Wohin in Finnland — von Lappland bis an die Südküste
Die erste Weiche stellst du zwischen dem hohen Norden Lapplands und dem seenreichen Süden mit Helsinki, und dazwischen liegt ein langes, waldiges Land.
Finnland ordnet sich für Reisende grob in vier Teile, und die erste Weiche stellst du zwischen dem Süden und dem hohen Norden. Im Süden liegt die Hauptstadt Helsinki an der Ostsee, umgeben von einer zerklüfteten Schärenküste. Nach Westen reihen sich die alte Königsstadt Turku mit ihrer Burg, das hölzerne Städtchen Porvoo und, weit draußen im Meer, die schwedischsprachige Inselwelt der Åland-Inseln. Für die meisten beginnt hier die Reise.
Das Landesinnere ist ein einziges Mosaik aus Wald und Wasser. Hier breitet sich die Finnische Seenplatte aus, die größte Seenlandschaft Europas, mit dem Saimaa als größtem See und Städten wie Tampere zwischen zwei Seen, Savonlinna auf seinen Inseln und der Universitätsstadt Jyväskylä. Rund um die Ufer stehen zehntausende Mökki-Hütten, die hölzernen Ferienhäuser mit eigener Sauna, in denen die Finnen ihren Sommer verbringen.
Nach Westen und Norden wird das Land weiter und leerer. An der Bottnischen Bucht liegen die Hafenstädte Vaasa und Oulu, und beim Kvarken-Archipel hebt sich das Land bis heute langsam aus dem Meer. Dahinter beginnen die endlosen Nadelwälder und Moore, in denen Bären und Elche leben und Nationalparks wie Koli im Osten und Oulanka bei Kuusamo im Nordosten die schönsten Aussichten sammeln.
Ganz oben, jenseits des Polarkreises, liegt Lappland, das arktische Gesicht Finnlands. Rovaniemi gilt als seine Hauptstadt und als Heimat des Weihnachtsmanns, weiter nördlich locken die Fjells von Levi, Ylläs und Saariselkä sowie der große Inarisee, das Zentrum der samischen Kultur. Die Wege hier oben sind lang, deshalb gilt als Faustregel, sich für den Norden lieber eine eigene Reise vorzunehmen, als ihn im Süden mit anzuhängen.













