Wohin auf Jamaika reisen
Drei Küsten und ein bergiges Landesinneres teilen sich die Insel, und wo du landest, prägt deinen ganzen Urlaub.
Die meisten Reisen beginnen an der Nordküste, denn hier liegt der touristische Kern der Insel. Montego Bay ist mit dem wichtigsten Flughafen die übliche Ankunft und verbindet Strandhotels mit einer lebhaften Innenstadt, während Ocho Rios rund um die Dunn's River Falls und die großen Kreuzfahrtpiers der Ausflugsklassiker der Insel ist. Dazwischen liegen ruhigere Badeorte wie Runaway Bay und Discovery Bay sowie Falmouth mit seinem restaurierten georgianischen Zentrum und dem nachts leuchtenden Luminous Lagoon. Wer zum ersten Mal nach Jamaika fliegt und vor allem Strand, Wasserfälle und Ausflüge sucht, ist an dieser Küste am unkompliziertesten aufgehoben.
Ganz im Westen dreht Negril das Tempo herunter. Der elf Kilometer lange Seven Mile Beach zieht sich hier in einem einzigen hellen Bogen an der Küste entlang, im Süden gehen die Sandstrände in eine niedrige Klippenlandschaft über, an der Lokale wie das Rick's Café zum Sonnenuntergang die Klippenspringer beobachten. Negril ist entspannter und kleinteiliger als die großen Resortzonen der Nordküste und zieht Reisende an, die Strandtage, Livemusik und Gelassenheit über mondäne Anlagen stellen.
Der Osten um Port Antonio ist die grünste und ruhigste Ecke der Insel. Zwischen dem tiefblauen Blue Lagoon, den Sandbuchten von Frenchman's Cove und dem Rio Grande, auf dem du auf Bambusflößen durch den Regenwald treibst, geht es hier ursprünglicher und weniger touristisch zu als an der Hauptküste. An der Südküste ticken die Uhren ähnlich langsam, etwa im Fischerort Treasure Beach oder am Black River, wo Bootstouren durch die Mangroven zu den Krokodilen aufbrechen und die YS Falls sowie die Rum-Destillerie von Appleton in Reichweite liegen.
Im Landesinneren und im Süden liegt das andere Jamaika. Über der Hauptstadt Kingston erheben sich die Blue Mountains, deren Hänge einen der bekanntesten Kaffees der Welt hervorbringen und deren Gipfel Wanderer für den Sonnenaufgang schon nachts erklimmen. Kingston selbst ist das kulturelle Herz mit dem Bob-Marley-Museum, dem Devon House und einer lebendigen Musikszene, wird von Badeurlaubern aber oft übersprungen. Für einen ersten Besuch genügt eine Küste samt Umland, während sich Kingston, die Berge und der Süden eher für einen zweiten, neugierigeren Aufenthalt anbieten.














