Die schönsten Regionen in Rumänien
Rumänien staffelt sich von der weiten Donauebene über das von Bergen umringte Transsilvanien bis zu den Kanälen des Donaudeltas am Schwarzen Meer.
Transsilvanien liegt wie ein Hochplateau im Zentrum des Landes, an drei Seiten von den Karpaten umschlossen. Hier reihen sich die sächsischen Städte aneinander, die deutschsprachige Siedler ab dem 12. Jahrhundert gründeten: Sibiu mit seinen zusammengekniffenen Dachluken, Brașov unter dem Hausberg Tâmpa und das mittelalterliche Sighișoara auf seinem Zitadellenhügel. Dazwischen liegen wehrhafte Kirchenburgen und Schloss Bran, das bekannteste Bauwerk des Landes. Wer zum ersten Mal nach Rumänien reist, beginnt fast immer hier, weil sich Schlösser, Altstädte und Berge auf engem Raum verbinden lassen. Die Wege zwischen den Höhepunkten sind kurz, und hinter jedem Hügel wartet das nächste sächsische Dorf mit befestigter Kirche.
Nach Norden hin wird das Land ursprünglicher. In Maramureș stehen die hohen Holzkirchen mit ihren spitzen Schindeltürmen, und in Săpânța bemalt der Fröhliche Friedhof die Grabkreuze in kräftigen Farben. Weiter östlich, in der Bukowina, verbergen sich die bemalten Klöster von Voroneț, Sucevița und Moldovița, deren Außenwände seit dem 15. und 16. Jahrhundert biblische Szenen zeigen. Rundherum spannt sich der Karpatenbogen mit seinen Buchenwäldern, Almen und der größten Braunbärenpopulation Europas, durchzogen von zwei der spektakulärsten Bergstraßen des Kontinents.
Im Süden öffnet sich die weite Walachei mit der Hauptstadt Bukarest, das einst Klein-Paris genannt wurde. Von dort ist es nicht weit zur Schwarzmeerküste rund um Constanța und den breiten Sandstrand von Mamaia. Ganz im Osten, wo die Donau ins Meer mündet, breitet sich das Donaudelta aus, ein Labyrinth aus Schilfkanälen und eines der größten Feuchtgebiete Europas. Im Westen schließlich liegt Timișoara, das 2023 Kulturhauptstadt Europas war und mit weiten Barockplätzen aufwartet. So passt in ein Land vom Meer bis zum Hochgebirge fast alles hinein.













