Klassiker
Grachten & Goldenes Zeitalter
Vom Dam-Platz über die Neun Straßen (Negen Straatjes) zum Anne-Frank-Haus, weiter durch den Jordaan zum Noordermarkt, abgeschlossen mit einer Grachtenfahrt bei Sonnenuntergang.
◆ STADT · NORDHOLLAND
Amsterdam empfängt Sie mit dem UNESCO-Grachtengürtel rund um Herengracht, Keizersgracht und Prinsengracht, schmalen Giebelhäusern und unzähligen Brücken. Im Museumkwartier reihen sich Rijksmuseum, Van Gogh Museum und das Stedelijk aneinander, während das Anne-Frank-Haus an der Prinsengracht zu den meistbesuchten Orten der Stadt zählt. Abends gehört das Leben dem Jordaan, dem De Pijp und den Cafés am Wasser.
Amsterdam wurde im 17. Jahrhundert, im Goldenen Zeitalter, als planvolles Halbrund aus Grachten angelegt. Wer heute vom Dam-Platz mit dem Königlichen Palast Richtung Jordaan schlendert, läuft buchstäblich durch dieses Erbe: Lagerhäuser von einst sind Wohnungen, Cafés und Galerien geworden, und auf den Hausbooten wohnen Menschen mitten in der Stadt. Eine Grachtenfahrt ist deshalb kein Touristen-Klischee, sondern die ehrlichste Art, Amsterdam zu lesen.
Das kulturelle Herz schlägt am Museumplein. Im Rijksmuseum hängt Rembrandts "Nachtwache", ein paar Schritte weiter zeigt das Van Gogh Museum die weltweit größte Sammlung des Malers. Wer es ruhiger mag, weicht in den Jordaan aus, mit seinen Hofgärten (hofjes), kleinen Läden und dem Noordermarkt, oder fährt mit der kostenlosen Fähre hinter dem Hauptbahnhof nach Amsterdam-Noord, wo das Filmmuseum Eye und alte Werften ein neues Viertel prägen.
Für deutsche Gäste ist Amsterdam denkbar einfach zu erreichen und herrlich kompakt: fast alles lässt sich zu Fuß, per Tram oder auf dem Fahrrad entdecken. Wichtig ist nur die richtige Erwartung an die Menschenmengen rund um Dam, Bloemenmarkt und das Rotlichtviertel De Wallen, weshalb sich früher Morgen und die Außenviertel besonders lohnen.
01 · Auf einen Blick
02 · Was tun
Klassiker
Vom Dam-Platz über die Neun Straßen (Negen Straatjes) zum Anne-Frank-Haus, weiter durch den Jordaan zum Noordermarkt, abgeschlossen mit einer Grachtenfahrt bei Sonnenuntergang.
Kunst
Rijksmuseum am Morgen mit Rembrandts Nachtwache, mittags Van Gogh Museum, am Nachmittag Stedelijk oder ein Spaziergang durch den Vondelpark nebenan.
Lokal
Gratis-Fähre nach Amsterdam-Noord zum Eye Filmmuseum und zur NDSM-Werft, zurück über De Pijp mit dem Albert Cuypmarkt und Cafés rund um die Sarphatipark.
03 · Wann
Amsterdam ist ein Ganzjahresziel, doch jede Jahreszeit hat ihren eigenen Charakter, vom Tulpenfrühling bis zum Lichterfest im Winter.
04 · Häufige Fragen
Bequem mit dem Zug: Aus dem Rheinland und Ruhrgebiet fahren ICE/IC-Verbindungen direkt nach Amsterdam Centraal, aus Berlin gibt es ebenfalls Direktzüge. Per Flug landen Sie auf Schiphol, von wo ein Zug in rund 15 Minuten ins Zentrum bringt.
Nein, im Gegenteil. Das Zentrum ist autofeindlich, Parken teuer und rar. Nutzen Sie Tram, Metro, Fähren oder das Fahrrad; für Tagesausflüge ins Umland sind die Züge ideal.
Unbedingt. Das Anne-Frank-Haus, das Van Gogh Museum und oft auch das Rijksmuseum sind nur mit Online-Zeitfenster-Tickets zugänglich und schnell ausgebucht; planen Sie ein bis zwei Wochen Vorlauf ein.
Die Hauptblüte liegt meist von Mitte April bis Anfang Mai. Der Keukenhof bei Lisse ist dann der beste Anlaufpunkt und in etwa 45 Minuten per Bus-Kombiticket erreichbar.
Starten Sie früh am Morgen, meiden Sie die Wochenenden in De Wallen und am Bloemenmarkt und weichen Sie auf Viertel wie Jordaan, De Pijp und Amsterdam-Noord aus.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Amsterdam.
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