Die schönsten Orte und Regionen auf Kuba
Zwischen dem Großstadtrausch von Havanna und den stillen Kolonialgassen von Trinidad liegt eine ganze Insel, auf der jede Region ein anderes Kuba erzählt.

Fast jede Kuba-Reise beginnt und endet in Havanna, und das aus gutem Grund. In der Altstadt Habana Vieja reihen sich restaurierte Kolonialpaläste um vier große Plätze, während nur wenige Straßen weiter die Fassaden abblättern und Klänge des Son aus offenen Fenstern dringen. Am Malecón, der langen Uferpromenade, treffen sich abends Angler, Pärchen und Musiker, und über allem knattern die bunten Straßenkreuzer aus den Fünfzigern. Plane für die Hauptstadt mindestens zwei bis drei Tage ein, denn Havanna ist weniger Kulisse als lebendiges Stadttheater.
Rund zwei Autostunden westlich beginnt bei Viñales das grüne Herz des kubanischen Tabakanbaus. In einem weiten Tal ragen die runden Kalksteinhügel, die Mogotes, aus Feldern voller Tabak und Zuckerrohr, dazwischen liegen kleine Farmen, in denen die Blätter in hölzernen Scheunen trocknen. Wanderungen, Ausritte zu Pferd und Höhlentouren erschließen die Region, die zum Weltkulturerbe zählt. Wer noch weiter fährt, erreicht die einsame Tauchküste um María la Gorda ganz im Westen der Provinz Pinar del Río.
Die Mitte der Insel gehört den Kolonialstädten. Trinidad ist die bekannteste, ein kopfsteingepflastertes Freilichtmuseum aus pastellfarbenen Häusern rund um die Plaza Mayor, keine zwölf Kilometer vom Strand Playa Ancón entfernt. Das nahe Cienfuegos wirkt mit seinen weiten Boulevards und der Bucht französisch geprägt, und in Santa Clara hält das Che-Guevara-Mausoleum die Erinnerung an die Revolution wach. Wer Zeit hat, hält im labyrinthischen Camagüey, dessen verwinkelte Gassen einst Piraten in die Irre führen sollten.
Der Osten, die Region Oriente, ist das ursprünglichste Kuba und zugleich das am weitesten entfernte. Santiago de Cuba, die zweite Metropole der Insel, pulsiert afrokaribisch und gilt als Wiege von Son und Trova, über der Bucht wacht die Festung Castillo del Morro. Noch abgelegener liegt Baracoa, die älteste Stadt des Landes, umgeben von Kakaoplantagen und Regenwald. Für die erste Reise gilt die Faustregel, sich auf den Westen und die Mitte zu beschränken und ein paar Strandtage in Varadero oder auf den nördlichen Cayos anzuhängen. Der ferne Osten lohnt einen eigenen Urlaub oder einen Inlandsflug.













