Die Galleria degli Uffizi gehört zu den wichtigsten Kunstmuseen weltweit und ist das Herzstück eines jeden Florenz-Besuchs für Kunstinteressierte. Untergebracht ist die Sammlung im langgestreckten Uffizien-Palast, den Giorgio Vasari ab 1560 im Auftrag von Cosimo I. de’ Medici als Verwaltungsgebäude – die „uffizi“, also Ämter – errichtete. Der Bau zieht sich in U-Form von der Piazza della Signoria bis zum Arno und rahmt einen schmalen, säulengesäumten Innenhof. Die Sammlung geht auf den Kunstbesitz der Medici zurück, der nach dem Aussterben der Familie 1743 durch die letzte Erbin Anna Maria Luisa de’ Medici testamentarisch für immer in Florenz gebunden wurde. So blieb eine der dichtesten Konzentrationen italienischer Renaissancekunst an einem Ort erhalten. Das berühmteste Werk ist Sandro Botticellis „Geburt der Venus“, das zusammen mit seinem „Primavera“ einen eigenen Saal füllt. Weitere Höhepunkte sind Werke von Leonardo da Vinci, darunter die „Verkündigung“, die „Venus von Urbino“ von Tizian, Caravaggios „Medusa“ und „Bacchus“, Michelangelos „Tondo Doni“ sowie Gemälde von Raffael, Piero della Francesca und Albrecht Dürer. Die Hängung folgt grob der Entwicklung der Malerei vom Mittelalter über die Frührenaissance bis ins Barock. Wegen des enormen Andrangs ist der Vorabkauf von Tickets mit Zeitfenster dringend zu empfehlen; an Tagen ohne Reservierung können die Wartezeiten am Eingang erheblich sein. Für einen ersten Überblick sollte man mehrere Stunden einplanen. Von der Terrasse über der Loggia dei Lanzi bietet sich zudem ein schöner Blick auf den Palazzo Vecchio und die Domkuppel.
Von der Aussichtsterrasse gelingt der Blick auf Palazzo Vecchio und Domkuppel.
