Die schönsten Städte Südamerikas
Südamerikas Metropolen liegen weit auseinander, doch jede erzählt eine eigene Geschichte aus Kolonialzeit, Einwanderung und Aufbruch. Zwischen zwei Städten liegt hier selten ein Zug, fast immer ein Inlandsflug – dafür lohnt jede einzelne einen mehrtägigen Aufenthalt.
Am Anfang fast jeder Südamerika-Reise steht Rio de Janeiro. Die Stadt drängt sich zwischen die grünen Felskegel von Zuckerhut und Corcovado und die Strände von Copacabana und Ipanema, oben wacht die Christusstatue über allem, und abends verlagert sich das Leben in die Bars von Lapa und Santa Teresa. Zwei bis drei Tage brauchst du für die Klassiker, mehr, wenn du auch die Strände auskosten willst. Weiter südlich setzt Buenos Aires einen ganz anderen Ton, europäisch geprägt mit breiten Boulevards, dem Grabmäler-Prunk auf dem Friedhof von Recoleta, Steakhäusern und Tangoschuppen in San Telmo. Die argentinische Hauptstadt gilt vielen als kultivierteste Metropole des Kontinents und füllt bei Museen, Cafés und Nachtleben locker drei bis vier Tage.
Auf der Pazifikseite ist Lima das Tor zu Peru und längst mehr als nur der Ort, an dem der Flieger landet. Die peruanische Küche zählt zu den besten des Kontinents, und in den Vierteln Miraflores und Barranco isst du Ceviche über den Klippen mit Blick auf den Pazifik. An der Karibik wiederum verdichtet Cartagena die Kolonialgeschichte auf wenige Gassen, bunte Fassaden hinter dicken Stadtmauern, Bougainvillea über schmiedeeisernen Balkonen, abends Salsa und warme Nachtluft. Die kolonial geprägte Altstadt lässt sich zu Fuß in zwei Tagen erkunden und verbindet sich gut mit ein paar Tagen an der übrigen Karibikküste.
Dazwischen lohnen viele Zweitstädte, die selten die Schlagzeilen machen. Die chilenische Hauptstadt Santiago liegt mit den schneebedeckten Anden als Kulisse am Fuß der Berge, das benachbarte Hafenstädtchen Valparaíso stapelt bunte Häuser und klappernde Standseilbahnen über dem Pazifik. Kolumbiens Hauptstadt Bogotá und das frühlingsmilde Medellín zeigen ein Land im Aufbruch, während Quito in Ecuador und das peruanische Cusco ihre kolonialen Altstädte auf über 2.800 Metern Höhe bewahren. Als Faustregel gilt: plane zwei bis drei Nächte pro Stadt, nimm für die großen Distanzen den Inlandsflug statt der langen Nachtbusfahrt, und such dir ein zentrales Quartier, damit du die Stadt zu Fuß und nicht aus dem Taxifenster erlebst.



















