Die Strände von Albufeira zwischen Pescadores und Falésia
Zwischen dem Stadtstrand unter der Altstadt, den breiten Sandbögen im Osten und den Felsbuchten im Westen liegen drei sehr verschiedene Küsten, und ein Tidenhub von mehreren Metern halbiert die kleineren davon im Lauf des Nachmittags.

Grob sortiert liegen die Stadtstrände direkt unter der Altstadt, die großen, breiten Sandstrände östlich davon und die kleinen Felsbuchten im Westen. Alle drei Abschnitte gehören zur Gemeinde Albufeira, aber sie fühlen sich an wie drei verschiedene Küsten. Gemeinsam ist ihnen der Atlantik – anders als am Mittelmeer gibt es hier einen deutlichen Tidenhub von mehreren Metern, und das verändert manche Bucht im Tagesverlauf komplett. Was bei Ebbe ein weiter Sandbogen ist, kann bei Flut auf einen schmalen Streifen unter der Klippe schrumpfen. Wer an einen kleinen Strand fährt, schaut deshalb vorher kurz in einen Gezeitenkalender, sonst steht er mit dem Handtuch im Wasser.
Unter der Altstadt liegen die Stadtstrände. Die Praia dos Pescadores ist der historische Fischerstrand, auf dem noch heute bunte Boote im Sand stehen; direkt westlich davon folgt die Praia do Peneco, die nach dem in den Fels gebrochenen Fußgängertunnel aus den Altstadtgassen meist Praia do Túnel genannt wird – ein Strand, zwei Namen, und in Albufeira hörst du beide. Beide Stadtstrände sind bequem, gut versorgt und im August entsprechend dicht belegt; Liegen und Schirme lassen sich vor Ort mieten. Der Vorteil ist die Lage – du gehst nach dem Frühstück drei Minuten zum Wasser und mittags zurück in die Altstadt zum Essen, ohne den Wagen zu bewegen. Der Nachteil ist derselbe wie überall in Albufeira: Der Weg zurück nach oben geht steil bergauf.
Östlich der Stadt beginnt der ausgebaute Streifen. Die Praia da Oura ist ein breiter, goldener Strand mit Liegenreihen, Strandbars und Wassersportangeboten, oberhalb davon liegt die Ausgehmeile. Es folgt die Praia de Santa Eulália, weiter, ruhiger und von Resorts gesäumt, dann das alte Fischerdorf Olhos de Água, dessen Strand seinen Namen den Süßwasserquellen verdankt, die bei Ebbe zwischen den Felsplatten und im Sand austreten. Daran schließt die Praia da Falésia an, ein kilometerlanger Sandstreifen unter Steilhängen, die von Ocker über Rost bis Weiß gebändert sind und oben von Schirmpinien gesäumt werden. Sie ist der Strand, den die meisten im Kopf haben, wenn sie an die Algarve denken – und weit genug, dass sich die Menschen selbst in der Hochsaison verlieren.
Nach Westen wird es kleinteilig. Zwischen Sesmarias und Galé reihen sich Buchten wie die Praia de São Rafael mit ihren freistehenden Felsnadeln, die winzige Praia da Coelha, die Praia do Castelo und die Praia do Evaristo; erst hinter Galé, Richtung Armação de Pêra, öffnet sich mit der Praia dos Salgados wieder ein langer Sandstrand, hinter dem eine Küstenlagune liegt, in der sich Wasservögel sammeln. Die meisten dieser Strände erreichst du über Treppen und mit dem eigenen Wagen, Parkplätze sind im Sommer ab dem späten Vormittag voll. Schattenspender gibt es kaum, Strandbars nicht überall – nimm Wasser, Schirm und Sonnencreme mit und plane den Rückweg, bevor die Flut kommt. Dafür sind diese Buchten selbst im August spürbar ruhiger als alles östlich der Stadt.










































