Region · Italien

Kalabrien

An der Stiefelspitze Italiens balanciert Tropea auf dem Fels über türkisem Wasser – und im Rücken steigen die Bergwälder der Sila auf.

4 Städte22 Sehenswürdigkeiten21 Hotels
Überblick

Deine Kalabrien auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai & Juni · September & Oktober
Anreise
Flughäfen Lamezia Terme (SUF) & Reggio Calabria (REG); Hochgeschwindigkeitszüge bis Lamezia und Reggio
Sprache
Italienisch (regional auch Griko & Arbëresh)
Vor Ort
Mietwagen für Costa degli Dei, Sila & Aspromonte; Küstenbahn entlang beider Meere als langsame Alternative
Wichtigster Tipp
Den August meiden – italienische Ferienzeit mit vollen Stränden in Tropea und Spitzenpreisen
Währung & Sprache
Euro · Italienisch (regional Griko & Arbëresh)
Die Region

Was Kalabrien ausmacht

Kalabrien ist die Spitze des italienischen Stiefels, von zwei Meeren umspült und noch immer deutlich leerer als Toskana oder Amalfiküste. Über einem der hellsten Strände des Tyrrhenischen Meeres thront die Sandstein-Altstadt von Tropea, daneben fällt das Capo Vaticano mit Granitklippen in türkise Buchten ab. In Scilla drängen sich die Fischerhäuser von Chianalea direkt ans Wasser, in Pizzo wurde der Tartufo erfunden, und in Reggio Calabria stehen mit den Bronzi di Riace zwei griechische Bronzestatuen aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Im Landesinneren wechselt die Region das Gesicht: Bergseen und Riesenkiefern im Sila-Nationalpark, wilde Schluchten im Aspromonte. Dazu eine Küche in Reinform – scharfe 'Nduja aus Spilinga, rote Zwiebeln aus Tropea, Bergamotte aus Reggio und der kräftige Cirò.

Reiseführer

Kalabrien von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Hinter Pizzo taucht die Küstenstraße in Olivenhaine, dann öffnet sich der Blick – unten ein Streifen heller Sand, dahinter Wasser in einem Türkis, das du eher auf einer Karibikkarte vermutet hättest, und auf dem Felsen darüber die Palazzi von Tropea. Kalabrien ist der Süden, der in den deutschen Reiseplänen lange fehlte. Zwei Meere, dazwischen Berge bis fast 2.000 Meter, und Dörfer, in denen um sieben Uhr abends die Passeggiata wichtiger ist als jeder Terminkalender.

Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten Kalabriens

Morgens um neun, bevor die Strandtaschen die Gassen füllen, gehört dir der Blick vom Belvedere in Tropea über Santa Maria dell'Isola fast allein.

Tropea ist der Anker jeder Kalabrien-Reise: Die Altstadt steht auf einer Sandsteinklippe rund 40 Meter über dem Strand, und vom Aussichtspunkt am Largo Migliarese fällt der Blick direkt auf die Wallfahrtskirche Santa Maria dell'Isola, die auf ihrem eigenen Felsen im Meer sitzt. Der kurze Aufstieg zur Kirche lohnt für den Garten mit Blick zurück auf die Stadtfront – geh früh oder in der letzten Abendstunde, mittags staut sich der Fußweg. In den Gassen dahinter hängen Zöpfe der roten Cipolla di Tropea vor den Läden, und bei klarer Sicht steht der Stromboli als Kegel am Horizont.

Reggio Calabria wird oft nur als Fährhafen Richtung Sizilien abgehakt – ein Fehler: Im Museo Archeologico Nazionale stehen die Bronzi di Riace, zwei überlebensgroße griechische Kriegerstatuen aus dem 5. Jahrhundert v. Chr., die 1972 ein Taucher vor der Küste fand. Der Zugang zu den Bronzen ist in kleinen Gruppen getaktet, plane etwas Wartezeit ein. Danach spazierst du die Lungomare Falcomatà ab, die Uferpromenade mit Blick über die Straße von Messina – bei klarem Wetter siehst du drüben Sizilien und den Ätna.

Pizzo packt auf wenige hundert Meter erstaunlich viel: Im aragonesischen Castello Murat wurde 1815 Joachim Murat, Napoleons Schwager und König von Neapel, standrechtlich erschossen – die Zellen und der Prozessraum sind zu besichtigen. Nördlich des Orts liegt die Chiesetta di Piedigrotta, eine komplett in den Tufffels geschlagene Höhlenkirche voller Figuren, an der Fischer und Bildhauer über Generationen weiterarbeiteten. Und an der Piazza della Repubblica isst du danach den Tartufo, die Eisbombe mit flüssigem Kern, am Entstehungsort.

Wer tiefer gräbt, findet das byzantinische und griechische Kalabrien: In Stilo an der Ionischen Küste steht mit der Cattolica ein byzantinischer Backsteinbau aus dem 9./10. Jahrhundert am Hang, Gerace, das oberhalb von Locri thront, gilt als eines der besterhaltenen mittelalterlichen Städtchen des Südens, und in Rossano lagert der Codex Purpureus Rossanensis, eine purpurgefärbte Evangelienhandschrift aus dem 6. Jahrhundert, die zum UNESCO-Weltdokumentenerbe zählt. An der Küste bei Isola di Capo Rizzuto steht die aragonesische Festung Le Castella auf einer winzigen Landzunge im Meer – eines der meistfotografierten Motive der Region.

Sehenswürdigkeiten in Kalabrien

Alle 22 Sehenswürdigkeiten
Tropea

Tropea – die Felsenstadt über dem Tyrrhenischen Meer

Gegen sieben Uhr abends, wenn der Sandstein der Palazzi die letzte Sonne speichert, schiebt sich die Passeggiata durch den Corso Vittorio Emanuele.

Tropea funktioniert auf zwei Ebenen, wörtlich: oben die Altstadt mit Adelspalästen, Gassen und Aussichtsbalkonen, unten der Strand am Fuß der Klippe. Dazwischen liegen Treppen, die du im August besser nicht in der Mittagshitze nimmst. Die Strände beiderseits des Kirchenfelsens – Rotonda im Norden, Marina dell'Isola direkt unter Santa Maria dell'Isola – gehören zu den bekanntesten des Tyrrhenischen Meeres: heller Sand, klares Wasser, im Hochsommer entsprechend voll. Freie Abschnitte gibt es neben den Lidos, aber komm vor zehn, wenn du im Juli einen Platz willst.

Die Altstadt selbst erkundest du in zwei, drei Stunden, bleiben solltest du trotzdem länger: Der Normannendom bewahrt zwei nicht explodierte Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg als Votivgabe, an den Belvederes über der Steilkante wechselt der Blick zwischen Kirchenfelsen, Küstenlinie und Stromboli, und die Läden verkaufen, was die Region kann: 'Nduja, Peperoncino in allen Formen und die süßlich-milde rote Zwiebel, die nur hier so wächst. 2021 kürte die RAI-Sendung 'Il Borgo dei Borghi' Tropea zum schönsten Dorf Italiens – seither ist der Sommer spürbar internationaler geworden.

Praktisch wichtig: Die Altstadt ist im Sommer weitgehend verkehrsberuhigt, Parkplätze liegen am Rand und füllen sich ab Vormittag – wer im Zentrum wohnt, lässt das Auto am besten ganz stehen. Tropea hat einen Bahnhof an der Küstenlinie zwischen Lamezia Terme und Rosarno; die Regionalzüge verbinden die Orte der Costa degli Dei im Sommer dicht genug, dass du für Strandtage zwischen Pizzo, Tropea und Ricadi kein Auto brauchst. Als Standort für die ganze Region ist Tropea die erste Wahl: Capo Vaticano, Pizzo und Scilla liegen alle unter einer Stunde entfernt.

Vom kleinen Hafen unterhalb der Stadt starten im Sommer Bootstouren: die Küstenlinie bis Capo Vaticano mit Badestopps in Buchten, die zu Fuß mühsam zu erreichen sind – oder gleich der Tagesausflug zu den Liparischen Inseln. Der Klassiker fährt zum Stromboli, wartet die Dämmerung ab und zeigt dir die glühenden Eruptionen des Vulkans vom Wasser aus, bevor es nachts zurückgeht. Buch solche Touren ein, zwei Tage im Voraus in einem der Büros am Corso; bei kräftigem Wind fallen sie aus, plane also einen Puffertag ein.

Strände & Küsten

Die schönsten Strände Kalabriens – von Tropea bis Capo Vaticano

Von der Aussichtsplattform am Leuchtturm des Capo Vaticano fällt der Granit in Stufen ab, und unten wechselt das Wasser von Flaschengrün zu Türkis.

Die Costa degli Dei – die 'Küste der Götter' zwischen Pizzo und Nicotera – ist das Herzstück: rund 55 Kilometer heller Sand und Granitkaps am Tyrrhenischen Meer. Das Capo Vaticano bei Ricadi ist ihr Höhepunkt: Vom Leuchtturm-Aussichtspunkt überblickst du die Steilküste, gebadet wird unten an der Spiaggia Grotticelle, einem Doppelbogen aus Sand zwischen Felszungen. Nordöstlich von Tropea Richtung Pizzo liegen kleinere Buchten wie die Spiaggia Michelino bei Parghelia und der Paradiso del Sub bei Zambrone – zu Fuß über steile Pfade erreichbar, mit Schnorchelwasser über Felsgrund.

Nördlich davon zieht sich die Riviera dei Cedri, benannt nach den Zitronatzitronen, die hier für jüdische Gemeinden in ganz Europa angebaut werden. Ihr bekanntestes Motiv ist der Arco Magno bei San Nicola Arcella: ein Felsbogen, hinter dem sich eine winzige Kiesbucht versteckt – im Hochsommer ist der Zustieg regelrecht getaktet, komm früh. Vor Praia a Mare liegt die Isola di Dino mit Meeresgrotten, die du per Boot oder Kajak ansteuerst, und in Diamante gehören die Wandmalereien der Altstadt und der Peperoncino zum Ortsbild wie der lange Stadtstrand.

Die Ionische Küste im Osten ist flacher, breiter und familienfreundlicher – und außerhalb des Augusts oft halb leer. Südlich von Catanzaro reihen sich zwischen Copanello und Caminia kurze Sandbuchten unter heller Steilküste, die zu den schönsten Badeplätzen dieser Küste zählen; Soverato dahinter ist der größte Badeort mit langer Promenade. Weiter nördlich stehst du bei Le Castella vor der aragonesischen Festung im Wasser, und die Strände um Isola di Capo Rizzuto liegen in einem der größten Meeresschutzgebiete Italiens.

Ein paar Praxisregeln fürs Baden in Kalabrien: Viele Strände sind in freie Abschnitte und Lidos geteilt – zwei Liegen mit Schirm kosten in der Hauptsaison meist 20 bis 35 Euro pro Tag, dafür gibt es Duschen, Bar und Bademeister. Das Wasser ist von Juni bis in den Oktober badewarm, im September oft noch um die 24 Grad. Und rechne die Anfahrten realistisch: Die schönsten Buchten der Costa degli Dei erreichst du über Treppen und Trampelpfade – Badeschuhe und Wasser mitnehmen, die Rückwege ziehen sich in der Nachmittagshitze.

Pizzo

Pizzo – die Tartufo-Stadt über dem Golf von Sant'Eufemia

Am frühen Abend, wenn die Piazza della Repubblica in den Schatten rückt, steht auf jedem zweiten Tisch ein Tartufo – und die Löffel schlagen den Takt.

Pizzo ist der logische erste Stopp jeder Kalabrien-Reise: Vom Flughafen Lamezia Terme bist du in rund einer halben Stunde da, und das Städtchen auf seiner Tuffklippe über dem Golf von Sant'Eufemia liefert auf wenigen Gassen den Vorgeschmack auf alles, was die Costa degli Dei kann – Klippenlage, Meerblick, Süßes. Sein Wohnzimmer ist die Piazza della Repubblica, eine Terrasse hoch über dem Wasser, gesäumt von Gelaterie: Hier wurde der Tartufo erfunden, und hier isst du ihn am Entstehungsort – von Hand geformt, mit flüssigem Kakaokern, der beim ersten Löffel ausläuft.

Gleich hinter der Piazza steht das aragonesische Castello Murat aus dem 15. Jahrhundert. In seinen Mauern endete 1815 einer der steilsten Aufstiege der napoleonischen Ära: Joachim Murat, Napoleons Schwager und König von Neapel, wurde hier nach seinem gescheiterten Landungsversuch standrechtlich verurteilt und erschossen. Die Zelle, der Prozessraum und nachgestellte Szenen sind zu besichtigen – ein kompakter Besuch von einer knappen Stunde, der die Geschichte greifbarer macht als mancher große Museumssaal.

Nördlich des Orts, unten am Meer, liegt die Chiesetta di Piedigrotta: eine Kirche, die komplett aus dem weichen Tufffels geschlagen ist – Altäre, Heiligenfiguren, ganze Szenen, an denen Fischer und später eine Bildhauerfamilie über Generationen weiterarbeiteten. Der Legende nach geht sie auf Seeleute zurück, die nach einem Schiffbruch ein Marienbild aus ihrem Wrack hier aufstellten. Der Besuch dauert keine halbe Stunde und kombiniert sich gut mit einem Bad am langen Sandstrand davor.

Praktisch ist Pizzo doppelt nützlich: als Auftakt direkt nach der Landung – so beginnt der Urlaub mit Tartufo statt mit Autobahnkilometern – und als ruhigere, günstigere Basis-Alternative zum sommerlichen Tropea-Trubel, angebunden an die Regionalbahn der Costa degli Dei. Das Parken läuft wie überall an dieser Küste: Wagen oben am Ortsrand abstellen und die Gassen hinuntergehen, abends gehört die Piazza ohnehin den Fußgängern. Wer nur durchreist, plant zwei, drei Stunden ein – Tartufo, Castello, Piedigrotta, in dieser Reihenfolge.

Scilla & Costa Viola

Scilla und die Costa Viola

In Chianalea liegen die Boote zwischen den Hauswänden vertäut, und wenn eine Welle durchläuft, klatscht sie direkt gegen die Fundamente der Restaurants.

Scilla ist der Ort, an dem Homer seine Skylla wohnen ließ – das sechsköpfige Ungeheuer, das mit Charybdis die Meerenge bewachte. Heute wacht über der Straße von Messina das Castello Ruffo auf seinem Felsen, und zu seinen Füßen teilt sich der Ort in zwei Gesichter: auf der Nordseite Chianalea, ein Fischerviertel, dessen Häuser direkt aus dem Wasser wachsen und dessen einzige Gasse sich zwischen Bootswinden, Wäscheleinen und Restaurantterrassen hindurchschiebt; auf der Südseite Marina Grande, ein breiter Sandstrand mit Blick auf Sizilien.

Der Schwertfisch ist hier keine Speisekarten-Folklore, sondern Handwerk: Von Frühjahr bis Sommer jagen die Fischer von Scilla und dem Nachbarort Bagnara Calabra mit ihren Feluken (feluche) – erkennbar am extrem hohen Ausguck-Mast und der langen Passerella am Bug, von der der Harpunier zusticht. Entsprechend isst du in Chianalea: Schwertfisch gegrillt, als Involtini gerollt oder roh mariniert, in Restaurants, deren Terrassen auf Stelzen über dem Wasser stehen. Reserviere abends in der Saison, die Plätze am Wasser sind begrenzt.

Die Costa Viola – die 'veilchenfarbene Küste', benannt nach dem Farbton, den das Meer hier in der Dämmerung annimmt – zieht sich von Palmi bis Villa San Giovanni. Ihre spektakulärste Perspektive bekommst du oberhalb von Palmi am Monte Sant'Elia: Von den Aussichtspunkten fällt der Blick fast senkrecht auf die Küste, über die Meerenge bis zu den Liparischen Inseln. Bagnara Calabra dazwischen ist neben dem Schwertfisch für Torrone bekannt, den Mandelnougat, der hier seit dem 18. Jahrhundert hergestellt wird.

Logistisch ist Scilla einfach: Der Ort liegt an der Bahnlinie Richtung Reggio Calabria und direkt an der A2, als Tagesausflug funktioniert er von Tropea (rund eine Stunde) ebenso wie als Zwischenstopp auf dem Weg nach Sizilien – die Fähren ab Villa San Giovanni sind nur zehn Minuten entfernt. Wer bleibt, wohnt am stimmungsvollsten in einem der kleinen Gästehäuser in Chianalea selbst; bedenke nur, dass Koffer über die Gasse gerollt werden müssen und Parkplätze oben am Ortsrand liegen. Ein Abend mit Blick auf die beleuchtete Meerenge entschädigt dafür.

Berge & Nationalparks

Sila und Aspromonte – Wandern in Kalabriens Bergen

Eine Dreiviertelstunde hinter der Küste riecht es plötzlich nach Kiefernharz, das Thermometer fällt um zehn Grad, und am Lago Arvo grasen Kühe bis ans Ufer.

Die Sila ist Kalabriens grünes Hochland: ein Granitplateau zwischen 1.200 und 1.900 Metern, bedeckt von einem der größten zusammenhängenden Nadelwälder Italiens, dazu die Stauseen Lago Arvo, Lago Ampollino und Lago Cecita. Der Nationalpark Sila schützt das Kerngebiet; sein bekanntester Punkt ist die Riserva 'I Giganti della Sila' bei Fallistro nahe Camigliatello Silano, ein Hain aus rund 350 Jahre alten Riesen-Schwarzkiefern mit Stämmen, für die du zwei Personen zum Umfassen brauchst. Der Rundweg durch die 'Giganten' ist kurz und geführt – ideal auch mit Kindern.

Camigliatello Silano ist der praktischste Stützpunkt: ein Bergdorf mit Hotels, Salumerie-Läden voller Caciocavallo Silano DOP, Pilze und Silaner Kartoffeln – und Startpunkt des Treno della Sila, einer historischen Schmalspurbahn, die in der Saison mit Dampflok nach San Nicola-Silvana Mansio fährt, einem der höchstgelegenen Schmalspur-Bahnhöfe Europas auf über 1.400 Metern. Im Winter läuft am Monte Curcio ein kleines Skigebiet mit Liften direkt am Ort – Kalabrien ist eine der wenigen Regionen, in denen du vormittags Ski fahren und nachmittags am Meer stehen kannst.

Der Aspromonte im äußersten Süden ist die wildere, einsamere Schwester: ein Bergmassiv, das hinter Reggio Calabria auf fast 2.000 Meter steigt und in tief eingeschnittenen Fiumare-Tälern zum Ionischen Meer abfällt. Gambarie ist der einzige nennenswerte Ferienort; von dort führen Wanderwege zu Wasserfällen wie den Cascate Maesano und auf Aussichtsgipfel mit Blick auf Ätna und Meerenge. Am Südostrand liegen die Dörfer der Grecanico-Kultur wie Bova, in denen sich ein griechischer Dialekt aus der Antike bis heute gehalten hat, und das Geisterdorf Pentedattilo unter seinem fünffingrigen Felsen.

Fürs Wandern in beiden Parks gilt: Die Beschilderung ist besser geworden, aber nicht alpin-dicht – lade dir die Tracks vorher aufs Handy und rechne mit wenig Infrastruktur unterwegs. Die beste Zeit sind Mai bis Juni, wenn die Hochweiden blühen, und der September; im Hochsommer sind die Berge die angenehmste Antwort auf 35 Grad an der Küste, nachmittags können sich aber Gewitter aufbauen. Von Tropea bis Camigliatello fährst du gut zwei Stunden – die Sila taugt daher eher als Übernachtungs-Etappe einer Rundreise denn als Tagesausflug vom Strand.

Aktivitäten & Touren in Kalabrien

Alle 11 Aktivitäten
Rundreise

Kalabrien-Rundreise: die schönste Route in 7–10 Tagen

Die Route liegt praktisch auf der Hand: von Lamezia Terme im Bogen über die Costa degli Dei nach Süden, durch die Berge zurück – zwei Meere in einer Woche.

In 7 bis 10 Tagen fährst du Kalabriens Kernschleife: Ankunft am Flughafen Lamezia Terme, erste Etappe Pizzo mit Tartufo und Höhlenkirche, dann vier, fünf Nächte an der Costa degli Dei mit Standort Tropea – von dort Capo Vaticano, Strandtage und die Bootstour Richtung Stromboli. Weiter nach Süden über Palmi und die Costa Viola nach Scilla, eine Nacht in Chianalea, dann Reggio Calabria mit den Bronzi di Riace. Wer 10 Tage hat, schließt den Kreis durchs Landesinnere: über den Aspromonte oder entlang der Ionischen Küste hinauf und durch die Sila zurück nach Lamezia.

Wechsle nicht jede Nacht das Quartier – Kalabriens Distanzen sehen auf der Karte kurz aus und sind es auf der Straße nicht. Die A2 entlang der tyrrhenischen Seite ist schnell und mautfrei, aber sobald du sie verlässt, rechnest du besser mit 40 Kilometern pro Stunde: Küstensträßchen, Ortsdurchfahrten, Serpentinen. Zwei Standorte reichen für die Woche – einer an der Costa degli Dei, einer im Süden um Scilla oder Reggio –, ein dritter in den Bergen für die Verlängerung. So bleiben die Fahretappen unter zwei Stunden und die Nachmittage frei für Strand oder Passeggiata.

Ein Wort zum Fahren selbst: Kalabrische Ortskerne sind eng, steil und oft nur mit Ortskenntnis sinnvoll zu befahren – park am Ortsrand und geh die letzten Minuten zu Fuß, das gilt für Tropea genauso wie für Chianalea in Scilla, wo die Gasse ohnehin für Autos tabu ist. Nimm beim Mietwagen die kleinste Klasse, die dein Gepäck fasst, und fotografiere den Zustand bei Übernahme; Parkrempler sind an der Küste Alltag. Tanken, Einkaufen und Geldautomaten erledigst du in den größeren Orten – im Bergland werden die Abstände zwischen Tankstellen spürbar.

Zwei lohnende Erweiterungen, je nach Zeit: Sizilien liegt näher als jedes andere Ziel – die Fähre von Villa San Giovanni nach Messina braucht rund 20 Minuten, und Taormina mit dem Ätna im Rücken ist als langer Tagesausflug machbar, mit dem Auto oder als gebuchte Tour. Oder du hängst die Ionische Küste an: Gerace und die Cattolica di Stilo als Kulturtag, danach die Buchten von Caminia und Soverato. Beides ersetzt keinen zweiten Urlaub – Kalabrien allein füllt die Woche mühelos –, aber es rundet die Route zu einer echten Süditalien-Reise.

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Unterkünfte

Hotels in Kalabrien – so findest du die richtige Basis

Abends auf der Dachterrasse eines Palazzo in Tropea, mit Blick über die Klippenkante aufs dunkle Meer, versteht sich die Ortswahl von selbst.

Die dichteste Auswahl hat die Costa degli Dei: In Tropeas Altstadt wohnst du in kleinen Hotels und B&Bs in umgebauten Adelspalästen – stimmungsvoll, aber mit den Realitäten der Klippenlage: Treppen statt Aufzug, Parkplatz am Ortsrand, im August Abendlärm bis nach Mitternacht. Rund um Capo Vaticano und Ricadi dominieren Ferienanlagen und Residences mit Pool und Strandzugang, oft mit Halbpension – die bequemste Wahl für reine Badewochen. Nördlich von Tropea, in Parghelia und Zambrone, liegen ruhigere Häuser über den Buchten mit Blick auf Stromboli.

Für Rundreisende lohnt die Aufteilung nach Etappen: an der Costa degli Dei ein Strandquartier, im Süden ein Gästehaus in Scilla – am besten direkt in Chianalea, wo einige Fischerhäuser zu kleinen Unterkünften umgebaut wurden und du das Wasser unterm Fenster hörst. In Reggio Calabria findest du Stadthotels für eine Museumsnacht. Wer die Berge einplant, übernachtet in Camigliatello Silano oder in einem Agriturismo am Rand der Sila: Höfe mit eigener Küche, in denen abends aufgetischt wird, was der Hof und der Wald hergeben – von Caciocavallo bis Steinpilzen.

Preislich ist Kalabrien eine der günstigeren Ferienregionen Italiens – mit einer wichtigen Ausnahme: dem August. Rund um Ferragosto verdoppeln sich vielerorts die Preise, die Anlagen an der Costa degli Dei sind Monate im Voraus ausgebucht, und einige vermieten dann nur wochenweise. Im Juni und September bekommst du dieselben Zimmer deutlich günstiger, das Meer ist warm und die Orte leben, ohne überzulaufen. Außerhalb der Saison, etwa von November bis März, schließen viele Häuser an der Küste komplett – Städte wie Reggio und die Berghotels der Sila bleiben dann die verlässlichen Adressen.

Worauf du bei der Buchung achten solltest: 'Meerblick' und 'Strandnähe' sind an dieser Steilküste dehnbare Begriffe – prüfe auf der Karte, ob zwischen Haus und Strand eine Treppenanlage oder ein Kilometer Serpentinen liegt, und lies die Bewertungen auf Hinweise zur Anfahrt. Klimaanlage ist im Juli und August kein Luxus, sondern Voraussetzung für Schlaf. Und wenn du ohne Auto reist, buch bewusst in Tropea, Pizzo oder Scilla selbst: Dort erreichst du Strand, Restaurants und Bahnhof zu Fuß – die Anlagen außerhalb sind ohne eigenen Wagen Inseln.

Hotels in Kalabrien

Alle 21 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Essen & Trinken

Essen & Trinken in Kalabrien

Auf dem Tisch der Trattoria steht ungefragt ein Glas mit Peperoncino-Öl – die Frage ist in Kalabrien nie ob scharf, sondern wie scharf.

Das berühmteste Produkt der Region ist die 'Nduja: eine weiche, streichfähige Wurst aus Schweinefleisch und so viel Peperoncino, dass sie tiefrot leuchtet. Ihr Herkunftsort Spilinga liegt nur ein paar Kilometer hinter dem Capo Vaticano – dort und auf den Märkten der Küste kaufst du sie im Naturdarm, zu Hause kommt sie aufs Brot, in Tomatensauce oder über Pizza. Ihr mildes Gegenstück ist die Cipolla Rossa di Tropea IGP, die süßliche rote Zwiebel, die roh im Salat, als Marmelade zur Käseplatte oder frittiert als Zwiebelringe auftaucht.

Die Pasta der Region ist die Fileja: kurze, um einen Stab gedrehte Spiralen, klassisch mit 'Nduja-Tomatensauce oder Schweineragout serviert. An der Küste regiert daneben der Fisch – in Scilla und Bagnara vor allem der Schwertfisch, gegrillt oder als Involtini, auf den Märkten dazu Rotgarnelen und Sardellen. In den Bergen wechselt die Karte komplett: Caciocavallo Silano DOP, Steinpilze aus den Wäldern der Sila, Kartoffeln mit Herkunftssiegel und kräftige Schweinefleischgerichte. Diese Doppelnatur aus Meer- und Bergküche macht das Essen hier abwechslungsreicher, als der Süden-Klischeeblick vermuten lässt.

Süß kann Kalabrien auch: Der Tartufo di Pizzo – eine von Hand geformte Halbkugel aus Haselnuss- und Schokoladeneis mit flüssigem Kakaokern, in Kakaopulver gewälzt – wurde in Pizzo erfunden und trägt als erstes Speiseeis Europas ein IGP-Siegel; gegessen wird er in den Gelaterie an der Piazza della Repubblica. In Bagnara Calabra hat der Torrone Tradition, und aus Rossano an der Ionischen Küste kommt die Lakritze der Firma Amarelli, die dort seit 1731 produziert und ein eigenes Museum betreibt. Die Bergamotte wiederum wächst fast ausschließlich an der Küste um Reggio – als Duft, Likör und in Süßspeisen.

Beim Wein führt kein Weg am Cirò vorbei: Das Anbaugebiet an der Ionischen Küste um Cirò Marina zählt zu den ältesten Italiens – schon in der antiken Magna Graecia wurde hier Wein gekeltert –, und die Hauptrebsorte Gaglioppo ergibt kräftige, warme Rote, die zur 'Nduja-Schärfe erstaunlich gut stehen. Praktisch fürs Essengehen: Reserviere im August abends grundsätzlich, iss mittags einfacher – ein Panino mit 'Nduja und Zwiebeln vom Alimentari kostet wenig und schmeckt am Strand am besten – und trau dich in die Agriturismi im Hinterland, wo das Menü oft gar nicht erst zur Wahl steht.

Restaurants in Kalabrien

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Anreise & Mobilität

Anreise nach Kalabrien – und wie du vor Ort mobil bist

Der Landeanflug auf Lamezia Terme führt übers Tyrrhenische Meer direkt auf die Küstenebene zu – vom Rollfeld bis zum ersten Strand sind es keine zehn Minuten.

Das Tor zur Region ist der Flughafen Lamezia Terme (SUF), mitten an der tyrrhenischen Küste gelegen und in der Sommersaison mit Direktflügen aus mehreren deutschen Städten verbunden. Von dort bist du in rund 45 Minuten in Tropea und in etwa anderthalb Stunden in Scilla – die Mietwagenstationen sitzen direkt am Terminal, in der Hochsaison solltest du den Wagen Wochen im Voraus reservieren. Der kleinere Flughafen Reggio Calabria bedient vor allem inneritalienische Strecken und lohnt, wenn dein Schwerpunkt ganz im Süden liegt.

Mit der Bahn ist Kalabrien besser erreichbar, als viele denken: Die Hochgeschwindigkeitszüge aus Rom und Neapel halten in Lamezia Terme Centrale und fahren weiter bis Reggio Calabria; ab Rom bist du in rund viereinhalb Stunden in Lamezia. Dazu kommen die Intercity-Notte-Nachtzüge, die Norditalien mit Kalabrien verbinden – du steigst abends ein und morgens an der Küste aus. Für die letzte Meile zur Costa degli Dei nimmst du die Regionalbahn Richtung Rosarno, die Pizzo, Tropea und die Badeorte dazwischen verbindet; im Sommer ist der Takt dichter.

Mit dem eigenen Auto ist es aus Deutschland eine ehrliche Distanz: ab München rund 1.400 bis 1.600 Kilometer, also realistisch zwei Fahrtage mit Zwischenstopp – etwa in Rom oder am Golf von Neapel. Ab Salerno fährst du auf der A2, der 'Autostrada del Mediterraneo', die als eine der wenigen italienischen Autobahnen mautfrei ist und auf ihren Bergabschnitten durch den Cilento und Kalabriens Hinterland selbst schon eine Panoramastrecke abgibt. Der Lohn der langen Anfahrt: volle Flexibilität vor Ort und keine Mietwagenkosten in der Hauptsaison.

Vor Ort führt an vier Rädern meist kein Weg vorbei – Busse ins Bergland fahren selten und nach Schulkalender, die Bahn deckt nur die Küstenlinien ab. Die Ausnahme ist ein reiner Badeurlaub an der Costa degli Dei: Mit Standort Tropea erreichst du per Regionalzug und zu Fuß genug für ein bis zwei Wochen. Für Sizilien-Abstecher pendeln die Fähren zwischen Villa San Giovanni und Messina im dichten Takt, die Überfahrt dauert rund 20 Minuten, das Auto kann mit. Und plane Fahrzeiten großzügig: Kalabrische Landstraßenkilometer sind langsame Kilometer.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Mit Kindern

Kalabrien mit Kindern

Nachmittags um fünf, wenn die größte Hitze vorbei ist, füllt sich der flache Wassersaum am Capo Vaticano mit Kindern, Keschern und Schnorchelmasken.

Kalabrien ist unaufgeregt kinderfreundlich, so wie ganz Süditalien: Kinder gehören abends selbstverständlich mit ins Restaurant, und niemand schaut auf die Uhr. Als Basis funktionieren zwei Modelle: eine Ferienanlage an der Costa degli Dei mit Pool, flachem Strandzugang und kurzen Wegen – oder eine Ferienwohnung in Tropea oder Pizzo, wenn ihr lieber Ortsleben als Animationsprogramm wollt. Achtet bei der Strandwahl auf die Wasserlinie: Viele Strände der Steilküste fallen schnell ab; die flachsten Abschnitte finden sich in den Buchten am Capo Vaticano und an der Ionischen Küste um Soverato.

Ein paar Programmpunkte funktionieren bei Kindern zuverlässig: die Bootstour ab Tropea mit Badestopps und – für größere Kinder – der Abendausflug zum Stromboli, dessen Glutauswürfe vom Boot aus wie ein Naturfeuerwerk wirken. Die Höhlenkirche Piedigrotta bei Pizzo ist kurz, schattig und erzählt sich wie ein Abenteuer, danach gibt es den Tartufo als Belohnung. In Scilla macht schon die Gasse von Chianalea Spaß, in der Boote statt Autos parken. Und im Museum von Reggio stehen mit den Bronzi di Riace zwei echte 2.500 Jahre alte Bronzekrieger – kurz genug für kleine Geduld.

Bei Sommerhitze sind die Berge der Familientrumpf: In der Sila ist es auch im August zehn Grad kühler, der Rundweg durch die Riesenkiefern von Fallistro ist kurz und eben, an den Seen lässt sich Tretboot fahren und picknicken, und die Fahrt mit der Dampflok des Treno della Sila ab Camigliatello ist für die meisten Kinder das Highlight der Woche. Plant die Bergtage als Übernachtungsausflug, nicht als Tagestour – die Anfahrt von der Küste zieht sich, und mit einer Nacht oben nehmt ihr den Morgennebel über den Wiesen mit, bevor die Tagesgäste kommen.

Die Praxis-Punkte zum Schluss: Der August ist mit Kindern die anstrengendste Wahl – voll, heiß, teuer; Juni und September bieten dieselben Badetemperaturen bei halbem Trubel, und wer nicht an Schulferien gebunden ist, reist dann. Apotheken und Supermärkte gibt es in allen Küstenorten, Windeln und Babynahrung sind kein Problem. Auf den Serpentinenstrecken wird empfindlichen Kindern schnell flau – plant pro Tag nur ein Ziel und haltet die Etappen unter 45 Minuten. Und das tägliche Gelato-Ritual ist hier Programm: Kalabriens Eisdielen können dank Pizzo-Tradition richtig gut.

Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Kalabrien – und welche Basis zu dir passt

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Kalabrien: Wetter & Klima im Jahreslauf

Kalabrien hat eine der längsten Badesaisons Italiens – von Juni bis in den Oktober trägt das Meer, und die Berge kühlen den Hochsommer.

Das Klima an Kalabriens Küsten ist klassisch mediterran: milde, regenreiche Winter und lange, trockene Sommer mit Wassertemperaturen, die im September oft noch bei 24 Grad liegen. Im Landesinneren gelten andere Regeln – in der Sila auf 1.400 Metern liegt im Winter Schnee, und selbst im August bleibt es dort angenehm. Die Werte unten gelten für die tyrrhenische Küste um Tropea und Reggio; in den Bergen ziehst du je nach Höhe acht bis zwölf Grad ab.

Jan14°8°mild, viele Häuser zu
Feb15°8°Regen, Schnee in der Sila
Mär16°9°erstes Frühjahr
Apr19°11°grüne Hänge, ruhig
Mai23°14°warm, ideal zum Wandern
Jun27°18°Badesaison beginnt
Jul30°21°heiß, trocken
Aug31°22°Ferragosto, sehr voll
Sep28°19°Meer warm, leerer
Okt23°15°milde Badetage möglich
Nov19°12°Regenzeit beginnt
Dez15°9°still, mild an der Küste

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Kalabrien sind Juni und September, mit Mai und Anfang Oktober als starken Rändern: Das Meer ist warm, die Strände sind frei, und Wandern in Sila und Aspromonte funktioniert ohne Hitzeschlacht. Der August liefert verlässlich Badewetter, ist aber die volle italienische Ferienzeit – rund um Ferragosto sind Preise und Strände auf dem Jahreshoch.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Kalabrien

Wann ist die beste Reisezeit für Kalabrien?
Juni und September sind ideal: 27 bis 28 Grad, warmes Meer und deutlich weniger Betrieb als im August. Mai und Anfang Oktober eignen sich für Wandern und milde Badetage; der August ist verlässlich heiß, aber die teuerste und vollste Zeit des Jahres.
Wie viele Tage braucht man für Kalabrien?
Eine Woche reicht für die Costa degli Dei mit Tropea, Capo Vaticano, Pizzo und einem Ausflug nach Scilla. Mit 10 bis 14 Tagen kombinierst du beide Meere, Reggio Calabria mit den Bronzi di Riace und ein, zwei Nächte in den Bergen der Sila.
Braucht man in Kalabrien ein Auto?
Für eine Rundreise ja – Busse ins Landesinnere fahren selten, und die Bahn deckt nur die Küsten ab. Für reinen Badeurlaub mit Standort Tropea geht es auch ohne: Die Regionalbahn verbindet die Orte der Costa degli Dei, und vieles liegt fußläufig.
Welcher Flughafen ist für Kalabrien der richtige?
Lamezia Terme (SUF) ist der wichtigste Flughafen der Region, mit Direktflügen aus Deutschland in der Sommersaison und nur rund 45 Minuten von Tropea entfernt. Reggio Calabria ist kleiner und lohnt vor allem, wenn dein Schwerpunkt ganz im Süden um Scilla liegt.
Wo ist Kalabrien am schönsten?
Die Costa degli Dei zwischen Pizzo und Capo Vaticano mit Tropea als Mittelpunkt ist die bekannteste Ecke – heller Sand, türkises Wasser, Blick auf Stromboli. Dazu lohnen Scilla mit dem Fischerviertel Chianalea, die Bergwälder der Sila und die stilleren Buchten der Ionischen Küste.
Welche Strände in Kalabrien lohnen sich?
An der Costa degli Dei die Strände von Tropea, die Spiaggia Grotticelle am Capo Vaticano und die Bucht Michelino bei Parghelia; im Norden der Felsbogen Arco Magno und die Isola di Dino. An der flacheren Ionischen Küste lohnen Caminia, Soverato und die Strände um Le Castella.
Ist Kalabrien teuer?
Nein – Kalabrien gehört zu den günstigeren Ferienregionen Italiens: Essen, Übernachtung und Strandlidos kosten spürbar weniger als in Toskana oder an der Amalfiküste. Die Ausnahme ist der August, besonders rund um Ferragosto, wenn sich die Preise an der Küste vielerorts verdoppeln.
Ist Kalabrien für einen Urlaub mit Kindern geeignet?
Ja – Kinder sind überall selbstverständlich dabei, flache Badebuchten gibt es am Capo Vaticano und an der Ionischen Küste um Soverato, und Ausflüge wie die Dampflok der Sila, die Höhlenkirche von Pizzo oder die Bootstour ab Tropea funktionieren zuverlässig. Juni und September sind die entspanntesten Monate.
Was ist der Tartufo di Pizzo?
Eine in Pizzo erfundene, von Hand geformte Halbkugel aus Haselnuss- und Schokoladeneis mit flüssigem Kakaokern, gewälzt in Kakaopulver – das erste Speiseeis Europas mit IGP-Herkunftssiegel. Original isst du ihn in den Gelaterie an der Piazza della Repubblica in Pizzo.
Kann man von Kalabrien nach Sizilien oder zum Stromboli?
Ja, beides: Die Fähre von Villa San Giovanni nach Messina braucht rund 20 Minuten und nimmt Autos mit – Taormina ist als Tagesausflug machbar. Zum Stromboli fahren im Sommer Bootstouren ab Tropea, oft mit Badestopps und Blick auf die abendlichen Eruptionen vom Wasser aus.
Wie warm ist das Meer in Kalabrien?
Von Juni bis Oktober herrscht Badetemperatur: rund 22 bis 23 Grad im Juni, 26 bis 27 Grad im August und im September meist noch etwa 24 Grad. Selbst Anfang Oktober sind an der tyrrhenischen Küste milde Badetage die Regel, nicht die Ausnahme.
Was muss man in Kalabrien gegessen haben?
Die scharfe, streichfähige 'Nduja aus Spilinga, Fileja-Pasta mit Tomatensauce, die rote Zwiebel aus Tropea, Schwertfisch in Scilla und den Tartufo di Pizzo als Dessert. Dazu ein Glas Cirò, der aus einem der ältesten Weinanbaugebiete Italiens an der Ionischen Küste stammt.
KalabrienAn der Stiefelspitze Italiens balanciert Tropea auf dem Fels über türkisem Wasser – und im Rücken steigen die Bergwälder der Sila auf.
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