Region · Italien

Basilikata

Zwischen den Höhlen von Matera und der Steilküste von Maratea liegt Italiens archaischer, lange übersehener Süden.

3 Städte17 Sehenswürdigkeiten14 Hotels
Überblick

Deine Basilikata auf einen Blick

Beste Reisezeit
April – Juni & September – Oktober
Anreise
Nächster Flughafen Bari (BRI) für Matera (ca. 65 km), Neapel oder Lamezia Terme für Maratea; Matera per Bahn der Ferrovie Appulo Lucane ab Bari
Sprache
Italienisch (regional lukanische Dialekte)
Vor Ort
Mietwagen fast überall sinnvoll – Bergland und Küsten sind mit Bus und Bahn nur dünn erschlossen; in Matera selbst geht alles zu Fuß
Wichtigster Tipp
Höhlenhotels in den Sassi früh buchen und festes Schuhwerk mitnehmen – die Treppengassen sind steil und uneben
Währung & Sprache
Euro · Italienisch (regional lukanische Dialekte)
Die Region

Was Basilikata ausmacht

Die Basilikata ist der Spann des italienischen Stiefels – karg, gebirgig und jahrzehntelang von den Reiserouten vergessen. Ihr Zentrum ist Matera, wo sich die Sassi als jahrtausendealte Höhlenstadt über die Gravina-Schlucht staffeln: einst als „Schande Italiens“ geräumt, heute UNESCO-Welterbe, Kulturhauptstadt von 2019 und Kulisse für „Die Passion Christi“ und James Bond. Im Westen stürzt bei Maratea eine kurze, dramatische Tyrrhenische Küste ins Meer, bewacht von einer 21 Meter hohen Christusstatue. Dazwischen: die Geisterstadt Craco in den Calanchi, die Felsnadeln der Dolomiti Lucane mit dem Volo dell'Angelo, die Sandstrände von Metaponto am Ionischen Meer und der Pollino, Italiens größter Nationalpark. Auf den Teller kommen peperoni cruschi, lucanische Wurst und Aglianico vom erloschenen Vulkan Vulture.

Reiseführer

Basilikata von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Die Straße von Bari herüber führt durch Weizenfelder, dann kippt das Land plötzlich in eine Schlucht – und auf der anderen Seite hängt Matera am Fels, Stein auf Stein, Höhle über Höhle, mit einem Dom obendrauf. Die Basilikata kündigt sich nicht an. Sie liegt zwischen Apulien und Kalabrien wie ein übersprungenes Kapitel – kaum Autobahnen, kaum Reisebusse, dafür Geisterstädte auf Tonhügeln, Felsdörfer mit Ziplines und eine Küste, die erst im letzten Moment ins Tyrrhenische Meer stürzt.

Sehenswürdigkeiten

Sassi di Matera & Co.: die schönsten Sehenswürdigkeiten der Basilikata

Am frühen Morgen, wenn die Sonne die Fassaden der Sassi in warmes Ocker taucht, hörst du in den Treppengassen von Matera nur Schwalben und deine eigenen Schritte.

Matera ist der Grund, warum die meisten überhaupt in die Basilikata fahren – und die Geschichte der Stadt ist so ungewöhnlich wie ihr Anblick. In den beiden Höhlenvierteln Sasso Barisano und Sasso Caveoso wohnten Menschen seit Jahrtausenden in Grotten, die in den weichen Kalkarenit gegraben wurden. Nach Carlo Levis Buch „Christus kam nur bis Eboli“ galten die Sassi als „Schande Italiens“: ab 1952 ließ der Staat die Viertel räumen, rund 15.000 Menschen wurden umgesiedelt. Erst Jahrzehnte später kehrte das Leben zurück – 1993 kam der UNESCO-Titel, 2019 war Matera Europäische Kulturhauptstadt.

Für den Besuch brauchst du gutes Schuhwerk und einen halben Plan: Die Casa Grotta di Vico Solitario zeigt, wie eine Familie mit Maultier und Kohlebecken in einer einzigen Höhle lebte. Unter der Piazza Vittorio Veneto öffnet sich der Palombaro Lungo, eine begehbare Zisterne von der Größe einer Kirche. Dazu kommen Felsenkirchen wie Santa Maria de Idris und San Pietro Barisano mit verblassten byzantinischen Fresken – und auf dem Sporn der Civita der romanische Dom, der über beiden Sassi thront. Filmkulissen erkennst du unterwegs ständig: Mel Gibson drehte hier „Die Passion Christi“, und die Eröffnungssequenz von „Keine Zeit zu sterben“ jagte 007 durch genau diese Gassen.

Den besten Blick auf die Stadt hast du gar nicht in der Stadt: Gegenüber, auf dem Hochplateau des Parco della Murgia Materana, liegt der Belvedere di Murgia Timone – von dort wirkt Matera wie eine in den Fels gegossene Krippe. Zu Fuß steigst du durch die Gravina-Schlucht hinab und über eine schmale Hängebrücke wieder hinauf, gut eine Dreiviertelstunde mit ordentlich Höhenmetern; mit dem Auto fährst du in einer Viertelstunde außen herum. Auf der Murgia selbst verstecken sich über hundert weitere Felsenkirchen und alte Hirtenpfade – nimm Wasser mit, oben gibt es keinen Schatten.

Jenseits von Matera verteilen sich die Sehenswürdigkeiten der Basilikata über das ganze Bergland: die Geisterstadt Craco auf ihrem Tonrücken, die Christusstatue über Maratea, die Felsnadeln der Dolomiti Lucane mit den Dörfern Castelmezzano und Pietrapertosa – dazu im Norden die Kastelle Friedrichs II. in Melfi und Lagopesole und das antike Venosa, Geburtsort des Dichters Horaz, mit seiner nie vollendeten Klosterkirche Incompiuta. Zu allen kommst du in den folgenden Abschnitten – die Distanzen sind größer, als die Karte suggeriert, denn fast jede Strecke führt über Bergstraßen.

Sehenswürdigkeiten in Basilikata

Alle 17 Sehenswürdigkeiten
Rundreise

Basilikata-Rundreise: die schönste Route in 7 Tagen

Die Basilikata-Schleife ist schnell skizziert – von Matera über die Calanchi ans Ionische Meer, hinauf in die Dolomiti Lucane und hinüber an die Tyrrhenische Küste nach Maratea.

In sieben Tagen fährst du die Route, die alle Gesichter der Region zeigt: Starte mit zwei vollen Tagen in Matera – Sassi, Felsenkirchen, Belvedere auf der Murgia. Tag drei führt durch die Calanchi-Hügel zur Geisterstadt Craco und weiter nach Aliano, wo Carlo Levi in der Verbannung lebte. Tag vier gehört der Ionischen Küste mit den Tempelsäulen von Metaponto und einem Strandnachmittag. Tag fünf steigst du in die Dolomiti Lucane nach Castelmezzano und Pietrapertosa, mit Zipline oder Schluchtenwanderung. Die letzten beiden Tage verbringst du in Maratea am Tyrrhenischen Meer – Altstadt, Christusstatue, Badebuchten.

Wechsle nicht jede Nacht das Quartier: Zwei Standorte reichen für die ganze Runde. Matera deckt den Osten ab – Craco und Metaponto liegen rund eine Stunde entfernt, die Dolomiti Lucane gut eineinhalb; du fährst sternförmig los und schläfst wieder in deiner Höhle. Maratea übernimmt den Westen. Die Querung dazwischen ist die längste Etappe der Reise: Rechne für Matera–Maratea mit rund zweieinhalb bis drei Stunden, denn ein Stück führt immer über kurvige Staatsstraßen. Wer zehn Tage hat, hängt im Norden das Vulture-Gebiet an – Melfi mit seinem normannisch-staufischen Kastell, Venosa und die Weingüter des Aglianico rund um Rionero und Barile.

Ein paar Fahr-Realitäten, die dir Ärger ersparen: Die Basilikata hat keine durchgehende Autobahn – Hauptachse ist die SS407 Basentana zwischen Metaponto und Potenza, der Rest sind Berg- und Küstenstraßen, auf denen 40 Kilometer schnell eine Stunde dauern. Tank rechtzeitig, im Landesinneren liegen die Tankstellen weit auseinander. In Matera ist die Altstadt verkehrsberuhigte Zone: Stell den Wagen auf einem der ausgeschilderten Parkplätze am Rand des Zentrums ab, etwa rund um die Piazza della Visitazione, und geh die letzten Minuten zu Fuß – in die Sassi selbst kommst du mit dem Auto ohnehin nicht hinein.

Die Rundreise lässt sich gut mit den Nachbarregionen verzahnen, ohne ihren Charakter zu verlieren: Von Matera bist du in knapp einer Stunde bei den Trulli von Alberobello in Apulien, und wer über Bari an- und abreist, nimmt Polignano a Mare oder die Altstadt von Bari gleich mit. Im Süden schließt hinter Maratea fast nahtlos die kalabrische Küste um Praia a Mare an, und der Pollino-Nationalpark liegt auf halbem Weg dazwischen. Umgekehrt gilt: Die Basilikata ist kein Anhängsel für einen Apulien-Urlaub – wer nur einen Tagesausflug nach Matera macht, verpasst den Rest dieses Kapitels.

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Geisterstadt

Craco – die Geisterstadt in den Calanchi

Schon von der Landstraße aus siehst du Craco auf seinem Bergrücken stehen – eine komplette Stadt mit Turm und Palazzi, in der seit Jahrzehnten niemand mehr wohnt.

Craco war einmal eine lebendige Kleinstadt mit normannischem Turm, Kirchen und Adelspalästen, gebaut auf einen Rücken aus instabilem Ton. 1963 setzte ein Erdrutsch den Hang in Bewegung, die Häuser rissen auf, und die Bewohner wurden nach und nach ins neu errichtete Craco Peschiera im Tal umgesiedelt. Zurück blieb eine vollständige Stadt ohne Menschen: offene Türen, eingestürzte Dächer, Feigenbäume in den Wohnzimmern. Heute ist Craco eine der bekanntesten Geisterstädte Italiens – und ein Ort, der sich nicht gruselig anfühlt, sondern still und seltsam würdevoll.

Auf eigene Faust darfst du die Ruinenstadt nicht betreten – das Gelände ist offiziell Sperrzone. Besichtigt wird nur mit Führung und Schutzhelm über einen gesicherten Rundweg; Tickets und Startpunkt organisiert das Besucherzentrum im Tal, in der Saison gibt es mehrere Touren am Tag. Plane etwa anderthalb bis zwei Stunden ein und trag feste Schuhe, der Weg führt über unebenes Pflaster und Schutt. Dass dir manche Ecke bekannt vorkommt, ist kein Zufall: In Craco drehte Mel Gibson die Judas-Szenen der „Passion Christi“, und auch etliche italienische Produktionen nutzten die Kulisse.

Der eigentliche Hauptdarsteller ist die Landschaft ringsum: die Calanchi, vom Regen zerfurchte Tonhügel, die je nach Licht grau, silbern oder fast weiß leuchten – eine Halbwüste mitten in Süditalien. Kombiniere Craco mit Aliano, eine knappe Stunde weiter südwestlich: Dort verbrachte Carlo Levi seine Verbannung unter Mussolini, das Dorf mit Levis Grab und dem kleinen Parco Letterario sieht bis heute so aus wie in seinem Buch. Von Matera aus ist beides zusammen ein voller, lohnender Tagesausflug – rund eine Stunde Fahrt bis Craco, am schönsten am späten Nachmittag, wenn die Calanchi lange Schatten werfen.

Tyrrhenische Küste

Maratea – Basilikatas Küste am Tyrrhenischen Meer

Hinter jedem Tunnel der Küstenstraße öffnet sich ein neuer Blick – senkrechte Felswände, dunkelgrüne Macchia und tief unten das Tyrrhenische Meer in einem Blau, das fast schwarz wirkt.

Die Basilikata besitzt nur rund 30 Kilometer Tyrrhenische Küste, aber die haben es in sich: Zwischen Sapri und der kalabrischen Grenze windet sich die SS18 an Steilhängen entlang, und mittendrin liegt Maratea – kein einzelner Ort, sondern ein Dutzend Ortsteile zwischen Bergflanke und Meer. Das historische Zentrum sitzt oben am Hang des Monte San Biagio: enge Gassen, kleine Plätze mit Bars und erstaunlich viele Kirchen – 44 sollen es sein, weshalb Maratea „Stadt der 44 Kirchen“ heißt. Unten am Wasser liegt der kleine Hafen, an dem abends die Fischerboote neben den Ausflugsbooten festmachen.

Über allem steht der Cristo Redentore: eine 21 Meter hohe Christusstatue aus hellem Beton, dem Carrara-Marmorsplitt beigemischt wurde, 1965 auf dem Gipfel des Monte San Biagio errichtet – eine der größten Christusstatuen Europas. Anders als in Rio blickt der Christus nicht aufs Meer, sondern landeinwärts zur Basilika San Biagio, in der die Reliquien des Stadtpatrons liegen. Hinauf führt eine schmale Panoramastraße, das letzte Stück gehst du zu Fuß. Oben liegt dir die gesamte Küste zu Füßen, an klaren Tagen bis zum Golf von Policastro – komm am späten Nachmittag, wenn das Licht weich wird und die Ausflugsbusse weg sind.

Gebadet wird in Buchten, nicht an Promenadenstränden: Die Spiaggia di Fiumicello liegt am nächsten am Zentrum und fällt flach ins Wasser, die Cala Jannita weiter südlich ist als „Spiaggia Nera“ bekannt – schwarzer Sand vor türkisem Wasser, gerahmt von Felsen. Richtung Norden reihen sich bei Acquafredda kleine Kiesbuchten unter der Steilküste. Viele der schönsten Stellen erreichst du nur über Treppenpfade oder vom Wasser aus: Im Hafen starten im Sommer Bootstouren zu Grotten und versteckten Buchten, und bei Marina di Maratea kannst du die Tropfsteinhöhle Grotta delle Meraviglie besichtigen, eine der kleinsten Schauhöhlen Italiens.

Praktisch ist Maratea besser angebunden, als die Abgeschiedenheit vermuten lässt: Der Bahnhof liegt an der Tyrrhenischen Linie zwischen Neapel und Reggio Calabria, Intercity-Züge halten direkt unterhalb des Orts – du kannst die Küste also auch ohne Auto erreichen. Mit dem Wagen brauchst du von Matera rund zweieinhalb bis drei Stunden. Rechne im Ort mit Serpentinen, engen Durchfahrten und knappen Parkplätzen, im August auch mit vollen Buchten. Juni, Anfang Juli und September sind die entspannteren Bademonate – das Wasser ist warm, und du bekommst ohne Reservierung einen Platz am Strand und abends einen Tisch.

Strände & Ionische Küste

Strände in der Basilikata – von Metaponto bis Policoro

Am Lido di Metaponto läuft der Sand so flach ins Ionische Meer, dass Kinder fünfzig Meter weit stehen können – und hinter den Dünen beginnen Pinienwald und Tempelruinen.

Die Ionische Küste der Basilikata ist das Gegenprogramm zu Maratea: kein Fels, sondern rund 35 Kilometer breiter, feiner Sandstrand zwischen Metaponto und Nova Siri, gesäumt von Dünen, Eukalyptus und Pinien. Der Lido di Metaponto ist der bekannteste Abschnitt – im Sommer mit Strandbädern, Liegen und flach abfallendem, badewannenwarmem Wasser, außerhalb der Saison fast leer. Das macht die Küste zur ersten Wahl für Familien: verlässliches Wetter, keine Brandungsüberraschungen, dazu Campingplätze und Feriendörfer im Pinienschatten statt Hotelburgen am Wasser.

Metaponto war in der Antike Metapontion, eine der reichen Städte der Magna Graecia – hier lehrte und starb Pythagoras. Davon zeugen die Tavole Palatine wenige Kilometer außerhalb: 15 dorische Säulen eines Hera-Tempels aus dem 6. Jahrhundert vor Christus, frei zugänglich zwischen Olivenbäumen am Rand des Bradano-Tals. Im archäologischen Nationalmuseum von Metaponto und im angrenzenden Ausgrabungsgelände mit Theater- und Tempelresten bekommst du den Rest der Geschichte. Der Kontrast ist der eigentliche Reiz: vormittags griechische Säulen, nachmittags Handtuch und Ionisches Meer.

Eine halbe Stunde südlich liegt Policoro, das antike Herakleia, mit dem zweiten großen Sandstrandabschnitt. Direkt hinter dem Strand schützt das WWF-Reservat Bosco Pantano einen der letzten Auwälder Süditaliens; an den Stränden der Umgebung legen Karettschildkröten ihre Eier ab, und das Schildkröten-Rettungszentrum des WWF kannst du besuchen. Wer es noch ruhiger will, fährt die Küste weiter nach Scanzano Jonico oder Nova Siri, wo sich selbst im August Lücken zwischen den Handtüchern finden. Merken solltest du dir: Anders als an der Tyrrhenischen Küste brauchst du hier fürs Meer keine Treppen und keine Trittsicherheit – nur Sonnenschutz, denn Schatten gibt es fast nur hinter den Dünen.

Dolomiti Lucane

Volo dell'Angelo, Castelmezzano und die Dolomiti Lucane

Erst kurz vor dem Ortsschild gibt die Kurve den Blick frei: Castelmezzano klebt in einem Kessel aus Felszähnen, als hätte jemand ein Dorf in ein Gebirgsmaul gebaut.

Die Dolomiti Lucane haben mit den Südtiroler Dolomiten nur die Silhouette gemein: Ihre Zacken und Nadeln aus hartem Sandstein ragen mitten aus dem lukanischen Bergland, und in zwei gegenüberliegenden Felskesseln halten sich die Dörfer Castelmezzano und Pietrapertosa – Letzteres mit gut 1.000 Metern eines der höchstgelegenen Dörfer der Basilikata, samt sarazenischer Burgruine über den Dächern. Beide Orte sind klein, verwinkelt und schnell erkundet; ihre Wirkung entfalten sie aus der Distanz, wenn die Abendsonne die Felsnadeln hinter den Häusern rot färbt.

Verbunden sind die Dörfer durch den Volo dell'Angelo, den „Flug des Engels“: zwei Stahlseile, die in mehreren hundert Metern Höhe über das Tal des Caperrino gespannt sind. Du hängst bäuchlings im Gurt und erreichst je nach Linie und Wind gut 100, in der Spitze bis zu 120 Stundenkilometer – geflogen wird in beide Richtungen, sodass du in einem Dorf startest und aus dem anderen zurückfliegst. Betrieb ist grob von Mai bis Anfang November, in der Nebensaison nur an Wochenenden; buche das Zeitfenster online vorab und plane Wartezeit ein, an Augustwochenenden ist der Andrang erheblich. Es gibt auch Tandemflüge für Paare.

Wer lieber Boden unter den Füßen behält, verbindet die Dörfer auf dem Percorso delle Sette Pietre: ein knapp zwei Kilometer langer alter Bauernpfad durch die Schlucht, inszeniert mit Stationen zu einer lokalen Sage – in gut einer Stunde bist du drüben, zurück geht es auf demselben Weg oder per Taxi. In Castelmezzano führt die Gradinata Normanna über in den Fels gehauene Stufen zum alten Burgfelsen mit Blick über das ganze Dorf, in Pietrapertosa lockt eine gesicherte Via Ferrata durch die Felswände. Von Matera erreichst du die Dolomiti Lucane in gut eineinhalb Stunden – als Tagesausflug machbar, mit Übernachtung im Dorf aber doppelt so eindrücklich, weil abends Stille einkehrt.

Aktivitäten & Touren in Basilikata

Alle 9 Aktivitäten
Pollino-Nationalpark

Wandern im Pollino-Nationalpark

Auf den Hochebenen des Pollino weiden Pferde zwischen einzelnen, vom Wind verdrehten Kiefern – Bäume, die es in Europa sonst fast nirgends gibt.

Der Parco Nazionale del Pollino ist der größte Nationalpark Italiens: fast 2.000 Quadratkilometer Bergland auf der Grenze zwischen Basilikata und Kalabrien, mit Gipfeln über 2.200 Metern – die Serra Dolcedorme ist mit 2.267 Metern der höchste Punkt des gesamten Südapennin. Wahrzeichen des Parks ist der Pino loricato, die Panzerkiefer: ein knorriger Hochgebirgsbaum mit gepanzerter Rinde, der in Italien nur hier wächst und in Exemplaren von mehreren hundert Jahren an den Graten steht. Dazu kommen Buchenwälder, Schluchten, Wölfe – und im Winter tatsächlich Schnee bis ins Frühjahr.

Die klassische Tour auf lukanischer Seite startet am Pass Colle dell'Impiso oberhalb von Viggianello: Von dort wanderst du durch Buchenwald hinauf zu den Piani di Pollino, weiten Hochebenen unter den Gipfeln, und weiter zu den berühmtesten Panzerkiefern am Grat – als Rundweg ein voller Wandertag mit ordentlich Höhenmetern, in der Kurzvariante ein halber. Gute Basisdörfer sind Rotonda, wo der Park seinen Sitz hat, San Severino Lucano und Terranova di Pollino. Die Wege sind markiert, aber einsam: Nimm Karte oder GPS-Track, ausreichend Wasser und für die Gipfelregion auch im Sommer eine Windjacke mit – das Wetter kippt hier schnell.

Der Pollino ist auch kulturell eine eigene Welt: In Dörfern wie San Paolo Albanese und San Costantino Albanese leben Nachfahren albanischer Einwanderer des 15. Jahrhunderts, die Arbëreshë, mit eigener Sprache und byzantinischem Ritus. Actionreicher wird es an der kalabrischen Flanke, wo Rafting-Anbieter auf dem Fluss Lao Touren fahren. Logistisch passt der Park am besten ans Ende einer Rundreise: Von Maratea bist du in gut einer Stunde in Rotonda, von Matera sind es knapp zweieinhalb. Beste Wanderzeit ist Mai bis Oktober; im Hochsommer startest du früh, denn die Südhänge stehen ab Mittag in der prallen Sonne.

Unterkünfte

Übernachten in der Basilikata – vom Höhlenhotel bis zum Strandhaus

Nachts in einem Sasso-Hotel hörst du gar nichts – der Fels schluckt jeden Laut, und durch die einzige Glasfront fällt das Licht der beleuchteten Höhlenstadt herein.

Die besondere Übernachtung der Region ist das Höhlenhotel in Matera: Viele Häuser in den Sassi sind als „albergo diffuso“ organisiert – die Zimmer verteilen sich auf restaurierte Grotten rund um eine Rezeption, mit Tuffgewölben, Steinwannen und konstant kühler Felstemperatur. Das ist stimmungsvoll, hat aber Eigenheiten, die du kennen solltest: Viele Höhlenzimmer haben nur die Fensterfront zur Tür, manche gar kein Tageslicht im hinteren Teil, und die Luftfeuchtigkeit ist spürbar höher als im Neubau. Wer darauf empfindlich reagiert, wählt ein Zimmer im oberen Stadtbereich mit klassischen Fenstern – der Blick über die Sassi ist von dort oft sogar besser.

Zwei Logistik-Punkte für Matera: Erstens sind die begehrten Höhlenhotels für Mai, September und die Zeit um Ostern früh ausgebucht – reserviere Monate im Voraus, die Auswahl an wirklich guten Häusern ist überschaubar. Zweitens erreichst du viele Unterkünfte in den Sassi nicht mit dem Auto: Du parkst am Rand der Altstadt und gehst die letzten Minuten über Treppengassen – mit Rollkoffer wird das sportlich. Gute Häuser bieten einen Gepäckservice oder holen dich am Parkplatz ab; frag vor der Anreise nach, das erspart dir eine schwitzige Premiere in den Gassen.

An den Küsten sieht das Wohnen anders aus: In Maratea verteilen sich kleine, teils elegante Hotels über die Ortsteile zwischen Hafen, Altstadt und den Buchten – wer abends zu Fuß essen gehen will, wohnt im Zentrum oder in Fiumicello, wer Meerblick sucht, an den Hängen von Acquafredda. Am Ionischen Meer rund um Metaponto und Policoro dominieren Feriendörfer, Campingplätze und Apartmentanlagen im Pinienwald – unspektakulär, aber praktisch mit Kindern und deutlich günstiger als vergleichbare Lagen in Apulien. Im Bergland schließlich übernachtest du in familiengeführten B&Bs und Agriturismi, etwa rund um die Dolomiti Lucane oder im Vulture, oft mit Halbpension und selbst gemachter Pasta.

Die sinnvollste Aufteilung für eine Woche: drei, vier Nächte Matera und Umgebung, danach zwei, drei Nächte Küste – je nach Geschmack Maratea für Fels und Buchten oder die Ionische Seite für Sandstrand mit Familie. Ein Zwischenstopp im Bergdorf – eine Nacht in Castelmezzano oder Pietrapertosa – lohnt sich mehr, als es die kurze Distanz vermuten lässt: Nach der Abreise der Tagesgäste hast du die Gassen und den Sternenhimmel über den Felsnadeln für dich. Von reinen Standorten in Potenza raten wir ab – die Regionalhauptstadt ist Verkehrsknoten, aber kein Reiseziel.

Hotels in Basilikata

Alle 14 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Essen & Trinken

Essen & Trinken in der Basilikata

In der Trattoria landet als Erstes ein Teller knallroter, knuspriger Paprikaschoten auf dem Tisch – peperoni cruschi, die man hier isst wie anderswo Chips.

Der peperone crusco ist das Wahrzeichen der lukanischen Küche: eine süße, dünnwandige Paprikasorte aus Senise mit IGP-Siegel, die nach der Ernte an langen Ketten getrocknet und dann sekundenschnell in heißem Öl frittiert wird, bis sie glasig-knusprig zerbricht. Du bekommst sie pur als Antipasto, zerbröselt über Pasta oder klassisch zum baccalà, dem Stockfisch – die Kombination baccalà con peperoni cruschi ist so etwas wie das Nationalgericht der Region. Die getrockneten Ketten hängen im Spätsommer an den Hausfassaden von Senise; als Mitbringsel gibt es sie in Tüten in jedem Feinkostladen.

Deftig weiter: Die lucanica – eine mit Fenchel und Peperoncino gewürzte Schweinswurst – trägt den Namen der Region seit der Antike, schon römische Autoren erwähnen sie als Import aus Lukanien. Dazu kommen Hartweizen-Pastaformen wie strascinati und cavatelli, meist mit Paprika, Wurst oder Kichererbsen statt aufwendiger Saucen, und der Pane di Matera IGP: ein goldgelbes Sauerteigbrot aus Hartweizengrieß mit dicker Kruste, das traditionell in hörnchenartiger Form gebacken wird und tagelang frisch bleibt. Aus altem Brot, Tomaten, Gurke und Zwiebel entsteht im Sommer die cialledda, der Brotsalat der Bauern – heute Vorspeisenklassiker in jeder Osteria.

Getrunken wird Aglianico del Vulture: ein dunkler, tanninstarker Rotwein von den Lavahängen des erloschenen Vulkans Monte Vulture im Norden der Region, der zu den großen Rotweinen Süditaliens zählt und dem Barolo öfter zum Verwechseln ähnlich schmeckt, als sein Preis vermuten lässt. Weingüter rund um Rionero in Vulture, Barile und Venosa bieten Proben an – ruf vorher an, Laufkundschaft ist hier nicht vorgesehen. In Venosa, der Geburtsstadt des Dichters Horaz, verbindest du die Probe mit Kastell und der unvollendeten Klosterkirche Incompiuta. Und der digestivo danach ist gesetzt: Amaro Lucano, der Kräuterbitter aus Pisticci, stammt ebenfalls von hier.

Für den Käsegang sorgen die Hirten des Berglands: caciocavallo podolico von halbwild lebenden Podolica-Rindern, der birnenförmig zum Reifen aufgehängt wird, der würzige Pecorino di Filiano DOP und der canestrato di Moliterno IGP, der in Schilfkörben geformt wird. Dazu kommen die kleinen weißen fagioli di Sarconi IGP aus dem Agri-Tal. Generell gilt: Die Basilikata ist kein Sternerestaurant-Land, sondern eine Region der Trattorien und Agriturismi mit kurzer Karte und großen Portionen – reservier in Matera am Wochenende trotzdem, die guten Adressen in den Sassi sind schnell voll.

Restaurants in Basilikata

Alle 13 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise in die Basilikata – Flughäfen, Bahn und Mietwagen

Der schnellste Weg nach Matera beginnt paradoxerweise in Apulien: Vom Flughafen Bari sind es nur gut 60 Kilometer bis zur Höhlenstadt.

Für den Osten der Region fliegst du nach Bari (BRI): Der apulische Flughafen wird aus vielen deutschen Städten direkt angeflogen und liegt nur rund eine Stunde von Matera entfernt. Ohne Mietwagen nimmst du einen der Shuttlebusse, die Flughafen und Matera mehrmals täglich direkt verbinden, oder fährst mit der Privatbahn Ferrovie Appulo Lucane ab Bari Centrale – die Schmalspurstrecke braucht etwa anderthalb Stunden und ist gleichzeitig die einzige Bahnverbindung Materas überhaupt: Ans staatliche Trenitalia-Netz ist die Stadt bis heute nicht angeschlossen, sonntags fährt auch die FAL nur eingeschränkt.

Für den Westen um Maratea ist Neapel (NAP) das bessere Tor: Ab dem Flughafen fährst du in rund zweieinhalb bis drei Stunden über die Autobahn A2 nach Süden, Ausfahrt Lagonegro Nord, dann über die Bergstraße hinunter ans Meer. Alternativ reist du klimafreundlicher mit der Bahn an: Maratea hat einen Bahnhof an der Tyrrhenischen Linie Neapel–Reggio Calabria mit Intercity-Halten – von Rom oder Neapel kommst du so ohne Umsteigen fast bis an den Strand. Wer die klassische Auto-Anreise aus Deutschland plant, sollte ehrlich rechnen: Ab München sind es rund 1.400 Kilometer bis Matera, sinnvoll nur mit Zwischenübernachtung.

Vor Ort führt am Mietwagen kaum ein Weg vorbei – und das ist wörtlich gemeint: Craco, die Dolomiti Lucane, der Pollino und die Weingüter des Vulture sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln praktisch nicht zu erreichen, Busse fahren selten und nach Schulkalender. Nimm den Wagen gleich am Flughafen Bari oder Neapel, wähle eine kompakte Klasse für die engen Ortsdurchfahrten und kalkuliere Fahrzeiten nach Kurven statt Kilometern: Auf der SS407 Basentana kommst du zügig voran, auf den Bergstrecken bedeutet die 60-Kilometer-Anzeige des Navis oft eineinhalb Stunden. Tanken solltest du in den Städten – im Landesinneren sind Tankstellen rar und mittags mitunter unbesetzt.

In Matera selbst brauchst du das Auto nicht – im Gegenteil: Die Altstadt und die Sassi sind für den Verkehr gesperrt beziehungsweise nur für Anlieger frei, und die Gassen sind ohnehin Treppengelände. Park auf einem der bewirtschafteten Plätze am Rand des Zentrums, etwa an der Piazza della Visitazione, und erledige alles zu Fuß. Auch in Maratea gilt: kurze Wege, wenig Parkraum, im August Geduld. Ein realistischer Mobilitätsplan für eine Woche sieht deshalb so aus: Mietwagen für die Strecken zwischen den Etappen und die Ausflüge – und an den Standorten selbst zwei Beine und gutes Schuhwerk.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Basilikata – und welche Basis zu dir passt

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für die Basilikata: Wetter & Klima im Jahreslauf

Zwischen Meeresküste und Zweitausender-Gipfeln trennen die Basilikata nur wenige Kilometer – entsprechend weit klaffen die Temperaturen auseinander.

Das Klima der Basilikata ist zweigeteilt: An den Küsten herrscht mediterranes Wetter mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern, während das Bergland um Matera (rund 400 Meter) und erst recht der Pollino kontinentaler ticken – heiße Tage, kühle Nächte, im Winter auch Schnee. Die Werte unten gelten für Matera; am Ionischen und Tyrrhenischen Meer liegen die Sommerwerte zwei bis drei Grad höher, im Pollino deutlich darunter. Für Städte und Wanderungen sind Frühjahr und Herbst ideal, fürs Baden brauchst du Juni bis September.

Jan9°2°still, mitunter Schnee
Feb10°3°kühl, klare Tage
Mär13°5°wechselhaft, erstes Grün
Apr17°7°mild, grüne Calanchi
Mai22°11°warm, ideal für alles
Jun27°15°Badestart, lange Tage
Jul30°18°heiß und trocken
Aug30°18°Hochsaison, sehr heiß
Sep25°15°warmes Meer, leerer
Okt20°11°goldenes Licht
Nov14°7°regenreichster Monat
Dez10°4°ruhig, Krippen in Matera

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für die Basilikata sind Mai, Juni, September und Oktober: warm genug für die Strände von Metaponto und Maratea, kühl genug für die Gassen von Matera, die Calanchi und Wanderungen im Pollino. Im Juli und August wird es in Matera und den Calanchi drückend heiß und schattenlos – dann funktioniert die Region vor allem als Badeziel mit frühen Besichtigungen. Der Volo dell'Angelo fliegt grob von Mai bis Anfang November.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Basilikata

Wie viele Tage braucht man für Matera?
Zwei volle Tage sind das Minimum: einer für die beiden Sassi mit Casa Grotta, Felsenkirchen und Palombaro Lungo, einer für Dom, Museen und den Belvedere di Murgia Timone auf der anderen Seite der Schlucht. Mit drei Tagen bleibt Zeit für Craco oder die Dolomiti Lucane als Ausflug.
Wo liegt die Basilikata?
Im Süden Italiens, am Spann des Stiefels: eingeklemmt zwischen Apulien im Osten und Kalabrien im Süden, mit einem kurzen Küstenstreifen am Ionischen Meer bei Metaponto und einem noch kürzeren am Tyrrhenischen Meer bei Maratea. Historisch heißt die Region auch Lukanien.
Kann man in den Sassi von Matera übernachten?
Ja – viele restaurierte Grotten sind heute Höhlenhotels und B&Bs, oft als „albergo diffuso“ über mehrere Höhlen verteilt. Rechne mit Eigenheiten wie wenig Tageslicht und höherer Luftfeuchtigkeit, buche Monate im Voraus und kläre vorab, wo du parkst und wie das Gepäck in die autofreien Gassen kommt.
Braucht man in der Basilikata ein Auto?
Für alles außer Matera und Maratea: ja. Craco, die Dolomiti Lucane, der Pollino und die Weingüter des Vulture sind mit Bus und Bahn praktisch nicht erreichbar. Matera erreichst du ohne Auto per Shuttle oder FAL-Bahn ab Bari, Maratea per Intercity auf der Linie Neapel–Reggio Calabria.
Kann man die Geisterstadt Craco besichtigen?
Ja, aber nur mit Führung: Das Gelände ist Sperrzone, besichtigt wird mit Helm über einen gesicherten Rundweg. Tickets und Treffpunkt organisiert das Besucherzentrum, in der Saison starten mehrere Touren täglich. Plane etwa anderthalb bis zwei Stunden ein und trag feste Schuhe.
Hat die Basilikata schöne Strände?
Zwei sehr verschiedene Küsten: Am Ionischen Meer zwischen Metaponto und Nova Siri liegen kilometerlange, flach abfallende Sandstrände mit Dünen und Pinien – ideal mit Kindern. Bei Maratea am Tyrrhenischen Meer erwarten dich dagegen Fels- und Kiesbuchten wie Fiumicello und die schwarze Cala Jannita.
Wann fährt der Volo dell'Angelo?
Die Zipline zwischen Castelmezzano und Pietrapertosa ist grob von Mai bis Anfang November in Betrieb, in der Nebensaison meist nur an Wochenenden. Buche dein Zeitfenster online vorab – besonders an Sommerwochenenden sind die Flüge schnell ausgebucht. Es gibt Einzel- und Tandemflüge.
Welcher Flughafen liegt am nächsten an Matera?
Bari (BRI) in Apulien, gut 60 Kilometer entfernt – mit Direktflügen aus vielen deutschen Städten. Vom Flughafen fahren direkte Shuttlebusse nach Matera in etwa 75 Minuten; alternativ nimmst du ab Bari Centrale die Privatbahn Ferrovie Appulo Lucane. Für Maratea im Westen ist Neapel praktischer.
Wann ist die beste Reisezeit für die Basilikata?
Mai, Juni, September und Oktober: 20 bis 27 Grad, warmes Meer ab Juni und angenehme Temperaturen für Matera, die Calanchi und den Pollino. Im Juli und August wird es im Landesinneren drückend heiß und schattenlos – dann eignet sich die Region vor allem für Badeurlaub mit frühen Besichtigungen.
Wo wurde James Bond in Matera gedreht?
Die Eröffnungssequenz von „Keine Zeit zu sterben“ (2021) entstand in den Sassi und rund um den Dom – inklusive der Motorradsprünge über die Treppengassen und des Aston-Martin-Kreisels auf einer Piazza der Altstadt. Schon vorher diente Matera als Jerusalem-Kulisse, etwa in „Die Passion Christi“.
Was isst man in der Basilikata?
Peperoni cruschi – frittierte, knusprige Trockenpaprika aus Senise – pur oder zum Stockfisch, dazu die mit Fenchel gewürzte lucanica-Wurst, Hartweizenpasta wie strascinati, das Sauerteigbrot Pane di Matera IGP und Hirtenkäse wie caciocavallo podolico. Im Glas: Aglianico del Vulture, danach ein Amaro Lucano.
Ist die Basilikata teuer?
Nein – abgesehen von den Höhlenhotels in Matera und Maratea im August liegt das Preisniveau spürbar unter Toskana oder Amalfiküste. In Trattorien isst du gut und reichlich für vergleichsweise kleines Geld, und B&Bs im Bergland gehören zu den günstigsten Italiens. Teuer wird nur, wer im Hochsommer kurzfristig bucht.
Lohnt sich Matera als Tagesausflug von Apulien aus?
Als erster Eindruck ja – von Bari oder Alberobello bist du in rund einer Stunde da. Aber die Stadt entfaltet sich abends und früh morgens, wenn die Tagesgäste weg sind und die beleuchteten Sassi vor dem Nachthimmel liegen. Mindestens eine Übernachtung in einer Höhle macht den Unterschied.
Kann man im Pollino-Nationalpark wandern?
Ja – Italiens größter Nationalpark bietet markierte Touren von der halbtägigen Hochebenen-Runde ab Colle dell'Impiso bis zur Gipfeltour auf die Serra Dolcedorme (2.267 m). Basisdörfer auf lukanischer Seite sind Rotonda, San Severino Lucano und Terranova di Pollino; beste Zeit ist Mai bis Oktober.
BasilikataZwischen den Höhlen von Matera und der Steilküste von Maratea liegt Italiens archaischer, lange übersehener Süden.
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