Die schönsten Orte und Regionen in Island
Island hat nur eine echte Stadt – den Rest teilen sich Fischerdörfer, einzelne Höfe und ganze Landstriche, in denen zwischen zwei Ortsschildern schon mal eine Stunde Fahrt liegt.
Reykjavík ist Islands einzige richtige Stadt und die nördlichste Hauptstadt der Welt. Vom Turm der Betonkirche Hallgrímskirkja überblickst du die bunten Wellblechhäuser, unten am alten Hafen legen die Wal- und Papageitaucherboote ab, und am Konzerthaus Harpa spiegelt sich der Nordatlantik in einer Glasfassade. Ausgehen, Essen und Einkaufen konzentriert sich auf die Laugavegur, und wie überall im Land beginnt und endet der Tag im geothermal beheizten Schwimmbad. Der internationale Flughafen liegt eine Dreiviertelstunde entfernt auf der Halbinsel Reykjanes, wo dampfende Lavafelder und die Blaue Lagune schon einen Vorgeschmack auf Islands Untergrund geben.
Die meisten Reisen führen von Reykjavík aus nach Osten entlang der Südküste. Hier reihen sich die Wasserfälle Seljalandsfoss und Skógafoss, der schwarze Strand von Reynisfjara und das Dorf Vík aneinander, bevor bei Kirkjubæjarklaustur die großen Lavafelder und Gletscherzungen beginnen. Weiter östlich liegt am Fuß des Vatnajökull der Hafenort Höfn, bekannt für seine Langusten. Landeinwärts, im Dreieck aus Selfoss, Flúðir und Laugarvatn, liegt das Kernland des Golden Circle mit Geothermalgärten, Tomatenfarmen und heißen Quellen – von hier sind es nur wenige Fahrminuten zu Geysir und Gullfoss.
Der Norden dreht sich um Akureyri, mit Abstand die zweite Stadt des Landes, hübsch an einem langen Fjord gelegen und ein guter Standort für den geothermalen See Mývatn, den Wasserfall Goðafoss und die Wal-Hauptstadt Húsavík. Im Westen ragt die Halbinsel Snæfellsnes mit ihrem Gletschervulkan und dem Fotoberg Kirkjufell in den Atlantik – oft Island in Miniatur genannt, weil sie Vulkan, Küste und Lavastrände auf engem Raum bündelt. Wer mehr Zeit und Einsamkeit sucht, fährt in die abgelegenen Westfjorde mit dem mächtigen Dynjandi oder in den ruhigen Osten, wo sich hinter Egilsstaðir das bunte Künstlerdorf Seyðisfjörður in seinen Fjord duckt.













