Zypern Städte und Orte im Überblick
Zwischen dem Nachtleben von Ayia Napa und den Weindörfern im Troodos liegen keine zwei Autostunden – und trotzdem fühlt es sich an wie zwei verschiedene Länder.

Im Südosten liegt der bekannteste Küstenstreifen der Insel. Ayia Napa hat den Ruf als Partyhochburg, doch tagsüber gehört der Ort den Familien: Der Nissi Beach fällt flach ins türkisfarbene Wasser ab, und rund um den Cape-Greco-Nationalpark ziehen sich Klippen und Meereshöhlen die Küste entlang, in die du zum Schnorcheln springen kannst. Ein paar Kilometer weiter wird es in Protaras ruhiger – die Fig Tree Bay ist die klassische Familienbucht mit Sonnenschirmreihen, seichtem Einstieg und einer kleinen Insel zum Hinüberschwimmen.
Larnaka ist für die meisten das Tor zur Insel, weil hier der größte Flughafen liegt. Die Palmenpromenade Finikoudes, die Lazarus-Kirche und der Salzsee mit seinen Flamingos im Winter machen einen Zwischenstopp lohnend, bevor es weitergeht. Limassol, die zweitgrößte Stadt, ist geschäftiger: eine lange Strandpromenade, eine moderne Marina, ein mittelalterliches Kastell und ringsum die Weinberge, die den zyprischen Wein tragen. Von hier erreichst du die antike Stadt Kourion und die ersten Dörfer des Troodos-Gebirges in einer knappen Stunde. Wer Geschichte mag, plant einen Halt am Kastell von Limassol ein, in dem der Überlieferung nach Richard Löwenherz heiratete.
Im Westen dreht sich in Paphos alles um die Antike. Der archäologische Park am alten Hafen bewahrt römische Bodenmosaike, nördlich davon, direkt an der Küste, liegen die in den Fels geschlagenen Königsgräber. Weiter nördlich beginnt die wilde Halbinsel Akamas mit Wanderpfaden, Schluchten und einsamen Buchten, und südlich taucht an der Küste der Aphrodite-Felsen aus dem Meer auf, der Sage nach der Geburtsort der Göttin. Paphos eignet sich damit als Basis für alle, die Kultur und Natur mischen wollen.
Wer die Küste hinter sich lässt, landet im Troodos-Gebirge. In Dörfern wie Omodos, Platres und Kakopetria ist es im Sommer spürbar kühler; zwischen Kastanien- und Kiefernwäldern verstecken sich byzantinische Scheunendachkirchen und das Kykkos-Kloster. Und dann ist da Nikosia, die geteilte Hauptstadt: An der Ledra-Straße überquerst du zu Fuß die Grüne Linie und stehst innerhalb weniger Schritte im türkisch geprägten Norden. Für einen Tagesausflug lässt sich die Altstadt gut mit einem Stopp im Süden verbinden. In Nikosia wechseln sich venezianische Bastionen, osmanische Hans und Museen ab, allen voran das Cyprus Museum mit den großen Funden der Insel.
















