Land · Europa

Malta

Wo barocke Ritterpaläste, honigfarbene Klippen und ein türkis leuchtendes Meer auf drei winzigen Inseln zusammenrücken.

Über Malta

Urlaub in Malta

Malta ist ein Mittelmeer-Archipel aus honiggelbem Kalkstein, in dem sich 7.000 Jahre Geschichte auf engstem Raum drängen: von den ältesten freistehenden Bauwerken der Welt bis zur barocken Ritterhauptstadt Valletta. Auf den drei bewohnten Inseln Malta, Gozo und Comino wechseln sich UNESCO-Welterbe, versteckte Badebuchten und türkise Lagunen mit lebhaften Fischerdörfern ab. Englisch ist Amtssprache, die Sonne scheint fast das ganze Jahr, und selbst die entlegenste Bucht ist nur eine kurze Fahrt entfernt.

Malta – Karte
Reiseführer

Malta von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Kaum eine Mittelmeerinsel packt so viel auf so wenig Raum. In einer einzigen Woche stehst du morgens in einer vergoldeten Barockkathedrale, mittags an einer leuchtend blauen Lagune und abends bei einem Teller geschmortem Kaninchen in einer Dorfwirtschaft. Dieser Reiseführer sortiert Malta für dich – welche Orte sich lohnen, wann du am besten kommst, wie du auch ohne Mietwagen von Bucht zu Bucht gelangst und was auf den Tisch gehört. Von Valletta über Gozo bis zur Blauen Lagune auf Comino findest du hier die konkreten Antworten für deine Reiseplanung.

Orte & Inseln

Die schönsten Orte und Städte auf Malta

Malta ist so kompakt, dass du an einem einzigen Tag durch mehrere Welten fährst – morgens durch die Barockkulisse Vallettas, mittags durch die autofreien Steingassen von Mdina, abends über die Fähre auf die grüne Nachbarinsel.

Die schönsten Orte und Städte auf Malta
Orte & Inseln

Valletta ist der logische Startpunkt und in einem Tag zu Fuß machbar. Die Ritter des Johanniterordens legten die Hauptstadt nach der Großen Belagerung von 1565 im Rasterplan auf einer Landzunge zwischen zwei Naturhäfen an; hinter honiggelben Fassaden reihen sich Barockkirchen, enge Treppengassen und die Aussichtsterrassen der Upper Barrakka Gardens über dem Grand Harbour. Steig früh hinauf, wenn die Kreuzfahrtgruppen noch am Kai stehen – dann hast du den Blick auf die Werften und die Three Cities gegenüber fast für dich. Für die Museen und die Co-Kathedrale planst du besser einen zweiten Vormittag ein.

Direkt gegenüber am Wasser liegt die moderne Doppelstadt aus Sliema und St. Julian's. Sliema ist Einkaufs- und Promenadenmeile mit dem Fähranleger nach Valletta, St. Julian's mit der Spinola Bay das Zentrum von Restaurants, Bars und Nachtleben – rund um Paceville wird es nachts laut. Wer es ruhiger mag, wohnt hier trotzdem praktisch, weil Busse und Fähren von der Küste in alle Richtungen fahren. Zwischen Hochhäusern und Rooftop-Bars erinnert nur noch wenig an das alte Fischerdorf, das St. Julian's einmal war.

Ins Landesinnere führt der Weg nach Mdina, der alten Inselhauptstadt hinter wuchtigen Bastionen. Tagsüber füllen sich die Gassen der stillen Stadt mit Besuchern; am späten Nachmittag, wenn die Busgruppen weg sind, gehören dir die Wälle mit dem weiten Blick über die halbe Insel fast allein. Direkt vor den Toren liegt Rabat mit seinen frühchristlichen Katakomben, im Süden der Fischerhafen Marsaxlokk, wo die bunt bemalten Luzzu-Boote mit dem gemalten Augenschutz am Bug im Wasser schaukeln.

Die zweite Insel Gozo erreichst du per Fähre in gut 25 Minuten. Sie ist grüner, langsamer und ländlicher als die Hauptinsel; Hauptort ist Victoria mit der Zitadelle über den Dächern, dazu kommen die Wallfahrtskirche Ta' Pinu und tiefe Badebuchten wie Xlendi. Winzig und autofrei ist die dritte bewohnte Insel Comino, deren Blaue Lagune im Sommer der meistfotografierte Ort des ganzen Archipels ist. Zusammen ergeben die drei Inseln trotz ihrer Kleinheit erstaunlich unterschiedliche Tage.

Tempel & Barock

Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Malta

Die Dichte an großen Sehenswürdigkeiten ist für eine so kleine Insel ungewöhnlich – und fast alles liegt nur eine kurze Busfahrt vom Quartier entfernt.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Malta
Tempel & Barock

Die Megalithtempel sind Maltas archäologisches Schwergewicht und stehen als Gruppe auf der UNESCO-Welterbeliste. Ħaġar Qim und Mnajdra thronen über der Südküste bei Qrendi, Tarxien liegt mitten im gleichnamigen Ort, und die Ġgantija-Tempel auf Gozo zählen zu den ältesten aus Stein errichteten Bauwerken der Menschheit – sie entstanden lange vor Stonehenge und den ägyptischen Pyramiden. Wer tiefer einsteigt, ergänzt das Hypogäum von Ħal Saflieni, eine unterirdische Totenstadt aus dem Fels; die Zahl der täglichen Besucher ist streng begrenzt, das Ticket buchst du besser Wochen im Voraus.

In Valletta ist die St. John's Co-Cathedral der Pflichtstopp. Hinter der wehrhaft schlichten Fassade öffnet sich ein vollständig vergoldeter Barockraum, dessen Boden lückenlos aus den Marmor-Grabplatten der Ritter besteht; im angeschlossenen Oratorium hängt Caravaggios Enthauptung Johannes des Täufers, sein größtes und einziges signiertes Gemälde. Gleich um die Ecke stehen der Großmeisterpalast mit den Waffensälen und die Gärten mit Blick auf den Grand Harbour. Nimm für die Kathedrale den Audioguide mit – ohne ihn läufst du an den Geschichten der Grabplatten vorbei.

Vom Trubel Vallettas setzt eine kleine Fähre in wenigen Minuten hinüber in die Three Cities – Vittoriosa, Senglea und Cospicua –, wo dieselbe Ritter-Geschichte ohne die Souvenirläden erzählt wird. In den Gassen von Vittoriosa reihen sich Palazzi und eine Yacht-Marina, und vom Wasser aus zeigt eine Bootstour im Grand Harbour die Wehranlagen von ihrer eindrucksvollsten Seite. Zurück in Valletta erzählt das Fort St. Elmo mit dem Kriegsmuseum von der Belagerung 1565 und der schweren Bombardierung im Zweiten Weltkrieg.

Nicht alles ist Stein und Gold. An der Südküste stechen kleine Boote in die Blaue Grotte, ein System von Meereshöhlen unter den Klippen; bei ruhiger See leuchtet das Wasser im Inneren tiefblau. Die Dingli-Klippen am höchsten Punkt der Insel fallen steil ins Meer ab und sind der beste Ort für den Sonnenuntergang. Und in Marsaxlokk breitet sich sonntags der große Fischmarkt rund um den Hafen aus – Fisch am Vormittag, danach ein Teller Meeresfrüchte in einem der Lokale am Kai.

Strände & Buchten

Die schönsten Strände und Buchten auf Malta

Maltas Küste ist zweigeteilt. Im Norden und Westen liegen die wenigen echten Sandbuchten, im Osten dominieren Felsplateaus und Badeleitern – dafür bleibt das Wasser fast überall glasklar.

Die schönsten Strände und Buchten auf Malta
Strände & Buchten

Der bekannteste Badeplatz ist die Blaue Lagune zwischen Comino und dem winzigen Eiland Cominotto. Das flache Wasser leuchtet türkis über hellem Grund, und genau das lockt: An Sommertagen ist die Lagune ab dem späten Vormittag dicht belegt, gebadet wird vom Fels, nicht vom Sandstrand. Wer sie ruhiger erleben will, nimmt eines der ersten Boote am Morgen von Ċirkewwa oder Sliema aus oder kommt in der Nebensaison. Rund um die Lagune führen kurze Wege zu stilleren Plätzen wie der Santa Marija Bay.

Für klassischen Sand fährst du in den Norden der Hauptinsel. Die Mellieħa Bay, auf Maltesisch Għadira, ist der größte Sandstrand Maltas – flach abfallend, mit Liegen und Wassersport und damit gut für Familien. Golden Bay und die direkt benachbarte Bucht Għajn Tuffieħa im Westen sind kleiner und von unbebauten Hügeln gerahmt; hinunter nach Għajn Tuffieħa führt eine lange Treppe, was den Strand spürbar leerer und den Sonnenuntergang dort umso ruhiger hält. Paradise Bay ganz im Norden ist eine weitere kleine Sandbucht nahe dem Fährhafen.

Abseits vom Sand lohnen die Naturbecken. Der St. Peter's Pool bei Marsaxlokk ist ein glattes Felsbad mit Sprungkanten ins tiefe, klare Wasser – ein Favorit der Einheimischen. In Sliema und St. Julian's baden die Malteser ohnehin von Felsplateaus und Lido-Terrassen direkt am Ort, ganz ohne Sand. Wer tauchen oder schnorcheln will, findet rund um die Inseln Wracks, Höhlen und Steilwände; Malta gilt im Mittelmeer als bekanntes Tauchrevier mit guter Sicht.

Auf Gozo verteilt sich der Badebetrieb angenehmer. Die Ramla Bay hat rotgoldenen Sand und deutlich weniger Trubel als die Strände der Hauptinsel, die Buchten von Xlendi und Marsalforn sind kleine Badeorte mit Uferpromenade. In Dwejra an der Westküste stürzte 2017 das berühmte Felsentor Azure Window ins Meer – geblieben sind der ruhige Binnensee im Fels und einer der beliebtesten Tauchplätze der Inseln. Für einen Badetag mit Weite und wenig Beton bist du auf Gozo besser aufgehoben als im dicht bebauten Norden Maltas.

Übernachten

Hotels auf Malta: von Sliema bis Gozo

Wo du wohnst, entscheidet über den Charakter deiner Reise – Nachtleben, Strandnähe oder Landruhe. Malta ist klein genug, dass du von jedem Standort aus die ganze Insel erreichst.

Die meisten Hotels konzentrieren sich auf den Küstenstreifen von Sliema über St. Julian's bis Paceville. Hier hast du die größte Auswahl von der Ferienwohnung bis zum Fünf-Sterne-Haus mit Rooftop-Pool, dazu Restaurants, Bars und die kürzesten Wege zu Bus und Fähre. Für einen ersten Malta-Besuch ohne Mietwagen ist diese Ecke die praktischste Basis – zentral, gut angebunden und lebendig. Wer früh schlafen will, meidet die Blocks direkt in Paceville, wo die Clubs bis in den Morgen laufen.

Wer lieber am Strand als am Trubel wohnt, schaut in den Norden nach Mellieħa und an die Bucht von St. Paul's Bay, Buġibba und Qawra. Dort liegen viele der großen Pauschal- und All-inclusive-Hotels nah am Wasser, und die Sandbuchten des Nordens sind schnell erreicht. Die Gegend ist weniger schick als Sliema, dafür familienfreundlich und ruhiger – eine gute Wahl, wenn Baden und ein festes Hotelprogramm im Vordergrund stehen. Von hier starten außerdem viele Bootstouren zur Blauen Lagune, und der Fährhafen nach Gozo liegt nur eine kurze Fahrt entfernt – praktisch, wenn du beide Inseln in einer Reise kombinieren willst.

In Valletta selbst haben sich in alten Stadtpalästen zahlreiche kleine Boutiquehotels eingerichtet – zentral, stimmungsvoll und mitten in der Geschichte, aber ruhiger als das Ausgehviertel, weil die Stadt abends leerläuft. Von hier gehst du morgens zu Fuß zu den Sehenswürdigkeiten, bevor die Tagesbesucher kommen. Ein Auto brauchst du in Valletta nicht und willst du auch nicht, denn die Altstadt ist weitgehend autofrei und die Parkplätze sind knapp.

Für Ruhe und Landleben ist Gozo die Antwort. Umgebaute Bauernhäuser aus honiggelbem Kalkstein, oft mit eigenem Pool und dicken Mauern gegen die Hitze, sind hier die typische Unterkunft und ideal für alle, die entschleunigen wollen. Als Faustregel: Wohn zentral in Sliema oder Valletta, wenn Kultur und kurze Wege zählen, im Norden fürs Strandhotel und auf Gozo für ein paar stille Tage. Preislich zieht die Hochsaison im Juli und August spürbar an; im Frühjahr und Herbst bekommst du dieselben Häuser deutlich günstiger.

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Familienurlaub

Malta mit Kindern

Kurze Wege, warmes flaches Wasser und eine Handvoll Attraktionen, die eigens für Kinder gemacht sind, machen Malta zu einem entspannten Ziel für die ganze Familie.

Das Popeye Village an der Anchor Bay bei Mellieħa ist die offensichtlichste Kinderattraktion: Die bunten Holzhäuser wurden 1980 als Filmkulisse für den Popeye-Film gebaut und sind heute ein kleiner Themenpark mit Shows, Spielplätzen und eigener Badebucht. Nicht weit entfernt liegt der Playmobil FunPark in Ħal Far, gleich neben der Fabrik, mit großem Indoor- und Außenbereich voller Spielfiguren – die Rettung an einem der seltenen Regentage.

Am Wasser ist die flach abfallende Mellieħa Bay ideal für kleine Kinder, und eine Bootsfahrt zur Blauen Lagune fühlt sich für die meisten wie ein kleines Abenteuer an. Das Malta National Aquarium in Qawra zeigt die Unterwasserwelt des Mittelmeers und funktioniert bei jedem Wetter. Wer nicht ständig umsteigen will, nimmt die roten Hop-on-hop-off-Busse, die den Kindern lange Fußwege ersparen und die wichtigsten Stopps abklappern. In St. Julian's und Buġibba starten außerdem Ausflugsboote, deren Fahrt über das offene Wasser für viele Kinder schon das eigentliche Erlebnis des Tages ist.

Auch Geschichte lässt sich kindgerecht dosieren. Die wehrhaften Bastionen von Mdina und Valletta wirken wie gebaute Ritterburgen, und die tägliche Kanonensalve der Saluting Battery unter den Upper Barrakka Gardens in Valletta ist ein verlässlicher Programmpunkt mit lautem Knall. Für größere Kinder sind die Katakomben von Rabat ein spannender Gang in den kühlen Untergrund, und in Marsaxlokk lassen sich am Hafen die bemalten Boote und der Fang der Fischer bestaunen.

Auf Gozo wird das Tempo noch einmal langsamer: Ramla Bay zum Buddeln im roten Sand, eine Jeep- oder Kutschtour über die Insel und die riesigen Steinblöcke der Ġgantija-Tempel, die auch Kinder beeindrucken. Wichtig im Sommer: Die Inseln sind weitgehend baumlos und schattenarm, im Juli und August wird die Mittagshitze für Kinder schnell zu viel. Plane Besichtigungen auf den Vormittag, halte über Mittag Pause am Pool und plane den täglichen Gelato-Stopp fest mit ein. Eine Trinkflasche, Sonnenhut und Badeschuhe für die felsigen Einstiege gehören dabei in jede Tasche.

Essen & Trinken

Essen und Trinken auf Malta

Maltas Küche ist eine Mittelmeer-Mischung mit sizilianischem, arabischem und britischem Einschlag – bodenständig, herzhaft und am besten in einfachen Lokalen abseits der Promenaden.

Essen und Trinken auf Malta
Essen & Trinken

Das Straßenessen Nummer eins ist der Pastizz, eine rautenförmige Blätterteigtasche, gefüllt mit Ricotta oder pürierten Erbsen. Du bekommst ihn ofenwarm für kleines Geld in jeder Pastizzeria, oft im Stehen zum Kaffee am Morgen. Dazu gehört die Ftira, das ringförmige maltesische Brot, das – gefüllt mit Thunfisch, Kapern, Oliven, Tomatenmark und einem Schuss Olivenöl – zum Ħobż biż-Żejt wird, dem Klassiker für unterwegs.

Das Nationalgericht ist Fenek, Kaninchen. Traditionell wird es als Fenkata zelebriert, einem ganzen Menü rund ums Tier: zuerst die Pasta im Kaninchensugo, dann das Fleisch, langsam geschmort in Rotwein, Knoblauch und Lorbeer. Weitere Klassiker sind Bragioli (gefüllte Rindsrouladen), die Fischsuppe Aljotta und im Herbst der Lampuki-Pie aus der saisonalen Goldmakrele. Auf Gozo probierst du die Ġbejniet, kleine Frischkäselaibe aus Schaf- oder Ziegenmilch, frisch oder in Pfeffer gewälzt. Wer es besonders deftig mag, bestellt eine Timpana, die mit Makkaroni, Hackfleisch und Ei gefüllte Teigpastete, die früher das klassische Sonntagsessen war.

Für Fisch fährst du nach Marsaxlokk, wo sonntags der Markt den Hafen füllt und die Restaurants am Kai den Fang des Tages servieren. Iss dort, wo die Karte kurz und saisonal ist, und meide die immergleichen Touristenmenüs an der Uferpromenade von Sliema. In den Dörfern und bei den sommerlichen Festas – den Feiern zu Ehren der Ortsheiligen – kommst du dem echten maltesischen Essen am nächsten, oft an langen Tischen unter freiem Himmel.

Zum Abschluss gehört etwas Süßes: Kannoli mit Ricotta oder die mit Datteln gefüllten Imqaret, frittiert und noch warm vom Stand. Zu trinken bestellst du statt Cola ein Kinnie, die bittersüße maltesische Limonade aus Bitterorangen und Kräutern, oder ein lokales Cisk-Bier. Und weil das Klima auch dem Weinbau bekommt, lohnt der Blick auf maltesische Tropfen von den Inseln selbst – viele Lokale schenken sie offen aus. Zum Frühstück wiederum triffst du überall auf britisches Erbe: Tee, Toast und Marmelade stehen selbstverständlich neben dem italienischen Cappuccino.

Anreise & Mobilität

Anreise und Fortbewegung auf Malta

Der Flug ist kurz, die Insel klein – trotzdem lohnt es, sich vor der Reise für oder gegen den Mietwagen zu entscheiden. Der Grund steht auf jedem Straßenschild: Linksverkehr.

Von Deutschland erreichst du Malta in rund zweieinhalb bis drei Stunden. Direktflüge gibt es unter anderem ab Frankfurt, München, Düsseldorf und Berlin zum Malta International Airport (MLA) bei Luqa, der nur etwa acht Kilometer südlich von Valletta liegt. Vom Flughafen bringen dich die Express-Buslinien X1 bis X4 oder ein Taxi in einer knappen halben Stunde in die großen Küstenorte; ein Vorbestell-Taxi am Schalter im Ankunftsbereich erspart dir das Verhandeln über den Preis.

Auf der Insel selbst kommst du erstaunlich weit mit dem Bus. Das Netz von Malta Public Transport läuft sternförmig über den zentralen Busbahnhof vor den Toren Vallettas; mit der aufladbaren Tallinja-Karte wird jede Fahrt günstiger als beim Bareinzelticket. Die Busse erreichen fast jeden Ort und Strand, sind im Sommer aber oft voll und nicht immer pünktlich – plane für Umstiege etwas Puffer ein und rechne rund um Valletta mit den meisten Verbindungen. Für längere Aufenthalte lohnt sich eine Mehrtageskarte, die für alle regulären Linien auf Malta und Gozo gilt; einzelne Nachtlinien verbinden die Ausgehviertel bis in die frühen Morgenstunden.

Fähren nehmen dir viele Umwege ab. Kleine Personenfähren verbinden Valletta mit Sliema und mit den Three Cities, eine schnelle Fähre fährt zudem direkt von Valletta nach Gozo. Die klassische Autofähre setzt von Ċirkewwa im Norden regelmäßig in rund 25 Minuten nach Mġarr auf Gozo über; für einen Tagesausflug reichen Bus plus Fähre bequem aus, das Auto musst du dafür nicht mitnehmen.

Ein Mietwagen macht dich unabhängiger, verlangt aber Nerven: Auf Malta herrscht Linksverkehr, die Straßen sind eng, oft schlecht ausgeschildert und in den Ballungsräumen dicht. In Valletta brauchst du ohnehin kein Auto – die Altstadt ist weitgehend autofrei und Parkplätze sind rar. Wer vor allem zwischen Quartier, Strand und ein paar Sehenswürdigkeiten pendelt, ist mit Bus, Fähre und gelegentlichem Taxi oder Ride-App meist entspannter unterwegs; einen Wagen lohnt sich eher für Gozo oder abgelegene Buchten. Als EU-Bürger fährst du mit deinem deutschen Führerschein ohne Zusatzpapiere, und ein Automatikwagen erspart dir im ungewohnten Linksverkehr das Schalten mit der linken Hand.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Reise planen

Malta-Urlaub planen: pauschal oder individuell

Ob organisiert oder individuell – Malta funktioniert für beide Reisetypen, und dank der überschaubaren Größe reicht ein einziges Quartier für die ganze Insel.

Pauschal- und All-inclusive-Reisen sind auf Malta leicht zu finden, vor allem in den Hotelanlagen von St. Julian's, Sliema, Buġibba und an der Mellieħa Bay. Sie lohnen sich, wenn du Flug, Hotel und Verpflegung aus einer Hand willst und einen festen Strandstandort suchst. Weil die Insel klein ist und das Busnetz dicht, brichst du von so einem Standort trotzdem problemlos auf eigene Faust nach Valletta, Mdina oder auf einen Tagesausflug nach Gozo auf.

Individualreisende mischen meist Stadtquartier und Strand: ein paar Nächte zentral in Sliema oder Valletta für die Kultur, danach ein Standortwechsel auf das ruhigere Gozo. Eine klassische Rundreise mit täglichem Kofferpacken braucht Malta wegen der kurzen Wege nicht – du wohnst fest und machst Tagesausflüge. Für einen ersten Überblick reicht eine gute Woche; wer viel baden und zusätzlich Gozo und Comino in Ruhe sehen will, plant lieber zehn Tage ein. Wer nur ein langes Wochenende hat, konzentriert sich am besten auf Valletta, die Three Cities und einen einzigen Ausflug – als kompakte Städtereise funktioniert Malta ebenso gut.

Ein Sonderfall ist die Sprachreise. Weil Englisch neben Maltesisch Amtssprache ist, das Land zur EU gehört und die Sonne fast ganzjährig scheint, ist Malta ein etablierter Ort für Englischkurse. Die Sprachschulen sitzen vor allem in St. Julian's, Sliema und auf Gozo und kombinieren Unterricht am Vormittag mit Strand, Sport und Ausflügen am Nachmittag – ein Modell, das bei Schülern, Studenten und Erwachsenen gleichermaßen ankommt.

Ehrlich eingeordnet passt Malta zu allen, die kurze Flugzeiten, viel Sonne, Kultur und Baden in einem Ziel verbinden wollen – und die mit dichter Besiedlung und wenigen langen Sandstränden leben können. Wer endlose leere Dünen sucht, ist anderswo besser aufgehoben. Buche die Hochsaison im Juli und August früh, denn die guten Hotels sind dann teuer und knapp; im Mai, Juni, September und Oktober findest du bessere Preise und angenehmere Temperaturen.

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Malta: Wetter und Klima

Malta lässt sich das ganze Jahr bereisen – nur wofür, das hängt stark von der Saison ab. Der Sommer ist heiß und trocken, der Winter mild und überraschend grün.

Malta hat ein ausgeprägtes Mittelmeerklima mit langen, heißen und fast regenlosen Sommern und milden, feuchteren Wintern. Das Meer speichert die Sommerwärme bis weit in den Herbst, weshalb das Badewasser im September und Oktober oft angenehmer ist als im Juni. Im Hochsommer klettern die Temperaturen regelmäßig über 30 Grad, und weil die Inseln weitgehend baumlos sind, wird Schatten mittags zur knappen Ressource.

Jan15°10°Mild, gelegentlich Regen
Feb15°9°Kühl, wenig Betrieb
Mär17°10°Mandelblüte, erstes Grün
Apr19°12°Frühling, angenehm mild
Mai23°15°Badesaison beginnt
Jun28°19°Warm und sonnig
Jul31°22°Heiß, Hochsaison
Aug32°23°Heißester Monat, voll
Sep29°21°Warmes Meer, ruhiger
Okt25°18°Mild, noch badetauglich
Nov21°14°Herbstlich, mehr Regen
Dez17°11°Mild, gut für Städte

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die angenehmsten Monate sind Mai, Juni sowie September und Oktober: warm genug zum Baden, aber ohne die Hitze und den Trubel des Hochsommers. Juli und August sind etwas für Sonnenhungrige, die mit über 30 Grad und vollen Stränden zurechtkommen. Der milde Winter von November bis März passt gut zu Städtereisen, Wandern und Kultur, zum Baden ist er aber meist zu kühl.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Malta

Wann ist die beste Reisezeit für Malta?
Am angenehmsten sind Mai, Juni, September und Oktober – warm genug zum Baden, aber ohne die Hitze und den Andrang von Juli und August. Der milde Winter eignet sich gut für Städtereisen und Wandern, zum Baden ist er meist zu kühl.
Wie warm ist es auf Malta?
Im Hochsommer liegen die Tageswerte meist zwischen 30 und 33 Grad, im Winter bei milden 15 bis 17 Grad. Das Meer ist von Juni bis Oktober warm genug zum Baden und erreicht im Spätsommer rund 26 Grad.
Brauche ich als Deutscher ein Visum für Malta?
Nein. Malta gehört zur EU und zum Schengen-Raum. Als deutsche Staatsbürgerin oder deutscher Staatsbürger reist du visumfrei ein und brauchst nur einen gültigen Personalausweis oder Reisepass für die Dauer des Aufenthalts.
Mit welcher Währung zahlt man auf Malta?
Auf Malta gilt der Euro. Kartenzahlung ist fast überall möglich; etwas Bargeld ist praktisch für kleine Cafés, den Fischmarkt in Marsaxlokk und gelegentliche Trinkgelder.
Wie lange dauert der Flug von Deutschland nach Malta?
Direktflüge ab Frankfurt, München, Düsseldorf oder Berlin dauern rund zweieinhalb bis drei Stunden. Ziel ist der Malta International Airport (MLA) bei Luqa, gut acht Kilometer südlich von Valletta.
Welche Sprache spricht man auf Malta?
Amtssprachen sind Maltesisch und Englisch. Weil Englisch überall gesprochen und verstanden wird, ist die Verständigung für Reisende unkompliziert – das macht Malta auch als Ziel für Sprachreisen beliebt.
Braucht man auf Malta einen Mietwagen?
Nicht zwingend. Das Busnetz erreicht fast alle Orte und Strände, dazu kommen Fähren und Taxis. Ein Mietwagen macht flexibler, verlangt aber Nerven für den Linksverkehr und die engen, oft vollen Straßen.
Wie kommt man zur Blauen Lagune auf Comino?
Comino ist autofrei und nur per Boot erreichbar. Im Sommer fahren Ausflugsboote unter anderem von Sliema, Buġibba und Ċirkewwa zur Blauen Lagune; wer den Andrang meiden will, nimmt eines der ersten Boote am Morgen.
Wie kommt man von Malta nach Gozo?
Vom Fährhafen Ċirkewwa im Norden setzt die Autofähre regelmäßig in rund 25 Minuten nach Mġarr über; zusätzlich fährt eine schnelle Personenfähre direkt ab Valletta. Für einen Tagesausflug reichen Bus plus Fähre bequem aus.
Lohnt sich eine Pauschal- oder All-inclusive-Reise nach Malta?
Ja, besonders rund um St. Julian's, Sliema, Buġibba und die Mellieħa Bay gibt es viele solcher Hotels. Da Malta klein ist und ein dichtes Busnetz hat, erkundest du von dort trotzdem problemlos Valletta, Mdina und Gozo auf eigene Faust.
Wie viele Tage sollte man für Malta einplanen?
Für einen ersten Überblick mit Valletta, Mdina und etwas Strand reicht eine gute Woche. Wer zusätzlich Gozo und Comino in Ruhe sehen und viel baden möchte, plant besser zehn Tage ein.
Ist Malta ein sicheres Reiseziel?
Malta gilt als sehr sicher mit niedriger Kriminalität; übliche Vorsicht gegen Taschendiebstahl an belebten Orten genügt. Wichtiger ist der Linksverkehr – als Fußgänger wie am Steuer solltest du zuerst in die ungewohnte Richtung schauen.
Was sollte man auf Malta unbedingt essen?
Probier die Pastizzi (Blätterteig mit Ricotta oder Erbsen), das Nationalgericht Fenek (geschmortes Kaninchen) und frischen Fisch in Marsaxlokk. Dazu passt Kinnie, die bittersüße maltesische Limonade aus Bitterorangen.
MaltaWo barocke Ritterpaläste, honigfarbene Klippen und ein türkis leuchtendes Meer auf drei winzigen Inseln zusammenrücken.
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