Land · Südamerika

Argentinien

Vom subtropischen Norden bis ans Ende der Welt — Argentinien ist ein Kontinent für sich.

Über Argentinien

Urlaub in Argentinien

Argentinien spannt sich über mehr als 3.500 Kilometer von den dampfenden Wasserfällen Iguazús bis zu den windgepeitschten Fjorden Feuerlands. Kaum ein Land vereint so gegensätzliche Landschaften: schroffe Andengipfel, endlose Pampa, leuchtende Salzwüsten im Nordwesten und die türkisblauen Gletscherseen Patagoniens. Wer einen argentinien urlaub plant, reist zwischen Klimazonen und Kulturen, zwischen Großstadtleidenschaft und einsamer Weite. Im Zentrum schlägt das Herz in Buenos Aires — der eleganten Tango-Metropole am Río de la Plata, in der europäisches Flair auf südamerikanisches Temperament trifft. Drumherum öffnet sich ein Land der Genießer: Asado über offenem Feuer, kräftige Malbec-Weine aus Mendoza und die ausgedehnte Estancia-Kultur der Gauchos. Argentinien ist ein Land, das man sich nimmt, nicht nebenbei sieht. Eine argentinien rundreise verbindet diese Welten zu einem großen Bogen: ein paar Tage Stadt, dann die Weinberge am Fuß der Anden, das Naturschauspiel am Perito Moreno und schließlich die raue Schönheit Ushuaias. Egal ob Selbstfahrer, Aktivurlauber oder Genussreisende — Argentinien belohnt jeden, der sich Zeit für seine Distanzen nimmt.

Argentinien – Karte
Reiseführer

Argentinien von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Argentinien ist weniger ein Reiseziel als ein halber Kontinent, und genau das macht die Planung zur eigentlichen Kunst. Zwischen den subtropischen Wasserfällen im Norden und dem eisigen Feuerland im Süden liegen mehrere Flugstunden und fast jede Klimazone der Erde. Dieser Reiseführer sortiert das Land nach Regionen, Reisezeiten und Routen, damit aus der Weite eine Reise wird, die zu deiner Zeit und deinem Tempo passt.

Regionen von Nord bis Süd

Wohin in Argentinien reisen

So groß wie Argentinien ist, so sehr entscheidet die Region über deine Reise. Der Norden, die Anden, die Pampa und der patagonische Süden sind eigene Welten, und kaum jemand schafft sie in einer einzigen Reise.

Fast jede Reise beginnt in Buenos Aires, der Hauptstadt am Río de la Plata, in der sich europäische Architektur und südamerikanisches Tempo mischen. Rundherum liegt die flache Pampa mit ihren Estancias, auf denen die Gaucho-Kultur bis heute lebendig ist – ein Tagesausflug in das Gauchostädtchen San Antonio de Areco führt mitten hinein. Weiter im Landesinneren sind Córdoba mit seinem kolonialen Kern und dem lebhaften Studentenleben sowie Rosario am Paraná die großen Städte der Mitte, gute Zwischenstopps, wenn du das Land jenseits der reinen Touristenrouten sehen willst.

Der Nordwesten um Salta und Jujuy ist landschaftlich das andere Extrem. Hohe, trockene Andentäler, die rot-bunt gestreiften Berge der Quebrada de Humahuaca und die weite Salzfläche der Salinas Grandes auf über 3.000 Metern prägen die Region, und rund um Cafayate reifen einige der höchstgelegenen Weinberge des Landes. Ganz im Nordosten, an der Grenze zu Brasilien und Paraguay, liegen die subtropischen Provinzen Misiones und Corrientes mit den Iguazú-Wasserfällen und den tierreichen Feuchtgebieten der Esteros del Iberá.

Am Fuß der Anden reiht sich die Weinregion Cuyo auf, deren Zentrum Mendoza ist. Von hier starten Bodega-Besuche und der Blick auf den Aconcagua, mit fast 7.000 Metern der höchste Berg außerhalb Asiens. Weiter südlich beginnt die Seenregion rund um Bariloche und Villa La Angostura, wo tiefblaue Gletscherseen, Araukarienwälder und die berühmte Sieben-Seen-Route an die Alpen erinnern. Diese Ecke Patagoniens ist im argentinischen Sommer ein Wandergebiet und im Winter ein Skirevier.

Das eigentliche Patagonien liegt noch weiter im Süden. Von El Calafate erreichst du den Perito-Moreno-Gletscher, das Bergsteigerdorf El Chaltén gilt als Trekking-Hauptstadt am Fitz Roy, und die windige Halbinsel Valdés an der Atlantikküste ist eines der großen Tierbeobachtungsgebiete des Kontinents. Am südlichen Ende, jenseits der Magellanstraße, liegt Feuerland mit Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt und dem Sprungbrett zum Beagle-Kanal und in die Antarktis.

Die großen Höhepunkte

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Argentiniens

Die berühmtesten Ziele Argentiniens liegen oft mehrere Flugstunden auseinander, und fast jedes trägt eine ganze Reise für sich. Diese Höhepunkte helfen dir, aus der Fülle die Richtung deiner Route zu bestimmen.

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Argentiniens
Die großen Höhepunkte

Zwei Naturwunder führen fast jede Liste an. Der Perito-Moreno-Gletscher bei El Calafate ist eine kilometerbreite, bis zu 60 Meter hohe Eisfront, von der immer wieder Türme ins Wasser krachen – und einer der wenigen Gletscher, die nicht schrumpfen. Ganz im Nordosten stürzen die Iguazú-Wasserfälle über eine fast drei Kilometer breite Kante in den subtropischen Dschungel; auf einem Stegsystem läufst du bis dicht an die tosende Teufelsschlucht heran.

Wer wandert, kommt für die Berge Patagoniens. Rund um El Chaltén ragt die Granitnadel des Fitz Roy auf, und Tagestouren wie die zur Laguna de los Tres gehören zu den lohnendsten Wanderungen Südamerikas. Weiter nördlich zieht sich die legendäre Ruta 40 am Ostrand der Anden entlang, vorbei an der Seenregion um Bariloche, deren Wälder und Aussichten die Sieben-Seen-Route zu einer der eindrucksvollsten Strecken des Landes machen.

Der Nordwesten überrascht mit Farben statt Eis. In der Quebrada de Humahuaca, einem von der UNESCO geschützten Andental, leuchtet der Cerro de los Siete Colores über dem Dorf Purmamarca in sieben Erdtönen, und auf der Hochebene blendet die Salzwüste der Salinas Grandes. Rund um die Kolonialstadt Salta und das Weindorf Cafayate führen Panoramastraßen durch rote Felsschluchten, und der Zug zu den Wolken, der Tren a las Nubes, klettert über ein Viadukt auf mehr als 4.000 Meter.

Zwischen den Landschaften lohnen sich die kulturellen und die tierischen Höhepunkte. Auf der Halbinsel Valdés ziehen je nach Saison Wale, Pinguine und Seelöwen vorbei, in Buenos Aires gehören eine Tangoschau in San Telmo und ein Rundgang über den Prunkfriedhof von Recoleta dazu, und in Mendoza steht mit dem Aconcagua das Dach der Amerikas vor der Tür. So unterschiedlich diese Ziele sind, so klar zeigen sie die Spannweite des Landes.

Sommer an der Atlantikküste

Strände und Küste in Argentinien

Argentinien ist kein Tropenziel, und trotzdem hat der Sommer seine Küste. Südlich von Buenos Aires reihen sich die Badeorte der Atlantikküste aneinander, in denen zwischen Dezember und Februar das halbe Land Urlaub macht.

Das Herz des argentinischen Badeurlaubs ist die Küste der Provinz Buenos Aires. Mar del Plata ist die große, lebhafte Strandstadt mit kilometerlangen Promenaden, Casino und Fischereihafen, während sich in Pinamar und dem eleganten Cariló Ferienhäuser in Kiefernwälder und Dünen ducken. Villa Gesell, Miramar und Necochea füllen die Reihe nach Süden, und Monte Hermoso gilt wegen seiner ungewöhnlichen Ausrichtung als einer der wenigen Orte des Landes, an denen die Sonne über dem Meer auf- und wieder untergeht.

Weiter südlich, schon in Patagonien, ändert sich der Charakter der Küste. Las Grutas in der Provinz Río Negro ist für sein vergleichsweise warmes Wasser und den enormen Tidenhub bekannt, bei dem sich das Meer weit zurückzieht. Rund um Puerto Madryn und die Halbinsel Valdés geht es dann weniger ums Baden als um Tiere. Von den Stränden aus beobachtest du Wale, Seelöwen und Pinguine, das Wasser ist hier kühl und der Wind ein ständiger Begleiter.

Bei den Erwartungen hilft Ehrlichkeit. Der Atlantik ist selbst im Hochsommer eher frisch, richtig warm wird das Wasser nirgends, und außerhalb der Monate Dezember bis Februar sind die Orte ruhig bis geschlossen. Im Januar füllt sich die Küste dafür mit argentinischen Familien, und Unterkünfte sind dann knapp. Wer im Sommer lieber am Süßwasser liegt, findet an den Seen um Bariloche ruhige Strände mit Bergkulisse als entspannte Alternative zum vollen Atlantik.

Routen und Reisedauer

Argentinien Rundreise planen

Argentinien belohnt Zeit mehr als Tempo. Weil zwischen den Höhepunkten oft ganze Flugstunden liegen, entscheidet die Länge deiner Reise darüber, wie viele dieser Welten du sinnvoll verbinden kannst.

Argentinien Rundreise planen
Routen und Reisedauer

Zwei Wochen sind die realistische Untergrenze für eine echte Rundreise. Eine bewährte Kombination sind ein paar Tage Buenos Aires, ein Block in Patagonien mit El Calafate und dem Perito-Moreno-Gletscher sowie ein Abstecher nach El Chaltén zum Wandern. Wer statt der Berge lieber Kontraste mag, tauscht Patagonien gegen die Wasserfälle von Iguazú und die Weinregion Mendoza. Mehr als zwei bis drei Basisorte solltest du in dieser Zeit nicht anpeilen.

Mit drei Wochen öffnet sich die große Runde. Der Klassiker verbindet Buenos Aires, Iguazú, den Nordwesten um Salta, die Weinberge von Mendoza und den patagonischen Süden mit El Calafate, El Chaltén und Ushuaia. Weil das Land so lang ist, hängen diese Etappen an Inlandsflügen, die fast alle über den Stadtflughafen Aeroparque in Buenos Aires laufen. Ein bewusst geplantes Netz aus Hin- und Weiterflügen spart hier viele Tage.

Wie du dich bewegst, hängt von der Etappe ab. Für die großen Sprünge – von Buenos Aires nach Ushuaia sind es rund 3.000 Kilometer – führt praktisch kein Weg am Flugzeug vorbei. Für Genuss-Etappen wie die Weinstraßen um Mendoza oder die Sieben-Seen-Route bei Bariloche lohnt sich ein Mietwagen, und die legendäre Ruta 40 entlang der Anden ist eine Reise für sich. Zwischen den Städten sind die komfortablen Fernbusse mit ihren flach stellbaren Sitzen, die coches cama, eine günstige und beliebte Alternative.

Viele hängen an die argentinische Runde noch ein Nachbarland. Von Iguazú ist die brasilianische Seite der Wasserfälle nur einen Grenzübertritt entfernt, von Buenos Aires bringt dich die Fähre in gut einer Stunde ins beschauliche Colonia in Uruguay, und im Süden lässt sich Patagonien gut mit dem chilenischen Torres del Paine zu einer gemeinsamen Route verbinden. Den letzten Puffertag planst du aber immer vor dem Interkontinentalflug ein, nicht auf einer entlegenen Etappe.

Asado, Wein und Süßes

Essen und Trinken in Argentinien

Argentiniens Küche dreht sich um Fleisch, Feuer und Geduld. Rund um das Asado, das langsame Grillen über der Glut, ist eine Esskultur gewachsen, die genauso zum Land gehört wie Tango und die Anden.

Essen und Trinken in Argentinien
Asado, Wein und Süßes

Im Mittelpunkt steht das Asado, das argentinische Grillen. In der Parrilla, dem Grill-Restaurant, kommen Rindfleischstücke wie das saftige Bife de Chorizo oder die Rippen vom Asado de Tira langsam über die Glut, dazu die Kräutersauce Chimichurri. Der Klassiker für zwischendurch ist der Choripán, ein Wurstbrot vom Rost, und als Vorspeise schmilzt gegrillter Provolone-Käse zur Provoleta. Ein echtes Asado ist weniger Mahlzeit als geselliger Nachmittag im Kreis von Familie und Freunden.

Neben dem Fleisch hat das Land eine reiche Alltagsküche. Empanadas, gefüllte Teigtaschen, schmecken in jeder Provinz anders, im Norden herzhafter und in Salta besonders bekannt. Die Milanesa, ein paniertes Schnitzel, ist das liebste Wohlfühlessen, und im Nordwesten wärmen der Maiseintopf Locro und die Humita aus zartem Mais. Süß wird es mit Dulce de Leche, der Karamellcreme, die in den Alfajores steckt, und mit einem Eis, das der italienischen Einwanderung viel zu verdanken hat.

Getrunken wird zum Essen vor allem Wein. Der kräftige Malbec aus Mendoza ist das Aushängeschild, der blumige Torrontés stammt aus den Höhenlagen um Cafayate, und ein Besuch in einer Bodega gehört für viele fest zur Reise. Zwischendurch kreist der Mate, der bittere Aufguss, den Freunde aus einer geteilten Kalebasse trinken, und in den alten Kaffeehäusern von Buenos Aires vergeht der Nachmittag bei einem Cortado. Eines noch zum Rhythmus: Zu Abend isst man spät, oft erst ab neun.

Argentinien mit Kindern

Argentinien mit Kindern erleben

Weite Strecken und lange Flüge klingen zunächst nicht nach einem Familienurlaub. Mit der richtigen Auswahl wird Argentinien aber zu einer Reise, an die sich auch Kinder noch lange erinnern.

Einige Ziele sind wie gemacht für Kinder. An den Iguazú-Wasserfällen führen breite Stege bis dicht an das Wasser, und Boote fahren mitten unter die Gischt. Auf der Halbinsel Valdés lassen sich je nach Jahreszeit Wale, Pinguine und Seelöwen aus nächster Nähe beobachten, und am Perito-Moreno-Gletscher reichen schon leichte Laufstege, um die Eisfront krachen zu hören. Rund um Bariloche locken im Sommer die Seen, Sessellifte auf die Aussichtsberge und die berühmte Schokolade der Stadt.

Auch Buenos Aires bietet Kindern mehr als einen Stadtbummel. In den weitläufigen Parks von Palermo geht es mit dem Tretboot über die Seen, der Ökopark und das Planetarium füllen einen Regentag, und die Fähre nach Colonia macht einen leichten Ausflug ins Nachbarland. Ein Tag auf einer Estancia im Umland verbindet Reiten, Gauchos und ein großes Asado und ist für viele Familien der Höhepunkt abseits der Städte.

Bei der Planung zählt das richtige Maß. Statt ständig weiterzuziehen, wählst du mit Kindern besser zwei oder drei feste Standorte und überbrückst die großen Distanzen mit Inlandsflügen statt mit langen Fahrten. Für Patagonien ist der Sommer die einzige sinnvolle Reisezeit, dann ist es allerdings voll und die Preise steigen. Dass in Argentinien spät zu Abend gegessen wird, gewöhnen sich die meisten Kinder schnell an, und willkommen sind sie im ganzen Land.

Anreise und Fortbewegung

Argentinien Reise vorbereiten

Bei einem so langen Land beginnt der Urlaub schon bei der Logistik. Ob du fliegst, fährst oder den Bus nimmst, entscheidest du früh – und fast alles läuft über das Drehkreuz Buenos Aires.

Von Deutschland aus erreichst du Argentinien in rund vierzehn Stunden nonstop, etwa ab Frankfurt nach Buenos Aires. Internationale Flüge landen auf dem Flughafen Ezeiza südlich der Stadt, während die Inlandsflüge meist vom Stadtflughafen Aeroparque direkt am Fluss starten. Zwischen beiden liegt gut eine Stunde Fahrt quer durch die Stadt, und wer am Ankunftstag gleich weiterfliegen will, sollte diesen Wechsel großzügig einplanen.

Innerhalb des Landes bestimmt die Entfernung das Verkehrsmittel. Für die großen Sprünge zwischen Norden und Süden nimmst du Inlandsflüge, für die Strecken zwischen den Städten die komfortablen Fernbusse mit ihren flach stellbaren Sitzen. Ein Mietwagen lohnt sich vor allem dort, wo die Landschaft die eigentliche Strecke ist, etwa auf den Weinrouten um Mendoza, in der Seenregion um Bariloche oder auf der Ruta 40. In Patagonien liegen die Tankstellen allerdings weit auseinander, volltanken ist dort Pflicht.

Ein paar Dinge klärst du am besten vorab. Für touristische Aufenthalte bis 90 Tage brauchen Deutsche kein Visum, sondern nur einen ausreichend lange gültigen Reisepass; die genauen Regeln stehen aktuell beim Auswärtigen Amt. Bezahlt wird im wandelbaren argentinischen Peso, Bargeld ist wichtig, und Kreditkarten werden in den Städten zunehmend akzeptiert. Für die subtropischen Grenzregionen im Norden werden je nach aktueller Lage bestimmte Impfungen empfohlen, was du rechtzeitig mit einer reisemedizinischen Beratung besprichst.

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Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Argentinien

Bei der enormen Nord-Süd-Ausdehnung Argentiniens gibt es keine einzelne beste Reisezeit, sondern eine je Region. Die Tabelle unten zeigt Buenos Aires, das die meisten Reisen als Erstes ansteuern.

Argentiniens Jahreszeiten sind gegenüber Europa umgekehrt: Der Sommer dauert von Dezember bis Februar, der Winter von Juni bis August. Weil das Land aber von den Subtropen bis fast an die Antarktis reicht, gilt keine Reisezeit für alle Regionen zugleich. Patagonien und Feuerland im Süden zeigen sich nur im Sommer von ihrer besten Seite, wenn die Tage lang und die Wanderwege offen sind, während im Winter dort vieles geschlossen ist. Der subtropische Norden um Iguazú und Salta ist dagegen im kühleren, trockeneren Winterhalbjahr angenehmer, und in den Höhen des Nordwestens bringt der Sommer heftige Regengüsse. Die Werte in der Tabelle gelten für Buenos Aires auf Meereshöhe, den Ausgangspunkt der meisten Reisen, mit feuchtwarmen Sommern und milden Wintern ohne echten Frost.

Jan30°20°Hochsommer, heiß und schwül
Feb29°19°schwül, oft Gewitter
Mär26°17°warmer Frühherbst, angenehm
Apr23°14°milder Herbst, ideal für die Stadt
Mai19°11°kühler und klar
Jun16°8°milder Winter, oft grau
Jul15°8°kältester Monat, selten Frost
Aug17°8°kühl, langsam aufklarend
Sep19°10°der Frühling beginnt
Okt23°13°mild und blühend
Nov26°16°warmer Spätfrühling
Dez28°18°Sommerbeginn, wieder schwül

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Für Buenos Aires und die zentralen Landesteile sind die Übergangsmonate am angenehmsten, also der Frühling im Oktober und November sowie der Herbst im März und April, wenn es warm, aber nicht drückend ist. Diese Monate lassen sich gut mit dem Norden verbinden, der dann ebenfalls mild ausfällt. Für Patagonien und Feuerland musst du dagegen in den Sommer zwischen Dezember und Februar ausweichen, auch wenn Buenos Aires dann heiß und schwül wird.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Argentinien

Wann ist die beste Reisezeit für Argentinien?
Eine einzige gibt es nicht, weil das Land so lang ist. Patagonien und Feuerland besuchst du am besten im Sommer von Dezember bis Februar, Buenos Aires und den Norden eher im Frühling und Herbst. Die Jahreszeiten sind gegenüber Europa umgekehrt.
Wie viele Tage sollte man für Argentinien einplanen?
Für eine echte Rundreise solltest du mindestens zwei Wochen einplanen, etwa für Buenos Aires und einen Block in Patagonien. Wer zusätzlich Iguazú, den Nordwesten und Mendoza sehen will, plant besser drei Wochen ein.
Wie teuer ist ein Urlaub in Argentinien?
Vor Ort gelten Essen, Wein und Inlandsreisen oft als erschwinglich, die größten Posten sind der Interkontinentalflug und die weiten Distanzen im Land. Weil Preise und Wechselkurs stark schwanken, lohnt sich ein aktueller Vergleich kurz vor der Reise.
Wie lange dauert der Flug nach Argentinien?
Nonstop von Frankfurt nach Buenos Aires bist du rund vierzehn Stunden unterwegs. Mit Umsteigeverbindungen über Europa oder Südamerika dauert es entsprechend länger. Buenos Aires ist für die allermeisten Reisen der Einstiegspunkt.
Braucht man in Argentinien einen Mietwagen?
Für die großen Distanzen zwischen Norden und Süden nimmst du besser Inlandsflüge oder Fernbusse. Ein Mietwagen lohnt sich vor allem regional, etwa für die Weinrouten um Mendoza, die Seenregion um Bariloche oder die Ruta 40 in Patagonien.
Was sind die wichtigsten Highlights Argentiniens?
Zu den Höhepunkten zählen der Perito-Moreno-Gletscher, die Iguazú-Wasserfälle, die Weinregion Mendoza und Ushuaia am Ende der Welt. Dazu kommen die Metropole Buenos Aires und die Wanderberge Patagoniens rund um El Chaltén.
Ist Argentinien sicher für Reisende?
Argentinien zählt zu den gut bereisbaren Ländern Südamerikas. In Großstädten wie Buenos Aires solltest du wie überall auf Taschendiebstahl achten und Wertsachen nicht offen zeigen. In den ländlichen und touristischen Regionen reist es sich meist entspannt.
Brauchen Deutsche ein Visum für Argentinien?
Für touristische Aufenthalte bis 90 Tage brauchst du kein Visum, sondern nur einen gültigen Reisepass. Da sich die Bestimmungen ändern können, lohnt vor der Reise ein Blick auf die offiziellen Hinweise des Auswärtigen Amts.
Kann man in Argentinien Strandurlaub machen?
Ja, vor allem an der Atlantikküste südlich von Buenos Aires rund um Mar del Plata und Pinamar. Die Saison ist aber kurz und auf den Sommer von Dezember bis Februar beschränkt, und das Wasser bleibt selbst dann eher frisch.
Eignet sich Argentinien für eine Reise mit Kindern?
Ja, wenn du die großen Distanzen mit Inlandsflügen abkürzt und nur wenige feste Standorte wählst. Ziele wie Iguazú, die Tierwelt der Halbinsel Valdés und die Seen um Bariloche kommen bei Kindern besonders gut an.
Womit bezahlt man in Argentinien?
Landeswährung ist der argentinische Peso, dessen Kurs stark schwankt. Bargeld ist wichtig, in den Städten werden Kreditkarten aber zunehmend akzeptiert. Halte für kleinere Orte und Trinkgelder immer etwas Bargeld bereit.
Welche Sprache spricht man in Argentinien?
Amtssprache ist Spanisch, das hier eine eigene Färbung mit weichem Klang hat. Englisch wird vor allem in Hotels und im Tourismus verstanden, ein paar Brocken Spanisch öffnen abseits der großen Orte aber viele Türen.
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