Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Tropea
Die bekanntesten Motive liegen dicht beieinander – die Altstadt oben auf dem Felsen, der Kirchenfelsen und der Hauptstrand unmittelbar darunter, dazwischen nur Treppen.
Das Santuario di Santa Maria dell'Isola steht auf einem eigenen Felsen zwischen zwei Stränden, und der Name stimmt noch immer halb: Bis Ablagerungen die Lücke schlossen, war das tatsächlich eine Insel, heute führt ein Sandstreifen hinüber. Über eine steile Treppe steigst du an Feigenkakteen und Agaven vorbei zum Kirchhof hinauf; oben liegen ein kleiner Garten mit Palmen, mehrere Aussichtspunkte und die schlichte Kirche selbst, deren Ursprung auf eine Klosterniederlassung zurückgeht und die von Erdbeben mehrfach beschädigt und umgebaut wurde. Der Aufstieg dauert keine zehn Minuten und lohnt am frühen Morgen deutlich mehr als mittags – dann hast du den Garten fast für dich. Für den Blick zurück auf die Stadt ist dagegen der späte Nachmittag die bessere Zeit: Die Altstadtklippe schaut nach Westen, wird also erst dann von See her ausgeleuchtet, während sie vormittags im eigenen Schatten liegt.
Das Belvedere am Largo Migliarese ist die Terrasse, von der praktisch jedes Tropea-Bild stammt. Von der Balustrade fällt der Blick fast senkrecht auf die Spiaggia della Rotonda, dahinter steht der Isola-Felsen mit der Kirche, und links wie rechts zieht sich die Küste bis zu den Kaps im Süden. An klaren Tagen, meist nach einer windigen Nacht, schiebt sich am Horizont der Kegel des Stromboli ins Bild. Gleich nebenan liegt die Piazza Cannone, die ihren Namen einem alten Geschütz verdankt und Bänke im Schatten hat, ein paar Schritte weiter reihen sich weitere Aussichtsbalkone an der Kante auf. Für das beste Licht kommst du zweimal: einmal kurz nach Sonnenaufgang, einmal in der letzten Stunde vor Sonnenuntergang.
Die Cattedrale di Maria Santissima di Romania geht auf eine normannische Gründung des 12. Jahrhunderts zurück und wirkt von außen wehrhafter als kirchlich. Drinnen hängt die Ikone der Madonna di Romania, die Stadtpatronin, dazu kommen Marmorbildwerke und ein dunkles Kruzifix, das die Tropeaner besonders verehren. Am bekanntesten sind allerdings zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg, die im Kirchenraum aufgestellt sind: Sie schlugen bei einem Luftangriff in unmittelbarer Nähe ein, ohne zu detonieren, und gelten der Stadt bis heute als Beleg für den Schutz ihrer Madonna. Ein Besuch dauert eine halbe Stunde, die Kirche ist ein guter Zwischenstopp, wenn draußen die Mittagshitze steht.
Zwischen Dom und Belvedere spannt sich der Corso Vittorio Emanuele als schmale Hauptachse durch die Altstadt, gesäumt von Palazzi mit schweren Steinportalen, Innenhöfen und schmiedeeisernen Balkonen – Reste einer Zeit, in der Tropea Adels- und Bischofsstadt war. Von den Seitengassen aus öffnet sich immer wieder unvermittelt das Meer. Und schließlich gehört der Blick von unten dazu: Erst wenn du am Wasser stehst und die Klippe mit der Stadt darauf über dir aufragt, wird klar, warum dieser Ort auf jedem Kalenderblatt Kalabriens auftaucht. Nimm dafür den Weg hinunter zur Spiaggia della Rotonda und geh ein Stück in Richtung Isola-Felsen.







































