Region · Türkei

Alanya

Zwischen Taurusgebirge und Mittelmeer schiebt sich ein Burgfelsen ins Wasser und teilt Alanyas Küste in zwei Hälften – hellen Sand im Westen, Hafen und Roten Turm im Osten.

Die Region

Was Alanya ausmacht

Alanya liegt am östlichen Ende der türkischen Riviera, dort wo die Berge des Taurus fast bis ans Mittelmeer reichen. Über der Stadt thront ein Burgfelsen mit einer sechseinhalb Kilometer langen Seldschukenmauer, an seinem Fuß bewacht der achteckige Kızıl Kule seit 1226 den alten Hafen und die einzige erhaltene Seldschuken-Werft der Türkei. Westlich des Felsens zieht sich der feine Kleopatra-Strand mit der Damlataş-Höhle entlang, östlich – jenseits des Hafens – reiht sich der lange Keykubat-Strand. Ins Hinterland führen Ausflüge zum kühlen Dim Çayı mit seinen Flussrestaurants, zur Sapadere-Schlucht und in die Tropfsteinhöhlen. Dazu ein langer Sommer mit über 300 Sonnentagen, Bananenplantagen am Ortsrand und eine dichte Reihe von All-inclusive-Anlagen – Alanya ist der Klassiker für den türkischen Badeurlaub, hat aber mehr Geschichte, als die Hotelfronten vermuten lassen.

Reiseführer

Alanya von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Kurz vor Alanya schiebt der Taurus die Küstenstraße ans Meer, und dann steht er da – der Burgfelsen, 250 Meter hoch, mit einer Mauer, die sich wie ein Kamm über den Grat zieht. Links davon blitzt der helle Kleopatra-Strand auf, rechts drängen sich die Boote im alten Hafen um den roten Backsteinturm. Zwischen beidem klemmt eine Stadt, die im Sommer nach Sonnencreme und gegrilltem Fisch riecht und im Rücken Berge hat, in denen das Flusswasser eiskalt bleibt.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Alanya

Fast alles, was Alanya an Geschichte zu bieten hat, drängt sich auf den Burgfelsen und an seinen Fuß – du kannst es an einem Tag ablaufen, solltest die Hitze aber einplanen.

Die Burg von Alanya steht am Anfang jeder Besichtigung. Sultan Alaeddin Keykubad I. baute die Stadt ab 1221 zu seiner Winterresidenz aus und ließ eine über sechs Kilometer lange Mauer mit rund 140 Türmen um den Felsen ziehen. Oben, im Ehmedek-Viertel und am İç Kale, dem inneren Kastell, stehen eine byzantinische Kirche, alte Zisternen und die Süleymaniye-Moschee zwischen kleinen Gassen und Granatapfelbäumen. Von der Aussichtskanzel an der Felsspitze blickst du senkrecht aufs Meer – hier sollen früher zum Tode Verurteilte hinabgestürzt worden sein. Nimm früh am Morgen die Seilbahn oder den Bus hinauf, mittags brennt oben kaum Schatten.

Am Fuß des Felsens bewacht der Kızıl Kule, der Rote Turm, seit 1226 den Hafen. Der achteckige Backsteinbau ist rund 33 Meter hoch, wurde unter Keykubad von einem Baumeister aus Aleppo errichtet und gilt als Wahrzeichen der Stadt – er ziert sogar das Wappen von Alanya. Innen führt eine Treppe an einer offenen Zisterne vorbei nach oben, von der Plattform überblickst du den ganzen Hafen. Gleich daneben schließt die Tersane an, die einzige erhaltene Seldschuken-Werft der Türkei: fünf tonnengewölbte Bootshallen, die sich zum Wasser öffnen und von denen aus die Flotte des Sultans einst ins Mittelmeer stach.

Für einen Nachmittag ohne Steigung bleibt das Stadtmuseum und die Tropfsteinhöhle Damlataş direkt neben dem Kleopatra-Strand. Die Höhle wurde 1948 beim Bau des Hafens entdeckt; ihre warme, sehr feuchte Luft mit konstant hoher Luftfeuchtigkeit gilt seither als lindernd bei Atemwegsbeschwerden, weshalb morgens Kurgäste vor Touristen hineindürfen. Das Alanya Museum ein paar Schritte weiter zeigt Funde aus der Antike und der Seldschukenzeit, dazu einen ruhigen Garten mit Sarkophagen und Mosaiken – eine kühle, schattige Pause, wenn der Strand zu voll wird.

Wer noch Zeit hat, sucht das Atatürk-Haus-Museum in einem osmanischen Stadthaus auf, in dem der Staatsgründer 1935 übernachtete, und wirft einen Blick auf die kleine Schiffbauhalle. Für den Überblick über Stadt, Burg und beide Buchten lohnt sich der Aussichtspunkt am oberen Ende der Seilbahn zur blauen Stunde: Dann leuchtet die Mauer im letzten Licht, unten gehen die Hafenlichter an, und die Hitze des Tages weicht endlich einer Brise vom Meer.

Strände

Kleopatra-Strand und die besten Badebuchten von Alanya

Der Burgfelsen teilt die Küste sauber in zwei Hälften – und mit ihr die Frage, wo du deine Liege aufschlägst.

Kleopatra-Strand und die besten Badebuchten von Alanya
Strände

Der Kleopatra-Strand westlich des Felsens ist Alanyas bekanntester und schönster Stadtstrand. Sein Sand ist ungewöhnlich fein und hell, das Wasser fällt lange flach ab und schimmert türkis; die Blaue Flagge weht hier seit Jahren. Der Name geht auf die Legende zurück, Marcus Antonius habe die Küste einst Kleopatra geschenkt und die ägyptische Königin sei an genau diesem Strand geschwommen – belegt ist das nicht, hält sich aber hartnäckig. Am Nordende liegen Sonnenschirme in dichten Reihen, weiter westlich wird es ruhiger. Liegen und Schirm mietest du für ein paar Euro, dahinter reihen sich Cafés und die Promenade.

Direkt am nördlichen Ende des Kleopatra-Strands, unter dem Burgfelsen, liegt der kleine Damlataş-Strand mit der gleichnamigen Höhle im Rücken – praktisch, wenn du Baden und Sehenswürdigkeit verbinden willst. Östlich des Felsens, jenseits des Hafens, zieht sich dagegen der lange Keykubat-Strand hin, an dem die meisten größeren Hotels liegen. Er ist breiter und weniger von Tagesgästen belegt, der Sand etwas gröber. Wer im All-inclusive-Hotel wohnt, hat seinen Strandabschnitt meist direkt vor der Tür – der Kleopatra-Strand ist dann eher ein Ausflug in die Stadt.

Außerhalb der Stadt lohnt sich der Blick auf die Buchten Richtung Osten und Westen. Bei Incekum, rund 25 Kilometer westlich Richtung Side, fällt das Wasser besonders flach ab, was den Ort bei Familien mit kleinen Kindern beliebt macht. Wer statt Sand lieber ins klare Wasser vom Boot springt, fährt zu den Grotten am Fuß des Felsens – die Phosphor-Höhle, die Piratenhöhle und die Liebeshöhle erreichst du nur per Ausflugsboot vom Hafen. Für einen ruhigen Tag ohne Animation ist der frühe Vormittag am besten, bevor die Bootstouren die Buchten anlaufen.

Ein praktischer Hinweis zur Wassertemperatur: Von Juni bis in den Oktober ist das Mittelmeer hier durchgehend badewarm, im Hochsommer klettert es auf etwa 27 bis 28 Grad. Im Mai ist es mit rund 20 Grad noch frisch, im November mit gut 22 Grad überraschend mild – deshalb baden viele bis weit in den Herbst. An windigen Tagen kann am offenen Keykubat-Strand Welle aufkommen, während der Kleopatra-Strand im Windschatten des Felsens meist ruhiger bleibt; wer empfindlich ist, richtet die Strandwahl nach der Windrichtung des Tages.

Burg & Hafen

Alanya Burg und der Rote Turm über dem alten Hafen

Zwischen Felsspitze und Hafenkante liegen 250 Höhenmeter Seldschukengeschichte – und die Frage, ob du sie zu Fuß, per Bus oder mit der Seilbahn nimmst.

Alanya Burg und der Rote Turm über dem alten Hafen
Burg & Hafen

Der Weg hinauf zur Burg ist selbst schon Teil des Erlebnisses. Zu Fuß führt eine gewundene Straße durch das alte Wohnviertel Tophane und am Kızıl Kule vorbei den Hang hinauf – schattig ist das kaum, rechne bei Hitze mit gut einer Stunde. Bequemer ist der öffentliche Bus, der vom Zentrum bis zum Burgtor fährt, oder seit 2017 die Seilbahn, die von der Talstation nahe dem Damlataş-Strand in wenigen Minuten auf das Burgplateau schwebt. Von oben lässt sich der Rückweg dann gut zu Fuß bergab gehen, vorbei an den Zisternen und der byzantinischen Kirche des Ehmedek.

Oben auf dem Felsen erwartet dich keine geschlossene Ruine, sondern ein bewohntes Viertel innerhalb der Mauern: kleine Häuser mit Gärten, Granatapfel- und Feigenbäume, Frauen, die selbstgewebte Tücher und frisch gepressten Granatapfelsaft verkaufen. Das innere Kastell İç Kale aus dem 13. Jahrhundert bildet den historischen Kern, dazu kommen die Süleymaniye-Moschee, eine osmanische Karawanserei und die Reste einer Kirche. An der äußersten Felskante steht die Aussichtsplattform Seyir Terası, von der du senkrecht auf das Meer und beide Buchten blickst – der beste Punkt für Fotos der ganzen Halbinsel.

Der Rote Turm unten am Hafen verdient einen eigenen Stopp. Der Kızıl Kule von 1226 ist mit rund 33 Metern Höhe und fünf Stockwerken der größte seldschukische Wehrturm der Küste und wurde ganz auf die Verteidigung der Werft ausgelegt. Im Erdgeschoss liegt eine offene Zisterne, über die schmale Innentreppe steigst du zur Dachplattform hinauf. Direkt anschließend zieht sich die Tersane am Wasser entlang, die gewölbte Schiffbauhalle der Seldschuken – beides zusammen bildet den historischen Hafenkern, den du bei einem Bummel entlang der Kaimauer in einer guten Stunde siehst.

Rund um den Turm herum liegt der alte Yachthafen mit den Ausflugsbooten, Fischrestaurants und Bars. Abends ist das der stimmungsvollste Teil der Stadt: Die Mauer auf dem Felsen wird angestrahlt, im Hafenbecken spiegeln sich die Lichter, und auf den Terrassen sitzt man beim späten Essen. Von hier legen morgens die Bootstouren ab, und hier endet oft auch der abendliche Spaziergang über die Promenade – ein guter Ankerpunkt, um sich in Alanya zu orientieren, weil man den Felsen von fast überall sieht.

Natur & Ausflüge

Dim Çayı, Sapadere-Schlucht und die Höhlen im Hinterland

Sobald die Küstenhitze drückt, zieht es die Einheimischen ins Gebirge – dorthin, wo das Wasser aus dem Taurus so kalt bleibt, dass die Füße im Fluss schmerzen.

Der Dim Çayı, gut zehn Kilometer östlich der Stadt, ist der klassische Sommerausflug der Alanyalılar selbst. Der Fluss kommt eiskalt aus dem Taurus, und über dem Wasser stehen dutzende Restaurants auf Holzplattformen, an denen die Tische halb im Fluss stehen: Du sitzt auf einer Sitzbank mit Kissen, hältst die Füße ins strömende Wasser und lässt dir Forelle, Gözleme und Meze bringen. Weiter oben staut ein Damm den Fluss zum Dim-Stausee. An heißen Nachmittagen ist das die kühlste Adresse weit und breit – bring etwas Warmes mit, das Wasser hat auch im August nur wenige Grad.

Am Hang über dem Dim-Tal öffnet sich die Dim-Tropfsteinhöhle, mit rund 360 Metern begehbarer Länge eine der größten Schauhöhlen der Region. Über einen betonierten Weg mit Geländer geht es an beleuchteten Stalaktiten und Stalagmiten vorbei, im Inneren bleibt es das ganze Jahr kühl und feucht – ein guter Kontrast zum Flussbaden. Von der Höhle hast du außerdem einen weiten Blick über das Tal. Höhle und Flussrestaurants lassen sich gut zu einem halben Tag verbinden, entweder mit dem Mietwagen oder auf einer organisierten Jeep-Tour.

Noch weiter im Hinterland, rund 40 Kilometer von Alanya entfernt, liegt die Sapadere-Schlucht. Ein knapp 700 Meter langer Holzsteg führt an der Felswand entlang durch die enge Klamm bis zu einem Wasserfall, unter dem sich kalte, klare Becken bilden – wer mutig ist, springt hinein. Die Anfahrt geht über kurvige Bergstraßen durch Ziegendörfer und Bananenhaine, weshalb sich auch hier eine geführte Tour anbietet, wenn du nicht selbst fahren willst. Festes Schuhwerk hilft, die Stege können nass und rutschig sein.

Wer aktiver unterwegs sein will, findet rund um Alanya ein dichtes Angebot: Rafting auf dem Köprülü-Fluss im Nationalpark bei Side, ATV- und Buggy-Touren durch die Bananenplantagen, Jeep-Safaris in den Taurus und Tandem-Paragliding vom Burgfelsen mit Landung am Kleopatra-Strand. Für Familien gibt es einen Wasserpark und den Alanya-Delfin- und Bootstour-Betrieb am Hafen. Vieles davon buchst du direkt an der Promenade oder über das Hotel – vergleiche die Preise ruhig an zwei, drei Ständen, sie schwanken je nach Saison und Verhandlungsgeschick.

Bootstouren

Bootstouren und Grotten ab dem Hafen von Alanya

Vom Wasser aus sieht der Burgfelsen erst richtig gewaltig aus – und die Höhlen an seinem Fuß erreichst du ohnehin nur per Boot.

Die klassische Alanya-Bootstour dauert einen ganzen Tag und legt morgens am Hafen ab. Die als Piratenschiffe verkleideten Ausflugsboote umrunden den Burgfelsen und steuern die Grotten an, die man vom Land nicht erreicht: die Fosforlu Mağara, die Phosphor-Höhle, in der das Wasser durch das einfallende Licht grünlich leuchtet, die Aşıklar Mağarası, die Liebeshöhle, und die Korsanlar Mağarası, die Piratenhöhle, in der sich der Legende nach früher Freibeuter versteckten. Zwischen den Stopps gibt es mehrere Badepausen an Ankerplätzen in klarem Wasser.

Bei der Buchung lohnt es sich, genau hinzuschauen, was im Preis steckt. Die großen Party-Boote mit Musik, Schaumpartys und Mittagessen an Bord sind günstig und laut – schön für eine junge Gruppe, weniger für Ruhesuchende. Ruhiger und teurer sind kleinere Boote oder private Chartertouren, bei denen du selbst die Route mitbestimmst und an weniger überlaufenen Buchten badest. Prüfe, ob Mittagessen und Getränke inbegriffen sind; oft ist das Essen dabei, die Getränke werden an Bord extra abgerechnet. Sonnenschutz und ein Handtuch nimmst du selbst mit.

Neben der Rundtour um den Felsen gibt es längere Fahrten an entferntere Strände und Buchten, etwa Richtung Westen zur flachen Bucht von Incekum oder zu einsameren Abschnitten unterhalb der Steilküste. Manche Anbieter fahren auch zum Sonnenuntergang hinaus, wenn die Boote leerer sind und der Felsen im Abendlicht rot glüht. Für Angelfans gibt es eigene Fishing-Touren, bei denen der Fang abends gegrillt wird. Wer seekrank wird, wählt einen ruhigen Tag – bei Wind schaukelt es vor dem offenen Felsen spürbar.

Ein Tipp zum Ablauf: Die Boote füllen sich in der Hochsaison schnell, weshalb du am Vortag am Hafen buchst und dir einen Platz auf der Schattenseite sicherst. Der Sammelpunkt liegt fast immer am Yachthafen unterhalb des Roten Turms, gut erreichbar zu Fuß aus dem Zentrum. Rechne mit Trubel und Musik, wenn du dich für ein großes Boot entscheidest – wer die Küste in Ruhe genießen will, ist mit einer kleinen Gruppen- oder Privattour deutlich besser bedient, auch wenn sie mehr kostet.

Umgebung

Ausflüge in die Umgebung nach Side, Antalya und zur Alara Han

Alanya liegt am äußersten Zipfel der Riviera – gen Westen reihen sich antike Städte, Wasserfälle und Karawansereien wie an einer Perlenschnur.

Der lohnendste Tagesausflug führt nach Side, rund 65 Kilometer westlich. Die antike Hafenstadt liegt auf einer Landzunge, und ihre Ruinen stehen mitten im heutigen Ort: Am Kap ragen die Säulen des Apollon-Tempels direkt am Wasser auf – zum Sonnenuntergang der bekannteste Blick der ganzen Küste. Dazu kommen ein gut erhaltenes römisches Theater für rund 15.000 Zuschauer, die Agora und ein Stadttor. Rund um die antiken Steine drängen sich heute Cafés, Läden und ein langer Strand, sodass sich Kultur und Baden gut verbinden lassen.

Antalya, die Provinzhauptstadt, liegt gut 130 Kilometer entfernt und ist eher etwas für einen langen Tag oder eine Übernachtung. Sehenswert sind die osmanische Altstadt Kaleiçi hinter der Hafenmauer, das gebogene Hadrianstor aus römischer Zeit und das Archäologische Museum mit Funden aus ganz Pamphylien. Näher und schneller erreichbar ist der Manavgat-Wasserfall bei Side, ein breiter, niedriger Fall über eine Felsstufe, an dem Teegärten und Souvenirstände liegen – hübsch für einen kurzen Stopp, aber kein Naturwunder, also nicht zu viel erwarten.

Wer sich für die Seldschuken interessiert, fährt rund 35 Kilometer westlich zur Alara Han, einer Karawanserei von 1231, die Keykubad an der alten Handelsstraße errichten ließ – eine wehrhafte Herberge mit Innenhof, in der Kaufleute und ihre Kamele Station machten. Auf dem Felsen darüber thront die Ruine der Alara-Burg, zu der ein dunkler, in den Stein gehauener Tunnelaufstieg führt (Taschenlampe mitnehmen). Beides zusammen ist ein ruhiger, wenig besuchter Kontrast zu den großen Ausgrabungsstätten und lässt sich gut mit einem Bad am nahen Fluss verbinden.

Für die Route gilt: Die Küstenstraße D400 verbindet all diese Ziele, aber sie ist im Sommer stark befahren und die Strecken ziehen sich. Mit dem Mietwagen bist du am flexibelsten und kannst Side, Manavgat und die Alara Han an einem Tag verbinden. Ohne eigenes Auto buchst du die Ziele als organisierte Tagestour ab dem Hotel – bequem, aber mit festen Zeiten und Verkaufsstopps unterwegs. Linienbusse (Dolmuş) fahren nach Side und Manavgat günstig, für die abgelegene Alara Han aber praktisch nicht.

Unterkünfte

Hotels und All-inclusive-Anlagen in Alanya

Von der großen Clubanlage mit Wasserrutsche bis zum kleinen Stadthotel unter dem Burgfelsen – wo du in Alanya wohnst, entscheidet über deinen ganzen Tagesrhythmus.

Das All-inclusive-Hotel ist in Alanya die häufigste Wahl, und die Küste östlich der Stadt entlang des Keykubat-Strands ist voll davon. Der Reiz liegt auf der Hand: ein Preis für Zimmer, Essen, Getränke und meist auch Animation, Pools und ein eigener Strandabschnitt vor der Tür. Für Familien und alle, die eine Woche einfach abschalten wollen, ist das entspannt und gut kalkulierbar. Die Kehrseite: Du verlässt die Anlage seltener, und das echte Alanya mit Hafen, Basar und Burg erlebst du nur, wenn du dich aktiv aufraffst und in die Stadt fährst.

Wer die Stadt erleben will, wohnt besser im Zentrum, rund um den Kleopatra-Strand und die Fußgängerzone. Hier gibt es kleinere Stadthotels und Apartments, von denen aus du zu Fuß zum Strand, zum Hafen und in die Restaurants kommst und abends ohne Taxi zurück ins Bett fällst. Das ist lebendiger und näher am türkischen Alltag, dafür ohne die weitläufigen Poollandschaften der großen Clubs. Für ein, zwei Nächte am Anfang oder Ende der Reise, kombiniert mit einer Strandwoche im Club, ist das eine gute Mischung aus Stadt und Erholung.

Bei der Lage lohnt sich ein genauer Blick auf die Entfernung zum Zentrum. Viele große Anlagen liegen mehrere Kilometer außerhalb, Richtung Konaklı, Avsallar oder Türkler im Westen oder weiter östlich – schön ruhig, aber jeder Stadtbummel wird zur Busfahrt oder Taxitour. Steht Alanyas Altstadt oben auf deiner Liste, wähle ein Hotel in oder nahe der Stadt; suchst du vor allem Pool, Strand und Ruhe, ist die Randlage kein Nachteil. Lies die Bewertungen zur konkreten Strandbeschaffenheit, sie schwankt von feinem Sand bis zu Kies mit Steg.

Preislich ist Alanya im Vergleich zu westeuropäischen Zielen günstig, besonders wenn du das All-inclusive-Paket über einen Pauschalveranstalter mit Flug buchst. Am teuersten sind Juli und August; im Mai, Juni, September und Oktober zahlst du oft deutlich weniger und hast trotzdem Badewetter. Achte beim Vergleich auf die Sternekategorie im türkischen System, die nicht immer dem europäischen Standard entspricht, und darauf, was das All-inclusive konkret umfasst – ob etwa Markengetränke, À-la-carte-Restaurants und der Wasserpark inbegriffen sind oder extra kosten.

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Essen & Trinken

Essen und Trinken in Alanya

Zwischen dem Buffet im Hotel und der türkischen Küche der Stadt liegen Welten – und ein paar Schritte in die Gassen hinter der Promenade lohnen sich fast immer.

Wer im All-inclusive-Hotel wohnt, isst dort meist am reich gedeckten Buffet – doch das echte Essen von Alanya findest du in der Stadt. Auf dem Basar und in den Lokantas hinter der Promenade bekommst du türkische Hausmannskost zu fairen Preisen: Pide, das bootförmig belegte Fladenbrot, Lahmacun, gefüllte Weinblätter, dazu die vielen kalten und warmen Meze-Vorspeisen, die du dir am Tresen zusammenstellst. Ein günstiges, gutes Mittagessen ist der Döner oder ein Teller vom Tageseintopf in einer einfachen Esnaf-Lokantası, wo auch die Einheimischen mittags einkehren.

Am Hafen und am Kleopatra-Strand konzentrieren sich die Fischrestaurants. Frischer Fisch wird meist nach Gewicht abgerechnet und am Tisch ausgesucht – frag vor der Bestellung nach dem Preis pro Kilo, sonst gibt es an der Kasse Überraschungen. Typisch für die Küste sind Wolfsbarsch (levrek) und Dorade (çipura), dazu ein Salat, Meze und Rakı, der mit Wasser milchig wird. In den Touristenlagen findest du daneben auch reichlich internationale Küche von Pizza bis Schnitzel; wer türkisch essen will, geht bewusst eine Straße tiefer in die Gassen, wo die Karten kürzer und die Preise niedriger sind.

Rund um Alanya wachsen Bananen, Zitrusfrüchte und Granatäpfel, was sich auf Märkten und in Säften niederschlägt: Der frisch gepresste Granatapfelsaft (nar suyu) an den Ständen ist herb-süß und allgegenwärtig, die kleinen Alanya-Bananen gelten als besonders aromatisch. Zum Frühstück lohnt ein türkisches Kahvaltı mit Käse, Oliven, Tomaten, Honig und Eiern – üppig und ideal, um lange satt zu bleiben. Süß wird es mit Baklava, Künefe, dem heißen Käsegebäck in Zuckersirup, und Lokum, dem türkischen Honig, den du auf dem Basar auch verkosten kannst.

Auf dem Wochenmarkt kaufst du am günstigsten ein und siehst den Alltag der Stadt: Gemüse, Gewürze, Käse, getrocknete Früchte und Textilien türmen sich in den Gassen, und Handeln gehört dazu. Beim Tee, dem çay im tulpenförmigen Glas, endet fast jede Mahlzeit, oft aufs Haus. Für den Abend gilt: Die Lokale am Hafen sind teurer und touristischer, die in den Wohnvierteln authentischer und billiger. Ein guter Kompromiss ist ein früher Aperitif am Wasser mit Blick auf den Roten Turm und das eigentliche Essen danach in einer Lokanta im Zentrum.

Anreise & Mobilität

Anreise nach Alanya über Gazipaşa und Antalya

Zwei Flughäfen konkurrieren um Alanya – der eine liegt vor der Haustür, der andere bündelt die meisten Direktflüge aus Deutschland.

Für die allermeisten beginnt der Alanya-Urlaub mit dem Flug. Der nächste Flughafen ist Gazipaşa-Alanya (GZP), rund 40 Kilometer östlich der Stadt – von dort bist du in etwa 45 Minuten im Hotel. Er ist klein und wird aus Deutschland saisonal direkt angeflogen, allerdings mit weniger Verbindungen. Der große Flughafen Antalya (AYT) liegt dagegen gut 120 Kilometer westlich; er hat die mit Abstand meisten Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum, dafür dauert der Transfer nach Alanya je nach Verkehr rund zwei bis zweieinhalb Stunden über die Küstenstraße.

Welcher Flughafen der bessere ist, hängt vom Flugangebot ab. Findest du einen günstigen Direktflug nach Gazipaşa, sparst du dir die lange Fahrt und bist schnell am Ziel. Läuft dein Urlaub über einen Pauschalveranstalter, ist der Transfer meist im Paket enthalten – dann spielt die Entfernung für den Geldbeutel keine Rolle, wohl aber für die Ankunftszeit im Hotel. Buchst du individuell, prüfe beide Optionen: Ein billigerer Flug nach Antalya kann durch Transferkosten und zweieinhalb Stunden Fahrt nach der Landung schnell an Reiz verlieren.

Vor Ort kommst du auch ohne Mietwagen gut zurecht. Entlang der Küste verkehren Dolmuş-Sammeltaxis und Linienbusse dicht und günstig; sie verbinden die Hotelzonen im Westen und Osten mit dem Zentrum und fahren bis nach Side und Manavgat. Innerhalb der Stadt ist vieles zu Fuß machbar, für die Burg gibt es Bus und Seilbahn. Taxis sind reichlich vorhanden – achte darauf, dass das Taxameter läuft, oder handle bei längeren Strecken vorab einen Festpreis aus. Für die Grundversorgung zwischen Strand, Stadt und Restaurant brauchst du kein eigenes Auto.

Sinnvoll wird der Mietwagen, sobald du das Hinterland und die Küste selbst erkunden willst: Dim Çayı, Sapadere-Schlucht, Alara Han und die Fahrt nach Side lassen sich mit eigenem Wagen frei und ohne Tourzeiten kombinieren. Achte auf die Vollkasko ohne Selbstbeteiligung, fahre defensiv – der Verkehr auf der D400 ist zügig – und plane für Ausflüge ins Gebirge etwas mehr Zeit ein, weil die Bergstraßen kurvig sind. Wer nur am Strand liegen und ein, zwei geführte Touren machen will, kommt dagegen mit Dolmuş und Ausflugsbussen bestens aus.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Alanya mit Wetter und Klima im Jahreslauf

Alanya hat einen der längsten Badesommer des Mittelmeers – nur der Hochsommer verlangt einen Plan gegen Hitze und Andrang.

Das Klima in Alanya ist mediterran mit heißen, trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern; die Stadt wirbt mit über 300 Sonnentagen im Jahr. Von Juni bis Oktober ist Badewetter garantiert, das Meer bleibt bis in den Herbst warm. Der Hochsommer im Juli und August wird mit über 34 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit schwül – dann sind früher Morgen und später Nachmittag die besten Stunden. Frühling und Herbst sind angenehmer für Ausflüge und Besichtigungen, im Winter bleibt es mild, aber wechselhaft und zum Baden zu kühl.

Jan15°6°mild, regnerisch
Feb16°6°ruhig, grün
Mär18°8°Frühling, frisches Meer
Apr21°11°erstes Baden möglich
Mai26°15°warm, ideal
Jun31°20°Badesaison, lange Tage
Jul34°23°Hochsaison, sehr heiß
Aug34°23°heißester Monat, schwül
Sep31°20°warmes Meer, ideal
Okt26°15°goldener Herbst
Nov21°11°mild, letzte Badetage
Dez17°8°still, regenreich

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Alanya sind Mai, Juni, September und Oktober: warmes Meer, angenehme 26 bis 31 Grad und weniger Andrang als im Hochsommer. Wer nur baden will, ist auch im heißen Juli und August richtig, sollte dann aber mit über 34 Grad, Schwüle und vollen Stränden rechnen und Ausflüge auf den frühen Morgen legen. Für Städtetrips und Wanderungen ins Hinterland sind Frühling und Herbst klar im Vorteil.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Alanya

Wie viele Tage sollte man für Alanya einplanen?
Für einen Strandurlaub reicht eine Woche locker, um Baden, Burg, Hafen und ein, zwei Ausflüge unterzubringen. Wer das Hinterland mit Dim Çayı, Sapadere und Side dazunimmt und die Stadt in Ruhe erkunden will, plant besser zehn bis vierzehn Tage ein.
Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Alanya?
Die Seldschukenburg auf dem Felsen, der Rote Turm (Kızıl Kule) und die Werft (Tersane) am Hafen, die Damlataş-Tropfsteinhöhle am Kleopatra-Strand sowie das Alanya Museum. Im Hinterland lohnen der Dim Çayı, die Dim-Höhle und die Sapadere-Schlucht.
Warum heißt der Kleopatra-Strand so?
Der Name geht auf die Legende zurück, Marcus Antonius habe die Küste um Alanya einst der ägyptischen Königin Kleopatra geschenkt und sie sei an genau diesem Strand geschwommen. Historisch belegt ist das nicht, der ungewöhnlich feine, helle Sand macht den Strand aber tatsächlich besonders.
Wann ist die beste Reisezeit für Alanya?
Mai, Juni, September und Oktober bieten warmes Meer, 26 bis 31 Grad und weniger Andrang. Juli und August sind mit über 34 Grad sehr heiß und voll, dafür ideal zum reinen Baden. Für Ausflüge und Besichtigungen sind Frühling und Herbst deutlich angenehmer.
Welcher Flughafen ist der nächste zu Alanya?
Gazipaşa-Alanya (GZP) liegt nur rund 40 Kilometer östlich, etwa 45 Minuten Transfer. Der größere Flughafen Antalya (AYT) ist gut 120 Kilometer entfernt, hat aber die meisten Direktflüge aus Deutschland; der Transfer dauert dann rund zwei bis zweieinhalb Stunden.
Braucht man in Alanya ein Auto?
Für Strand, Stadt und Hafen nicht – Dolmuş-Sammeltaxis und Busse fahren dicht und günstig, vieles ist zu Fuß machbar. Sinnvoll wird ein Mietwagen erst, wenn du das Hinterland mit Dim Çayı, Sapadere-Schlucht und Alara Han oder die Strecke nach Side selbst erkunden willst.
Kann man von Alanya nach Side fahren?
Ja, Side liegt rund 65 Kilometer westlich und ist als Tagesausflug beliebt – mit Apollon-Tempel am Meer, römischem Theater und Strand. Du kommst mit dem Mietwagen, per Dolmuş über Manavgat oder auf einer organisierten Tagestour hin, Fahrzeit gut eine Stunde.
Ist Alanya für Familien mit Kindern geeignet?
Ja, die flach abfallenden Strände, die vielen All-inclusive-Anlagen mit Pool und der Wasserpark machen Alanya familienfreundlich. Ausflüge zum kühlen Dim Çayı, eine Bootstour zu den Grotten und der Aufstieg zur Burg mit der Seilbahn kommen auch bei Kindern gut an.
Was kann man rund um Alanya unternehmen?
Beliebt sind Bootstouren um den Burgfelsen zu Phosphor-, Piraten- und Liebeshöhle, ein Tag am Dim Çayı mit Flussrestaurants und Tropfsteinhöhle, die Sapadere-Schlucht mit Wasserfall sowie Rafting am Köprülü-Fluss und ATV-Touren durch die Bananenplantagen.
Wie warm ist das Meer in Alanya?
Von Juni bis Oktober ist das Mittelmeer durchgehend badewarm, im Hochsommer erreicht es rund 27 bis 28 Grad. Im Mai ist es mit etwa 20 Grad noch frisch, im November mit gut 22 Grad überraschend mild – viele baden hier bis weit in den Herbst hinein.
Lohnt sich der Aufstieg zur Burg von Alanya?
Ja, die über sechs Kilometer lange Seldschukenmauer, das bewohnte Ehmedek-Viertel und der Blick von der Aussichtsplattform auf beide Buchten sind das Highlight der Stadt. Hinauf kommst du zu Fuß, mit dem Bus oder seit 2017 bequem mit der Seilbahn vom Damlataş-Strand.
Ist Alanya ein günstiges Reiseziel?
Im Vergleich zu westeuropäischen Zielen ist Alanya günstig, besonders als All-inclusive-Pauschalreise mit Flug. Essen in Stadt-Lokantas, Basar-Einkäufe und Nahverkehr sind preiswert; teurer wird es in den Hafenrestaurants und in der Hochsaison Juli und August.
AlanyaZwischen Taurusgebirge und Mittelmeer schiebt sich ein Burgfelsen ins Wasser und teilt Alanyas Küste in zwei Hälften – hellen Sand im Westen, Hafen und Roten Turm im Osten.
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