Kaum eine Hauptstadt trägt ihre Geschichte so selbstverständlich wie Wien. Zwischen dem gotischen Stephansdom im Herzen der Inneren Stadt und den weiten Höfen der Hofburg spürt man auf Schritt und Tritt die Jahrhunderte als Residenz der Habsburger. Doch Wien ist kein Museum: In den Lokalen von Neubau, an den Ständen des Naschmarkts und auf der Donauinsel pulsiert ein junges, entspanntes Leben. Die großen Höhepunkte liegen erstaunlich nah beieinander. Entlang der Ringstraße reihen sich Staatsoper, Kunsthistorisches Museum, Parlament und Rathaus wie an einer Perlenkette. Im MuseumsQuartier trifft Barock auf zeitgenössische Kunst, während das Schloss Belvedere mit Gustav Klimts „Der Kuss" lockt. Wer mehr Zeit hat, fährt hinaus nach Schönbrunn, dem Sommersitz der Kaiser mit weitläufigem Park und der Gloriette über der Stadt. Jedes Viertel hat seinen eigenen Ton. Die Innere Stadt ist elegant und teuer, ideal für den ersten Besuch. Im siebten Bezirk Neubau reihen sich Concept Stores, Cafés und das idyllische Spittelberg-Viertel aneinander. Die Leopoldstadt rund um den Prater wird von Jahr zu Jahr lebendiger, und in Grinzing am Stadtrand sitzt man beim Heurigen unter alten Kastanien. Das Wiener Kaffeehaus ist Wohnzimmer und Bühne zugleich – im Café Central oder im Café Sperl bestellt man eine Melange und bleibt einfach sitzen. Abends lockt die Wiener Küche mit Schnitzel, Tafelspitz und Sachertorte, dazu ein Glas Wein von den Hängen am Stadtrand. Unterwegs ist man in Wien unkompliziert: Das dichte Netz der Wiener Linien bringt einen mit U-Bahn, Tram und Bus überallhin, und vom Flughafen Wien-Schwechat rollt der City Airport Train in rund 16 Minuten bis zur Station Wien Mitte. Vieles im Zentrum erkundet man am besten ohnehin zu Fuß.






