Die schönsten Städte und Regionen der Türkei
Zwischen der Poolbar in Side und dem Fischmarkt von Izmir liegen keine 400 Kilometer, aber zwei völlig verschiedene Türkei-Urlaube.

Die meisten Türkei-Reisen beginnen an der Türkischen Riviera, und dort sortierst du dich am besten nach Ort statt nach Hotel. Antalya ist die Hauptstadt der Küste, mit der Altstadt Kaleiçi über dem alten Römerhafen und dem Antalya-Museum, das die Fundstücke aus der ganzen Region bündelt. Side, rund 60 Kilometer östlich, baut sein Dorf mitten in eine antike Stadt – der Apollon-Tempel steht direkt am Wasser, und abends drängen sich die Restaurants zwischen den Säulen. Belek dazwischen ist die Golf- und Luxusadresse mit den großen Resorts, Alanya im Osten der lebhafteste und günstigste Badeort, überragt von einer Burg auf dem Fels.
Wer es eine Spur ruhiger und weniger pauschal mag, fährt an die Ägäis. Bodrum, die weiße Stadt mit der Kreuzritterburg über dem Hafen, teilt sich in einen lauten Partyteil und stille Halbinsel-Dörfer wie Gümüşlük, wo du mit den Füßen im Wasser Fisch isst. Izmir, die drittgrößte Stadt des Landes, ist selten selbst das Urlaubsziel, aber ein guter Standort: Von hier erreichst du Ephesus in einer Stunde, dazu den langen Uferboulevard Kordon und den verwinkelten Basar Kemeraltı. Die Ägäisküste ist grüner, hügeliger und eine Idee teurer als die Riviera – dafür fühlt sie sich weniger nach Ferienfabrik an.
Zwei Ziele stehen für sich und gehören auf fast jede erste Türkei-Reise. Istanbul auf zwei Kontinenten ist keine Badestadt, sondern eine Metropole für drei, vier volle Tage zwischen Hagia Sophia, Großem Basar und den Fährfahrten über den Bosporus. Kappadokien im anatolischen Hochland liegt eine gute Flugstunde von der Küste entfernt und wirkt wie ein anderer Planet: Tuffkegel, in den Fels gehauene Kirchen und die Heißluftballons, die bei Sonnenaufgang zu Hunderten über den Tälern von Göreme stehen. Beide lassen sich als eigener Städtetrip machen oder als Kontrastprogramm an den Strandurlaub hängen.
Der Rest des riesigen Landes bleibt bei einer ersten Reise meist außen vor, lohnt aber beim zweiten Mal: Die grüne Schwarzmeerküste um Trabzon mit dem an eine Felswand geklebten Kloster Sümela ist ein anderes, kühleres, teereiches Land, und der Osten um den Berg Nemrut mit seinen kolossalen Steinköpfen liegt touristisch fast brach. Für den ersten Türkei-Urlaub reicht die Faustregel: eine Küstenregion als Basis, dazu höchstens ein oder zwei kulturelle Ziele, damit die Fahrten nicht den halben Urlaub auffressen.
















