Region · Niederlande

Nordholland

Zwischen den Grachten Amsterdams, den Windmühlen an der Zaan und den Dünen von Texel liegt Hollands dicht gepackter Norden.

2 Städte16 Sehenswürdigkeiten10 Hotels
Überblick

Deine Nordholland auf einen Blick

Beste Zeit
April–Mai für Frühling und Tulpen, Sommer für Texel und Strand, ganzjährig für Amsterdam
Gut für
Städtereise, Kultur, Windmühlen, Käsemarkt, Inselurlaub auf Texel
Anreise
Flughafen Amsterdam-Schiphol als Drehkreuz; exzellentes Bahnnetz, Texel per Fähre ab Den Helder
Hauptstadt
Haarlem
Bekannt für
Grachten, Käse, Windmühlen
Basis
Amsterdam oder Haarlem für Stadt und Umland; Texel für den Naturteil
Die Region

Was Nordholland ausmacht

Nordholland ist die Provinz nördlich des IJ, und sie drängt auf engem Raum zusammen, wofür andere Länder ganze Landstriche brauchen: Amsterdam mit Rijksmuseum, Van-Gogh-Museum und dem Grachtengürtel aus dem Goldenen Zeitalter, die grünen Holzhäuser und drehenden Mühlen der Zaanse Schans, dazu Alkmaar, wo freitags die Kaasdragers die Käselaibe über den Waagplein tragen. Rund ums Markermeer liegen die alten Fischerdörfer Volendam und Marken, an der Nordsee reihen sich die Strände und Dünen von Zandvoort über Bergen bis Schoorl, und ganz im Norden setzt die Fähre nach Texel über – der größten Watteninsel, hinter deren Deichen Schafe grasen und ein roter Leuchtturm über die See blickt. Alles liegt so dicht beieinander und ist von Zügen, Fähren und Radwegen so gut verbunden, dass du die Provinz auch ohne eigenes Auto erfährst.

Reiseführer

Nordholland von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Von der Grachtenbrücke in Amsterdam bis zum Deich auf Texel sind es keine hundert Kilometer, und doch liegen Welten dazwischen. Morgens stehst du zwischen Rembrandt und Vermeer im Rijksmuseum, mittags radelst du an den grünen Holzhäusern der Zaanse Schans vorbei, und am Abend sitzt du im Hafen von Volendam vor einem Brötchen mit Matjeshering, während die Fähre nach Marken ablegt. Nordholland ist flach, dicht und erstaunlich abwechslungsreich – und weil Züge, Fähren und Radwege alles miteinander verbinden, brauchst du dafür nicht einmal ein Auto.

Sehenswürdigkeiten

Die Sehenswürdigkeiten von Amsterdam und Nordholland

Um kurz nach neun, wenn das Rijksmuseum öffnet, hast du die Ehrengalerie mit der Nachtwache ein paar Minuten fast für dich – danach schiebt sich die halbe Welt vor Rembrandt.

Amsterdam bündelt seine großen Museen im Museumkwartier rund um den Museumplein, und du planst sie am besten mit fester Reihenfolge und vorab gebuchten Zeitfenstern. Das Rijksmuseum zeigt die Nationalsammlung des Goldenen Zeitalters – Rembrandts Nachtwache, Vermeers Milchmädchen und Straßen in Delft, dazu Delfter Blau und Puppenhäuser. Gleich nebenan hängt im Van-Gogh-Museum die weltweit größte Sammlung des Malers, von den Kartoffelessern bis zu den Sonnenblumen. Beide sind in der Saison Tage im Voraus ausgebucht: Kauf die Zeitfenstertickets online und geh gleich zur Öffnung, bevor sich die Gruppen vor den Hauptwerken stapeln.

Das Anne-Frank-Haus an der Prinsengracht ist der bewegendste Ort der Stadt und zugleich der am schwersten zu bekommende: Es gibt ausschließlich datierte Online-Tickets, die Wochen vorher weg sind, und keine Kasse vor Ort. Trag dir den Verkaufsstart in den Kalender ein und buch in der Minute, in der die Kontingente freigeschaltet werden. Weniger Planung braucht der Grachtengürtel selbst, seit 2010 UNESCO-Welterbe: die drei großen Ringe Herengracht, Keizersgracht und Prinsengracht mit ihren schmalen Giebelhäusern, die du vom Wasser aus, per Grachtenrundfahrt, ganz anders liest als von der Brücke.

Verlass dich nicht allein auf die Museen. Im Jordaan-Viertel verirrst du dich zwischen Cafés, Höfchen und Antiquariaten, der Albert-Cuyp-Markt in De Pijp reiht einen Kilometer Stände aneinander, und der Vondelpark füllt sich bei Sonne mit Picknickdecken und Rennrädern. Das versteckte Begijnhof, ein stiller Innenhof mitten im Zentrum, liegt nur ein paar Schritte vom Trubel des Spui entfernt – und wer den Ausblick sucht, fährt mit der kostenlosen Fähre hinter dem Hauptbahnhof über das IJ nach Amsterdam-Noord, wo aus dem alten Shell-Turm ein Aussichtspunkt geworden ist.

Die Sehenswürdigkeiten Nordhollands hören an der Stadtgrenze nicht auf – im Gegenteil, hier fangen sie erst richtig an. Die Windmühlen der Zaanse Schans, der Käsemarkt von Alkmaar, die Fischerdörfer Volendam und Marken, die alten Zuiderzeestädte Hoorn und Enkhuizen mit ihren VOC-Fassaden und die Dünen der Nordseeküste liegen alle in Tagesausflug-Reichweite. Wer nur Amsterdam sieht, verpasst die Hälfte: Nimm dir für die Provinz mindestens so viele Tage wie für die Hauptstadt, dann bekommst du beides – die Museen und das Land dahinter.

Sehenswürdigkeiten in Nordholland

Alle 16 Sehenswürdigkeiten
Texel

Texel, die größte der niederländischen Watteninseln

Kaum ist die Fähre von der Kaje weg, wechselt die Farbe des Wassers, und über der Reling ziehen die ersten Möwen mit – zwanzig Minuten später bist du auf der Insel und im anderen Tempo.

Nach Texel fährst du mit der TESO-Fähre ab Den Helder: eine gute Autostunde nördlich von Amsterdam bis zum Hafen, dann rund zwanzig Minuten Überfahrt, im Halbstundentakt und mit dem Auto an Bord. Auf der Insel selbst brauchst du den Wagen kaum – die sieben Dörfer und die Strände verbindet ein dichtes Radwegenetz, und einen Leihdrahtesel bekommst du direkt an der Fährkaje in 't Horntje. Den Burg ist das lebendige Zentrum mit Markt und Läden, De Koog der Badeort direkt an den Dünen, Oudeschild der alte Fischerhafen, und ganz im Norden steht bei De Cocksdorp der rote Leuchtturm, das Wahrzeichen der Insel.

Der Strand zieht sich über dreißig Kilometer die ganze Westseite hinunter, durchnummeriert nach den Strandübergängen (Paal 9, Paal 17, Paal 28) und gesäumt von Dünen, die unter Naturschutz stehen. Zwischen den Stränden von De Koog, wo Strandpavillons und Familien den Ton angeben, und den weiten, fast leeren Abschnitten weiter nördlich liegen Welten. Das Wasser der Nordsee bleibt selbst im Hochsommer frisch, dafür gehört der Wind hier zum Programm: Drachen, Strandsegler und Kitesurfer nutzen ihn, und ein winddichter Pullover gehört auch im Juli in den Rucksack.

Texel ist vor allem ein Naturziel. Im Vogelreservat De Slufter drückt das Meer bei Sturm durch eine Lücke in den Dünen und lässt eine salzige Lagune entstehen, in der im Spätsommer der Strandflieder violett blüht. Das Ecomare in De Koog kümmert sich um verwaiste Seehunde und erklärt das Wattenmeer, das seit 2009 als UNESCO-Welterbe geschützt ist. Bei Ebbe führen zertifizierte Guides zu Wattwanderungen aufs freigefallene Meer hinaus – geh niemals allein los, die Gezeiten und das Priel-Labyrinth sind lebensgefährlich, aber mit Führung ist der Marsch durch den Schlick ein Erlebnis.

Plane für Texel mindestens zwei Übernachtungen ein, sonst verbringst du den halben Aufenthalt auf der Fähre. Im Frühjahr, wenn auf den Deichen die Lämmer liegen, und im Herbst zur Zugvogelzeit ist die Insel am schönsten; die Hochsaison im Juli und August füllt die Ferienhäuser und Campingplätze bis auf den letzten Platz, also buch früh. Abends kehrst du in einem der Höfe ein, die Texeler Lammfleisch auf die Karte setzen, und spülst mit einem Bier der inseleigenen Brauerei nach – gebraut mit dem leicht salzigen Wasser der Dünen.

Aktivitäten & Touren in Nordholland

Alle 10 Aktivitäten
Zaanse Schans

Die Windmühlen der Zaanse Schans

Von Weitem hörst du erst das Knarren des Flügelwerks, dann siehst du die Mühlen: grüne Holzriesen am Ufer der Zaan, deren Segel sich im Wind langsam durch die Luft schaufeln.

Die Windmühlen der Zaanse Schans
Zaanse Schans

Die Zaanse Schans ist ein Freilichtensemble am Fluss Zaan, keine zwanzig Zugminuten nördlich von Amsterdam: Hierher wurden ab den 1960er-Jahren historische grüne Holzhäuser und Windmühlen aus der ganzen Zaanstreek gebracht und zu einem Dorf zusammengesetzt, das zeigt, wie die Region im 17. und 18. Jahrhundert zum ersten Industriegebiet Europas wurde. Rund um die Zaan standen einst über tausend Windmühlen, die Farbe, Öl, Senf, Papier und Bauholz produzierten. Ein halbes Dutzend dreht sich heute noch: die Farbmühle De Kat, die Ölmühle De Zoeker, das Sägewerk Het Jonge Schaap.

Das Gelände selbst kannst du frei betreten – ein Eintritt fällt nur für die einzelnen Mühlen, die Werkstätten und das Zaans Museum an. In den Mühlen steigst du über steile Leitern zwischen den mahlenden Steinen und drehenden Wellen hindurch und kaufst unten frisch gemahlenes Mehl oder selbst gestampfte Farbpigmente. Daneben führt eine Käserei vor, wie Goudse und Edammer entstehen, und in der Klompenmakerij schnitzt ein Handwerker in Minuten aus einem Pappelblock ein Paar Holzschuhe. Nimm die Vorführungen mit, sie sind das Herz des Besuchs.

Der Preis der Berühmtheit ist der Andrang: Die Zaanse Schans gehört zu den meistbesuchten Orten der Niederlande, und zwischen elf und drei quetschen sich die Reisebusgruppen über die schmalen Holzstege. Komm früh – am besten mit dem ersten Zug ab Amsterdam Centraal zur Station Zaandijk Zaanse Schans, von wo dich ein kurzer Fußweg über die Brücke ans Ufer bringt – oder gegen Abend, wenn die Gruppen wieder weg sind und das Licht flach über den Fluss fällt. Dann gehört dir das Klappern der Flügel fast allein.

Wer mehr Zeit hat, verbindet den Besuch mit der Umgebung: In Zaandam gleich nebenan steht das schrille Inntel-Hotel, das aus gestapelten Zaanser Häuserfassaden zusammengebaut ist, und das Czaar-Peterhuisje erinnert daran, dass Zar Peter der Große 1697 hier den Schiffbau lernte. Radeln lässt sich vom Ufer der Zaan bequem weiter Richtung Norden – die flache Polderlandschaft mit ihren Entwässerungsmühlen ist genau das Bild, das die meisten im Kopf haben, wenn sie an Holland denken.

Alkmaar

Der Käsemarkt von Alkmaar

Punkt zehn schlägt die Glocke der Waag, das Tor geht auf, und die ersten Kaasdragers traben mit ihren gelb schwankenden Bahren übers Kopfsteinpflaster – der älteste Käsemarkt der Niederlande beginnt.

Der Käsemarkt von Alkmaar ist die berühmteste der niederländischen Käsetraditionen, und er läuft nach festen Regeln ab: Von Ende März bis Ende September findet er jeden Freitagvormittag von zehn bis eins auf dem Waagplein statt. Auf dem Pflaster liegen dann hunderte gelbe Laibe in Reihen. Die Kaasdragers, die Käseträger, gehören einer der vier historischen Gilden an, erkennbar an der Farbe ihrer Strohhüte, und tragen den Käse auf glänzenden Holzbahren zur Waage, während Handschlag und Handschlag noch immer den Preis besiegeln – heute als Schauspiel für das Publikum, früher als bittere Ernstsache.

Steh früh am Platz, denn die Ränder füllen sich schon eine Stunde vor Beginn; die beste Sicht auf das Wiegen und das Traben hast du von der Seite der Waag. Im Waaggebäude selbst, einem umgebauten Kapellenbau aus dem 14. Jahrhundert, steckt das Hollands Kaasmuseum, das die Geschichte von Milch, Molke und Marktrecht erzählt. Bring Kleingeld mit: An den Ständen rundherum probierst du dich durch jung bis überjährig gereiften Gouda, dazu Senf und Wein, und nimmst dir einen ganzen Laib mit nach Hause.

Alkmaar ist aber mehr als sein Markt. Die Altstadt liegt auf einem Ring von Grachten, über die dich in der Saison ein offenes Rundfahrtboot schippert, und in den engen Gassen dahinter reihen sich Fachgeschäfte, Cafés und der wuchtige Turm der Grote Kerk. Hier begann 1573 der Wendepunkt des Achtzigjährigen Kriegs: Die Stadt hielt der Belagerung durch die spanischen Truppen stand – „Bei Alkmaar beginnt der Sieg“, sagt ein niederländisches Sprichwort bis heute. Ein Rundgang durch die Wehr- und Handelsgeschichte lohnt sich, auch wenn du unter der Woche kommst.

Wer den Freitagstermin nicht schafft, findet die Kaastradition auch anderswo in der Provinz: Edam am Markermeer hält im Juli und August mittwochs seinen eigenen, kleineren Käsemarkt ab, und der Beemster-Polder nördlich von Amsterdam – selbst UNESCO-Welterbe als Musterbeispiel niederländischer Landgewinnung – liefert einen der bekanntesten Käse des Landes. Plane den Alkmaarer Markt fest in deine Wochenroute ein, denn er taktet nur einmal die Woche, und richte den Rest der Rundreise danach aus.

Volendam & Marken

Volendam und Marken am Markermeer

Am Hafen von Volendam hängt der Geruch von geräuchertem Aal in der Luft, und vor den Fassaden der Häuserzeile posieren Tagesgäste in ausgeliehener Tracht fürs Foto.

Volendam liegt keine halbe Stunde nordöstlich von Amsterdam am Markermeer, dem Binnensee, der bis zum Bau des Abschlussdeichs 1932 als Zuiderzee offen mit der Nordsee verbunden war, danach zum Süßwasser-IJsselmeer wurde und erst seit der Abtrennung durch den Houtribdijk 1976 Markermeer heißt. Das Dorf lebt heute vom Tagestourismus, und das merkst du: Die Hafenpromenade „De Dijk“ ist eine dichte Reihe aus Fischbuden, Souvenirläden und Fotostudios, in denen du dich in der schwarz-weiß-roten Tracht der Region ablichten lässt. Trotzdem lohnt der Besuch – für ein Brötchen mit frischem Matjeshering oder ein Tütchen Kibbeling direkt am Wasser und für den Blick über die Fischerboote, die noch immer im Hafen liegen.

Der schönste Teil eines Volendam-Ausflugs ist die Überfahrt: Vom Hafen setzt das Marken Express genannte Fährboot mehrmals täglich in gut einer halben Stunde übers Markermeer nach Marken über. Marken war bis 1957 eine echte Insel und wurde erst dann per Damm ans Festland gebunden; die Abgeschiedenheit hat das Dorf konserviert. Die grün gestrichenen Holzhäuser stehen auf künstlichen Erdhügeln und Pfählen, ein Erbe der Zeit, als das Wasser regelmäßig ins Dorf drückte, und am Ende einer Landzunge steht der Leuchtturm „Paard van Marken“.

Marken ist stiller und echter als Volendam: Statt einer breiten Touristenmeile findest du enge Gässchen, einen kleinen Hafen und eine Handvoll Betriebe, darunter eine Klompenmakerei, in der Holzschuhe entstehen. Ein Rundweg führt in einer knappen Stunde ums Dorf und zum Leuchtturm hinaus, mit weitem Blick über das Wasser. Wer nicht mit der Fähre kommt, erreicht Marken auch über den Damm mit Bus oder Rad – die Radtour von Amsterdam über Monnickendam nach Marken und mit der Fähre zurück nach Volendam ist einer der schönsten Tagesausflüge der Provinz.

Ein Stück weiter nördlich am Wasser liegen die alten Zuiderzeestädte, die es mit größerem historischem Gewicht aufnehmen: Hoorn und Enkhuizen waren im 17. Jahrhundert Heimathäfen der Vereinigten Ostindien-Kompanie, mit reich verzierten Handelshäusern und Häfen, die den Reichtum von damals bis heute zeigen. In Enkhuizen führt das Zuiderzeemuseum ein ganzes Freilichtdorf aus versetzten Häusern vor und erzählt, wie das Leben an der einstigen Südersee aussah, bevor der Deich sie zum Süßwassersee machte.

Haarlem & Küste

Haarlem und die Strände bei Zandvoort

In der Grote Kerk von Haarlem füllt der volle Ton der Müller-Orgel das Gewölbe – dieselbe Orgel, auf der schon der zehnjährige Mozart die Register zog.

Haarlem ist die Hauptstadt der Provinz und liegt nur fünfzehn Zugminuten westlich von Amsterdam – nah genug für einen Tagesausflug, eigenständig genug für ein paar ruhige Übernachtungen abseits des Hauptstadttrubels. Der Grote Markt im Zentrum wird von der wuchtigen Grote Kerk St-Bavo beherrscht, in der die Christian-Müller-Orgel von 1738 steht, ein Instrument von Weltrang, das Mozart als Kind und Händel bespielten. Rundherum liegen das Frans-Hals-Museum, das dem hier tätigen Meister der Gruppenporträts gewidmet ist, der den Großteil seines Lebens in Haarlem verbrachte, und das Teylers Museum von 1784, das älteste Museum der Niederlande, das seine Kabinette bis heute im Stil der Aufklärung zeigt.

Die Stadt hat eine eigene Ruhe. Hinter unscheinbaren Türen öffnen sich die Hofjes, kleine, von Wohnhäusern umschlossene Gärten, die einst als Stiftungen für alleinstehende Frauen angelegt wurden und heute stille Oasen im Zentrum sind. An der Spaarne, dem Fluss, der die Altstadt durchzieht, steht die Windmühle De Adriaan als Wahrzeichen am Wasser. Haarlem lässt sich zu Fuß in einem halben Tag erlaufen, hat aber genug Cafés, Bierkneipen und kleine Läden, um länger zu bleiben – und ist als Standquartier deutlich günstiger als Amsterdam.

Von Haarlem sind es nur noch ein paar Kilometer bis zur Nordsee. Zandvoort aan Zee, direkt per Bahn erreichbar, ist der Küstenort der Region: ein breiter Sandstrand mit Strandpavillons und dahinter der Rennstreckenkessel des Circuit Zandvoort, auf dem seit 2021 wieder der Große Preis der Niederlande der Formel 1 gefahren wird. Nördlich schließt Bloemendaal aan Zee an, dessen Strandclubs im Sommer zum Partyort werden. Wer es ruhiger mag, weicht weiter nach Norden aus – nach Bergen aan Zee, Egmond oder in die breiten Dünen von Schoorl, den höchsten und weitesten des Landes.

Zwischen Haarlem und der Küste liegt der Nationalpark Zuid-Kennemerland, ein Dünen- und Waldgürtel, durch den Rad- und Wanderwege führen und in dem Konik-Pferde die Landschaft offen halten, während in einem eigenen Reservat (Kraansvlak) Wisente leben. Und wer im Frühjahr kommt, sollte einen Abstecher nach Norden einplanen: Rund um Anna Paulowna und in der Zijpe-Polder im Kop van Noord-Holland leuchten von Mitte April bis Anfang Mai die Tulpen- und Blumenzwiebelfelder in breiten Streifen bis zum Horizont – ein Anblick, für den man nicht zwingend zum überlaufenen Keukenhof in die Nachbarprovinz fahren muss.

Rundreise

Nordholland-Rundreise in einer Woche

Die Provinz ist so kompakt, dass eine Woche für die ganze Runde reicht – von den Grachten übers Polderland bis zur Insel und zurück, ohne je mehr als eine Stunde am Stück zu fahren.

Eine runde Woche fängt in Amsterdam an: zwei bis drei Tage für die Museen, die Grachten und die Viertel, bevor du der Stadt den Rücken kehrst. Von dort führt die klassische Schleife nach Norden – erst zur Zaanse Schans, dann weiter nach Alkmaar, das du am besten auf einen Freitag legst, um den Käsemarkt mitzunehmen. Über die Dünen von Bergen und Schoorl geht es hinauf nach Den Helder, wo die Fähre nach Texel ablegt. Zwei Nächte auf der Insel bilden die ruhige Mitte der Reise, bevor du wieder aufs Festland zurückkehrst.

Auf dem Rückweg nach Süden nimmst du die Ostseite mit: die alten Zuiderzeestädte Enkhuizen und Hoorn mit ihren Handelshäusern und dem Zuiderzeemuseum, dann die Fischerdörfer Volendam und Marken am Markermeer, dazu das käsestolze Edam. Zum Abschluss schließt Haarlem mit seinen Museen und der nahen Nordseeküste bei Zandvoort den Kreis. Wer statt der großen Runde lieber ein festes Quartier will, macht Amsterdam oder Haarlem zur Basis und fährt sternförmig los – die meisten Ziele der Provinz liegen im Umkreis einer knappen Zugstunde.

Der große Vorteil Nordhollands ist, dass diese Runde komplett ohne Auto funktioniert. Das Nahverkehrsnetz der NS ist dicht, Bahnhöfe liegen in Alkmaar, Hoorn, Enkhuizen, Zandvoort, Haarlem und Den Helder mitten im Ort, und wo die Bahn endet, übernehmen Busse und Fähren. Für die letzten Kilometer und für die Dörfer, die abseits der Schiene liegen, leihst du dir ein Rad – das Land ist flach, die Radwege sind eigene, asphaltierte Spuren, und mit dem OV-fiets an fast jedem Bahnhof ist ein Leihrad schnell organisiert.

Mit Auto bist du zwar flexibler für die Dünenorte und die Polder, handelst dir aber in Amsterdam das größte Problem der Stadt ein: Parken ist extrem teuer und im Zentrum kaum möglich. Stell den Wagen an einem der Park-and-Ride-Plätze am Stadtrand ab und fahr mit Tram oder Metro hinein – das Kombiticket macht es günstig. Für den Rest der Provinz ist das Auto entspannt, nur in den engen Ortskernen der Fischerdörfer und in Haarlem lässt du ihn besser auf einem Parkplatz am Rand stehen.

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Unterkünfte

Unterkünfte in Nordholland zwischen Stadt, Küste und Insel

Ob Grachtenhaus in Amsterdam, Ferienhaus in den Dünen oder Reetdachhof auf Texel – wo du schläfst, entscheidet in Nordholland fast mehr über die Reise als das Programm.

In Amsterdam wohnst du am dichtesten am Geschehen, zahlst dafür aber die höchsten Preise der Niederlande, und die Zimmer sind oft klein und die Treppen steil – ein Erbe der schmalen Grachtenhäuser. Überleg dir, ob du wirklich mitten im Zentrum bleiben musst: Ein Hotel in einem der Viertel wie De Pijp oder Amsterdam-Oost liegt ein paar Tramminuten außerhalb, ist spürbar günstiger und bringt dich abends in Kneipen und Restaurants, in denen mehr Einheimische als Reisegruppen sitzen. Wer nur die Museen und Grachten sehen will, fährt mit einem Standort in Haarlem sogar noch besser.

Haarlem ist das unterschätzte Standquartier der Region: eigenständige Altstadt, gute Restaurants, deutlich niedrigere Preise als Amsterdam und trotzdem in einer Viertelstunde per Zug im Hauptbahnhof der Hauptstadt. Von hier erreichst du in kurzer Zeit sowohl Amsterdam als auch die Nordseestrände bei Zandvoort und die Zaanse Schans. Für einen Aufenthalt, der Stadt und Küste kombiniert, ist Haarlem oder ein Ort direkt am Meer die klügere Wahl als ein teures Zimmer mitten in Amsterdam.

An der Küste und auf Texel dominiert das Ferienhaus. In den Dünenorten Bergen, Schoorl, Egmond und Zandvoort und über die ganze Insel Texel verteilt liegen Ferienparks, Bungalows und Reetdachhäuser, die sich meist wochenweise vermieten und mit eigener Küche und Garten kommen – ideal für Familien und alle, die länger bleiben. Die Sommermonate sind hier lange im Voraus ausgebucht, gerade auf Texel: Buch für Juli und August schon im Winter, dann hast du die Auswahl.

Nordholland ist außerdem ein Campingland. Direkt hinter den Dünen von Texel, Bergen und Schoorl liegen große Plätze mit Strandzugang, und im Polderland stehen kleinere Höfe, die auf ihren Wiesen ein paar Stellplätze und Glamping-Zelte anbieten. Für Städtereisende gibt es am Rand von Amsterdam und Haarlem Campingplätze mit direkter Bus- oder Bahnverbindung ins Zentrum – eine günstige Alternative zu den teuren Stadthotels, solange du die Anfahrt nicht scheust. Wildes Campen ist in den Niederlanden verboten und wird kontrolliert.

Hotels in Nordholland

Alle 10 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken in Nordholland

An der Heringsbude kippt der Verkäufer den Kopf in den Nacken, lässt den Matjes am Schwanz in den Mund gleiten und nickt dir zu – so isst man Hollandse Nieuwe, ohne Brötchen, mit rohen Zwiebeln.

Das Nationalgericht der Küste ist der Hering. Die Hollandse Nieuwe, der erste, besonders milde Matjes der Saison, kommt ab Mitte Juni frisch gefangen und leicht gereift an die Heringskarren – gegessen wird er roh, mit gehackten Zwiebeln und sauren Gurken, entweder aus der Hand oder im weichen Brötchen als Broodje Haring. Daneben brutzelt in den Fischbuden von Volendam bis Zandvoort das Kibbeling, mundgerechte, panierte Stücke Kabeljau mit Knoblauch- oder Remouladensauce, und wer es geräuchert mag, greift in den Fischerdörfern zum Paling, dem geräucherten Aal, für den Volendam berühmt ist.

Käse ist das zweite große Thema. Auch wenn Gouda und Edam nach Orten in der Nachbarprovinz beziehungsweise in Nordholland benannt sind, kommt der wohl bekannteste Käse der Gegend aus dem Beemster-Polder nördlich von Amsterdam. Probier dich auf den Märkten durch die Reifegrade – von mildem jong bis zum bröckeligen, fast karamellig schmeckenden oud – und kauf am Stand ein, statt im Supermarkt. Dazu gehört, ganz unfeierlich, der Griff zur Frittentheke: Bitterballen, die knusprigen Ragoutkugeln mit Senf, und die Kroketten, die du in Amsterdam sogar aus den beleuchteten Klappfächern des FEBO-Automaten ziehst.

Süß wird es beim Gebäck. Die Stroopwafel, zwei dünne Waffelscheiben mit Sirup dazwischen, legst du warm über den Kaffeebecher, damit der Sirup weich wird; die Poffertjes, kleine, luftige Mini-Pfannkuchen mit Puderzucker und Butter, gibt es an eigenen Ständen und in Cafés. Und die niederländische Appeltaart, dicht, zimtig und mit einem Berg Schlagsahne, ist in Amsterdam beinahe eine eigene Institution – manche Cafés im Zentrum leben fast allein von ihr.

Zum Trinken passt der Jenever, der Wacholderschnaps, aus dem sich später der Gin entwickelte. In den alten Proeflokalen, den Verkostungsstuben Amsterdams, wird das randvoll gefüllte Tulpenglas traditionell mit der ersten Nippe im Stehen und ohne Hände geleert. Dazu kommt ein dichtes Netz aus Bierbrauereien – von den großen Namen bis zu kleinen Betrieben wie der Texeler Inselbrauerei. Ein Erbe der Kolonialzeit rundet die Küche ab: In Amsterdam gehört die indonesische Rijsttafel, eine Tafel aus vielen kleinen, scharfen Gerichten, zum Pflichtprogramm für einen langen Abend.

Restaurants in Nordholland

Alle 12 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise nach Nordholland und Mobilität vor Ort

Kaum ist der ICE über die Grenze, tauchen die ersten Windräder und Kanäle auf, und am Bahnsteig von Amsterdam Centraal steht die Provinz schon bereit – flach, vernetzt und ohne Umwege erreichbar.

Aus Deutschland ist Nordholland bequem mit der Bahn erreichbar: Der ICE fährt von Köln in gut zweieinhalb, von Frankfurt in rund vier Stunden direkt nach Amsterdam Centraal, und der Intercity Berlin–Amsterdam braucht etwa sechs Stunden. Vom Hauptbahnhof aus verzweigt sich das dichte Netz der niederländischen NS in die ganze Provinz. Wer fliegt, landet auf dem Flughafen Schiphol, einem der größten Drehkreuze Europas, von dem ein Zug in einer Viertelstunde ins Zentrum von Amsterdam bringt – schneller und günstiger als jedes Taxi.

Mit dem Auto ist Amsterdam aus dem Westen Deutschlands in wenigen Stunden zu erreichen, aus dem Ruhrgebiet in rund zweieinhalb. Der Haken beginnt am Ziel: In Amsterdam ist Parken sehr teuer und im Zentrum praktisch unmöglich. Nutze die Park-and-Ride-Anlagen am Stadtrand, wo du günstig parkst und mit einem Kombiticket per Metro oder Tram weiterfährst. Für die Provinz selbst ist das Auto entspannter, nur in den engen Kernen der Fischerdörfer und Altstädte stellst du ihn besser auf einem Parkplatz am Rand ab.

Innerhalb der Region ist der öffentliche Verkehr das stärkste Argument. Die NS-Regionalzüge takten dicht und verbinden Amsterdam mit Haarlem, Zandvoort, Alkmaar, Hoorn, Enkhuizen und Den Helder, von wo die TESO-Fähre nach Texel übersetzt. In Amsterdam selbst bringen dich die Trams, Busse und Metros des GVB überallhin. Bezahlt wird alles bargeldlos: Halte einfach deine kontaktlose Kredit- oder Debitkarte an die Säulen und Kartenleser (OVpay), dann brauchst du nicht einmal mehr die alte OV-Chipkarte zu kaufen.

Das eigentliche Fortbewegungsmittel der Niederlande aber ist das Fahrrad. Das Land ist flach, die Radwege sind durchgehend eigene, gut ausgeschilderte Spuren, und an fast jedem größeren Bahnhof mietest du mit dem OV-fiets in Minuten ein Leihrad für den Tag. Ganze Provinzabschnitte erschließt du am schönsten aus dem Sattel – die Runde von Amsterdam durchs Waterland nach Marken und Volendam etwa, oder die Dünenwege entlang der Nordseeküste. Für die Fähre nach Texel und das Marken Express nimmst du das Rad einfach mit an Bord.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Nordholland – Wetter im Jahreslauf

Zwischen den Tulpen im April und dem goldenen Licht des Septembers liegt die beste Zeit für Nordholland – nur auf Wind und plötzliche Schauer musst du dich das ganze Jahr über einstellen.

Das Klima Nordhollands ist maritim und mild: keine großen Extreme, dafür viel Wind und Wetter, das oft im Halbstundentakt zwischen Sonne, Wolken und Regen wechselt. Die Sommer bleiben angenehm, selten drückend heiß, die Winter grau und feucht, aber selten streng frostig. Wann du kommst, hängt vom Plan ab – Tulpenfelder im April und Mai, Städte und Radtouren das ganze Frühjahr und den Herbst über, Baden nur im Hochsommer. Die Werte unten gelten für den Raum Amsterdam; an der Küste und auf Texel weht es kühler und windiger.

Jan6°1°grau, windig, ruhig
Feb7°1°kalt, wenig Andrang
Mär10°3°erste milde Tage
Apr14°5°Tulpenfelder blühen
Mai18°8°mild, lange Tage
Jun20°11°warm, Terrassenwetter
Jul22°13°Hochsaison, voll
Aug22°13°warm, Ferienzeit
Sep19°11°mild, ruhiger
Okt15°8°goldener Herbst
Nov10°4°nass und grau
Dez7°2°kalt, Lichterzeit

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Nordholland sind Mai, Juni und September: mild, mit langen Tagen und weniger Andrang als im Hochsommer. Wer die Tulpenfelder sehen will, kommt von Mitte April bis Anfang Mai, wer an der Nordsee baden möchte, braucht Juli oder August, wenn das Meer auf gut 18 Grad klettert. Auf Wind und kurze Schauer stellst du dich das ganze Jahr über ein – eine wasserdichte Jacke gehört immer ins Gepäck, denn das Wetter kippt hier schnell.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Nordholland

Wie viele Tage sollte man für Nordholland einplanen?
Für Amsterdam allein reichen zwei bis drei Tage, für die ganze Provinz plane eine Woche. Dann kombinierst du die Hauptstadt mit der Zaanse Schans, dem Käsemarkt in Alkmaar, den Fischerdörfern und mindestens zwei Nächten auf Texel, ohne täglich das Quartier zu wechseln.
Braucht man in Nordholland ein Auto?
Nein. Das Bahnnetz der NS ist dicht, alle größeren Orte von Alkmaar bis Den Helder haben einen Bahnhof im Zentrum, und wo die Schiene endet, übernehmen Busse, Fähren und Leihräder. In Amsterdam ist ein Auto sogar eher hinderlich, weil Parken teuer und knapp ist.
Wie kommt man nach Texel?
Mit der TESO-Fähre ab Den Helder, das per Bahn direkt aus Amsterdam erreichbar ist. Die Überfahrt dauert rund zwanzig Minuten, die Fähre fährt etwa im Halbstundentakt und nimmt Autos, Räder und Fußgänger mit. Auf der Insel selbst kommst du bequem per Rad oder Bus voran.
Wann ist der Käsemarkt in Alkmaar?
Von Ende März bis Ende September jeden Freitag von zehn bis eins auf dem Waagplein. Die Kaasdragers tragen dann die Laibe in ihrer traditionellen Kleidung zur Waage. Steh früh am Platz, denn die Ränder füllen sich schon eine Stunde vor Beginn mit Zuschauern.
Lohnt sich ein Besuch der Zaanse Schans?
Ja, das Freilichtensemble mit den historischen Windmühlen an der Zaan gehört zu den prägendsten Orten der Provinz. Der Andrang ist allerdings groß: Komm früh am Morgen oder gegen Abend, wenn die Reisebusse weg sind. Das Gelände ist frei zugänglich, nur die Mühlen und Museen kosten Eintritt.
Wie kommt man von Volendam nach Marken?
Mit dem Fährboot Marken Express, das mehrmals täglich in gut einer halben Stunde über das Markermeer setzt. Beliebt ist die Kombination als Tagestour ab Amsterdam: mit dem Rad übers Waterland nach Marken und mit der Fähre samt Rad zurück nach Volendam.
Muss man das Anne-Frank-Haus vorab buchen?
Unbedingt. Es gibt ausschließlich datierte Online-Tickets und keine Kasse vor Ort, und die Kontingente sind oft schon Wochen im Voraus ausgebucht. Trag dir den Verkaufsstart in den Kalender ein und buch sofort, wenn die neuen Zeitfenster freigeschaltet werden.
Wo kann man in Nordholland baden?
An der Nordseeküste: Zandvoort und Bloemendaal sind direkt per Bahn erreichbar, weiter nördlich locken die ruhigeren Strände von Bergen, Egmond und Schoorl. Auch Texel hat dreißig Kilometer Sandstrand. Das Wasser bleibt frisch und der Wind ist Programm – im Hochsommer erreicht die See rund 18 Grad.
Wann blühen die Tulpen in Nordholland?
Von Mitte April bis Anfang Mai. Die großen Blumenzwiebelfelder liegen im Kop van Noord-Holland rund um Anna Paulowna und in der Zijpe-Polder, wo die Felder in breiten Farbstreifen bis zum Horizont reichen. So sparst du dir den Andrang am Keukenhof in der Nachbarprovinz.
Wie teuer ist ein Urlaub in Nordholland?
Amsterdam gehört zu den teuersten Städten der Niederlande, vor allem bei Hotels. Wer in Haarlem oder an der Küste übernachtet, spart deutlich. Essen liegt im mitteleuropäischen Mittelfeld, der Nahverkehr ist günstig, und ein Leihrad kostet über den OV-fiets nur wenige Euro pro Tag.
Wann ist die beste Reisezeit für Nordholland?
Mai, Juni und September sind ideal: mild, mit langen Tagen und weniger Andrang als im Hochsommer. Für die Tulpenfelder kommst du im April, fürs Baden brauchst du Juli oder August. Wind und kurze Schauer gibt es das ganze Jahr, eine Regenjacke gehört immer ins Gepäck.
Kann man Nordholland mit dem Fahrrad erkunden?
Hervorragend sogar. Das Land ist flach, die Radwege sind durchgehende, eigene Spuren, und an fast jedem Bahnhof mietest du mit dem OV-fiets in Minuten ein Rad. Klassiker sind die Runde durchs Waterland nach Marken und Volendam sowie die Dünenwege entlang der Nordseeküste.
NordhollandZwischen den Grachten Amsterdams, den Windmühlen an der Zaan und den Dünen von Texel liegt Hollands dicht gepackter Norden.

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