Ozeanien-Urlaub zwischen Australien, Neuseeland und der Südsee
Die erste Frage vor jeder Ozeanien-Reise lautet nicht wohin, sondern wie viel. Der Kontinent ist so weit verstreut, dass sich kaum alles in einem Urlaub verbinden lässt – also entscheidest du dich für einen Schwerpunkt. Grob teilen sich die Reiseziele in drei Welten, die sich unterschiedlich anfühlen und unterschiedlich viel Zeit verlangen.
Australien ist das Ziel für alle, die Abwechslung in einem einzigen Land wollen. Die Ostküste zwischen Sydney, Brisbane und Cairns bündelt Großstadt, endlose Sandstrände und das Great Barrier Reef auf einer Linie, die sich in zwei bis drei Wochen gut abfahren lässt. Wer das rote Zentrum um Uluru und die Weite des Outback sehen will, plant zusätzlich Inlandsflüge ein, weil die Distanzen im Landesinneren europäische Maßstäbe sprengen. Für einen ersten Besuch reicht ein Schwerpunkt völlig aus, meist die Ostküste. Das halbe Land in einem Urlaub sehen zu wollen, endet erfahrungsgemäß in zu viel Flughafen und zu wenig Strand.
Neuseeland ist kompakter und das Land der Selbstfahrer. Nord- und Südinsel zusammen sind kleiner als so mancher australische Bundesstaat, und trotzdem wechseln sich auf kurzer Strecke Vulkane, Regenwald, Fjorde und Gletscher ab. Eine Neuseeland-Rundreise über beide Inseln funktioniert in zwei bis drei Wochen, meist im Mietwagen oder Camper, mit der Maori-Kultur rund um Rotorua im Norden und den Bergen um Queenstown im Süden. Wer lieber wandert und fährt, statt am Strand zu liegen, ist hier oft besser aufgehoben als auf den Inseln des Pazifiks.
Die Südsee schließlich ist das Ziel für den reinen Inselurlaub, mit Lagune, Riff und wenig Programm. Fidschi liegt am nächsten und ist am einfachsten zu bereisen, Französisch-Polynesien rund um Bora Bora und Tahiti ist teurer und weiter, dafür spektakulärer. Insgesamt zählt Ozeanien rund vierzehn Staaten, von Papua-Neuguinea über Samoa und Tonga bis zu den Inseln Mikronesiens, doch für die meisten Reisenden läuft die Wahl auf diese drei großen Blöcke hinaus. Die klassische Kombination hängt einen Badestopp in der Südsee an eine Runde durch Australien oder Neuseeland an, weil die lange Anreise aus Europa ohnehin einen Zwischenstopp verlangt.










