Die schönsten Strände in Punta Cana von Bávaro bis Macao
Am frühen Morgen, bevor die Liegen belegt sind, gehört dir der Bávaro-Strand fast allein – nur ein Fischerboot zieht seine Spur durchs flache Türkis.
Playa Bávaro ist das Aushängeschild der Costa del Coco und der Grund, warum die meisten überhaupt herkommen: ein kilometerlanger Streifen aus feinem, fast weißem Sand, gesäumt von schräg ins Wasser geneigten Kokospalmen. Das Meer fällt hier über weite Strecken sehr flach ab, ein vorgelagertes Riff bricht den Wellengang, sodass das Wasser meist ruhig und badewannenwarm bleibt. Der Abschnitt ist fest in der Hand der großen All-inclusive-Anlagen, deren Liegen bis fast an die Wasserlinie reichen – die Strandfläche selbst ist in der Dominikanischen Republik aber öffentlich, du darfst also überall entlanglaufen.
Etwas nördlicher, in El Cortecito, mischt sich Resort-Karibik mit dominikanischem Alltag: Fischerboote liegen im Sand, kleine Bars servieren frittierten Fisch und Bachata dröhnt aus den Boxen. Hier legen viele Ausflugsboote und Katamarane ab, und Straßenhändler bieten Zigarren, Rum und Souvenirs an – freundlich, aber hartnäckig; ein bestimmtes „no, gracias“ reicht meist. Wer das bunte, laute Karibik-Gefühl abseits der Poolanlagen sucht, ist am Cortecito richtiger als an den abgeriegelten Hotelstränden weiter südlich.
Playa Macao, rund zwanzig Autominuten nördlich, ist der wildere Gegenentwurf: ein öffentlicher Strand mit stärkerem Wellengang, an dem Surfschulen ihre Anfängerkurse geben und Buggy-Touren zum Fotostopp halten. Es gibt einfache Strandbars, aber keine Resortkulisse – dafür Weite und ein Meer mit etwas mehr Kraft. Ganz im Süden, in Cap Cana, liegt die halbmondförmige Playa Juanillo mit besonders feinem Sand, ruhigem Wasser und einer eleganteren Strandbar-Szene; sie gilt als einer der geschütztesten Abschnitte der Region.
Ein ehrlicher Hinweis zu den Stränden der Ostküste: In manchen Jahren spült der Atlantik zwischen etwa März und August Sargassum-Braunalgen an, vor allem an offenen Abschnitten wie Bávaro. Die großen Resorts sammeln die Algen morgens mit Maschinen ab, an guten Tagen merkst du kaum etwas davon, an schlechten liegt ein brauner Saum am Wasser. Die Menge schwankt stark von Jahr zu Jahr und von Woche zu Woche. Geschütztere Buchten wie Juanillo oder die Isla Saona sind in der Regel weniger betroffen – wer auf Nummer sicher gehen will, plant einen Bootsausflug ein.





