Land · Europa

Norwegen

Wo Wasserfälle über senkrechte Felswände in tiefblaue Fjorde stürzen und im hohen Norden die Sonne mitten in der Nacht am Himmel steht.

Über Norwegen

Urlaub in Norwegen

Norwegen ist das Land der langen Küste und der senkrechten Wände. Von den weltberühmten Fjorden im Westen um Bergen über die Hochebenen und Gletscher der Landesmitte bis zu den arktischen Inseln der Lofoten und dem Nordkap zieht sich eine der dramatischsten Landschaften Europas. Dank des Golfstroms bleibt die Küste selbst im Winter erstaunlich mild und eisfrei, während im Sommer die Mitternachtssonne den Norden rund um die Uhr erhellt und im Winterhalbjahr das Nordlicht über den Himmel zieht. Gereist wird hier vor allem der Natur wegen, meist mit dem Mietwagen und der Fähre, an Bord der Hurtigruten entlang der Küste oder mit einem der Panoramazüge über das Gebirge. Norwegen gilt als eines der teuersten Reiseländer Europas, doch wer selbst kocht, in einer Hütte übernachtet und die freie Natur nutzt, hält die Kosten im Rahmen. Als Belohnung warten Fjorde, Fischerdörfer und eine Weite, die man so in Europa selten findet.

Norwegen – Karte
Reiseführer

Norwegen von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Kaum ein Reiseland spielt so sehr mit den Extremen wie Norwegen – im Westen schneiden die grünen Fjorde ins Land, im Norden geht die Sonne im Sommer wochenlang nicht unter und im Winter tanzt das Nordlicht über den Gipfeln. Dieser Reiseführer sortiert das Land nach dem, was du wirklich planst, von den Fjorden und Sehenswürdigkeiten über den Winter und die passende Route bis zu Essen, Anreise und der besten Reisezeit.

Regionen & Landschaften

Wohin in Norwegen — von den Fjorden bis zum Nordkap

Die erste Entscheidung fällt zwischen dem grünen Fjordland im Westen und dem arktischen Norden, und dazwischen liegen leicht zwei lange Tagesreisen.

Norwegen ordnet sich für Reisende in vier grobe Landesteile, und die erste Weiche stellst du zwischen dem grünen Westen und dem arktischen Norden. Im Südosten liegt die Hauptstadt Oslo am Ende ihres eigenen Fjords, umgeben von Wäldern und Seen und für die meisten der Startpunkt. Von hier führt die berühmte Bergensbahn über die karge Hochebene der Hardangervidda hinüber an die Westküste, und schon diese Zugfahrt zählt zu den schönsten des Landes.

Der Westen ist das Fjordland, das die Postkarten füllt. Rund um Bergen, die hanseatische Tor-Stadt zu den Fjorden, reihen sich der Sognefjord als längster des Landes, der enge Nærøyfjord und der Geirangerfjord mit seinen Wasserfällen aneinander, dazu im Süden der Lysefjord mit dem Preikestolen und die Obstgärten am Hardangerfjord. Das Jugendstil-Städtchen Ålesund und die Hafenstadt Stavanger rahmen die Küste. Wer zum ersten Mal kommt, verbringt hier den Großteil der Reise.

Die Mitte des Landes wird oft überflogen, trägt aber die höchsten Berge. Im Jotunheimen ragt der Galdhøpiggen als höchster Gipfel Skandinaviens auf, dazwischen liegen Gletscher, tiefe Täler und die alte Königsstadt Trondheim mit dem Nidarosdom, dem gotischen Krönungsdom der norwegischen Könige. Von hier zieht sich die Küste weiter nordwärts, bis sie schließlich den Polarkreis überquert und das Klima kippt.

Jenseits des Polarkreises beginnt das andere Norwegen. Die Lofoten und Vesterålen stapeln ihre Zackengipfel direkt aus dem Meer, Tromsø gilt als Tor zur Arktis und Zentrum der Nordlichtjagd, und ganz oben markiert das Nordkap den Rand des Kontinents. Diese Ziele liegen weit auseinander, doch das Küstenschiff Hurtigruten und ein paar Inlandsflüge fädeln sie zu einer eigenen Reise auf. Als Faustregel gilt: Fürs Fjordland reicht eine Woche, für den Norden nimmst du dir besser noch einmal so viel Zeit.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Norwegen

Fjordnorwegen führt jede Liste an, vom Geirangerfjord bis zum Preikestolen, doch dahinter warten Stabkirchen, Wikingererbe und die hölzernen Hafenviertel der Städte.

Ganz oben steht Fjordnorwegen, und zwei Fjorde tragen die Krone. Der Geirangerfjord im Norden des Fjordlands ist der dramatischste, mit dem Wasserfall der Sieben Schwestern, der Adlerkehre als Aussichtsstraße und dem Gipfel Dalsnibba hoch darüber. Der Nærøyfjord als schmalster Arm des Sognefjords steht wie Geiranger auf der Welterbeliste der UNESCO und lässt sich von Flåm aus per Schiff und der steilen Flåmsbahn erleben. Beide zeigen Norwegen im Kern.

Fast ebenso berühmt sind die drei großen Felsen über dem Wasser. Der Preikestolen, eine flache Kanzel gut 600 Meter über dem Lysefjord, ist der bekannteste und in gut zwei Stunden erwandert. Die Trolltunga, eine waagerecht vorstehende Felszunge über dem Ringedalsvatnet, verlangt eine lange, harte Tagestour, und der eingeklemmte Felsblock Kjeragbolten fordert Schwindelfreiheit. Für alle drei brauchst du festes Schuhwerk, gutes Wetter und den Sommer, denn im Winter sind sie kaum zugänglich.

In den Städten verschiebt sich das Sehenswerte vom Fels zum Holz. In Bergen zieht das hanseatische Hafenviertel Bryggen mit seinen schiefen Giebelhäusern die Blicke auf sich, und die Standseilbahn führt auf den Hausberg Fløyen. Oslo bündelt den Skulpturenpark von Gustav Vigeland, das Opernhaus mit dem begehbaren Dach, das Munch-Museum und das Polarschiff Fram auf der Museumshalbinsel Bygdøy, während über der Stadt die Sprungschanze von Holmenkollen thront.

Ein ganz eigenes Kapitel sind die Stabkirchen, mittelalterliche Holzkirchen mit gestapelten Dächern und Drachenköpfen. Die älteste in Urnes gehört zum Welterbe, gut erhalten sind auch Borgund und Heddal. Im hohen Norden werden die Ziele weiter und stiller: die Fischerdörfer der Lofoten, die Eismeerkathedrale von Tromsø und schließlich das Nordkap als nördlichster Punkt, den man in Europa bequem mit dem Auto erreicht.

Winter & Nordlicht

Norwegen im Winter — Nordlicht, Schnee und Skispuren

Sobald im Norden die Sonne für Wochen untergeht, beginnt die Zeit des Nordlichts, und über den Loipen und Pisten im Süden liegt monatelang verlässlicher Schnee.

Der größte Winterzauber ist das Nordlicht. Es entsteht, wenn geladene Teilchen der Sonne auf die Atmosphäre treffen, und ist überall nördlich des Polarkreises bei klarem, dunklem Himmel zu sehen. Die besten Reviere liegen rund um Tromsø, auf den Lofoten und Vesterålen sowie in Alta und am Nordkap, und die Saison reicht von Ende September bis Ende März. Ganz oben, etwa in Tromsø, steigt die Sonne rund um die Wintersonnenwende für Wochen gar nicht mehr über den Horizont – diese Polarnacht taucht das Land in ein langes, blaues Dämmerlicht.

Um das Warten auf das Nordlicht legt sich ein ganzes Winterprogramm. Mit Huskys vor dem Schlitten oder auf dem Schneemobil ziehst du durch die verschneite Weite, bei den Samen im Landesinneren lenkst du ein Rentiergespann, und vor der Küste von Tromsø und den Vesterålen ziehen im Winter Orcas und Buckelwale den Heringsschwärmen hinterher. Wer es ruhiger mag, sitzt in der Sauna am zugefrorenen Fjord oder übernachtet in einem der Eis- und Iglu-Quartiere, die jeden Winter neu aus Schnee gebaut werden.

Norwegen gilt als Wiege des Skilaufs, und der Langlauf ist hier fast Volkssport. Rund um Oslo spannt sich in der Nordmark ein dichtes Loipennetz, und an der Sprungschanze von Holmenkollen wird die Geschichte des Sports erzählt. Für Abfahrten fährst du in Skiorte wie Trysil, Hemsedal oder Hafjell bei Lillehammer, das 1994 die Olympischen Winterspiele ausrichtete. In den Bergen reicht die Schneesaison von Dezember bis weit in den April, in den höchsten Lagen sogar länger.

Beim Wetter zeigt der Winter zwei Gesichter. Der Golfstrom hält die Küste erstaunlich mild und die Häfen eisfrei, dafür ist es dort oft nass und stürmisch, während das Landesinnere und die Finnmark klirrend kalt werden und Werte unter minus dreißig Grad erreichen können. Rechne mit sehr kurzen Tagen, plane jede Fahrt in der Dunkelheit vorsichtig und pack dich in mehrere warme Schichten. Für Nordlicht-Touren und Hundeschlittenfahrten buchst du am besten organisierte Ausflüge, die dich aus den Stadtlichtern hinausbringen.

Rundreise & Routen

Norwegen-Rundreise über Straße, Schiene und Fjord

Die klassische erste Runde verbindet Oslo, Bergen und die großen Fjorde, während der Norden mit den Lofoten und dem Nordkap eine eigene, längere Reise für sich verlangt.

Die einfachste erste Reise braucht nicht einmal ein Auto. Unter dem Namen Norwegen in a Nutshell verbinden Bahn, Bus und Schiff Oslo und Bergen zu einer Route: mit der Bergensbahn über die Hardangervidda, hinab mit der steilen Flåmsbahn nach Flåm, per Schiff durch den Nærøyfjord und weiter nach Bergen. An einem einzigen Tag ist das machbar, doch wer sich Zeit lässt und unterwegs in Flåm oder am Fjord übernachtet, macht daraus eine entspannte Woche.

Mehr Freiheit gibt der Mietwagen. Von Bergen aus fährst du über den Hardangerfjord mit dem Wasserfall Vøringsfossen nordwärts, kletterst die Serpentinen des Trollstigen hinauf, erreichst über eine Fährfahrt den Geirangerfjord und rollst weiter über die Atlantikstraße von Insel zu Insel. Autofähren überbrücken die Fjorde oft im Halbstundentakt, sodass du kaum etwas vorbuchen musst. Für diese Fjordschleife rund um Bergen solltest du sieben bis zehn Tage einplanen.

Der Norden ist eine Reise für sich. Am bequemsten fliegst du nach Bodø oder Evenes und startest von dort den Roadtrip über die E10, die die Lofoten über Brücken und Tunnel mit dem Festland verbindet; von dort führen dich E6 und E8 weiter nach Tromsø. Alternativ nimmst du das Küstenschiff Hurtigruten, das in gut sechs Tagen von Bergen bis ins arktische Kirkenes fährt und dabei Dutzende Häfen abklappert. Ans Nordkap führt zuletzt eine einsame Straße quer durch die weite Finnmark.

Bei aller Planung gilt eine eiserne Regel für Norwegen: Unterschätze die Entfernungen nicht. Das Land ist lang gestreckt, die Straßen sind kurvig, und viele Gebirgspässe wie der Trollstigen öffnen erst spät im Frühjahr und schließen im Herbst wieder. Nimm dir lieber eine Region ganz vor als das halbe Land im Eiltempo, und buche das Küstenschiff, beliebte Hütten und Mietwagen für den Sommer früh, weil sie schnell ausgebucht sind.

Essen & Trinken

Essen und Trinken in Norwegen

Norwegens Küche kommt aus dem Meer und von der Alm, vom frischen Lachs über den Winterkabeljau Skrei bis zum süßen braunen Käse auf der Waffel.

Norwegens Küche kommt zuerst aus dem Meer. Der Lachs ist allgegenwärtig, frisch, gebeizt als Gravet Laks oder geräuchert, und das Land gehört zu den größten Lachsexporteuren der Welt. Im Winter kommt aus den Gewässern der Lofoten der Skrei, ein besonders fester Kabeljau, der zum Laichen heranzieht; getrocknet wird er zu Stockfisch und Klippfisch, der bis heute in alle Welt verschifft wird. Dazu kommen süße Krabben, Muscheln und ganz im Norden die riesige Königskrabbe.

Vom Land stammt eine deftige, bäuerliche Küche. Das Nationalgericht Fårikål, ein schlichter Eintopf aus Hammel und Kohl, wird vor allem im Herbst gekocht, dazu gibt es Fleischklößchen und Kartoffelklöße. Eine norwegische Besonderheit ist der Brunost, ein süßlicher brauner Käse aus eingekochter Molke, den man in dünnen Scheiben aufs Brot oder auf die frisch gebackene Herzwaffel legt. Im hohen Norden gehört das Rentier fest zur Küche der samischen Bevölkerung.

Süßes und Alltägliches runden das Bild. In Bergen isst man die zimtigen Skillingsboller, überall gibt es Waffeln und Zimtschnecken zum Kaffee, und die norwegische Institution schlechthin ist die Pølse, das Würstchen im Brot oder im Lompe-Kartoffelfladen, das an jeder Tankstelle wartet. Viele Norweger nehmen sich zudem ein Matpakke mit, ein einfaches Pausenbrot, das auf Wanderung und zur Arbeit begleitet und das Essengehen erspart.

Zum Trinken gehört der Akvavit, ein mit Kümmel gewürzter Schnaps, dazu hat sich eine lebendige Szene an Craft-Bier entwickelt. Eines solltest du einplanen: Alkohol über einige Prozent gibt es nur im staatlichen Vinmonopolet und ist hoch besteuert, entsprechend teuer ist er auch in Bars und Restaurants. Das Leitungswasser dagegen ist hervorragend und kostenlos. Weil Essengehen generell teuer ist, kochen viele Reisende in der Hütte selbst oder greifen tagsüber zur günstigen Pølse.

Mit Kindern

Norwegen mit Kindern entdecken

Trolle in jeder zweiten Kurve, Fähren als kleines Abenteuer und ein Land, das Kinder von klein auf nach draußen schickt, machen Norwegen zum dankbaren Familienziel.

Norwegen lebt das Draußensein, das friluftsliv, von klein auf, und genau das macht es für Familien leicht. Schon die Fortbewegung wird zum Erlebnis: die Fahrt mit der Autofähre über den Fjord, die steile Flåmsbahn am Wasserfall vorbei, der lange Tunnel unter dem Berg. Und in fast jeder Kurve lauert ein Troll aus der Sagenwelt, nach dem hier Straßen, Felsen und Wasserfälle benannt sind – Stoff für lange Geschichten auf dem Rücksitz.

An festen Zielen mangelt es nicht. In Oslo locken der Vigeland-Skulpturenpark, die Polarschiffe auf Bygdøy und der Freizeitpark TusenFryd, im Süden ist der Tierpark von Kristiansand ein Klassiker, und bei Lillehammer verbindet der Hunderfossen-Park Trolle mit Wasserspaß. Dazu kommen Ausflüge zu Adlern und Walen, Besuche auf Huskyfarmen im Winter und im Sommer die langen, hellen Abende, an denen die Kinder scheinbar ewig draußen spielen können.

Praktisch reist es sich mit Kindern am entspanntesten in einer eigenen Hütte. Ein Ferienhaus oder eine Rorbu mit Küche nimmt den teuren Restaurants den Schrecken, und Lachs, brauner Käse, Waffeln und die allgegenwärtige Pølse essen die meisten Kinder ohne Diskussion. Pack wetterfeste Kleidung ein, im Westen gegen den Regen, im Norden gegen die Kälte, und plane die langen Fahrten in Etappen statt in einem Stück.

Die Natur selbst ist der beste Spielplatz, und sie ist sicher und sauber. Dank des Jedermannsrechts darfst du fast überall wandern, zelten und im Spätsommer Beeren pflücken, ohne zu fragen. Für kleine Füße gibt es sanfte Wege zu Wasserfällen und an die weißen Strände der Lofoten, während anspruchsvolle Touren wie der Preikestolen erst für größere Kinder taugen. Ein Tipp für den Sommer: Verdunkle das Zimmer, denn die Mitternachtssonne bringt manchen Schlafrhythmus durcheinander.

Anreise & Planung

Norwegen-Reise planen von Anreise bis Budget

Zwischen dem kurzen Flug nach Oslo, dem Mietwagen für die Fjordstraßen und den hohen Preisen entscheidet vor allem eine gute Planung über den Verlauf der Reise.

Die Anreise ist kurz. Von vielen deutschen Flughäfen erreichst du Oslo in knapp zwei Stunden, dazu werden Bergen, Stavanger, Trondheim und im Norden Tromsø direkt angeflogen. Norwegen gehört nicht zur EU, ist aber Teil des Schengen-Raums, sodass für die Einreise als deutscher Staatsbürger der Personalausweis genügt. Bezahlt wird nicht in Euro, sondern in norwegischen Kronen, und zwar fast durchgehend mit Karte oder Handy – Bargeld braucht man kaum noch.

Vor Ort hängt die Wahl des Verkehrsmittels vom Ziel ab. Für die Fjorde und die Lofoten ist der Mietwagen samt der vielen Autofähren die flexibelste Lösung, wobei zahlreiche Straßen und Tunnel über das elektronische AutoPASS-System bemautet werden. Landschaftlich reizvoll sind die Panoramazüge wie die Bergensbahn, die Flåmsbahn und die Raumabahn, und für die weiten Sprünge in den Norden nimmst du das Küstenschiff Hurtigruten oder einen Inlandsflug der Regionalfluglinie Widerøe.

Der größte Posten ist fast immer das Budget. Norwegen zählt zu den teuersten Ländern Europas, spürbar bei Restaurants, Alkohol und Fähren. Sparen lässt sich mit System: Übernachte in Hütten mit Küche und koche selbst, nimm dir wie die Norweger ein Pausenbrot mit, trinke das kostenlose Leitungswasser und nutze das Jedermannsrecht, das freies Wandern und Zelten in der Natur erlaubt und die Übernachtung im Zelt kostenlos macht.

Bleibt die Frage nach der Zeit. Für die Fjorde, das Wandern und die Mitternachtssonne kommst du im Sommer von Juni bis August, wenn die Gebirgspässe offen sind; für das Nordlicht drehst du den Kalender auf die Monate von Oktober bis März. Das Wetter ist launisch, besonders an der nassen Westküste, deshalb gehört wind- und regenfeste Kleidung in mehreren Schichten zu jeder Jahreszeit ins Gepäck. Zu Impfungen oder Gesundheitsfragen berät dich am besten die reisemedizinische Sprechstunde.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Partnerangebote in Kürze
Beste Reisezeit & Klima

Beste Reisezeit für Norwegen im Jahreslauf

Der Sommer gehört den Fjorden, dem Wandern und der Mitternachtssonne, das dunkle Winterhalbjahr dem Nordlicht – dazwischen hält der Golfstrom die Küste erstaunlich mild.

Norwegen reicht vom milden Süden bis weit in die Arktis, weshalb die richtige Reisezeit stark vom Ziel abhängt. Die Werte unten gelten für Oslo im Südosten, für viele der Ausgangspunkt. Prägend für das ganze Land ist der Golfstrom, der die Küste selbst im Winter erstaunlich mild und die Häfen eisfrei hält, während das Landesinnere und die Finnmark deutlich kälter ausfallen. Die Westküste um Bergen ist mild, aber sehr nass, und nördlich des Polarkreises scheint im Hochsommer die Mitternachtssonne, während im Winter für Wochen die Polarnacht herrscht. Das Nordlicht ist überall im Norden nur in der dunklen Jahreshälfte zu sehen.

Jan-1°-7°kalt, Nordlicht-Zeit im Norden
Feb0°-7°tiefster Winter, gute Skisaison
Mär4°-3°Skisaison, Nordlicht bis in den März
Apr10°1°Frühling im Süden, Berge noch weiß
Mai16°6°grün, Wasserfälle, Mitternachtssonne beginnt im Norden
Jun20°10°lange Tage, Fjordstraßen offen
Jul22°13°wärmster Monat, Hochsaison
Aug21°12°warm, Beerenzeit, noch lange hell
Sep15°8°Herbstfarben, Nordlicht kehrt zurück
Okt9°3°kühl, feucht, Nebensaison
Nov3°-1°dunkel, Polarnacht beginnt im Norden
Dez0°-5°kalt, kurze Tage, Nordlicht

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die klassische Reisezeit für die Fjorde, das Wandern und die Mitternachtssonne ist der Sommer von Juni bis August, wenn alle Passstraßen offen sind und der Norden rund um die Uhr hell bleibt; Ende Mai und der September sind die grüneren, ruhigeren Ränder der Saison. Für das Nordlicht drehst du den Kalender um und reist in die dunkle Jahreshälfte, etwa von Oktober bis März, am besten in den hohen Norden nach Tromsø, auf die Lofoten oder ans Nordkap. Der Winter ist im Landesinneren und in der Finnmark bitterkalt und kurz an Tageslicht, während der Golfstrom die Küste mild, aber oft nass und windig hält.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Norwegen

Wann ist die beste Reisezeit für Norwegen?
Für die Fjorde, zum Wandern und für die Mitternachtssonne ist der Sommer von Juni bis August ideal, wenn die Passstraßen offen sind. Ende Mai und der September sind grüner und ruhiger. Das Nordlicht siehst du dagegen im dunklen Winterhalbjahr von etwa Oktober bis März im hohen Norden.
Wann und wo sieht man in Norwegen das Nordlicht?
Das Nordlicht braucht Dunkelheit und einen klaren Himmel und zeigt sich von Ende September bis Ende März. Die besten Reviere liegen im hohen Norden rund um Tromsø, auf den Lofoten sowie in Alta und am Nordkap, am besten abseits der Stadtlichter und mit etwas Geduld.
Wann scheint in Norwegen die Mitternachtssonne?
Nördlich des Polarkreises geht die Sonne im Hochsommer für Wochen nicht unter. Am Nordkap dauert die Mitternachtssonne von Mitte Mai bis Ende Juli, auf den Lofoten etwa von Ende Mai bis Mitte Juli. Im Süden bleibt es in dieser Zeit zumindest die ganze Nacht dämmrig hell.
Wie teuer ist ein Urlaub in Norwegen?
Norwegen zählt zu den teuersten Reiseländern Europas, vor allem bei Restaurants, Alkohol und Fähren. Wer in einer Hütte selbst kocht, das kostenlose Leitungswasser trinkt und die freie Natur zum Wandern und Zelten nutzt, kann die Reisekosten aber deutlich senken.
Wie reist man in Norwegen am besten herum?
Für die Fjorde und die Lofoten ist der Mietwagen mit den vielen Autofähren am flexibelsten. Dazu kommen die Panoramazüge wie Bergensbahn und Flåmsbahn, das Küstenschiff Hurtigruten und Inlandsflüge, die die langen Wege in den Norden überbrücken.
Braucht man in Norwegen einen Mietwagen?
Für das Fjordland und einen Roadtrip über die Lofoten ist ein Mietwagen fast Pflicht, weil die schönsten Ziele abseits von Bus und Bahn liegen. Für eine reine Städtereise nach Oslo oder Bergen oder für die Route Norwegen in a Nutshell brauchst du dagegen kein eigenes Auto.
Wie viele Tage sollte man für eine Norwegen-Rundreise einplanen?
Für die klassische Fjordrunde zwischen Oslo und Bergen mit Flåmsbahn und Nærøyfjord reichen etwa sieben Tage. Willst du den Norden mit den Lofoten, Tromsø und dem Nordkap ergänzen, plane besser noch einmal eine bis zwei Wochen ein, weil die Entfernungen groß sind.
Welche Fjorde sollte man in Norwegen sehen?
Zu den eindrucksvollsten zählen der Geirangerfjord mit dem Wasserfall der Sieben Schwestern, der schmale Nærøyfjord und der Sognefjord als längster des Landes. Im Süden lohnt der Lysefjord mit dem Preikestolen, dazu der Hardangerfjord mit seiner Obstblüte im Frühling.
Was sollte man in Norwegen essen?
Typisch sind frischer und geräucherter Lachs, der Winterkabeljau Skrei von den Lofoten und getrockneter Klippfisch. Dazu kommen der süße braune Käse Brunost auf Waffeln, im Herbst der Eintopf Fårikål und im hohen Norden Rentier und Königskrabbe.
Ist Norwegen ein gutes Reiseziel mit Kindern?
Ja, sehr sogar. Fähren und Panoramazüge werden zum Abenteuer, Trolle stecken in jeder Sage, und Tierparks sowie Wal- und Huskytouren begeistern. Am entspanntesten wohnst du in einer Hütte mit Küche, weil das die hohen Restaurantpreise umgeht und die Kinder frei nach draußen können.
Was ist die Hurtigruten und lohnt sich die Fahrt?
Die Hurtigruten ist die traditionsreiche Postschiff-Linie, die entlang der Küste zwischen Bergen und dem arktischen Kirkenes verkehrt und dabei Dutzende Häfen anläuft. Die Fahrt dauert je nach Strecke mehrere Tage und gilt als bequeme Art, die zerklüftete Küste und im Winter das Nordlicht vom Deck aus zu erleben.
Braucht man für Norwegen Euro und ein Visum?
Norwegen gehört nicht zur EU, ist aber im Schengen-Raum, sodass für deutsche Reisende der Personalausweis genügt und kein Visum nötig ist. Gezahlt wird nicht mit Euro, sondern mit der norwegischen Krone, in der Praxis fast immer bargeldlos mit Karte oder Handy.
NorwegenWo Wasserfälle über senkrechte Felswände in tiefblaue Fjorde stürzen und im hohen Norden die Sonne mitten in der Nacht am Himmel steht.
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