Region · Türkei

Antalya

Zwischen Taurusgebirge und Mittelmeer liegt das Tor zur Türkischen Riviera – eine Stadt aus römischen Toren, Wasserfällen und langen Sand- und Kiesstränden.

Die Region

Was Antalya ausmacht

Antalya ist die größte Stadt an der türkischen Mittelmeerküste und für viele Deutsche der Inbegriff von Sommer, Sonne und All-inclusive. Doch die Stadt ist mehr als ihre Hotelbänder: In der ummauerten Altstadt Kaleiçi drängen sich osmanische Holzhäuser, das römische Hadrianstor und das seldschukische Yivli-Minarett über dem alten Römerhafen. Vor der Kulisse der über 2000 Meter hohen Beydağları stürzen die Düden-Wasserfälle an einer Stelle direkt von der Steilküste ins Meer. Dazu die Strände Lara und Konyaaltı, das archäologische Museum mit den Statuen aus Perge und in Reichweite die antiken Ruinen von Aspendos, Perge, Side und Termessos. Wer will, verbindet Badeurlaub und Kulturreise in einer Woche.

Reiseführer

Antalya von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Den Landeanflug vergisst du so schnell nicht. Kaum kippt die Maschine über den Golf, schiebt sich rechts eine Wand aus über zweitausend Meter hohen Bergen ins Bild, während vorne die Hotelbänder von Lara in der Sonne blinken. Antalya ist beides zugleich – Badeort mit Wasserrutschen und antike Kulisse mit römischem Tor. Wer nur am Pool bleibt, verpasst die halbe Stadt; wer nur durch Ruinen läuft, das Meer. Die Kunst liegt in der Mischung, und die geht hier leichter als fast überall am Mittelmeer.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Antalya

Am frühen Morgen, bevor die Ausflugsbusse kommen, steht das Hadrianstor noch im Schatten der alten Stadtmauer und du hörst nur die Schritte auf dem Marmor.

Beginne mit dem Hadrianstor, dem Üçkapılar: Der römische Kaiser Hadrian ließ das dreibogige Marmortor im Jahr 130 zu seinem Besuch errichten, und es ist bis heute der schönste Zugang in die Altstadt. Wenige Schritte weiter dreht sich das Yivli-Minarett aus seldschukischer Zeit in kannelierten Rippen 38 Meter in die Höhe – das Wahrzeichen der Stadt und auf fast jedem Antalya-Foto zu sehen. Am Südrand der Altstadt steht der stumpfe Hıdırlık-Turm aus römischer Zeit über der Klippe, ein guter Ort für den Sonnenuntergang über dem Meer.

Das Archäologische Museum von Antalya am Westrand der Stadt gehört zu den wichtigsten der Türkei und wird oft unterschätzt. Hier stehen die Marmorstatuen aus dem nahen Perge, darunter eine Reihe römischer Götter und Kaiser, dazu Sarkophage, Mosaike und Funde aus der ganzen Region – ein halber Tag, der die Ruinen draußen erst verständlich macht. Mit der historischen Nostalgie-Straßenbahn erreichst du das Museum vom Zentrum aus direkt; Fotografieren ist gegen kleinen Aufpreis erlaubt.

Der zweite große Anziehungspunkt liegt im Norden: die Düden-Wasserfälle, denen weiter unten eine eigene Sektion gehört. In der Stadt selbst lohnt außerdem der Bummel zum alten Römerhafen unterhalb von Kaleiçi, wo heute Ausflugsboote festmachen, sowie ein Blick von der Uferpromenade am Konyaaltı-Strand, wo die Beydağları direkt aus dem Meer zu wachsen scheinen. Für einen ersten Tag reichen Hadrianstor, Minarett, Hafen und Museum gut aus.

Wer mehr Zeit hat, plant die antiken Städte der Umgebung ein – Aspendos mit dem besterhaltenen römischen Theater Kleinasiens, Perge mit seiner langen Säulenstraße, Side mit dem Apollon-Tempel am Meer und das in den Bergen versteckte Termessos. Sie liegen alle im Umkreis von rund einer Autostunde und lassen sich einzeln als Halb- oder Tagesausflug ansteuern. Details dazu findest du in der Ausflugs-Sektion weiter unten.

Altstadt

Kaleiçi und die Altstadt von Antalya

Hinter dem Hadrianstor wird es sofort schmal und schattig, das Kopfsteinpflaster glänzt und aus einem Innenhof zieht der Duft von frisch aufgebrühtem Çay herüber.

Kaleiçi ist die historische Altstadt von Antalya, ein Gassengewirr innerhalb der alten Stadtmauern, das sich vom Hadrianstor hangabwärts zum Römerhafen zieht. Die osmanischen Holzhäuser mit ihren vorkragenden Obergeschossen sind in den letzten Jahrzehnten aufwendig restauriert worden; viele beherbergen heute kleine Boutique-Hotels, Teegärten, Teppichläden und Restaurants. Verlauf dich ruhig – der Stadtteil ist überschaubar, und jede Gasse endet irgendwann an der Mauer, am Hafen oder an einer Aussicht über die Klippen.

Nimm dir Zeit für die Details: das seldschukische Yivli-Minarett mit seinen kannelierten Backsteinrippen, den Uhrturm am Kalekapısı als nördliches Tor, das schiefe Kesik-Minarett, das auf den Resten einer byzantinischen Kirche steht. In einem der historischen Hamams kannst du ein Dampfbad nehmen, in den Innenhöfen der alten Karawanserei sitzt du bei Granatapfelsaft im Schatten. Feilschen gehört in den Läden dazu, aber freundlich und ohne Druck.

Der alte Römerhafen unten am Wasser war jahrhundertelang der Handelspunkt der Stadt und ist heute Ausgangspunkt für Bootstouren entlang der Steilküste. Von hier legen die Ausflugsboote zu den Düden-Wasserfällen und in die Buchten westlich der Stadt ab. Rund um das Hafenbecken reihen sich Fischrestaurants und Cafés – touristisch, aber mit dem besten Blick auf die Yachten und den Sonnenuntergang hinter den Bergen.

Kaleiçi lebt von den Tageszeiten. Zwischen elf und siebzehn Uhr schieben sich die Gruppen durch die Hauptgassen, abends kehrt Ruhe ein, und wer in einem der Altstadt-Hotels übernachtet, erlebt den Stadtteil noch einmal ganz anders. Wohnen in Kaleiçi heißt: Auto stehen lassen, alles zu Fuß, und morgens vom Frühstück auf der Dachterrasse über die Ziegeldächer bis zum Meer blicken. Für einen Städteurlaub in Antalya ist das die stimmungsvollste Basis.

Strände

Die Strände von Antalya – Lara und Konyaaltı

Zwei Strände, zwei Welten – im Osten feiner Sand vor der Hotelfront, im Westen glatter Kies vor einer Bergkette, die im Frühling noch Schnee trägt.

Der Lara-Strand liegt östlich des Zentrums und ist der bekannteste Sandstrand Antalyas. Feiner, goldbrauner Sand zieht sich hier über Kilometer, gesäumt von der Kundu-Hotelzone mit ihren großen All-inclusive-Resorts – manche als überdimensionierte Themenbauten im Stil von Kreml oder Venedig. Wer in einem dieser Häuser wohnt, hat den Strand oft direkt vor der Anlage. Der öffentliche Teil des Lara-Strands ist über den Lara-Beachpark zugänglich, mit Liegen, Cafés und Blick auf die Steilküste, an der der untere Düden ins Meer stürzt.

Konyaaltı im Westen ist der andere Charakter: ein rund sieben Kilometer langer Kieselstrand, der direkt vor den Beydağları liegt und mit der Blauen Flagge für Wasserqualität ausgezeichnet ist. Das Wasser ist hier oft klarer als in Lara, dafür brauchst du Badeschuhe für die Steine. Eine neu gestaltete Promenade mit Cafés, Grünflächen und Radweg zieht sich am Ufer entlang; das Beach-Park-Areal bündelt Bars und Strandbäder. Vom Zentrum kommst du bequem mit Straßenbahn oder Bus hierher.

Für einen Badetag ohne Hotelanbindung ist Konyaaltı die praktischere Wahl, weil stadtnah und gut erschlossen. Familien mit kleinen Kindern schätzen am Sandstrand von Lara den flacheren Einstieg. Beide Strände fallen an manchen Abschnitten steiler ab als gedacht – achte auf die Beschilderung und die Fahnen der Rettungsschwimmer, gerade wenn nach Westwind Wellen laufen. Sonnenschirm und Liege lassen sich an den bewirtschafteten Abschnitten tageweise mieten.

Wer ruhigere Buchten sucht, fährt aus der Stadt hinaus: Nach Westen Richtung Beldibi und Kemer wird die Küste felsiger und die Berge treten näher ans Wasser, mit kleinen Kieselbuchten unter Pinien. Nach Osten Richtung Side und Belek dominieren dagegen breite Sandstrände und Golfresorts. Für den reinen Strandurlaub entscheidet weniger der Strand selbst als die Lage des Hotels – kläre vorab, ob Sand oder Kies vor der Tür liegt.

Wasserfälle

Die Düden-Wasserfälle bei Antalya

Der untere Düden macht keine halben Sachen: Der Fluss endet nicht in einem Becken, sondern kippt über die Klippe direkt ins offene Meer.

Die Düden-Wasserfälle sind das ungewöhnlichste Naturschauspiel der Stadt, und es gibt sie gleich doppelt. Der obere Düden (Yukarı Düden Şelalesi) liegt rund zehn Kilometer nordöstlich des Zentrums in einem schattigen Park. Ein Rundweg führt hier hinter den Wasservorhang in eine feuchte Felshöhle, aus der du durch das herabstürzende Wasser hindurch nach draußen blickst. Der Park ist bewirtschaftet, mit Teegärten unter Platanen – ein guter Vormittagsausflug, gerade an heißen Tagen.

Der untere Düden (Aşağı Düden Şelalesi), auch Karpuzkaldıran genannt, liegt bei Lara im Osten der Stadt und ist der spektakulärere der beiden. Hier stürzt derselbe Fluss über eine rund vierzig Meter hohe Steilküste direkt ins Mittelmeer – ein Wasserfall, der ins offene Meer fällt, gibt es weltweit nur selten. Vom Aussichtspark oberhalb der Klippe hast du den Blick von oben; das volle Bild bekommst du aber vom Wasser aus.

Genau dafür lohnt die Bootstour ab dem alten Römerhafen: Die Ausflugsboote fahren an der Steilküste entlang bis vor den unteren Düden und halten kurz, sodass du den Wasserfall von See aus in ganzer Höhe siehst, oft mit einem Regenbogen im Sprühnebel. Die Touren dauern je nach Anbieter ein bis zwei Stunden und lassen sich spontan am Hafen buchen. Ein Hut und etwas Schutz für die Kamera schaden nicht, es wird nass.

Beide Wasserfälle führen ganzjährig Wasser, am kräftigsten nach der Schneeschmelze im Frühling. Der obere Düden verlangt einen kleinen Eintritt und ist mit Auto, Taxi oder organisierter Tour erreichbar; öffentliche Busse fahren in die Nähe, aber nicht bequem bis vor den Eingang. Plane den oberen Düden am besten mit einem weiteren Ziel im Norden, während der untere Düden ideal mit einem Badetag in Lara oder eben der Hafen-Bootstour zusammenpasst.

Antike Stätten

Ausflüge ab Antalya zu den antiken Stätten

Kaum eine andere Küste der Türkei packt so viele Ruinen auf so wenig Raum – vier römische Städte liegen im Umkreis einer Autostunde.

Aspendos ist der Klassiker: Das römische Theater aus dem 2. Jahrhundert gilt als eines der besterhaltenen der antiken Welt, mit einer intakten, zweistöckigen Bühnenwand und Rängen für rund 15.000 Zuschauer. Die Akustik ist bis heute so gut, dass im Sommer das Aspendos-Festival für Oper und Ballett hier stattfindet. Das Theater liegt rund 45 Kilometer östlich von Antalya; neben der Bühne lohnt der Aufstieg zum Aquädukt und zur Agora auf dem Hügel.

Perge liegt näher, nur etwa 17 Kilometer östlich, und zeigt eine ganze Stadt statt eines einzelnen Bauwerks: eine lange, von Säulen gesäumte Prachtstraße mit dem Wasserkanal in der Mitte, ein Stadion, Thermen und ein hellenistisches Stadttor mit zwei Rundtürmen. Viele der Statuen, die hier ausgegraben wurden, stehen heute im Museum in der Stadt – Perge und das Museum ergänzen sich deshalb gut an einem Tag. Side wiederum verbindet Ruinen mit Strand: Der Apollon-Tempel steht auf einer Landzunge direkt am Meer und leuchtet zum Sonnenuntergang.

Termessos ist der Kontrast zu den Küstenstädten – eine Bergfestung im Nationalpark Güllük Dağı, rund 30 Kilometer landeinwärts auf über 1000 Metern Höhe. Von einem Parkplatz führt ein steiler Wanderweg hinauf zu Theater, Zisternen und Gräbern, die von Pinien überwuchert zwischen den Felsen liegen. Alexander der Große soll an dieser Stadt gescheitert sein. Wer es sportlich mag und die Ruhe der Höhe sucht, findet hier das eindrücklichste Ziel der Umgebung – festes Schuhwerk und Wasser sind Pflicht.

Für die Anreise zu den Stätten hast du drei Optionen: den Mietwagen, wenn du flexibel mehrere Ziele verbinden willst; das Taxi oder einen privaten Fahrer für einen Tag; oder die organisierte Tour, die viele Hotels und Anbieter in Kaleiçi verkaufen. Steht nur ein Ziel auf dem Plan, ist eine geführte Halbtagestour bequem. Willst du Aspendos, Perge und vielleicht den Köprülü-Canyon an einem Tag verbinden, lohnt der eigene Wagen – dann bestimmst du das Tempo selbst und stehst nicht mit dem Bus im Nachmittagsstau.

Aktivitäten

Aktivitäten und Ausflüge rund um Antalya

Zwischen Bergseilbahn, Wildwasser und Bootstour reicht das Programm weit über den Strand hinaus – die Berge stehen ja direkt hinter der Stadt.

Der spektakulärste Ausflug führt in die Höhe: Die Seilbahn Olympos Teleferik bringt dich von Tekirova südwestlich von Antalya in wenigen Minuten auf den 2365 Meter hohen Tahtalı. Oben stehst du – im Winter oft im Schnee – mit weitem Blick über die Küste und das Meer, während unten die Strände in der Sonne liegen. Der Temperaturunterschied zum Tal ist enorm, nimm eine Jacke mit. Die Fahrt lässt sich gut mit einem Besuch der antiken Küstenstadt Phaselis oder der ewigen Flammen des Chimaira-Berges bei Olympos verbinden.

Für Adrenalin sorgt der Köprülü-Canyon rund 90 Kilometer nordöstlich: Auf dem Fluss Köprüçay geht es beim Rafting durch die Schlucht, meist auf leicht bis mittelschweren Abschnitten, die auch für Einsteiger und Familien mit älteren Kindern machbar sind. Die Tagestouren enthalten in der Regel Transfer, Ausrüstung und ein Mittagessen am Fluss. In der Nähe überspannt eine römische Bogenbrücke die Schlucht – der Canyon war schon in der Antike ein Übergang.

Am Wasser selbst locken die Bootstouren ab dem Römerhafen: Halbtages- und Ganztagesfahrten entlang der Steilküste, mit Badestopps in Buchten, dem Blick auf den unteren Düden und oft Musik und Mittagessen an Bord. Wer es ruhiger mag, mietet ein privates Gulet-Segelboot für die Gruppe. Taucher und Schnorchler finden entlang der Felsküste klares Wasser; mehrere Basen in Kemer und Antalya bieten geführte Tauchgänge und Kurse an.

Bei Hitze oder mit Kindern sind die Freizeitparks eine Option: Der Aquarium-Komplex am Konyaaltı-Strand zeigt einen der längsten Unterwassertunnel der Welt, dazu gibt es mehrere Wasserparks mit Rutschen entlang der Küste. Wer es beschaulicher mag, besucht den Karaalioğlu-Park an der Klippe unterhalb von Kaleiçi oder fährt in die Bergdörfer des Taurus, wo an heißen Tagen unter Platanen kühles Quellwasser über Forellenrestaurants plätschert. Für fast jedes Wetter und Alter gibt es hier ein passendes Programm.

Unterkünfte

Hotels in Antalya – von All-inclusive bis Altstadt

Die Grundsatzfrage entscheidest du vor der Buchung: großes Resort mit allem am Strand oder kleines Altstadthaus mitten im Leben.

Antalya ist eine Hochburg der All-inclusive-Resorts, und für viele ist genau das der Reisegrund: In der Kundu-Zone an der Lara-Küste und weiter östlich Richtung Belek reihen sich große Anlagen mit eigenem Strandabschnitt, Poollandschaften, Wasserrutschen, mehreren Restaurants und Abendunterhaltung. Wer mit Kindern reist, entspannen will und wenig vorhat, findet hier bequeme, oft preiswerte Rundum-Pakete. Der Nachteil: Die Anlagen liegen außerhalb, für Stadt und Ausflüge brauchst du Transfer oder Taxi.

Das genaue Gegenteil sind die Boutique-Hotels in Kaleiçi: restaurierte osmanische Häuser mit wenigen Zimmern, Innenhof, Dachterrasse und Frühstück mit Meerblick. Hier wohnst du mittendrin, gehst zu Fuß zum Hadrianstor, zum Hafen und in die Restaurants und erlebst die Altstadt auch am ruhigen Abend. Dafür gibt es keinen eigenen Strand und selten einen Pool. Für einen Städte- und Kulturaufenthalt ist das die richtige Wahl, für zwei Wochen Badeurlaub mit Kindern eher nicht.

Dazwischen liegen die Stadthotels rund um Konyaaltı und im Zentrum: normale Drei- bis Fünf-Sterne-Häuser mit Pool, oft in Laufweite zum Kieselstrand und gut an Straßenbahn und Bus angebunden. Sie sind ein guter Kompromiss, wenn du Strand und Stadt kombinieren willst, ohne dich in einem abgeschotteten Resort zu verlieren. Auch viele Ferienwohnungen gibt es hier, praktisch für längere Aufenthalte und Selbstversorger.

Die ehrlichste Empfehlung hängt an deinem Reisestil. Reine Erholung am Strand mit Familie: Resort in Lara oder Belek. Kultur, Altstadt und Ausflüge: Boutique-Hotel in Kaleiçi. Mischung aus beidem ohne Auto: Stadthotel an Konyaaltı. Wer Zeit hat, kombiniert – zwei, drei Nächte in der Altstadt zu Beginn, danach eine Woche im Strandresort. Buche in der Hochsaison Juli und August früh, dann sind die guten Häuser und Flüge deutlich günstiger als kurzfristig.

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Essen & Trinken

Essen und Trinken in Antalya

Zwischen Hotelbuffet und Hafenrestaurant liegt die eigentliche Küche der Region – in den Lokantas und Meyhanes, in denen die Einheimischen essen.

Die türkische Mittelmeerküche lebt von Meze, den kleinen Vorspeisen, die in Vielzahl auf den Tisch kommen: Auberginen in Öl, Joghurt mit Knoblauch, gefüllte Weinblätter, Bohnenpüree, Fladenbrot direkt aus dem Ofen. In einer Meyhane, dem türkischen Wirtshaus, wird daraus mit einem Glas Rakı – dem anisschweren Nationalgetränk, das sich mit Wasser milchig färbt – ein langer Abend. Bestell dir eine Auswahl Meze und lass den Hauptgang klein ausfallen, das ist der lokale Rhythmus.

Am Meer dreht sich vieles um Fisch: In den Restaurants am Römerhafen und entlang der Küste suchst du dir den Fisch oft frisch aus der Auslage und lässt ihn gegrillt zubereiten. Frag nach dem Preis pro Kilo, bevor du bestellst, damit es keine Überraschung gibt. Neben Fisch gehören Kebap-Varianten, Köfte (Hackbällchen), Lahmacun (dünne Teigfladen) und Pide (das türkische Fladenbrot mit Belag) zu den verlässlichen Klassikern in den einfachen Lokantas der Stadt.

Süß wird es überall: Baklava mit Pistazien und Sirup, Künefe – warmer Käse in fadendünnem Teig mit Sirup, am besten frisch aus der Pfanne – und Milchpuddings wie Sütlaç. Dazu der türkische Mokka in der kleinen Tasse oder, im Sommer, ein Glas frisch gepresster Granatapfelsaft von einem der Straßenstände in Kaleiçi. Zum Frühstück solltest du einmal ein türkisches Kahvaltı probieren: Käse, Oliven, Tomaten, Honig, Eier und Tee in vielen kleinen Schälchen.

Ein Wort zu Preisen und Alltag: In den Touristenrestaurants am Hafen und in der Altstadt zahlst du deutlich mehr als in den Lokantas ein paar Straßen weiter, wo mittags Einheimische essen. Ein Blick auf die Preise vor dem Hinsetzen lohnt immer, gerade beim Fisch. Wasser trinkst du am besten aus Flaschen. Und wenn dir ein Wirt ein Glas Çay ausgibt, gehört das zur Gastfreundschaft – ablehnen musst du nicht, es ist ehrlich gemeint.

Anreise & Mobilität

Anreise nach Antalya und Mobilität vor Ort

Für die meisten beginnt Antalya am Flughafen – und der liegt so nah an der Stadt, dass der Transfer selten länger dauert als die Gepäckausgabe.

Der Flughafen Antalya (AYT) ist einer der verkehrsreichsten der Türkei und aus vielen deutschen Städten direkt zu erreichen. Der Flug dauert je nach Abflughafen rund drei bis dreieinhalb Stunden, im Sommer fliegen Linien- und Charterairlines mehrmals täglich. Für die Einreise brauchen deutsche Staatsbürger für touristische Aufenthalte bis 90 Tage aktuell kein Visum – prüfe die geltenden Bestimmungen vor der Reise trotzdem noch einmal beim Auswärtigen Amt, sie können sich ändern.

Vom Flughafen ins Zentrum sind es nur rund 13 Kilometer. Die Straßenbahn Antray verbindet den Flughafen mit der Stadt, günstig, aber mit Umsteigen und begrenztem Platz für Koffer. Bequemer sind der vom Hotel oder Veranstalter organisierte Transfer, ein vorab gebuchter Shuttle oder das Taxi – frag beim Taxi nach dem ungefähren Preis oder bestehe auf dem Taxameter. Wer ein Resort in Lara, Belek oder Kemer gebucht hat, bekommt den Transfer meist im Paket dazu.

In der Stadt selbst kommst du gut ohne Auto zurecht: Die Altstadt Kaleiçi erkundest du ohnehin zu Fuß, und die Straßenbahnlinien Antray und die historische Nostalji-Tram verbinden Zentrum, Museum und Konyaaltı-Strand. Busse und Dolmuş – die geteilten Sammeltaxis – ergänzen das Netz. Für Bahn und Bus lohnt sich die aufladbare AntalyaKart, die du an Automaten bekommst. Innerhalb der Stadt brauchst du deshalb selten ein eigenes Fahrzeug.

Ein Mietwagen lohnt sich, sobald du die antiken Stätten, die Bergdörfer des Taurus und die Küste flexibel erkunden willst – Aspendos, Perge, Termessos und die Wasserfälle liegen verstreut und mit dem Bus umständlich. Wagen bekommst du am Flughafen und in der Stadt, oft ab günstigen Tagessätzen außerhalb der Hochsaison. Rechne mit dichtem Verkehr in der Stadt und fahre defensiv; Parkplätze findest du außerhalb von Kaleiçi, in das Auto ohnehin kaum sinnvoll ist. Für einen reinen Hotelurlaub brauchst du kein Auto.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Antalya – Wetter und Klima im Jahreslauf

Antalya hat eine der längsten Badesaisons am Mittelmeer – doch der Hochsommer verlangt einen Plan gegen die Hitze.

Antalya hat ein heißes Mittelmeerklima: sehr warme, trockene Sommer und milde, feuchte Winter. Von Mai bis Oktober ist Badesaison, das Meer bleibt bis in den November hinein angenehm warm. Im Juli und August klettern die Temperaturen regelmäßig über 34 Grad, dann sind Ausflüge zu den Ruinen nur früh morgens oder abends angenehm. Die Übergangsmonate Mai, Juni, September und Oktober vereinen warmes Wasser mit erträglicher Hitze und sind für die meisten die beste Reisezeit. Die Winter sind mild, aber regnerisch – zum Sightseeing ohne Baden trotzdem brauchbar.

Jan15°6°mild, regnerisch
Feb16°6°kühl, wenig los
Mär18°8°erstes Frühlingsgrün
Apr21°11°angenehm, Blüte
Mai26°15°warm, ideal
Jun31°20°Badesaison startet
Jul34°23°heiß, Hochsaison
Aug34°23°sehr heiß, voll
Sep31°20°warmes Meer
Okt26°15°golden, ideal
Nov20°11°letzte Badetage
Dez16°8°mild, ruhig

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Antalya sind Mai, Juni, September und Oktober: Das Meer ist warm, die Luft liegt bei 26 bis 31 Grad, und Ausflüge zu Aspendos, Perge und Termessos sind ohne die Gluthitze des Hochsommers machbar. Juli und August gehören den Strandurlaubern mit Klimaanlage im Hotel – dann ist es heiß und voll. Für reine Kultur- und Städtereisen sind sogar der milde Frühling ab April und der November attraktiv.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Antalya

Wann ist die beste Reisezeit für Antalya?
Mai, Juni, September und Oktober bieten warmes Meer und erträgliche Lufttemperaturen um 26 bis 31 Grad – ideal für Baden und Ausflüge zugleich. Juli und August sind mit über 34 Grad heiß und voll, aber für reinen Strandurlaub verlässlich. Fürs Sightseeing ohne Baden taugen auch April und November.
Wie lange dauert der Flug nach Antalya?
Von Deutschland aus fliegst du je nach Abflughafen rund drei bis dreieinhalb Stunden zum Flughafen Antalya (AYT). Aus vielen deutschen Städten gibt es Direkt- und Charterflüge, im Sommer meist mehrmals täglich, oft auch als Pauschalpaket mit Hotel und Transfer.
Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Antalya?
Die Altstadt Kaleiçi mit dem Hadrianstor und dem Yivli-Minarett, der alte Römerhafen, das archäologische Museum sowie die Düden-Wasserfälle. In der Umgebung locken die antiken Städte Aspendos, Perge, Side und Termessos – alle im Umkreis von rund einer Autostunde.
Braucht man in Antalya ein Auto?
Für einen reinen Hotel- und Badeurlaub nicht – Transfer und Ausflüge buchst du vor Ort. In der Stadt fahren Straßenbahn und Busse, Kaleiçi erkundest du zu Fuß. Ein Mietwagen lohnt sich nur, wenn du die antiken Stätten und die Küste flexibel selbst erkunden willst.
Welcher Strand ist besser – Lara oder Konyaaltı?
Lara im Osten ist ein feiner Sandstrand, gesäumt von den großen Resorts, mit flachem Einstieg für Familien. Konyaaltı im Westen ist ein stadtnaher Kieselstrand mit klarem Wasser vor den Bergen und der Blauen Flagge. Für einen Städteurlaub ist Konyaaltı praktischer, fürs Resort meist Lara.
Was kann man von Antalya aus für Ausflüge machen?
Beliebt sind die antiken Stätten Aspendos, Perge, Side und Termessos, die Bergseilbahn auf den Tahtalı, Rafting im Köprülü-Canyon und Bootstouren ab dem Römerhafen bis vor den unteren Düden-Wasserfall. Auch das Aquarium und Wasserparks eignen sich für heiße Tage und Familien.
Wie warm ist das Meer in Antalya?
Im Hochsommer erreicht das Mittelmeer etwa 27 bis 28 Grad und bleibt bis in den November hinein um 21 bis 23 Grad badetauglich. Im Frühling liegt es meist bei 18 bis 20 Grad, was vielen noch zu frisch ist. Die längste warme Badesaison hast du von Juni bis Oktober.
Was sind die Düden-Wasserfälle?
Zwei Wasserfälle bei Antalya: Der obere Düden liegt in einem Park nordöstlich der Stadt, wo ein Weg hinter das Wasser in eine Höhle führt. Der untere Düden bei Lara stürzt über eine rund 40 Meter hohe Steilküste direkt ins Meer – am besten von einer Bootstour ab dem Römerhafen zu sehen.
Ist Antalya für einen Familienurlaub geeignet?
Ja, sehr gut. Flach abfallende Sandstrände, viele All-inclusive-Resorts mit Pools und Wasserrutschen sowie Ausflugsziele wie Wasserfälle, Aquarium und Bootstouren machen die Region familienfreundlich. Der kurze Flug und die Rundum-Pakete kommen Familien mit kleinen Kindern zusätzlich entgegen.
Lohnt sich Antalya auch abseits vom Strand?
Ja. Die osmanische Altstadt Kaleiçi, das archäologische Museum, die Düden-Wasserfälle und die antiken Städte der Umgebung machen Antalya zu einem Ziel, das Badeurlaub und Kulturreise verbindet. Viele hängen an eine Hotelwoche zwei, drei Ausflugstage in die Ruinen und Berge an.
Wie viele Tage sollte man für Antalya einplanen?
Für einen Badeurlaub mit ein paar Ausflügen reicht eine Woche gut aus: fünf Tage Strand und Hotel, zwei Tage für Altstadt, Museum, Wasserfälle und eine antike Stätte. Wer Kultur und Küste ausgiebig kombinieren will, ist mit zehn bis vierzehn Tagen entspannter unterwegs.
Ist Antalya teuer?
Im Vergleich zu westeuropäischen Zielen eher günstig – All-inclusive-Pakete, Essen in den Lokantas und Taxifahrten kosten meist weniger als zu Hause. Teurer wird es in den Touristenrestaurants am Hafen und in den großen Resorts der Hochsaison. Wechselkurs und Preise schwanken, prüfe Aktuelles vor der Reise.
Wie kommt man vom Flughafen Antalya in die Stadt?
Der Flughafen liegt nur rund 13 Kilometer vom Zentrum. Die Straßenbahn Antray fährt günstig in die Stadt, bequemer sind der organisierte Hoteltransfer, ein vorab gebuchter Shuttle oder das Taxi. Wer ein Resort in Lara, Belek oder Kemer gebucht hat, bekommt den Transfer meist im Paket dazu.
AntalyaZwischen Taurusgebirge und Mittelmeer liegt das Tor zur Türkischen Riviera – eine Stadt aus römischen Toren, Wasserfällen und langen Sand- und Kiesstränden.
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