Die schönsten Orte und Städte auf Malta
Malta ist so kompakt, dass du an einem einzigen Tag durch mehrere Welten fährst – morgens durch die Barockkulisse Vallettas, mittags durch die autofreien Steingassen von Mdina, abends über die Fähre auf die grüne Nachbarinsel.

Valletta ist der logische Startpunkt und in einem Tag zu Fuß machbar. Die Ritter des Johanniterordens legten die Hauptstadt nach der Großen Belagerung von 1565 im Rasterplan auf einer Landzunge zwischen zwei Naturhäfen an; hinter honiggelben Fassaden reihen sich Barockkirchen, enge Treppengassen und die Aussichtsterrassen der Upper Barrakka Gardens über dem Grand Harbour. Steig früh hinauf, wenn die Kreuzfahrtgruppen noch am Kai stehen – dann hast du den Blick auf die Werften und die Three Cities gegenüber fast für dich. Für die Museen und die Co-Kathedrale planst du besser einen zweiten Vormittag ein.
Direkt gegenüber am Wasser liegt die moderne Doppelstadt aus Sliema und St. Julian's. Sliema ist Einkaufs- und Promenadenmeile mit dem Fähranleger nach Valletta, St. Julian's mit der Spinola Bay das Zentrum von Restaurants, Bars und Nachtleben – rund um Paceville wird es nachts laut. Wer es ruhiger mag, wohnt hier trotzdem praktisch, weil Busse und Fähren von der Küste in alle Richtungen fahren. Zwischen Hochhäusern und Rooftop-Bars erinnert nur noch wenig an das alte Fischerdorf, das St. Julian's einmal war.
Ins Landesinnere führt der Weg nach Mdina, der alten Inselhauptstadt hinter wuchtigen Bastionen. Tagsüber füllen sich die Gassen der stillen Stadt mit Besuchern; am späten Nachmittag, wenn die Busgruppen weg sind, gehören dir die Wälle mit dem weiten Blick über die halbe Insel fast allein. Direkt vor den Toren liegt Rabat mit seinen frühchristlichen Katakomben, im Süden der Fischerhafen Marsaxlokk, wo die bunt bemalten Luzzu-Boote mit dem gemalten Augenschutz am Bug im Wasser schaukeln.
Die zweite Insel Gozo erreichst du per Fähre in gut 25 Minuten. Sie ist grüner, langsamer und ländlicher als die Hauptinsel; Hauptort ist Victoria mit der Zitadelle über den Dächern, dazu kommen die Wallfahrtskirche Ta' Pinu und tiefe Badebuchten wie Xlendi. Winzig und autofrei ist die dritte bewohnte Insel Comino, deren Blaue Lagune im Sommer der meistfotografierte Ort des ganzen Archipels ist. Zusammen ergeben die drei Inseln trotz ihrer Kleinheit erstaunlich unterschiedliche Tage.
















