Land · Europa

Finnland

Wo im Norden das Polarlicht über verschneiten Wäldern tanzt und im Sommer die Sonne über tausend Seen einfach nicht untergeht.

Über Finnland

Urlaub in Finnland

Finnland ist ein Land aus Wald, Wasser und weitem Himmel. Über die Hälfte der Fläche bedecken Nadelwälder, dazwischen liegen fast einhundertneunzigtausend Seen, und im Norden reicht Lappland weit über den Polarkreis hinaus in die Arktis. Im Winter versinkt der hohe Norden in der Kaamos genannten Polarnacht, über der das grüne Polarlicht steht, während im Sommer die Mitternachtssonne wochenlang nicht untergeht. Gereist wird hier im Rhythmus der Jahreszeiten. Der Sommer gehört den Seen, der hölzernen Ferienhütte am Ufer und der Sauna am Wasser, der Winter dem Schnee, den Huskys und der Jagd nach dem Polarlicht. Die meisten starten in Helsinki im Süden und fahren mit der Bahn oder fliegen nach Lappland, denn die Wege in den Norden sind lang und das Land ist dünn besiedelt und still.

Finnland – Karte
Reiseführer

Finnland von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Kaum ein Reiseland lebt so sehr im Takt der Jahreszeiten wie Finnland — im Sommer spiegeln sich helle Nächte in tausend Seen, im Winter versinkt Lappland in Schnee und Polarnacht, über der das grüne Polarlicht steht. Dieser Reiseführer sortiert das Land nach dem, was du wirklich planst, von den Regionen und Sehenswürdigkeiten über die Seenplatte und die passende Route bis zu Essen, Anreise und der besten Reisezeit.

Regionen & Landschaften

Wohin in Finnland — von Lappland bis an die Südküste

Die erste Weiche stellst du zwischen dem hohen Norden Lapplands und dem seenreichen Süden mit Helsinki, und dazwischen liegt ein langes, waldiges Land.

Finnland ordnet sich für Reisende grob in vier Teile, und die erste Weiche stellst du zwischen dem Süden und dem hohen Norden. Im Süden liegt die Hauptstadt Helsinki an der Ostsee, umgeben von einer zerklüfteten Schärenküste. Nach Westen reihen sich die alte Königsstadt Turku mit ihrer Burg, das hölzerne Städtchen Porvoo und, weit draußen im Meer, die schwedischsprachige Inselwelt der Åland-Inseln. Für die meisten beginnt hier die Reise.

Das Landesinnere ist ein einziges Mosaik aus Wald und Wasser. Hier breitet sich die Finnische Seenplatte aus, die größte Seenlandschaft Europas, mit dem Saimaa als größtem See und Städten wie Tampere zwischen zwei Seen, Savonlinna auf seinen Inseln und der Universitätsstadt Jyväskylä. Rund um die Ufer stehen zehntausende Mökki-Hütten, die hölzernen Ferienhäuser mit eigener Sauna, in denen die Finnen ihren Sommer verbringen.

Nach Westen und Norden wird das Land weiter und leerer. An der Bottnischen Bucht liegen die Hafenstädte Vaasa und Oulu, und beim Kvarken-Archipel hebt sich das Land bis heute langsam aus dem Meer. Dahinter beginnen die endlosen Nadelwälder und Moore, in denen Bären und Elche leben und Nationalparks wie Koli im Osten und Oulanka bei Kuusamo im Nordosten die schönsten Aussichten sammeln.

Ganz oben, jenseits des Polarkreises, liegt Lappland, das arktische Gesicht Finnlands. Rovaniemi gilt als seine Hauptstadt und als Heimat des Weihnachtsmanns, weiter nördlich locken die Fjells von Levi, Ylläs und Saariselkä sowie der große Inarisee, das Zentrum der samischen Kultur. Die Wege hier oben sind lang, deshalb gilt als Faustregel, sich für den Norden lieber eine eigene Reise vorzunehmen, als ihn im Süden mit anzuhängen.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Finnland

Ganz oben steht Lappland mit dem Polarlicht, dahinter folgen Helsinki, die Seenplatte und das Weihnachtsmanndorf am Polarkreis.

Ganz oben auf jeder Liste steht Lappland mit dem Polarlicht. Nördlich des Polarkreises zieht die Aurora von etwa Ende August bis April über den Himmel, sobald die Nacht klar und dunkel genug ist. Rovaniemi am Polarkreis ist das bequeme Tor dazu, ruhiger wird es rund um Levi, Ylläs, Saariselkä und den Inarisee. Wer dem Licht nachjagt, übernachtet in Glasiglus, fährt mit Husky- und Rentierschlitten hinaus und lernt die lange Polarnacht Kaamos kennen.

Ein ganz anderes Gesicht zeigt Helsinki. Über dem Senatsplatz thront der weiße klassizistische Dom, davor liegt in der Bucht die Seefestung Suomenlinna auf mehreren Inseln, die zum Welterbe der UNESCO gehört. In den Granit gesprengt ist die runde Felsenkirche Temppeliaukio, und rund um die Esplanadi, das Design District und die Bibliothek Oodi zeigt sich das ruhige, moderne Finnland, das Städtereisende suchen.

Das dritte große Thema ist das Wasser. In der Finnischen Seenplatte wächst bei Savonlinna die mittelalterliche Wasserburg Olavinlinna aus dem Saimaa, in der jeden Sommer ein bekanntes Opernfestival stattfindet. Im Saimaa lebt die seltene Saimaa-Ringelrobbe, eine der wenigen Süßwasserrobben der Welt, und vom Aussichtsberg Koli blickst du über das Panorama aus Seen, Inseln und Wald, das schon die Nationalmaler Finnlands festhielten.

Dazu kommen Ziele, die man mit Finnland sofort verbindet. Im Weihnachtsmanndorf bei Rovaniemi steht man mit einem Fuß nördlich und mit dem anderen südlich des Polarkreises und trifft den Weihnachtsmann das ganze Jahr über. Die Küste steuert die Burg und den Dom von Turku bei, im Winter baut Kemi jedes Jahr sein SnowCastle aus Schnee und Eis, und vor der Stadt bricht der Eisbrecher Sampo durch das gefrorene Meer der Bottnischen Bucht.

Seen & Ferienhaus

Die Finnische Seenplatte und das Leben am Wasser

Kein Land Europas hat mehr Seen als Finnland, und im Sommer verlagert sich das Leben ans Wasser, in die hölzerne Mökki-Hütte am Ufer.

Finnland nennt sich das Land der tausend Seen, und das ist noch untertrieben. Fast einhundertneunzigtausend Seen liegen zwischen den Wäldern, die meisten davon in der großen Seenplatte im Süden und Osten. Der Saimaa ist der größte und zerfranst in unzählige Buchten, Sunde und Felsinseln, sodass Wasser und Land kaum auseinanderzuhalten sind. Aus der Luft wirkt die Region wie ein blaues Netz, in das jemand zahllose Inseln gestreut hat.

Das Leben am See bündelt sich im Mökki, dem hölzernen Ferienhaus am Ufer. Für viele Finnen ist es der eigentliche Rückzugsort, ein einfaches Haus aus Holz mit Steg, Ruderboot und immer einer Sauna am Wasser. Im Juli, wenn das halbe Land in den Sommerurlaub geht, verlagert sich das Leben ganz hierher, zwischen Baden, Angeln und langen hellen Abenden. Als Reisender mietest du ein solches Ferienhaus tageweise und hast den See oft für dich allein.

Zum Wasser gehört die Sauna, und sie ist in Finnland kein Luxus, sondern Alltag. Auf gut fünf Millionen Einwohner kommen mehrere Millionen Saunen, und die finnische Saunakultur zählt zum immateriellen Welterbe der UNESCO. Man gießt Wasser auf die heißen Steine, bis der Löyly genannte Dampf aufsteigt, und kühlt sich danach im See ab. Im Winter schlägt man dafür ein Loch ins Eis, das Avanto, und taucht zwischen zwei Saunagängen kurz ins eiskalte Wasser.

Rund um die Seen gibt es viel zu tun, ohne dass es je hektisch wird. Mit dem Kanu oder Kajak gleitest du tagelang durch die stillen Nationalparks Linnansaari und Kolovesi, im Sommer spielt Savonlinna in seiner Wasserburg Oper, und zur Mittsommernacht Juhannus brennen an den Ufern die Feuer. Wer Glück und Geduld hat, sieht auf einer Bootstour die seltene Saimaa-Ringelrobbe, und geangelt, gewandert und gebadet wird ohnehin überall.

Rundreise & Routen

Finnland-Rundreise von Helsinki bis nach Lappland

Der Süden lässt sich bequem mit der Bahn erschließen, während der weite Norden mit Lappland eine eigene, längere Reise für sich verlangt.

Die klassische erste Reise bleibt im Süden und braucht nicht einmal ein Auto. Von Helsinki bringt dich die Bahn in gut anderthalb Stunden nach Tampere zwischen seinen zwei Seen und weiter zur Seenplatte, während im Westen Turku mit Burg und Schärenküste lockt. Wer mag, hängt eine Fährfahrt zu den Åland-Inseln oder hinüber nach Tallinn und Stockholm an. Für diese Südschleife reicht gut eine Woche.

Der Norden ist eine Reise für sich, und das im Wortsinn. Von Helsinki sind es bis Rovaniemi rund achthundert Kilometer, weshalb die meisten die Strecke überspringen. Entweder du nimmst den Nachtzug, der dich und sogar dein Auto über Nacht nach Lappland bringt, oder du fliegst in gut anderthalb Stunden nach Rovaniemi, Kittilä oder Ivalo. Von dort erkundest du die Fjells und Wälder am besten mit dem Mietwagen.

Im Winter sieht die Route anders aus als im Sommer. Für die Polarlichter kombinieren viele ein paar Tage Helsinki mit einer Woche im hohen Norden, wo Husky- und Rentierfarmen, Schneemobile und Glasiglus warten. Im Sommer dagegen dreht sich alles um Seen und Mitternachtssonne, und die Wege sind lang, aber leer. In beiden Fällen gilt, lieber eine Region gründlich zu nehmen als das ganze Land im Eiltempo.

Bei aller Planung solltest du die Entfernungen und die Jahreszeit ernst nehmen. Finnland ist von Süd nach Nord über tausend Kilometer lang, und im Winter ist es hier oben früh und lange dunkel. Buche Glasiglus, Ferienhäuser und beliebte Husky-Touren für die Hochsaison im Winter und im Hochsommer früh, plane großzügig Fahrzeit ein und verlege dich auf Bahn und Flug, wo die Strecken zu weit werden.

Essen & Trinken

Essen und Trinken in Finnland

Finnlands Küche kommt aus dem Wasser und aus dem Wald, vom Lachs über das Rentier bis zu den Beeren aus den Mooren.

Finnlands Küche kommt zuerst aus dem Wasser. Der Klassiker ist die cremige Lachssuppe Lohikeitto, dazu kommen die kleinen, im Ganzen gebratenen Maränen Muikku, gebeizter Graavilohi und im Spätsommer die Krebse, die man bei feuchtfröhlichen Krebsessen auslöst. An der Küste und in Helsinki landen Ostseehering und frischer Fisch direkt aus der Markthalle auf dem Teller.

Vom Land und aus dem Wald stammt der zweite große Teil. In Lappland gehören die zarten, gebratenen Rentierscheiben Poronkäristys mit Kartoffelpüree und Preiselbeeren zum Pflichtprogramm, dazu Elch und Wild. Aus den Wäldern und Mooren kommen Blaubeeren, Preiselbeeren und die goldene Moltebeere, dazu Pfifferlinge und Steinpilze, die im Herbst dank des Jedermannsrechts jeder selbst sammeln darf.

Gebacken wird dunkel und herzhaft. Das saure Roggenbrot Ruisleipä ist die Grundlage, berühmt sind die karelischen Reispiroggen Karjalanpiirakka, die man mit Eierbutter bestreicht. Zum Kaffee gibt es die Zimtschnecke Korvapuusti, und eine Besonderheit ist der quietschende Brotkäse Leipäjuusto, den man warm mit Moltebeerenmarmelade isst. Im Winter wärmt der Erbseneintopf, um Ostern kommt die dunkle Süßspeise Mämmi auf den Tisch.

Zum Trinken ist eines gewiss, der Kaffee. Die Finnen trinken pro Kopf mehr davon als fast jedes andere Volk der Welt, und die Kaffeepause gehört fest zum Tag. Landestypisch sind außerdem der Lakritzschnaps aus Salmiak, das erfrischende Lonkero aus Gin und Grapefruitlimonade und eine wachsende Zahl kleiner Brauereien. Stärkeren Alkohol gibt es nur im staatlichen Alko, das Leitungswasser dagegen ist hervorragend und kostenlos.

Mit Kindern

Finnland mit Kindern entdecken

Der Weihnachtsmann, die Mumins und eine sichere, saubere Natur mit dem Mökki am See machen Finnland zu einem dankbaren Ziel für Familien.

Kaum ein Land begeistert Kinder so unmittelbar wie Finnland, und das beginnt beim Weihnachtsmann. In seinem Dorf bei Rovaniemi kann man ihn das ganze Jahr über treffen, mit einem Fuß nördlich und mit dem anderen südlich des Polarkreises stehen und im Winter auf Husky- und Rentierschlitten steigen. Für viele Familien ist das der Anlass, überhaupt in den hohen Norden zu fahren.

Zurück im Süden warten die Mumins. Die runden Fabelwesen der Autorin Tove Jansson haben in Naantali bei Turku mit der Muminwelt ihren eigenen Themenpark, und in Tampere erzählt ein ganzes Museum ihre Geschichte. Dazu kommen der große Vergnügungspark Linnanmäki mitten in Helsinki und der Freizeitpark Särkänniemi mit Aussichtsturm in Tampere, beide klassische Ziele für einen Familientag.

Der eigentliche Spielplatz aber ist die Natur, und sie ist sicher und sauber. Am entspanntesten wohnt man in einem Mökki am See, wo die Kinder baden, angeln und mit dem Ruderboot hinausfahren können. Dank des Jedermannsrechts darf man fast überall wandern, zelten und im Spätsommer Beeren und Pilze sammeln, und die vielen Nationalparks haben leichte, gut markierte Wege für kurze Beine.

Praktisch reist es sich mit Kindern unkompliziert. Im Winter brauchen alle warme Kleidung in mehreren Schichten, denn in Lappland wird es klirrend kalt und die Tage sind kurz; dafür entschädigen Schnee, Rentiere und vielleicht das Polarlicht. Im Sommer kann die Mitternachtssonne den Schlaf durcheinanderbringen, deshalb lohnt ein dunkler Vorhang, und gegen die Mücken im Norden hilft ein gutes Mittel.

Anreise & Planung

Finnland-Reise planen von Anreise bis Budget

Zwischen dem kurzen Flug nach Helsinki, der schnellen Bahn und dem Mietwagen für Lappland entscheidet vor allem eine gute Planung über die Reise.

Die Anreise ist unkompliziert. Von vielen deutschen Flughäfen erreichst du Helsinki in gut zweieinhalb Stunden, im Winter fliegen zusätzlich Maschinen direkt nach Rovaniemi, Kittilä und Ivalo in Lappland. Alternativ kommst du übers Wasser, denn Fähren verbinden Helsinki mit Tallinn und Stockholm. Finnland gehört zur EU, zum Euro-Raum und zum Schengen-Raum, für die Einreise als deutscher Staatsbürger genügt daher der Personalausweis.

Vor Ort hängt das Verkehrsmittel vom Ziel ab. Zwischen Helsinki, Turku, Tampere und weiter bis Rovaniemi ist die staatliche Bahn VR schnell, günstig und bequem, und der Nachtzug nimmt sogar dein Auto mit in den Norden. Für die weiten Strecken zwischen den Seen und in Lappland ist ein Mietwagen am flexibelsten, im Winter serienmäßig mit Spikereifen; die großen Sprünge in den Norden fliegst du sonst innerdeutschen Strecken ähnlich schnell mit Finnair.

Beim Budget liegt Finnland im nordischen Mittelfeld, spürbar teurer als Deutschland, aber günstiger als Norwegen. Ins Geld gehen vor allem Restaurants und Alkohol, den es über einige Prozent nur im staatlichen Alko gibt. Sparen lässt sich gut über die Unterkunft, denn ein Mökki mit Küche, in dem du selbst kochst, drückt die Kosten deutlich, und das Leitungswasser ist überall hervorragend und kostenlos.

Bleibt die Frage nach der richtigen Zeit und Ausrüstung. Für Seen, Wandern und die Mitternachtssonne kommst du im Sommer von Juni bis August, für Schnee und Polarlicht zwischen Dezember und März. Im Winter gehört warme Kleidung in mehreren Schichten ins Gepäck, im Sommer im Norden ein Mückenschutz. Zu Impf- und Gesundheitsfragen berät dich am besten vorab die reisemedizinische Sprechstunde.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Partnerangebote in Kürze
Beste Reisezeit & Klima

Beste Reisezeit für Finnland im Jahreslauf

Der Sommer gehört den Seen, dem Wandern und der Mitternachtssonne, der Winter dem Schnee und dem Polarlicht — dazwischen liegt in Lappland die lange Polarnacht.

Finnland reicht vom milden Süden bis weit in die Arktis, weshalb die richtige Reisezeit stark vom Ziel abhängt. Die Werte unten gelten für Helsinki im Süden, für viele der Ausgangspunkt. Je weiter du nach Norden fährst, desto extremer werden die Jahreszeiten: In Lappland fällt das Thermometer im Winter oft unter minus dreißig Grad, und rund um die Wintersonnenwende geht in der Kaamos genannten Polarnacht die Sonne wochenlang gar nicht mehr auf. Im Gegenzug scheint dort im Hochsommer die Mitternachtssonne rund um die Uhr, und im September färbt die Ruska die Wälder rot und golden. Das Polarlicht ist überall im Norden nur in der dunklen Jahreshälfte zu sehen.

Jan-1°-7°kalt und dunkel, in Lappland oft unter minus 20 Grad, Polarlichtsaison
Feb-2°-8°tiefster Winter, beste Schnee- und Huskysaison in Lappland
Mär2°-4°noch tief verschneit im Norden, Polarlicht bis in den April
Apr9°1°Tauwetter im Süden, in Lappland Winter und Skisaison
Mai16°6°Frühling im Süden, im Norden beginnt die Mitternachtssonne
Jun20°11°helle Nächte, Mitternachtssonne im Norden, Mittsommerfest
Jul22°14°wärmster Monat, Hochsaison an den Seen
Aug21°13°warm, Beeren- und Pilzzeit, im Norden erstes Polarlicht
Sep15°9°Ruska-Herbstfärbung in Lappland, klare Nächte
Okt9°4°kühl und feucht, kurze Tage, ruhige Nebensaison
Nov3°-1°dunkel und nass, in Nordlappland beginnt die Polarnacht
Dez0°-5°Schnee und Weihnachtszeit, Polarnacht Kaamos im Norden

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Finnland hat zwei Hauptsaisons, und welche deine ist, hängt am Motiv. Für Seen, Wandern, das Mökki und die Mitternachtssonne kommst du im Hochsommer von Juni bis August, wenn der Norden rund um die Uhr hell bleibt. Für Schnee, Husky, Weihnachten und das Polarlicht reist du in den Winter nach Lappland, wobei Februar und März mit tiefem Schnee, klaren Nächten und schon wieder längeren Tagen als Höhepunkt gelten; die Weihnachtszeit im Dezember und die Ruska im September sind die stimmungsvollen Ränder der Saison.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Finnland

Wann ist die beste Reisezeit für Finnland?
Der Sommer von Juni bis August gehört den Seen, dem Wandern und der hellen Mitternachtssonne im Norden. Für Schnee, Husky-Touren und das Polarlicht reist du in den Winter nach Lappland, mit Februar und März als Höhepunkt. Im September färbt die Ruska die Wälder rot und golden.
Wann und wo sieht man in Finnland Polarlichter?
Das Polarlicht braucht Dunkelheit und einen klaren Himmel und zeigt sich in Lappland etwa von Ende August bis April. Am zuverlässigsten ist es nördlich des Polarkreises rund um Rovaniemi, Levi, Ylläs und den Inarisee, möglichst weit weg von den Ortslichtern.
Wann scheint in Finnland die Mitternachtssonne?
Nördlich des Polarkreises geht die Sonne im Hochsommer wochenlang nicht unter, in Lappland etwa von Anfang Juni bis Mitte Juli. Auch im Süden rund um Helsinki wird es in den hellen Juninächten kaum richtig dunkel.
Wie teuer ist ein Urlaub in Finnland?
Finnland liegt im nordischen Mittelfeld, teurer als Deutschland, aber günstiger als Norwegen. Ins Geld gehen vor allem Restaurants und Alkohol. Wer in einem Mökki mit Küche selbst kocht und das kostenlose Leitungswasser nutzt, hält die Reisekosten gut im Rahmen.
Wie reist man in Finnland am besten herum?
Zwischen Helsinki, Turku, Tampere und Rovaniemi ist die Bahn schnell und bequem, es gibt sogar Nachtzüge mit Autotransport nach Lappland. Für die weiten Strecken im Norden und rund um die Seen ist ein Mietwagen am flexibelsten, im Winter mit Spikereifen.
Wie viele Tage sollte man für eine Finnland-Rundreise einplanen?
Für den Süden mit Helsinki, Turku und der Seenplatte reicht etwa eine Woche. Willst du Lappland mit Polarlicht oder Mitternachtssonne ergänzen, plane besser noch einmal fünf bis sieben Tage ein, weil die Wege in den Norden weit sind.
Was ist die Finnische Seenplatte und was macht man dort?
Die Seenplatte im Süden und Osten ist die größte Seenlandschaft Europas, ein Netz aus blauem Wasser, Inseln und Wald rund um den Saimaa. Man mietet ein Mökki am Ufer, geht baden, angeln und in die Sauna und paddelt mit dem Kanu durch die stillen Nationalparks.
Braucht man in Finnland einen Mietwagen?
Für den Süden und eine Städtereise nach Helsinki brauchst du dank der guten Bahn kein Auto. In Lappland und rund um die Seen liegen die schönsten Ziele dagegen weit auseinander, dort ist ein Mietwagen fast Pflicht, im Winter serienmäßig mit Spikereifen.
Was hat es mit der finnischen Sauna auf sich?
Die Sauna ist in Finnland Alltag, nicht Luxus, und ihre Kultur zählt zum immateriellen Welterbe der UNESCO. Man gießt Wasser auf die heißen Steine, bis der Löyly genannte Dampf aufsteigt, und kühlt sich danach im See ab, im Winter durch ein Loch im Eis.
Ist Finnland ein gutes Reiseziel mit Kindern?
Ja, sehr. Beim Weihnachtsmann in Rovaniemi trifft man ihn das ganze Jahr, in Naantali warten die Mumins, und Husky- und Rentierschlitten begeistern im Winter. Am entspanntesten wohnt man in einem Mökki am See, wo die Natur zum sicheren Spielplatz wird.
Wie reist man nach Finnland an und braucht man Euro oder ein Visum?
Von Deutschland fliegst du in gut zweieinhalb Stunden nach Helsinki, im Winter auch direkt nach Lappland. Finnland gehört zur EU, zum Euro-Raum und zum Schengen-Raum, deutsche Reisende brauchen daher nur den Personalausweis und kein Visum.
FinnlandWo im Norden das Polarlicht über verschneiten Wäldern tanzt und im Sommer die Sonne über tausend Seen einfach nicht untergeht.
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