Land · Nordamerika

Curaçao

Pastellfarbene Kolonialhäuser über dem Wasser, trockene Kakteenhügel und ein Korallenriff direkt vom Ufer machen Curaçao zur eigenwilligsten Insel der niederländischen Karibik außerhalb des Hurrikangürtels.

Über Curaçao

Urlaub in Curaçao

Curaçao gehört mit Aruba und Bonaire zu den ABC-Inseln vor der Küste Venezuelas und ist der eigenwilligste Vertreter der niederländischen Karibik. Statt Postkartenpalmen erwartet dich eine trockene Landschaft aus Kakteen und windgebeugten Divi-Divi-Bäumen, und mittendrin die Hauptstadt Willemstad, deren bunte Kolonialhäuser am Wasser zum UNESCO-Welterbe zählen. Weil die Insel südlich des Hurrikangürtels liegt, bleibt es hier das ganze Jahr warm und trocken, ohne die Sturmsaison des übrigen Karibikraums. Der Reiz liegt in der Mischung. An der geschützten Südwestküste reihen sich Dutzende kleine Buchten mit klarem, türkisem Wasser aneinander, und das Korallenriff beginnt oft direkt am Ufer, weshalb Curaçao als eines der besten Reviere zum Tauchen vom Strand aus gilt. Dazu kommen die Kakteenwildnis im Christoffelpark, die tosende Brandung an der Nordküste bei Shete Boka und eine kreolische Küche voller afrikanischer, niederländischer und südamerikanischer Einflüsse. Die Insel ist klein, sodass sich Stadt, Strand und Natur bequem mit dem Mietwagen zu einer Reise verbinden lassen.

Curaçao – Karte
Reiseführer

Curaçao von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Curaçao ist die eigenwilligste der drei ABC-Inseln, weil hier niederländisches Kolonialerbe, eine trockene Kakteenlandschaft und ein Korallenriff direkt vor der Küste zusammenkommen. Dieser Reiseführer zeigt dir, wie die Insel aufgebaut ist, wann du am besten kommst und wie du Willemstad, die Buchten im Westen und das Tauchrevier zu einer Reise verbindest.

Insel & Regionen

Wohin auf Curaçao reisen

Eine windgeschützte Südwestküste, eine wilde Nordküste und Willemstad in der Mitte teilen die kompakte Insel in wenige, klar unterscheidbare Ecken.

In der Mitte der Insel liegt Willemstad, das mit rund einem Drittel der Einwohner das unbestrittene Zentrum bildet. Die schmale Sint Anna Bay teilt die Altstadt in die Stadtteile Punda und Otrobanda, verbunden von der schwimmenden Koningin-Emma-Brücke, und rundherum wachsen Wohnviertel, das Ausgehviertel Pietermaai und der große Handelshafen. Die meisten Reisenden schlagen ihr Quartier in der Stadt oder im nahen Südosten auf, weil von hier aus alle Ecken der Insel in unter anderthalb Stunden erreichbar sind. Willemstad eignet sich damit gut als feste Basis, von der aus du die übrige Insel über Tagesausflüge erkundest.

Der Westen der Insel, auf Papiamentu Bandabou genannt, ist ländlich und ruhig und beherbergt die schönsten Badebuchten. Zwischen dem Dorf Sint Willibrordus und dem Fischerort Westpunt reihen sich Grote Knip, Cas Abao, Playa PortoMari und Playa Lagun aneinander, dahinter steigt der Christoffelpark mit dem höchsten Berg der Insel auf, und an der wilden Nordküste tost die Brandung im Shete Boka Nationalpark. Hier draußen wird es merklich stiller, die Fahrten werden länger, und die Landschaft aus Kakteen und Trockenwald wirkt fast wüstenhaft. Wer die Strände und die Natur in den Mittelpunkt stellt, wohnt im Westen oder fährt für Tagesausflüge hinaus.

Der Osten und Südosten, auf Papiamentu Banda'riba, ist stärker auf Urlaub ausgelegt. Rund um Jan Thiel liegen Strandclubs, Ferienanlagen und die Lagune Spaanse Water mit ihrem Yachthafen und viel Wassersport, gleich daneben zieht die Caracasbaai mit dem bekannten Tugboat-Tauchplatz. Als Faustregel gilt, dass die geschützte Süd- und Westküste die ruhigen Badebuchten und das Riff versammelt, während die windzugewandte Nordküste rau und felsig bleibt und eher zum Wandern und Staunen als zum Schwimmen einlädt. Weil zwischen beiden Küsten nur wenige Kilometer liegen, lassen sich Stadt, Strand und Natur ohne langes Fahren an einem einzigen Tag verbinden.

Highlights & Kultur

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Curaçao

Zwischen der bunten Altstadt von Willemstad, den Kalksteinhöhlen und der wilden Brandung im Norden liegt die ganze Bandbreite der Insel.

Der Ausgangspunkt ist immer Willemstad. Entlang der Handelskade in Punda ziehen sich die berühmten Kolonialhäuser in Ocker, Rosa und Blau am Wasser entlang, verbunden mit Otrobanda durch die schwimmende Koningin-Emma-Brücke, die für die vorbeifahrenden Schiffe zur Seite schwenkt. Dazu kommen das Fort Amsterdam, die Mikvé-Israel-Emanuel-Synagoge mit ihrem Sandboden als älteste durchgehend genutzte Synagoge Amerikas und der schwimmende Markt, an dem venezolanische Boote Obst und Gemüse verkaufen. Das restaurierte Viertel Pietermaai mit seinen bunten Fassaden bündelt am Abend Restaurants und Bars. Für einen ersten Rundgang genügt ein halber Tag, doch die Stadt lohnt auch ein zweites, genaueres Kennenlernen.

Außerhalb der Stadt bestimmt die trockene Natur das Bild. Im Nordwesten schützt der Christoffelpark den höchsten Berg der Insel, den Sint Christoffelberg, über dessen Hänge sich Wanderwege, wilde Orchideen und der seltene Curaçao-Weißwedelhirsch verteilen, und vom Gipfel reicht der Blick an klaren Tagen bis zu den Nachbarinseln. Direkt an der windzugewandten Nordküste liegt der Shete Boka Nationalpark, wo die Wellen bei Boka Tabla in eine Felshöhle donnern und bei Boka Pistol wie aus einem Rohr in die Höhe schießen. Die Hato-Höhlen zeigen Tropfsteine, Fledermäuse und alte Felszeichnungen im kühlen Kalkstein und bieten an heißen Tagen eine willkommene Abkühlung.

Dazwischen liegen die kleineren Ziele, die den Charakter der Insel ausmachen. Am Landhuis Chobolobo wird bis heute der original Blue Curaçao aus der Schale der Laraha-Orange gebrannt, an den Salzpfannen bei Jan Kok und Sint Willibrordus stehen oft Flamingos im flachen Wasser, und auf der Aloe-Plantage im Landesinneren lässt sich der Anbau der Heilpflanze verfolgen. Wer noch weiter hinaus will, bucht einen Bootstag zum unbewohnten Klein Curaçao mit seinem weißen Sand und dem alten Leuchtturm vor der Südostspitze. So verbindet sich an einem einzigen Ausflugstag oft Geschichte, Natur und Küste zu einem runden Bild der Insel.

Strände & Buchten

Die schönsten Strände und Buchten auf Curaçao

Statt endloser Sandstreifen reihen sich an der Südwestküste viele kleine Buchten aneinander, jede mit eigenem Charakter und klarem Wasser.

Anders als auf vielen Karibikinseln gibt es auf Curaçao kaum lange Sandstrände, dafür Dutzende kleiner Buchten, auf Papiamentu Boka oder Playa genannt. Sie liegen an der geschützten Südwestküste in niedrige Kalksteinfelsen eingebettet, das Wasser ist ruhig, klar und leuchtet in kräftigem Türkis. Die bekannteste ist die Grote Knip, auch Playa Kenepa Grandi, mit hellem Sand und einem niedrigen Felsen zum Springen, gleich daneben liegt die kleinere Kleine Knip. Beide gehören zu den meistfotografierten Orten der Insel und füllen sich am Wochenende auch mit Einheimischen, die zum Baden herauskommen.

Weiter an der Küste verteilen sich Buchten mit ganz unterschiedlicher Ruhe und Ausstattung. Cas Abao ist breit und komfortabel mit Liegen und Bar, Playa PortoMari hat ein vorgelagertes Doppelriff zum Schnorcheln, und die winzige Playa Lagun schmiegt sich zwischen zwei Felswände, an denen oft Tintenfische und Meeresschildkröten vorbeiziehen. Am Westzipfel bei Playa Piskadó, auch Playa Grandi, ziehen die Fischer ihren Fang ein, und im Wasser schwimmst du zwischen grünen Meeresschildkröten. Ruhigere und unbebautere Alternativen sind Daaibooi und Playa Jeremi, die ohne große Anlagen auskommen und sich für einen stillen Strandtag ohne Trubel eignen.

Näher an Willemstad liegen die belebten Stadtstrände. Am Sea Aquarium Beach und am benachbarten Mambo Beach reihen sich Strandclubs, Restaurants und Bars, und der weitläufige Jan Thiel Beach im Südosten ist auf Familien und lange Strandtage eingestellt. Zum Baden nutzt du grundsätzlich die geschützte Süd- und Westseite, denn die Nordküste um Shete Boka ist rau und dient nur zum Anschauen. Weil die schönsten und klarsten Buchten weit im Westen liegen, lohnt sich für ihre Erkundung ein Mietwagen, mit dem du an einem Tag gleich mehrere Playas aneinanderreihen und je nach Wind die geschützteste aussuchen kannst.

Route & Mietwagen

Curaçao mit dem Mietwagen erkunden

Die Insel ist klein genug, um sie in wenigen Tagen mit dem Mietwagen zu erschließen, und groß genug für ein paar echte Fahrten in den Westen.

Mit rund sechzig Kilometern Länge ist Curaçao überschaubar, und ein Mietwagen ist die naheliegende Art, sie kennenzulernen. Es gilt Rechtsverkehr, die Hauptstraßen sind gut ausgebaut, und von Willemstad erreichst du die westlichen Buchten und den Christoffelpark in etwa fünfundvierzig bis fünfundsiebzig Minuten. Statt einer klassischen Rundreise mit ständigem Quartierwechsel bleibt man auf Curaçao meist an einem Ort und unternimmt von dort Tagesausflüge, oft von einer Basis in der Stadt oder rund um Jan Thiel im Südosten. So sparst du dir das ständige Kofferpacken und hast trotzdem die ganze Insel in Reichweite.

Eine gute Route verbindet die Höhepunkte in wenigen Etappen. Du startest in der Altstadt von Willemstad, fährst dann an der Südwestküste entlang zu den Buchten Playa PortoMari, Cas Abao und Grote Knip und weiter bis zum Fischerort Westpunt und den Schildkröten von Playa Piskadó. Von dort geht es hinauf in den Christoffelpark für eine Wanderung und an die raue Nordküste zum Shete Boka Nationalpark, bevor du über das ruhige Landesinnere zurückrollst. Ein eigener Tag gehört der Bootsfahrt zum unbewohnten Klein Curaçao, und wer gern taucht, plant zusätzlich Zeit für die Riffe und Wracks entlang der Südküste ein.

Bei der Umsetzung lohnt etwas Planung. Zu einigen Buchten führen holprige Naturpisten, für die ein etwas höher gelegtes Fahrzeug angenehmer ist, und im ländlichen Westen gibt es weniger Tankstellen, sodass du besser mit vollem Tank und ausreichend Wasser losfährst. Für die ganze Insel samt Stadt, mehreren Stränden und einem Ausflug in die Natur reicht eine Woche in entspanntem Tempo gut aus, wer viel Zeit im Wasser verbringt, hängt ein paar Tage an. Details zu Anreise und Fortbewegung findest du weiter unten im Planungsteil, wo auch Währung und Sprache zur Sprache kommen.

Küche & Krioyo

Essen und Trinken auf Curaçao

Die Küche von Curaçao mischt afrikanische, niederländische und südamerikanische Einflüsse zu einer eigenen kreolischen Tradition namens Krioyo.

Das Herz der Inselküche ist die kreolische Krioyo-Tradition, die deftig und würzig ausfällt. Klassiker sind Stoba, ein Schmoreintopf aus Rind oder Ziege, und Keshi Yena, ein mit Fleisch gefüllter Laib Käse, der auf die koloniale Vergangenheit zurückgeht. Als Beilage kommt fast immer Funchi auf den Tisch, ein fester Maisbrei ähnlich der Polenta, oft auch Reis und gebackene Kochbanane. Traditionelle Gerichte wie die Kaktussuppe Kadushi oder der Leguan-Eintopf Yuana zeigen, wie sehr die trockene Landschaft die Küche geprägt hat, und auf den Märkten findest du dazu tropische Früchte, die aus dem nahen Venezuela herübergebracht werden.

Zum Essen gehen kannst du in ganz unterschiedlichem Rahmen. In den Vierteln Pietermaai und Punda in Willemstad liegen Restaurants und Cafés dicht beieinander, am schwimmenden Markt und in einfachen Snacks, den lokalen Imbissen, gibt es frischen Fisch und gefüllte Teigtaschen namens Pastechi. Rund um Jan Thiel und den Mambo Beach reihen sich Strandclubs mit Blick aufs Meer, in denen sich ein langer Nachmittag gut ausklingen lässt. Wer mit einem freundlichen bon bini begrüßt wird, hört das papiamentische Wort für willkommen, das dir überall auf der Insel begegnet.

Bei den Getränken führt kein Weg am namensgebenden Likör vorbei. Der original Blue Curaçao wird aus der Schale der bitteren Laraha-Orange am Landhuis Chobolobo gebrannt und ist tatsächlich klar, die kräftig blaue Farbe kommt erst durch einen Zusatz hinein. Dazu trinkt man das lokale Bier Amstel Bright und die frische Limonade Awa di Lamunchi aus kleinen grünen Limetten. Amtssprache ist Niederländisch, im Alltag hörst du überall das melodische Papiamentu, während Englisch und Spanisch weithin verstanden werden, sodass du dich in Restaurants und Läden mühelos verständigst.

Familienurlaub

Curaçao mit Kindern

Ruhiges, flaches Wasser an den Südküstenbuchten und kurze Wege auf der kleinen Insel machen Curaçao zu einem entspannten Ziel für Familien.

Für Familien spielt die geschützte Südküste ihre Stärken aus. Buchten wie Playa PortoMari, Cas Abao und der weitläufige Jan Thiel Beach fallen flach ab, das Wasser ist ruhig und klar, und an vielen Stränden gibt es Liegen, Schatten und einfache Lokale. Weil das Riff oft direkt vor dem Strand beginnt, sehen schon größere Kinder mit Schnorchel und Maske bunte Fische, ohne weit hinausschwimmen zu müssen. Die kurzen Wege auf der kleinen Insel halten die Fahrten mit Kindern angenehm knapp und lassen genug Zeit für den Strand am Nachmittag.

An Programm mangelt es nicht. Im Curaçao Sea Aquarium bei Willemstad kommen Kinder Rochen, Haien und Seesternen nahe, am Westzipfel schwimmen sie bei Playa Piskadó mit echten Meeresschildkröten, und auf der Ostrich Farm im Landesinneren lassen sich Strauße aus der Nähe erleben. Die Hato-Höhlen mit ihren Tropfsteinen und Fledermäusen und die leichten Wege im Christoffelpark eignen sich gut für kleine Entdecker, während der lange Bootstag zum unbewohnten Klein Curaçao eher zu älteren Kindern passt. Auch eine Fahrt mit einem Glasbodenboot über das Riff kommt bei den meisten gut an.

Bei der Planung hilft der Blick aufs Klima. Die Sonne ist kräftig, doch der stete Passatwind lässt die Hitze weniger drückend wirken und verlangt gerade deshalb konsequenten Sonnenschutz, weil man den Sonnenbrand im kühlenden Wind leicht unterschätzt. Viele Ferienanlagen rund um Jan Thiel und Willemstad sind auf Familien eingestellt und bieten flache Pools und kurze Wege zum Strand. Zu empfohlenen Impfungen und zur Gesundheitsvorsorge informierst du dich rechtzeitig bei einer reisemedizinischen Beratung, da die Empfehlungen je nach Reise und Aufenthaltsdauer unterschiedlich ausfallen können.

Anreise & Praktisches

Curaçao-Reise planen

Von der Anreise über den Mietwagen bis zur Währung lässt sich für Curaçao das meiste schon vor dem Abflug klären.

Die Anreise führt fast immer über die Niederlande. Der internationale Flughafen Hato liegt nördlich von Willemstad und wird ab Amsterdam mit Langstreckenflügen von rund zehn Stunden bedient, ab Deutschland planst du je nach Verbindung einen Umstieg ein, meist in Amsterdam. Weil Curaçao ein autonomes Land innerhalb des Königreichs der Niederlande ist, sind die Verbindungen dorthin dicht, und die Insel ist an das europäische Reisenetz gut angebunden. Der Flughafen liegt nur eine kurze Fahrt von der Hauptstadt und den meisten Urlaubsorten entfernt, sodass der Transfer selten lange dauert.

Vor Ort ist der Mietwagen die praktischste Wahl, um die Buchten im Westen, den Christoffelpark und die Nordküste zu erreichen, denn Busse fahren nur eingeschränkt und selten bis in die entlegenen Ecken. Es gilt Rechtsverkehr, und Taxis fahren meist zu festen Tarifen ohne Taxameter, weshalb du den Preis am besten vor der Fahrt klärst. Bezahlt wird mit dem Antillen-Gulden, oft als Naf abgekürzt, wobei US-Dollar vielerorts akzeptiert werden und Kartenzahlung in der Stadt und den Urlaubsorten üblich ist. Etwas Bargeld ist für kleine Läden und Trinkgelder praktisch.

Beim Klima liegt der große Vorteil der Insel. Curaçao bleibt das ganze Jahr warm und trocken und liegt südlich des Hurrikangürtels, sodass die im übrigen Karibikraum übliche Sturmsaison hier wegfällt und ein steter Passatwind für spürbare Abkühlung sorgt. Für die Einreise brauchst du als deutsche Staatsangehörige einen gültigen Reisepass und in der Regel ein Rückreiseticket, die genauen Bestimmungen prüfst du vor der Reise beim Auswärtigen Amt, da sie sich ändern können. Zu Impfungen und Gesundheitsvorsorge berät dich rechtzeitig eine reisemedizinische Stelle, und ansonsten gilt auf der Insel dieselbe alltägliche Umsicht mit Wertsachen wie überall.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Partnerangebote in Kürze
Klima & Reisezeit

Beste Reisezeit für Curaçao

Warm und trocken ist es das ganze Jahr, und weil die Insel außerhalb des Hurrikangürtels liegt, fällt die sonst übliche Karibik-Sturmsaison hier weg.

Curaçao hat ein halbtrockenes, tropisches Klima, das über das Jahr erstaunlich gleichmäßig bleibt. Die Höchstwerte liegen fast durchgehend um dreißig Grad, nachts kühlt es kaum unter fünfundzwanzig ab, und das Meer ist mit rund siebenundzwanzig Grad ganzjährig badewarm. Prägend ist der stete Passatwind aus Osten, der die Hitze mildert und im mittleren Jahr am kräftigsten weht. Regen fällt insgesamt wenig, die trockene Landschaft aus Kakteen und Divi-Divi-Bäumen zeugt davon. Die feuchteste Zeit ist der Spätherbst von Oktober bis Dezember, wenn kurze Schauer über die Insel ziehen, die aber selten lange anhalten. Entscheidend für die Reiseplanung ist vor allem, dass Curaçao südlich des Hurrikangürtels liegt und es daher keine ausgeprägte Sturmsaison wie im übrigen Karibikraum gibt.

Jan30°25°trocken und sonnig, angenehmer Passat
Feb30°25°einer der trockensten Monate
Mär31°25°trocken mit viel Sonne
Apr31°26°warm und trocken
Mai31°26°trocken, kräftiger Passatwind
Jun32°26°heiß und trocken, stärkster Wind
Jul32°26°heiß und windig, sehr trocken
Aug32°27°heißester Monat, meist trocken
Sep32°27°heiß und schwül, erste Schauer
Okt32°26°beginnende Regenzeit, kurze Schauer
Nov31°26°feuchtester Monat, kurze Schauer
Dez30°26°mild, vereinzelt Schauer

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Curaçao funktioniert das ganze Jahr, denn die Insel liegt außerhalb des Hurrikangürtels und bleibt durchgehend warm und trocken. Am angenehmsten ist die erste Jahreshälfte von Januar bis Juni mit viel Sonne und dem kühlenden Passatwind. Oktober bis Dezember bringt die kurze, milde Regenzeit mit meist raschen Schauern, und August bis September sind die heißesten und schwülsten Monate.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Curaçao

Wann ist die beste Reisezeit für Curaçao?
Curaçao ist ein Ganzjahresziel, weil es außerhalb des Hurrikangürtels liegt und durchgehend warm und trocken bleibt. Am angenehmsten ist die erste Jahreshälfte von Januar bis Juni mit viel Sonne und dem kühlenden Passatwind, während Oktober bis Dezember die kurze, milde Regenzeit bringt.
Liegt Curaçao im Hurrikangürtel?
Nein, die Insel liegt südlich des klassischen Hurrikangürtels nahe der venezolanischen Küste. Deshalb gibt es hier anders als im übrigen Karibikraum keine ausgeprägte Hurrikansaison, und direkte Wirbelstürme sind sehr selten.
Wie kommt man von Deutschland nach Curaçao?
Die meisten reisen über Amsterdam, von wo es Langstreckenflüge zum Flughafen Hato bei Willemstad gibt, ab Amsterdam rund zehn Stunden. Ab Deutschland planst du je nach Verbindung einen Umstieg ein, meist in den Niederlanden.
Braucht man auf Curaçao einen Mietwagen?
Für die Buchten im Westen, den Christoffelpark und die Nordküste ist ein Mietwagen die praktischste Wahl, da Busse nur eingeschränkt fahren. Es gilt Rechtsverkehr, und die Insel ist mit rund sechzig Kilometern Länge gut an einem Tag zu durchqueren.
Ist Curaçao gut zum Tauchen und Schnorcheln?
Ja, Curaçao gehört zu den besten Revieren der Karibik für Tauchen vom Ufer aus, weil das Saumriff oft direkt am Strand beginnt. Bekannte Spots sind das Wrack der Tugboat in der Caracasbaai, der Mushroom Forest und die Blue Room.
Welche sind die schönsten Strände auf Curaçao?
Zu den bekanntesten Buchten zählen die türkise Grote Knip, Cas Abao, Playa PortoMari und die kleine Playa Lagun. Am Westzipfel schwimmst du bei Playa Piskadó mit Meeresschildkröten, und ein Bootstag führt zum unbewohnten Klein Curaçao.
Welche Sprache spricht man auf Curaçao?
Alltagssprache ist Papiamentu, eine kreolische Sprache. Amtssprache ist Niederländisch, daneben werden Englisch und Spanisch weithin verstanden, sodass die Verständigung im Urlaub unkompliziert ist.
Womit bezahlt man auf Curaçao?
Gezahlt wird mit dem Antillen-Gulden, oft als Naf abgekürzt. US-Dollar werden vielerorts ebenfalls akzeptiert, und Kartenzahlung ist in Willemstad und den touristischen Orten üblich. Etwas Bargeld ist für kleine Läden praktisch.
Ist Curaçao sicher für Reisende?
Die touristischen Gegenden um Willemstad, Jan Thiel und die Westküste gelten als entspannt und gut auf Gäste eingestellt. Wie überall hilft gesunder Menschenverstand, aktuelle Hinweise findest du vor der Reise beim Auswärtigen Amt.
Was sollte man auf Curaçao essen?
Probier die kreolische Krioyo-Küche mit Eintöpfen wie Stoba, dem gefüllten Käse Keshi Yena und der Maisbeilage Funchi. Als Snack sind gefüllte Pastechi beliebt, dazu passt der original Blue Curaçao aus der Laraha-Orange.
Ist Curaçao für einen Familienurlaub geeignet?
Ja, die flachen und ruhigen Buchten der Südküste eignen sich gut für Kinder, dazu kommen kurze Wege auf der kleinen Insel. Beliebt sind das Sea Aquarium, das Schwimmen mit Schildkröten und leichte Wege im Christoffelpark.
Wie lange sollte man auf Curaçao bleiben?
Für Willemstad, mehrere Buchten und einen Ausflug in den Christoffelpark ist eine Woche ein guter Richtwert. Wer viel taucht oder entspannt am Strand liegen möchte, hängt gern ein paar Tage an und verbindet die Insel manchmal mit Aruba oder Bonaire.
CuraçaoPastellfarbene Kolonialhäuser über dem Wasser, trockene Kakteenhügel und ein Korallenriff direkt vom Ufer machen Curaçao zur eigenwilligsten Insel der niederländischen Karibik außerhalb des Hurrikangürtels.
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