Kontinent

Nordamerika

Von arktischer Tundra bis zu karibischen Stränden: Nordamerika spannt einen Kontinent voller Nationalpark-Wildnis, pulsierender Metropolen und kultureller Gegensätze auf.

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Über Nordamerika

Reisen in Nordamerika

Nordamerika ist der Kontinent der großen Distanzen und der noch größeren Vielfalt. Zwischen der kanadischen Arktis im Norden und den tropischen Küsten Mittelamerikas und der Karibik im Süden findest du nahezu jede Landschaft, die du dir für deinen Urlaub vorstellen kannst: die zerklüfteten Rocky Mountains, die endlosen Wüsten des Südwestens, die Wälder Neuenglands, die Vulkanlandschaften Mexikos und Mittelamerikas sowie die Traumstrände der Karibik. Wer Nordamerika-Reisen plant, kann zwischen Roadtrip-Freiheit, urbanem Großstadtleben und einsamer Wildnis frei wählen. Die Reiseziele in Nordamerika reichen von den Weltstädten New York, Los Angeles und Toronto über die ikonischen Nationalparks Grand Canyon, Yellowstone und Banff bis zu den Maya-Stätten Mexikos und den Regenwäldern Costa Ricas. USA und Kanada locken mit klassischen Selbstfahrer-Routen, während Mexiko, Mittelamerika und die karibischen Inseln Kultur, Geschichte und Strandurlaub verbinden. Diese enorme Bandbreite macht den Kontinent zu einem der dankbarsten Ziele für jede Reiseart. Für eine Nordamerika-Rundreise lohnt es sich, klare Schwerpunkte zu setzen, denn die Entfernungen sind gewaltig. Eine USA-Westküsten-Tour, eine Ostkanada-Route oder eine Mexiko-Rundreise lassen sich in zwei bis drei Wochen gut erleben, ohne in Hektik zu verfallen. Wer mehr Zeit mitbringt, kombiniert mehrere Regionen oder hängt einen entspannten Karibik-Aufenthalt an.

Länder23 Länder

Länder in Nordamerika

Jedes Land mit den schönsten Regionen und Städten, der besten Reisezeit und direkten Sprüngen zu den Top-Zielen.

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  • Saint Vincent und die Grenadinen
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  • Dominica
  • Saint Kitts und Nevis
Reiseführer

Nordamerika von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Nordamerika lässt sich nicht in einer einzigen Reise abhaken. Der Kontinent reicht von den Geysiren im Yellowstone und den Hochhäusern von New York über die Nationalparks im Westen der USA und die Bergseen in Kanada bis zu den Maya-Tempeln in Mexiko und den Riffen der Karibik. Dieser Reiseführer sortiert die Höhepunkte nach Reisetyp, damit du Städtetrip, Nationalpark-Roadtrip, Rundreise und Strandurlaub gezielt planst — jeweils mit ehrlicher Saisonlogik für die passende Region.

Metropolen & Städtetrips

Städtereisen in Nordamerika von New York bis Mexico City

Drei Metropolen, drei völlig verschiedene Rhythmen — von der Hochhausdichte Manhattans über das koloniale Havanna bis zur Höhenluft von Mexico City.

New York trägt selbst einen dichten Vier- bis Fünf-Tage-Trip mühelos und ist für viele die erste Fernreise überhaupt. Von Midtown-Manhattan läufst du zu Central Park, dem Metropolitan Museum und den Aussichtsplattformen am Empire State Building oder in Hudson Yards; die U-Bahn bringt dich rund um die Uhr für ein paar Dollar nach Brooklyn, nach Harlem oder zur ehemaligen Hochbahntrasse High Line. Hotels sind spürbar teurer als in Europa, dafür kostet vieles im Freien nichts — die Staten Island Ferry mit Blick auf die Freiheitsstatue etwa fährt gratis. Tickets für eine Broadway-Show, das 9/11 Memorial oder die Aussicht vom One World Observatory buchst du besser vorab, sonst stehst du in langen Schlangen.

Mexico City ist die kulturelle Gegenwelt dazu und mit über zwanzig Millionen Menschen im Großraum eine der größten Städte der Welt. Sie liegt auf gut 2.200 Metern Höhe, weshalb die Abende trotz der südlichen Lage kühl bleiben und du die ersten Tage etwas ruhiger angehen solltest, bis der Kreislauf sich an die dünnere Luft gewöhnt hat. Rund um den zentralen Platz Zócalo reihen sich freigelegte Azteken-Ruinen, koloniale Kirchen und die wuchtigen Wandbilder von Diego Rivera; im Künstlerviertel Coyoacán lohnt das blaue Haus von Frida Kahlo, und die Pyramiden von Teotihuacán liegen als Tagesausflug vor den Toren. Gegessen wird an den Straßenständen oft besser und günstiger als im Restaurant.

Havanna wirkt daneben wie ein Sprung in eine andere Zeit — die restaurierten Plätze der Habana Vieja, die kilometerlange Uferpromenade Malecón und die amerikanischen Oldtimer davor prägen das Bild. Übernachte in einer Casa particular, dann kommst du dem kubanischen Alltag deutlich näher als in den großen Staatshotels. Wer nordamerikanische Metropolen sammelt, hängt das kanadische Toronto mit dem CN Tower, das hügelige San Francisco oder das musikalische New Orleans an. Als Faustregel reichen für eine einzelne Stadt drei bis vier Nächte, um Highlights und Alltag zu verbinden; zwei Metropolen lassen sich in zehn Tagen kombinieren, sofern der Flug dazwischen kurz ausfällt. Für den ersten Kontakt mit dem Kontinent ist New York der einfachste Einstieg, weil Anreise, Orientierung und Sprache am wenigsten Umstellung verlangen.

Ikonen & Wahrzeichen

Sehenswürdigkeiten in Nordamerika von Grand Canyon bis Chichén Itzá

Von tief eingeschnittenen Canyons über gebaute Wahrzeichen bis zu den Tempeln versunkener Hochkulturen reicht die Bandbreite der nordamerikanischen Höhepunkte.

Die Naturwunder stehen bei den meisten Nordamerika-Reisen ganz oben auf der Liste. Der Grand Canyon in Arizona reißt über anderthalb Kilometer tief auf und wirkt am eindrücklichsten im weichen Licht zum Sonnenauf- oder -untergang, wenn die Gesteinsschichten die Farbe wechseln. Im Yellowstone schießt der Geysir Old Faithful zuverlässig seine Fontäne in die Höhe, während Bisons und Elche über die Ebenen ziehen; Yosemite in Kalifornien punktet mit den senkrechten Granitwänden von El Capitan und Half Dome. Dazu kommen die tosenden Niagarafälle an der Grenze zu Kanada und das rostrote Monument Valley, das aus unzähligen Western-Filmen vertraut wirkt.

Bei den gebauten Wahrzeichen führt kein Weg an der Freiheitsstatue und der Skyline von New York vorbei, dicht gefolgt von der rostroten Golden Gate Bridge in San Francisco. In Las Vegas reiht sich am Strip ein Themenhotel ans nächste, in Los Angeles locken der Hollywood-Schriftzug und der Walk of Fame mit den Sternen der Filmgeschichte. Weiter nördlich ragt der CN Tower über die Skyline von Toronto, und in der Hauptstadt Washington prägen das weiße Kapitol und die Marmordenkmäler entlang der National Mall das Stadtbild. Viele dieser Orte liegen nah beieinander und lassen sich zu Fuß oder mit einer kurzen Fahrt verbinden.

Kulturell reicht der Bogen tief in die Geschichte zurück. Auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko zählt die Maya-Pyramide von Chichén Itzá zu den meistbesuchten Stätten des Kontinents, während Tulum seine Ruinen direkt über einem Karibikstrand balanciert und die Sonnenpyramide von Teotihuacán bei Mexico City ihre Wucht entfaltet. In Havanna wiederum ist die gesamte Altstadt das Denkmal. Als grobe Orientierung brauchen die Naturwunder einen Mietwagen und Zeit, während du die städtischen Ikonen auch auf einem kurzen Städtetrip erlebst. Setze pro Reise lieber wenige Höhepunkte in Ruhe an, statt eine lange Liste im Eiltempo abzuhaken. Wer beides verbinden will, koppelt einen Städtetrip mit einem Nationalpark in Reichweite, etwa San Francisco mit Yosemite oder Las Vegas mit dem Grand Canyon, und bekommt so Skyline und Wildnis in einer einzigen Reise.

Wildnis & Weite

USA-Nationalparks von Grand Canyon bis Yosemite

Zwischen den roten Felsen des Südwestens und den Geysiren des Yellowstone liegt die dichteste Sammlung von Nationalparks der Welt — hier die wichtigsten Routen und Praxistipps.

Weite & Nationalparks
Weite & Nationalparks

Die dichteste Parklandschaft der USA liegt im Südwesten und ist bequem ab Las Vegas erreichbar. In einer Rundtour von zehn bis vierzehn Tagen verbindest du den Grand Canyon mit Zion, dem Bryce Canyon und dem Arches-Nationalpark in Utah, die vor Ort zu den sogenannten Mighty Five gezählt werden. Dazwischen liegen das Monument Valley und der fotogene Antelope Canyon, für den du eine geführte Tour brauchst und vorab ein Zeitfenster buchst. Die Distanzen sind groß, doch die Straßen sind leer und gut ausgebaut, sodass sich Tagesetappen von zwei bis vier Stunden Fahrt realistisch und ohne Hetze aneinanderreihen lassen.

Weiter nördlich warten die großen Wildnisparks. Der Yellowstone kombiniert dampfende Geysire, farbige heiße Quellen und Wildtiere von Bison bis Grizzly, der benachbarte Grand-Teton-Nationalpark liefert die schroffe Bergkulisse gleich dazu. Yosemite und die uralten Mammutbäume der Sequoia-Parks liegen günstig an einer Kalifornien-Route, während der Glacier-Nationalpark an der kanadischen Grenze zu den einsamsten und wildesten zählt. Wer ohnehin über die Grenze fährt, kettet in Kanada die Rocky Mountains rund um Banff und Jasper an — die türkis leuchtenden Bergseen dort gehören zum Eindrucksvollsten, was der ganze Kontinent zu bieten hat. Für die weiten Strecken zwischen diesen Parks lohnt es sich, ein bis zwei Übernachtungen in den kleinen Gateway-Orten davor einzuplanen, statt alles an einem einzigen Tag durchzuziehen.

Praktisch lohnt sich der Jahrespass America the Beautiful für rund 80 US-Dollar, sobald du mehr als zwei oder drei Parks ansteuerst — er gilt für alle bundesweiten Parks und wird pro Fahrzeug abgerechnet, nicht pro Person. Für stark besuchte Parks wie Yosemite, Arches oder den Rocky-Mountain-Nationalpark gibt es in der Hauptsaison ein Zeitfenster-Reservierungssystem, das du einige Wochen vorab online buchst. Die Lodges innerhalb der Parks sind oft Monate im Voraus ausgebucht, die begehrten Campingplätze ebenso. Die beste Zeit liegt zwischen Mai und September, wenn auch die höher gelegenen Passstraßen schneefrei und geöffnet sind.

Inseln & Strände

Karibik-Urlaub und die klassische Kuba-Rundreise

Von der Kulturrunde über Kuba bis zum All-inclusive-Strand auf Jamaika hat die Karibik für jeden Reisetyp die passende Insel.

Karibik
Karibik

Die Karibik ist kein einzelnes Ziel, sondern eine Kette sehr unterschiedlicher Inseln, und die richtige Wahl hängt vom Reisetyp ab. Für reinen Strand- und Resorturlaub sind die Dominikanische Republik rund um Punta Cana und Jamaika mit seinen langen Sandstränden gesetzt, meist als All-inclusive-Paket gebucht. Wer Kultur und Strand verbinden möchte, fährt stattdessen nach Kuba. Das Meer liegt fast ganzjährig bei angenehmen 26 bis 28 Grad, und die trockene, stabile Hauptsaison reicht von Dezember bis April. Ehrlich gesagt fällt die offizielle Hurrikan-Saison in die Monate Juni bis November — die Preise sinken dann deutlich, das Wetterrisiko ist aber real und sollte in die Planung einfließen.

Eine klassische Kuba-Rundreise beginnt in Havanna mit zwei bis drei Nächten und führt anschließend ins Tabakanbaugebiet Viñales mit seinen bewaldeten Kegelbergen, weiter in die Kolonialstadt Trinidad mit ihrem holprigen Kopfsteinpflaster. Zum Abschluss hängen viele ein paar ruhige Strandtage in Varadero oder auf den vorgelagerten Cayos an. In zehn bis vierzehn Tagen ist diese Runde entspannt und ohne Zeitdruck zu schaffen. Übernachtet wird meist in privaten Casas particulares, gezahlt wird überwiegend in bar — nimm ausreichend Bargeld mit, da ausländische Karten nicht überall funktionieren, und informiere dich vor Abreise über die aktuelle Lage im Land.

In der Dominikanischen Republik dreht sich in den großen Zonen fast alles um die Resorts, doch ein Ausflug zur grünen Halbinsel Samaná oder in die kühleren Berge lohnt den Blick hinter die Anlage. Jamaika verbindet die Strände von Negril und Montego Bay mit den nebligen Blue Mountains und der Reggae-Kultur rund um Kingston. All-inclusive ergibt vor allem dann Sinn, wenn du planbar entspannen willst und wenig Wert auf täglich neue Restaurants legst; für Neugierige mit Lust auf Land und Leute ist die individuell gebuchte Runde über Kuba oder eine Kombination mehrerer Inseln die spannendere Wahl. Familien mit kleinen Kindern fahren oft am besten mit einem ruhigen Resort, während Taucher und Schnorchler gezielt die Riffe vor den vorgelagerten Cayos und kleineren Inseln ansteuern.

Roadtrips & Selbstfahrer

Rundreise durch die USA-Westküste und Kanada

Ob Highway 1 an der Pazifikküste, Südwest-Schleife durch die Wüstenparks oder Indian-Summer-Runde durch Ostkanada — Nordamerika ist gemacht für den Roadtrip.

Unterwegs in Mittelamerika
Unterwegs in Mittelamerika

Der Klassiker unter den USA-Rundreisen ist die Westküste. Eine bewährte Route startet in Los Angeles, folgt dem Highway 1 mit seinen Steilklippen über Big Sur nach San Francisco und schwenkt danach ins Landesinnere zu den Nationalparks der Sierra Nevada. Alternativ ziehst du ab Las Vegas die große Südwest-Schleife über Grand Canyon, Zion und das glühend heiße Death Valley. Für eine USA-Westküsten-Rundreise solltest du zwei bis drei Wochen einplanen und pro Tag selten mehr als drei bis vier Stunden Fahrt ansetzen, sonst verbringst du den Urlaub am Steuer statt an den Aussichtspunkten und Trails. Wer im Hochsommer unterwegs ist, legt die Wüstenetappen im Südwesten wegen der Mittagshitze besser auf den frühen Morgen und packt reichlich Wasser ein.

Eine Kanada-Rundreise teilt sich grob in einen West- und einen Ostteil. Im Westen führt die große Strecke von Vancouver über den Highway durch die Rocky Mountains nach Banff und Jasper und endet in Calgary, vorbei an Bergseen, Gletschern und Wildtieren am Straßenrand. Der Osten verbindet Toronto und die Niagarafälle mit dem französisch geprägten Montréal und dem historischen Québec; im Oktober taucht der Indian Summer die Wälder entlang des Sankt-Lorenz-Stroms in leuchtendes Rot und Gold. Beide Runden füllen bequem zehn bis vierzehn Tage, im Westen darf es wegen der größeren Distanzen ruhig etwas mehr Zeit sein.

Bei der Planung zählen ein paar Grundregeln. Mietwagen haben in Nordamerika fast immer ein Automatikgetriebe, und eine Vollkasko ohne Selbstbehalt ist die zusätzliche Ausgabe fast immer wert; Einwegmieten mit Rückgabe an einem anderen Ort schlagen dagegen oft mit einem spürbaren Aufschlag zu Buche. Gefahren wird rechts, Mautstrecken zahlst du meist elektronisch über ein Transpondersystem. Kalkuliere die Entfernungen ehrlich, denn zwischen zwei Höhepunkten liegen schnell mehrere Hundert Kilometer. Wer Flüge und Auto clever kombiniert, spart viel Zeit — etwa mit einem Inlandsflug von der West- an die Ostküste statt einer tagelangen Fahrt quer durchs Land.

Familie & Kinder

Familienurlaub in Florida und weitere Ziele für Kinder

Freizeitparks in Orlando, Wildtiere in Kanada und Strandtage in Mexiko — der Kontinent hält für jedes Kindesalter das passende Reiseziel bereit.

Florida ist der Familienklassiker schlechthin. In und um Orlando ballen sich die großen Freizeitparks rund um Walt Disney World und die Universal Studios, für die du je nach Alter und Zahl der Kinder leicht drei bis fünf Tage einplanst. Danach lässt sich der Wechsel an den Strand gut anschließen — die ruhigeren, flach abfallenden Buchten am Golf von Mexiko eignen sich für kleine Kinder oft besser als die etwas raueren Atlantikstrände. Ein Airboat-Ausflug in die Sümpfe der Everglades und ein Abstecher auf die Inselkette der Florida Keys runden eine ein- bis zweiwöchige Runde ab. Am angenehmsten ist der trockene Winter, denn im Sommer wird es heiß, schwül und oft gewittrig.

Jenseits von Florida ist Kalifornien die zweite naheliegende Wahl, mit dem originalen Disneyland in Anaheim, dem großen Zoo von San Diego und flach abfallenden Pazifikstränden. Kanada punktet bei Familien mit einfacher Organisation, hoher Sicherheit und viel Natur — Bärenbeobachtung, eine Kanufahrt auf einem stillen See und die Rocky Mountains kommen bei älteren Kindern gut an. Auch eine USA-Rundreise mit wenigen ausgewählten Nationalparks funktioniert mit Kindern, solange die Tagesetappen kurz bleiben und genug Pausen für Spielplätze und ein Eis eingebaut sind. Zu große Distanzen am Stück sind der häufigste Fehler bei der Familienplanung. Kürzere Etappen und feste Standorte für jeweils mehrere Nächte nehmen zusätzlich Druck aus der Reise und lassen den Kindern Zeit zum Ankommen.

Für Sonne und Strand mit Kindern bietet sich die Riviera Maya in Mexiko an, wo sich All-inclusive-Anlagen mit dem Baden in glasklaren Cenoten und einem Ausflug zu Maya-Ruinen verbinden lassen. Costa Rica ist eher für Familien mit älteren, naturbegeisterten Kindern spannend, weil Faultiere, aktive Vulkane und dichter Regenwald hier zum Greifen nah sind. Bedenke bei allen Tropenzielen die Anreise: Der Flug dauert je nach Ziel viele Stunden, und der Zeitunterschied von sechs bis neun Stunden fordert vor allem die Kleinsten. Plane deshalb die ersten Tage bewusst ruhig und ohne straffes Besichtigungsprogramm ein.

Planung & Praxis

Nordamerika-Reise planen von Einreise bis Mietwagen

Von der Einreisegenehmigung über Flugzeiten und Mietwagen bis zur besten Reisezeit — die Basics für die Reiseplanung nach Nordamerika auf einen Blick.

Für die USA und Kanada reist du in aller Regel mit einer vorab online beantragten Einreisegenehmigung ein — für die USA über das ESTA-System, für Kanada über die eTA. Beide beantragst du einige Tage vor dem Abflug, brauchst dafür einen gültigen Reisepass und informierst dich am besten kurz vorher auf den offiziellen Regierungsseiten, da sich Bestimmungen und Details jederzeit ändern können. Direktflüge ab Deutschland erreichen die Ostküste in etwa acht bis neun Stunden, die Westküste sowie Mittelamerika in rund elf bis zwölf Stunden. Der Zeitunterschied von sechs bis neun Stunden bringt einen spürbaren Jetlag mit sich, der auf dem Rückweg meist stärker ausfällt.

Ohne Mietwagen bleiben die Nationalparks und weite Landstriche kaum erreichbar, weshalb der Wagen für jeden Roadtrip praktisch Pflicht ist. Nordamerikanische Mietwagen haben fast immer ein Automatikgetriebe; eine Kreditkarte auf den Namen des Fahrers und der nationale Führerschein genügen meistens, ein internationaler Führerschein schadet als Ergänzung aber nie. Eine Versicherung mit voller Deckung ist dringend zu empfehlen, ebenso ein prüfender Blick auf Zusatzgebühren für junge Fahrer oder für Einwegmieten. In den großen Städten drehst du das Prinzip um — in New York etwa ist die U-Bahn schneller und billiger als jeder Parkplatz, und der eigene Wagen wird schnell zum Klotz am Bein. Parkgebühren in den Innenstädten sind hoch, und viele Hotels berechnen die Übernachtung des Wagens zusätzlich, weshalb sich die Anmietung erst zum Aufbruch in die Fläche wirklich rechnet.

Die beste Reisezeit hängt stark an der jeweiligen Region. Für die USA und Kanada sind die Monate Mai bis September ideal, im Osten kommt der Indian Summer im Oktober dazu; die Tropen im Süden bereist du dagegen am besten in der Trockenzeit von November bis April, außerhalb der Hurrikan-Monate. Beim Budget solltest du das Trinkgeld ernst nehmen — in den USA und Kanada sind fünfzehn bis zwanzig Prozent in Restaurants üblich und fest eingeplant. Für Gesundheits- und Impffragen gilt der einfache Grundsatz, dich rechtzeitig ärztlich reiseberaten zu lassen und eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport abzuschließen, gerade für Mexiko, Mittelamerika und die Karibik.

Mietwagen

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Wohin in Nordamerika – Monat für Monat

Frühling für Mexiko und den USA-Südwesten

März – Mai

Im Frühjahr endet in Mexiko und auf Kuba die Trockenzeit, während die Wüstenparks im Südwesten der USA noch vor der großen Sommerhitze angenehm zu bereisen sind.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Nordamerika

Wie lange sollte eine Nordamerika-Rundreise dauern?
Plane pro Region zwei bis drei Wochen ein, etwa für die US-Westküste, Ostkanada oder Mexikos Yucatán. Wegen der großen Entfernungen ist ein regionaler Schwerpunkt sinnvoller, als mehrere Länder in kurzer Zeit zu verbinden.
Wann ist die beste Reisezeit für Nordamerika?
Für die USA und Kanada eignen sich Mai bis September, im Osten zusätzlich der Indian Summer im Oktober. Die Karibik, Mexiko und Mittelamerika bereist du am besten in der Trockenzeit von November bis April, außerhalb der Hurrikan-Saison.
Welche Sehenswürdigkeiten gehören in Nordamerika ganz nach oben?
Zu den Klassikern zählen der Grand Canyon, der Yellowstone und Yosemite, die Niagarafälle, die Skyline und die Freiheitsstatue von New York sowie die Maya-Stätte Chichén Itzá auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko.
Brauche ich für die USA und Kanada ein Visum?
Für touristische Kurzreisen genügt meist eine vorab online beantragte Einreisegenehmigung, für die USA das ESTA, für Kanada die eTA. Beantrage sie einige Tage vor Abflug und prüfe die Details kurz vorher auf den offiziellen Regierungsseiten.
Wie viele Länder gibt es in Nordamerika?
Auf dem Festland und in Mittelamerika liegen unter anderem Kanada, die USA, Mexiko, Guatemala, Belize, Costa Rica und Panama. Rechnet man die Karibik dazu, kommen Inselstaaten wie Kuba, Jamaika und die Dominikanische Republik hinzu.
Lohnt sich eine Kuba-Rundreise?
Ja, wenn du Kultur und Strand verbinden willst. Eine klassische Runde führt in zehn bis vierzehn Tagen von Havanna über das Tabaktal Viñales und die Kolonialstadt Trinidad zu den Stränden von Varadero und den vorgelagerten Cayos.
Wann ist die beste Zeit für einen Karibik-Urlaub?
Die trockene und stabile Hauptsaison liegt zwischen Dezember und April, bei Wassertemperaturen um 26 bis 28 Grad. Die offizielle Hurrikan-Saison von Juni bis November ist günstiger, bringt aber ein reales Wetterrisiko mit sich.
Ist Florida gut für einen Familienurlaub?
Florida eignet sich sehr gut für Familien: In Orlando warten die großen Freizeitparks, dazu kommen flache Golfstrände, ein Airboat-Ausflug in die Everglades und die Florida Keys. Am angenehmsten ist der trockene Winter.
Wie viele Tage braucht eine USA-Westküsten-Rundreise?
Für eine entspannte Westküsten-Runde mit Los Angeles, San Francisco, dem Highway 1 und den Südwest-Nationalparks solltest du zwei bis drei Wochen einplanen und pro Tag selten mehr als drei bis vier Stunden Fahrt ansetzen.
Braucht man in Nordamerika einen Mietwagen?
Für Roadtrips und Nationalparks ist ein Mietwagen praktisch unverzichtbar, meist mit Automatikgetriebe und Kreditkarte auf den Fahrernamen. In Metropolen wie New York ist die U-Bahn dagegen schneller und günstiger als das Auto.
Was kostet der Nationalpark-Jahrespass in den USA?
Der Jahrespass America the Beautiful kostet rund 80 US-Dollar, gilt pro Fahrzeug und deckt alle bundesweiten Nationalparks ab. Er lohnt sich, sobald du mehr als zwei oder drei Parks besuchst.
Welches Land in Nordamerika passt zu meiner Reise?
Kanada steht für Wildnis und Bergseen, die USA für die Bandbreite aus Metropolen und Nationalparks, Mexiko für Kultur und Strände und die Karibik für reinen Badeurlaub. Die Wahl hängt davon ab, ob Natur, Stadt oder Strand im Vordergrund steht.
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