Die wichtigsten Porto Sehenswürdigkeiten
Kurz nach neun, wenn die ersten Wagen der Straßenbahnlinie 1 am Fluss entlangrumpeln, gehört dir die Ribeira noch fast allein.
Portugals zweite Stadt fällt in Terrassen zum Douro ab, und ihr Herz ist die Ribeira – das Kaiviertel unter den Brücken, wo sich schmale Häuser mit Kacheln und Wäscheleinen übereinanderstapeln. Lauf die Cais da Ribeira am Wasser entlang, dann über die untere Ebene der Ponte Dom Luís I hinüber nach Vila Nova de Gaia; die obere Ebene, auf der die Metro fährt, erreichst du vom Kloster Serra do Pilar aus und blickst von dort über die ganze Flussschleife. Die eiserne Doppelbrücke stammt von Théophile Seyrig, einem früheren Partner Gustave Eiffels, und ist bis heute das Wahrzeichen der Stadt.
Bergauf wird es dicht an Sehenswürdigkeiten. Die Livraria Lello von 1906 mit ihrer geschwungenen Holztreppe gilt als eine der schönsten Buchhandlungen der Welt – den Eintritt zahlst du vorab, er wird beim Buchkauf verrechnet, und ohne Zeitfenster stehst du in der Schlange. Ein paar Schritte weiter ragt der Torre dos Clérigos auf, der 76 Meter hohe Barockturm von Nicolau Nasoni; über 200 Stufen führen hinauf zum Rundblick. Und im Bahnhof São Bento bedecken rund 20.000 blau-weiße Azulejos die Halle mit Szenen der portugiesischen Geschichte – der Eintritt ist frei, du gehst einfach als Reisender hinein.
Porto ist eine Stadt der Kacheln und der Goldkirchen. In der Igreja de São Francisco überzieht vergoldetes Schnitzwerk das gesamte Innere, während der benachbarte Palácio da Bolsa mit dem maurisch inspirierten Arabischen Saal protzt. Die Capela das Almas und die Seitenwand der Igreja do Carmo tragen riesige Azulejo-Bilder außen an der Fassade. Für den Alltag der Stadt geh in den sanierten Mercado do Bolhão, wo Fisch, Käse und Bacalhau über zwei Etagen verkauft werden – dazwischen Stände mit Oliven, Wein und gebratenem Stockfisch.
Wenn dir die Altstadt zu eng wird, folge dem Fluss nach Westen: Bei Foz do Douro trifft der Strom aufs Meer, eine Uferpromenade führt an Leuchtturm und Brandung entlang, und die alten Straßenbahnwagen der Linie 1 rumpeln von der Ribeira bis hierher. Über der Stadt bieten die Jardins do Palácio de Cristal und der Miradouro da Vitória die ruhigen Aussichten; den besten Blick auf Brücke und Kellereien hast du vom Vorplatz des Klosters Serra do Pilar auf der Gaia-Seite – am schönsten kurz vor Sonnenuntergang, wenn die Fassaden am Gegenufer warm werden.


































