Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Alanya
Fast alles, was Alanya an Geschichte zu bieten hat, drängt sich auf den Burgfelsen und an seinen Fuß – du kannst es an einem Tag ablaufen, solltest die Hitze aber einplanen.
Die Burg von Alanya steht am Anfang jeder Besichtigung. Sultan Alaeddin Keykubad I. baute die Stadt ab 1221 zu seiner Winterresidenz aus und ließ eine über sechs Kilometer lange Mauer mit rund 140 Türmen um den Felsen ziehen. Oben, im Ehmedek-Viertel und am İç Kale, dem inneren Kastell, stehen eine byzantinische Kirche, alte Zisternen und die Süleymaniye-Moschee zwischen kleinen Gassen und Granatapfelbäumen. Von der Aussichtskanzel an der Felsspitze blickst du senkrecht aufs Meer – hier sollen früher zum Tode Verurteilte hinabgestürzt worden sein. Nimm früh am Morgen die Seilbahn oder den Bus hinauf, mittags brennt oben kaum Schatten.
Am Fuß des Felsens bewacht der Kızıl Kule, der Rote Turm, seit 1226 den Hafen. Der achteckige Backsteinbau ist rund 33 Meter hoch, wurde unter Keykubad von einem Baumeister aus Aleppo errichtet und gilt als Wahrzeichen der Stadt – er ziert sogar das Wappen von Alanya. Innen führt eine Treppe an einer offenen Zisterne vorbei nach oben, von der Plattform überblickst du den ganzen Hafen. Gleich daneben schließt die Tersane an, die einzige erhaltene Seldschuken-Werft der Türkei: fünf tonnengewölbte Bootshallen, die sich zum Wasser öffnen und von denen aus die Flotte des Sultans einst ins Mittelmeer stach.
Für einen Nachmittag ohne Steigung bleibt das Stadtmuseum und die Tropfsteinhöhle Damlataş direkt neben dem Kleopatra-Strand. Die Höhle wurde 1948 beim Bau des Hafens entdeckt; ihre warme, sehr feuchte Luft mit konstant hoher Luftfeuchtigkeit gilt seither als lindernd bei Atemwegsbeschwerden, weshalb morgens Kurgäste vor Touristen hineindürfen. Das Alanya Museum ein paar Schritte weiter zeigt Funde aus der Antike und der Seldschukenzeit, dazu einen ruhigen Garten mit Sarkophagen und Mosaiken – eine kühle, schattige Pause, wenn der Strand zu voll wird.
Wer noch Zeit hat, sucht das Atatürk-Haus-Museum in einem osmanischen Stadthaus auf, in dem der Staatsgründer 1935 übernachtete, und wirft einen Blick auf die kleine Schiffbauhalle. Für den Überblick über Stadt, Burg und beide Buchten lohnt sich der Aussichtspunkt am oberen Ende der Seilbahn zur blauen Stunde: Dann leuchtet die Mauer im letzten Licht, unten gehen die Hafenlichter an, und die Hitze des Tages weicht endlich einer Brise vom Meer.








