Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Madeira
Die größten Sehenswürdigkeiten Madeiras sind selten Bauwerke – es sind Aussichtspunkte, Küstenstraßen und ein Wolkenmeer, das sich unter deinen Füßen öffnet.
Beginne mit dem Cabo Girão westlich von Funchal, mit rund 580 Metern eine der höchsten Steilklippen Europas. Auf der gläsernen Skywalk-Plattform stehst du über dem Abgrund und blickst senkrecht hinunter auf die Fajãs, winzige Feldterrassen am Fuß der Klippe, die früher nur per Boot erreichbar waren. Der Zugang ist frei, ein Parkplatz liegt direkt daneben, und morgens vor den ersten Reisebussen hast du das Geländer fast für dich. Wer nicht schwindelfrei ist, bleibt einfach hinter der Glasfläche – der Blick auf die Küste ist auch von dort weit.
Der zweite Pflichtstopp liegt im zentralen Bergmassiv: die Aussichtspunkte am Pico do Arieiro, den du fast bis zum Gipfel mit dem Auto erreichst. Bei klarer Wetterlage stehst du auf 1.818 Metern über einem geschlossenen Wolkenmeer, aus dem nur die Nachbargipfel ragen – ein Bild, das sich innerhalb von Minuten wandelt, wenn die Wolken über den Grat quellen. Fahr früh hoch, denn oft klart es nur in den ersten Morgenstunden auf, bevor sich am Nachmittag alles zuzieht.
In und um Funchal reihen sich die kulturellen Höhepunkte: der überdachte Mercado dos Lavradores mit seinen Fisch- und Obstständen, die bemalten Türen der Zona Velha, der Jardim Botânico hoch über der Bucht und die Wallfahrtskirche in Monte, zu der du mit der Seilbahn hinaufschwebst. Von Monte rodeln die Carreiros Besucher in geflochtenen Korbschlitten die steile Straße hinab Richtung Livramento – ein über 150 Jahre altes Transportmittel, das heute ein touristisches Ritual ist, aber ein echtes.
Wer Zeit hat, fährt an die wilde Ostspitze zur Ponta de São Lourenço, wo die grüne Insel abrupt in eine kahle, ockerrote Vulkanlandschaft übergeht. Ein gut ausgebauter Wanderweg führt über den schmalen Landrücken hinaus aufs Meer zu – rund drei Stunden hin und zurück, ohne Schatten, dafür mit Blick auf beide Küsten gleichzeitig. Es ist der einzige Ort der Insel, an dem Madeira nicht grün, sondern karg ist, und gerade dieser Kontrast macht den Abstecher lohnend.





























