserta, der unbewohnten Sandinsel am Rand der Lagune, wo außer einem einzigen Restaurant nichts steht als Düne, Strand und Meer.

Weiter östlich, kurz vor Spanien, liegen das Fischerstädtchen Olhão mit seinem großen Markt in zwei Backsteinhallen und die ruhigen Orte Cacela Velha und Vila Real de Santo António. Von Vila Real setzt eine Fähre über den Grenzfluss Guadiana ins spanische Ayamonte über – ein lohnender Tagesausflug, bei dem du eine Stunde in Andalusien zu Mittag isst und mit dem Boot zurückfährst. Die Ostalgarve ist insgesamt leiser, familiärer und portugiesischer geblieben als der ausgebaute Streifen um Albufeira.

Rundreise

Algarve-Rundreise: die schönste Route in einer Woche

Die Algarve passt auf eine Handbreit Landkarte: ein schmaler Küstenstreifen von der spanischen Grenze bis zum windigen Ende der Welt bei Sagres.

In sieben bis zehn Tagen fährst du die Algarve bequem von Ost nach West ab. Ein bewährter Bogen: zwei Nächte im Osten rund um Tavira mit Ausflügen auf die Laguneninseln und nach Olhão, dann drei bis vier Nächte im Zentrum der Felsalgarve bei Carvoeiro, Lagos oder Portimão für Höhlen, Buchten und Bootstouren, und zum Schluss zwei Nächte im Westen bei Sagres für die Kaps und die Surfstrände. Weil die Region so schmal ist, bleiben die Etappen kurz – von Faro nach Sagres sind es keine anderthalb Autostunden.

Wechsle nicht jede Nacht die Unterkunft. Zwei, maximal drei Standquartiere reichen für die ganze Küste: Von einem Ort im Osten, einem in der Mitte und einem im Westen erreichst du sternförmig fast alles, ohne täglich den Koffer zu packen. Die N125 zieht sich als Hauptachse parallel zur Küste durch die Orte, während die mautpflichtige Autobahn A22 (Via do Infante) parallel und schneller verläuft – auf ihr gilt ein elektronisches Mautsystem, um das du dich vor der Fahrt kümmern solltest.

Ein Wort zur Maut, das dir später Ärger erspart: Die A22 hat keine Mautstationen zum Bezahlen, sondern erfasst dein Kennzeichen elektronisch. Mietwagen sind meist mit einem Transponder ausgestattet, über den die Maut automatisch abgerechnet wird – kläre bei der Übernahme, ob und wie das bei deinem Wagen läuft, sonst drohen später Nachforderungen. Wer die Maut umgehen will, nimmt die parallele N125, die durch die Orte führt, langsamer, aber kostenlos und landschaftlich näher dran ist.

Wer mehr Zeit hat oder die Küste einmal verlässt, hängt das Hinterland an: die Maurenburg von Silves über den Orangenhainen, die Mandelblüte im Februar rund um die weißen Dörfer, oder eine Fahrt in die Serra de Monchique, das grüne Bergland im Nordwesten, wo aus dem Thermalort Caldas de Monchique warmes Quellwasser sprudelt und vom Gipfel Fóia bei klarer Sicht der Blick über die ganze Algarve bis zum Meer reicht. So kombinierst du Strand und Klippen mit einem völlig anderen, kühleren Gesicht der Region.

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Unterkünfte

Hotel, Ferienwohnung oder Resort – so wohnst du an der Algarve

Abends um acht, wenn die Hitze aus den weißen Wänden weicht und im Pool das letzte Licht steht, entscheidet sich, ob du gut gewählt hast.

Die Wahl des Standorts prägt den Algarve-Urlaub stärker als die Kategorie der Unterkunft. Der Streifen zwischen Albufeira und Vilamoura ist der am dichtesten ausgebaute: große Resorts, Ferienanlagen mit Pool, Golfplätze und ein lebhaftes, teils lautes Nachtleben rund um die Strip von Albufeira. Wer Animation, kurze Wege zum Sandstrand und Infrastruktur für Kinder sucht, ist hier richtig; wer Ruhe will, meidet die unmittelbare Umgebung der großen Ferienorte und weicht nach Osten oder Westen aus.

Ruhiger und portugiesischer wohnst du im Osten rund um Tavira und Olhão oder im Westen bei Lagos, Sagres und in den Dörfern der Costa Vicentina. Hier findest du kleinere Hotels, Gästehäuser und Ferienwohnungen im Ort, oft in Laufweite zu Restaurants und Markt. Für Familien und Gruppen ist die Ferienwohnung oder das Ferienhaus mit Pool die beliebteste Wahl: eigene Küche für den Marktbesuch, Platz für alle und keine festen Frühstückszeiten – dafür brauchst du in der Regel ein Auto.

Vilamoura ist ein Sonderfall: ein am Reißbrett geplanter Ort um eine große Marina, mit Golfplätzen, Apartments und einem breiten Sandstrand. Es fehlt der gewachsene Ortskern, dafür ist alles neu, sortiert und auf Urlaub ausgelegt – eine Frage des Geschmacks. Wer Golf spielt, findet zwischen Vilamoura, Quinta do Lago und Vale do Lobo eine der dichtesten Golfregionen Europas mit Plätzen entlang der Küste, für die du außerhalb der Sommermonate die günstigsten Green Fees bekommst.

Sei ehrlich bei der Terminwahl. Im Juli und August ist die Algarve die Ferienküste der halben iberischen Halbinsel und halb Nordeuropas: Preise auf dem Höhepunkt, Buchten voll, Restaurants überlaufen. Im Mai, Juni, September und Oktober zahlst du deutlich weniger, findest freie Betten und angenehmeres Wetter. Buche für den Hochsommer Monate im Voraus – vor allem die guten Ferienhäuser mit Pool und die kleinen Häuser im Osten sind früh vergeben.

Hotels in Algarve

Alle 45 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken an der Algarve

Vor der Tür der Marisqueira liegt der Fang des Tages auf Eis, und der Wirt zeigt dir, welcher Fisch gleich auf den Grill kommt.

Die Küche der Algarve kommt aus dem Meer. In den Marisqueiras und einfachen Grillrestaurants landen Sardinen, Dorade (Dourada), Wolfsbarsch (Robalo) und Meeresfrüchte frisch vom Boot auf dem Holzkohlegrill – gewürzt oft nur mit grobem Salz, Olivenöl und Zitrone. Die gegrillte Sardine, im Sommer besonders fett und günstig, isst man mit den Fingern zu Brot und Salat. Bezahlt wird Fisch häufig nach Gewicht, ausgepreist pro Kilo; lass ihn dir vor dem Grillen zeigen, dann gibt es keine Überraschung auf der Rechnung.

Das Signaturgericht der Region ist die Cataplana: ein Eintopf aus Fisch, Muscheln, Garnelen, Chorizo, Paprika und Zwiebeln, gegart in einem geschlossenen Kupfertopf gleichen Namens, der am Tisch geöffnet wird. Daneben lohnen die Muscheln 'à Bulhão Pato' in Weißwein, Knoblauch und Koriander, der Reistopf Arroz de Marisco und im Landesinneren das Schwein. Koriander (Coentros) ist das prägende Kraut der Algarve-Küche – wer ihn nicht mag, sagt es besser gleich, denn er kommt reichlich zum Einsatz.

Zum Fisch trinkt man Vinho Verde, den jungen, leicht spritzigen Weißwein aus dem Norden, oder einen Weißen aus dem Alentejo nebenan; auch die Algarve selbst keltert wieder Wein, vor allem im Hinterland. Als Digestif gehört der Medronho dazu, ein kräftiger Schnaps aus den Früchten des Erdbeerbaums, der in der Serra de Monchique traditionell gebrannt wird – oft hausgemacht und stärker, als er schmeckt. Regional ist außerdem der Honig-Likör Melosa.

Süß wird es mit Mandeln und Feigen, den alten Kulturpflanzen der maurischen Zeit: Marzipanfiguren, Feigen-Mandel-Konfekt (Morgadinhos) und der 'Dom Rodrigo' aus Eigelb und Zucker gehören zu den Klassikern. In jedem Café steht das Pastel de Nata, das Blätterteigtörtchen mit Vanillecreme, das man am besten warm und mit einem Bica (Espresso) nimmt. Und auf den Märkten von Loulé, Olhão oder Silves kaufst du getrocknete Feigen, Mandeln, Orangen und Honig direkt von den Erzeugern.

Restaurants in Algarve

Alle 45 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise an die Algarve über Faro und warum sich der Mietwagen lohnt

Der Landeanflug auf Faro führt tief über die Lagune der Ria Formosa, und für einen Moment liegt die ganze Ostalgarve unter der Tragfläche.

Der Flughafen Faro (FAO) ist das Tor zur Algarve: Aus vielen deutschen, österreichischen und Schweizer Städten gibt es Direktflüge, im Sommer täglich, in der Nebensaison seltener. Der Airport liegt nur wenige Kilometer westlich der Stadt Faro und damit zentral zwischen Ost- und Westalgarve – von hier erreichst du die meisten Orte in unter einer Stunde, nur Sagres im äußersten Westen liegt gut anderthalb Stunden entfernt. Wer über Lissabon anreist, fährt mit dem Zug oder Auto rund drei Stunden nach Süden.

Für die meisten Reisenden führt an einem Mietwagen kaum ein Weg vorbei. Die schönsten Buchten, die Kaps im Westen und die Dörfer im Hinterland liegen abseits der Bahn, und der öffentliche Busverkehr zwischen den Orten ist dünn und langsam getaktet. Ein Mietwagen ab Faro kostet außerhalb der Hauptsaison oft moderate Tagespreise; buche früh, nimm eine kleine Klasse für die engen Ortsdurchfahrten und kläre bei der Übernahme unbedingt die Regelung für die elektronische A22-Maut, damit du keine Nachforderung bekommst.

Ganz ohne Auto geht es, wenn du in einem gut angebundenen Ort bleibst. Die Bahnlinie der Algarve verbindet Lagos im Westen über Portimão, Albufeira, Faro und Tavira bis Vila Real de Santo António an der Grenze – langsam, aber günstig und landschaftlich reizvoll, teils direkt an der Lagune entlang. Von den Bahnhöfen sind es allerdings oft noch einige Kilometer bis zum eigentlichen Strand oder Ortskern; plane das ein. Zwischen den größeren Orten fahren zusätzlich Überlandbusse.

Vor Ort ergänzen Fähren und Boote das Netz: Von Faro, Olhão und Tavira setzen Fähren auf die Laguneninseln der Ria Formosa über, von Vila Real de Santo António geht es über den Guadiana ins spanische Ayamonte. Innerhalb der Ferienorte wie Albufeira oder Lagos kommst du gut zu Fuß und mit dem Taxi zurecht. Für Ausflüge zu den Höhlen und Buchten sind ohnehin die Bootstouren das Mittel der Wahl – manches an dieser Küste sieht man nur vom Wasser aus.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Mit Kindern

Algarve mit Kindern

Am flachen Lagunenstrand der Ostalgarve läuft ein Kind zwanzig Meter ins Meer hinaus und steht immer noch nur bis zu den Knien im warmen Wasser.

Für Familien ist die Ostalgarve rund um Tavira, Fuseta und die Laguneninseln oft die entspanntere Wahl: Das Wasser ist wärmer und ruhiger als im Westen, die Strände fallen flach ab, und es gibt viel Platz zum Buddeln. An der Felsalgarve eignen sich die geschützten Buchten wie die Praia da Coelha oder Stadtstrände mit Bademeistern besser für kleine Kinder als die offenen Atlantikstrände der Costa Vicentina, wo die Brandung kräftig ist. Achte überall auf die Flaggen am bewachten Strand.

Neben dem Strand gibt es genug Programm für ein paar Regen- oder Abwechslungstage. Die Wasserparks im Zentrum der Algarve – etwa Slide & Splash bei Lagoa, Aquashow bei Quarteira oder Aqualand bei Alcantarilha – sind bei Kindern zuverlässig ein Highlight; das Zoomarine bei Guia kombiniert Tierbecken mit Fahrgeschäften. Eine sanftere Alternative ist eine Bootstour zur Delfinbeobachtung: Große Tümmler leben ganzjährig vor der Küste, und die kleineren Boote fahren näher heran als die Katamarane.

Auch die Sehenswürdigkeiten lassen sich kindgerecht dosieren. Die Maurenburg von Silves und die Festung von Sagres bieten Mauern zum Erklimmen und weite Ausblicke, ohne dass Kinder still stehen müssen. Eine Fährfahrt hinaus auf eine der einsamen Sandinseln der Ria Formosa fühlt sich für kleine Entdecker wie eine Expedition an – nimm Wasser, Schatten und Proviant mit, denn auf den Inseln gibt es oft nur einen einzigen Kiosk oder gar keinen.

Praktisch ist die Algarve familienfreundlich: Restaurants sind unkompliziert und gewohnt, dass Kinder mit am Tisch sitzen, gegrillter Fisch und Reis kommen bei den meisten gut an, und in fast jedem Ort gibt es eine Eisdiele oder ein Café mit Pastel de Nata. Plane die Fahrten kurz – dank der schmalen Region liegen die Ziele nah beieinander – und lege die Ausflüge in den kühleren Vormittag, damit der heiße Nachmittag dem Pool oder dem flachen Lagunenwasser gehört.

Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Algarve – und welche Basis zu dir passt

LagosLagosLebendige Altstadt hinter erhaltener Mauer, dazu die Felsbögen der Ponta da Piedade vor der Tür. Von Lagos aus erreichst du Grottenküste und Surfstrände gleichermaßen – ein guter Basisort für den Westen.Ideal für: Altstadt & Felsküste2–3 TageFaroFaroMehr als nur der Flughafen: Die ummauerte Cidade Velha mit Dom und Knochenkapelle und der Hafen als Tor zur Ria Formosa, von dem Boote zu den einsamen Sandinseln der Lagune ablegen.Ideal für: Stadt & Lagune1 TagTaviraTaviraDer ruhigste, portugiesischste Ort der Ostalgarve am Rio Gilão, mit der angeblich römischen Brücke und Dutzenden Kirchtürmen. Vom Ufer setzt die Fähre auf die lange, stille Ilha de Tavira in der Lagune über.Ideal für: Ruhe & Lagunenstrand1–2 TageSagresSagresDas windige Ende Europas: karge Klippen, die Festung über dem Atlantik und das nahe Cabo de São Vicente. Rundum die Surfstrände der Costa Vicentina – roher und stiller als die Felsalgarve im Osten.Ideal für: Klippen & Surfen1–2 TageCarvoeiroCarvoeiroEhemaliges Fischerdorf in einer schmalen Bucht, das seinen Maßstab behalten hat. Der Holzsteg über die Klippen zu den Felsen von Algar Seco und die nahen Grottenstrände machen es zum Standort für die Höhlenküste.Ideal für: Buchten & Bootstouren1–2 TageAlbufeiraAlbufeiraDer lebhafteste Ferienort der Algarve mit breiten Sandstränden, viel Infrastruktur und regem Nachtleben. Zentral für Bootstouren und Wasserparks – wer Ruhe sucht, weicht in die Nachbarorte aus.Ideal für: Strand & Nachtleben2–3 TagePortimãoPortimãoHafenstadt am Fluss Arade und Startpunkt vieler Bootstouren zur Benagil-Höhle. Zu Füßen liegt der lange Stadtstrand Praia da Rocha mit seinen markanten Felsnadeln am Sand.Ideal für: Hafen & Bootstouren1 TagVilamouraVilamouraAm Reißbrett geplant um eine große Marina, mit Apartments, breitem Sandstrand und einer der dichtesten Golfregionen Europas ringsum. Alles neu und auf Urlaub ausgelegt, ohne gewachsenen Ortskern.Ideal für: Marina & Golf1–2 TageSilvesSilvesDie alte Maurenhauptstadt im Hinterland, überragt von einer roten Sandsteinburg über Orangenhainen und dem Fluss Arade. Ein Kontrast zur Küste, gut mit der Mandelblüte im Februar zu verbinden.Ideal für: Geschichte & Hinterland½–1 Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für die Algarve mit Wetter und Klima im Jahreslauf

Zwischen dem grünen Frühling und dem langen, warmen Herbst liegt an der Algarve ein halbes Jahr, in dem fast jede Woche eine gute Reisewoche ist.

Das Klima der Algarve gilt als eines der mildesten Europas: Der Süden Portugals zählt über dreihundert Sonnentage im Jahr, die Sommer sind heiß und trocken, die Winter mild und grün. Baden im Meer ist von Juni bis in den Oktober angenehm, wobei der Atlantik im Westen um Sagres spürbar kühler bleibt als in der geschützteren Lagune im Osten. Für Städte, Wanderungen und die Küstenpfade sind Frühling und Herbst die beste Zeit. Die Werte unten gelten für die Küste um Faro; im Hinterland und in der Serra de Monchique ist es im Sommer heißer und im Winter kühler.

Jan16°8°mild, ruhig, grün
Feb16°8°Mandelblüte
Mär19°10°Frühling, kühl am Wasser
Apr20°11°grün, Wanderzeit
Mai23°13°warm, wenig Andrang
Jun26°16°sonnig, lange Tage
Jul29°18°Hochsaison, heiß
Aug29°18°sehr voll, heiß
Sep27°17°warmes Meer, ruhiger
Okt23°14°goldener Herbst
Nov19°11°mild, gelegentlich Regen
Dez16°9°still, mild

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für die Algarve sind Mai, Juni und September bis Oktober: warm genug zum Baden, angenehm für Küstenwanderungen und Städte, mit weniger Andrang und niedrigeren Preisen als im Hochsommer. Juli und August sind am verlässlichsten heiß und ideal für reinen Strandurlaub, aber teuer und voll. Selbst der milde Winter mit 16 Grad taugt für Sonne, Wandern und die Mandelblüte im Februar – nur fürs Baden im Meer ist er zu frisch.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Algarve

Wie viele Tage braucht man für die Algarve?
Für einen ersten Überblick reicht eine Woche: ein paar Tage an der Felsalgarve für Buchten und Höhlen, dazu die Kaps im Westen bei Sagres und die Lagune im Osten bei Tavira. Mit zehn bis vierzehn Tagen kombinierst du Strandtage, Bootstouren und Ausflüge ins Hinterland, ohne täglich umzuziehen.
Braucht man an der Algarve ein Auto?
Für die schönsten Buchten, die Kaps im Westen und die Dörfer im Hinterland ja – dort ist der Busverkehr dünn. Wer nur in einem gut angebundenen Ort wie Lagos, Albufeira oder Tavira bleibt, kommt mit der Küstenbahn, Bussen und Fähren aus, muss aber mit längeren Wegen rechnen.
Wann ist die beste Reisezeit für die Algarve?
Mai, Juni und September bis Oktober bieten 23 bis 27 Grad, warmes Meer und weniger Andrang als im Hochsommer. Juli und August sind am heißesten und verlässlichsten fürs Baden, aber teuer und voll. Der milde Winter eignet sich für Sonne und Wandern, nur nicht fürs Baden im Meer.
Kommt man ohne Boot in die Benagil-Höhle?
Nein. Die Grotte von Benagil ist nur vom Wasser aus erreichbar – per geführter Bootstour, Kajak oder Stand-up-Paddle ab Benagil, Portimão, Lagos oder Carvoeiro. Der Zugang zum Innenstrand zu Fuß über das offene Meer ist gefährlich, verboten und regelmäßig gesperrt.
Welcher Teil der Algarve ist der schönste?
Kommt auf den Geschmack an: Die Felsalgarve zwischen Lagos und Albufeira hat die ikonischen Klippen und Grottenstrände, der Westen um Sagres wilde Kaps und Surfstrände, der Osten um Tavira flache Lagunenstrände und ruhigere Orte. Viele kombinieren alle drei auf einer Rundreise.
Wie warm ist das Meer an der Algarve?
Von Juni bis Oktober liegt die Wassertemperatur meist zwischen 19 und 23 Grad. In der geschützten Lagune der Ostalgarve um Tavira ist es ein paar Grad wärmer, an der offenen Atlantikküste im Westen um Sagres deutlich kühler und rauer – dort baden vor allem Surfer.
Wo landet man für die Algarve?
Der Flughafen Faro (FAO) ist der Hauptzugang, mit Direktflügen aus vielen deutschsprachigen Städten. Er liegt zentral zwischen Ost- und Westalgarve; die meisten Orte erreichst du in unter einer Stunde, nur Sagres im äußersten Westen liegt rund anderthalb Stunden entfernt.
Welche Strände eignen sich für Kinder?
Die flachen, warmen Lagunenstrände der Ostalgarve um Tavira und Fuseta sowie geschützte Buchten der Felsalgarve wie die Praia da Coelha. Die offenen Atlantikstrände der Costa Vicentina im Westen sind wegen kräftiger Brandung und Strömung für kleine Kinder weniger geeignet.
Was sollte man an der Algarve essen?
Gegrillten frischen Fisch wie Sardinen und Dorade, die Cataplana aus Fisch und Meeresfrüchten, Muscheln à Bulhão Pato und Reistopf mit Meeresfrüchten. Dazu Mandel- und Feigensüßes aus der Maurenzeit, Pastel de Nata zum Kaffee und als Digestif den kräftigen Medronho-Schnaps.
Ist die Algarve teuer?
Im Sommer ja, vor allem rund um Albufeira und in den Resorts – dann sind Unterkünfte und Restaurants auf dem Höhepunkt. In der Nebensaison und abseits der großen Ferienorte, etwa im Osten um Tavira und Olhão, isst und wohnt man deutlich günstiger als in vielen deutschen Urlaubsregionen.
Muss man an der Algarve Maut zahlen?
Auf der Autobahn A22 (Via do Infante) ja – sie erfasst das Kennzeichen elektronisch, ohne Mautstationen zum Bezahlen. Bei Mietwagen läuft das oft über einen Transponder; kläre die Regelung bei der Übernahme. Wer die Maut umgehen will, nimmt die kostenlose, langsamere N125 durch die Orte.
Kann man von der Algarve nach Spanien fahren?
Ja, die Grenze ist nah: Von Vila Real de Santo António setzt eine Fähre über den Grenzfluss Guadiana ins spanische Ayamonte über, außerdem verbindet eine Brücke beide Länder. Ein Tagesausflug nach Andalusien mit Mittagessen jenseits der Grenze lässt sich gut in die Ostalgarve einbauen.
Wann blühen die Mandelbäume an der Algarve?
Meist von Ende Januar bis in den Februar überziehen weiße und rosa Mandelblüten die Hänge, vor allem im Hinterland rund um Silves und in der Serra. Es ist eine ruhige, milde Reisezeit fern der Sommermassen – zum Baden im Meer allerdings noch zu kühl.
AlgarveZwischen ockerfarbenen Sandsteinklippen, versteckten Grottenstränden und den Lagunen der Ria Formosa liegt Portugals sonnigster Süden.

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