Region · Italien

Apulien

Zwischen Trulli-Dächern, weißen Städten und zwei Meeren liegt Italiens sonnengegerbter Süden am Absatz des Stiefels.

8 Städte62 Sehenswürdigkeiten48 Hotels
Überblick

Deine Apulien auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai & Juni · September & Oktober
Anreise
Flughäfen Bari (BRI) & Brindisi (BDS); Hochgeschwindigkeitszüge nach Bari und Lecce
Sprache
Italienisch
Vor Ort
Mietwagen für Valle d'Itria, Salento & Gargano; Regionalbahn Ferrovie del Sud Est als langsame Alternative
Wichtigster Tipp
Den August meiden – italienische Ferienzeit mit vollen Stränden und Spitzenpreisen
Währung & Sprache
Euro · Italienisch
Die Region

Was Apulien ausmacht

Apulien ist der Absatz des italienischen Stiefels – rund 800 Kilometer Küste an Adria und Ionischem Meer, dazwischen Ebenen voller jahrhundertealter Olivenbäume. In der Valle d'Itria stapeln sich die Kraggewölbe-Kegel der Trulli von Alberobello, seit 1996 UNESCO-Welterbe, Ostuni leuchtet weiß über der Olivenebene, und Lecce hat aus goldgelbem Kalkstein einen üppigen Barock geschnitzt. In Bari formen Frauen vor den Haustüren Orecchiette von Hand, Polignano a Mare badet in seiner Felsbucht Lama Monachile, der Gargano türmt Kreidefelsen über türkisem Wasser, und im Salento laufen Strände wie Pescoluse und Punta Prosciutto so flach und hell aus wie eine Lagune. Dazu Primitivo und Negroamaro im Glas, Burrata aus Andria, Bombette vom Holzkohlengrill – und im August tanzt der Süden bei der Notte della Taranta Pizzica.

Reiseführer

Apulien von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Hinter Bari wird die Schnellstraße zur Allee aus Olivenbäumen, deren Stämme so verdreht sind, als hätte sie jemand ausgewrungen, und irgendwann tauchen rechts die ersten grauen Kegeldächer der Trulli auf. Apulien empfängt dich nicht mit großen Gesten, sondern mit Details – Kalkstaub auf weißen Gassen, der Geruch von Focaccia aus einem Ofenfenster in Bari Vecchia – und zwei Meere, die selten mehr als vierzig Minuten entfernt sind.

Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten Apuliens

Morgens um acht hängt in Bari Vecchia schon der Geruch von frischer Focaccia in den Gassen, und in der Via Arco Basso rollen die Frauen die ersten Orecchiette des Tages.

Bari zuerst: In der Altstadt Bari Vecchia steht die Basilika San Nicola, in deren Krypta seit 1087 die Gebeine des heiligen Nikolaus ruhen – des historischen Vorbilds des Weihnachtsmanns, weshalb hier auch viele orthodoxe Pilger beten. Ein paar Gassen weiter, in der Via Arco Basso, sitzen die »Orecchiette-Frauen« vor ihren Haustüren und formen die Öhrchennudeln in Sekundenschnelle von Hand; zuschauen ist ausdrücklich erwünscht, kaufen darfst du auch. Danach zum Castello Svevo, der wuchtigen Stauferburg Friedrichs II., und abends auf den Lungomare, eine der längsten Uferpromenaden Italiens – dort sitzt die halbe Stadt auf der Kaimauer.

Alberobello ist der Ort, den du von jedem Apulien-Plakat kennst: rund 1.500 Trulli, jene weiß gekalkten Rundhäuser mit grauen Kraggewölbe-Kegeln, seit 1996 UNESCO-Welterbe. Der Bezirk Rione Monti am Hang ist die Schauseite mit Souvenirläden in fast jedem Trullo; ruhiger ist der gegenüberliegende Rione Aia Piccola, wo noch Menschen in den Steinkegeln wohnen. Komm vor 10 Uhr oder nach 17 Uhr, wenn die Busgruppen abgereist sind. Auf halbem Weg zurück zur Küste lohnen die Grotte di Castellana: drei Kilometer begehbare Tropfsteinhöhlen, deren große Führung in der blendend hellen Grotta Bianca endet.

Polignano a Mare drängt sich auf einen Felsvorsprung über der Adria, und in der Kerbe darunter liegt die Kiesbucht Lama Monachile – wahrscheinlich das meistfotografierte Stück Küste Apuliens. Am Ortseingang breitet die Statue von Domenico Modugno die Arme aus, der hier geborene Sänger von »Volare«. Eine halbe Stunde landeinwärts leuchtet Ostuni, die »Città Bianca«, auf ihrem Hügel über einem Meer aus Olivenbäumen: ein Gewirr aus gekalkten Gassen, Treppen und Bögen, das sich um die Kathedrale mit ihrer großen Fensterrose windet. Beide Orte sind abends am stärksten, wenn der Kalk das letzte Licht speichert.

Lecce im Süden ist Apuliens Barockhauptstadt: Der weiche, goldgelbe Pietra leccese ließ sich so fein bearbeiten, dass Fassaden wie die der Basilica di Santa Croce wie gestickt wirken, und auf der Piazza Sant'Oronzo öffnet sich ein halb ausgegrabenes römisches Amphitheater mitten im Stadtleben. Wer noch einen Tag hat, fährt nach Otranto zur Kathedrale, deren komplettes Mittelschiff ein Bodenmosaik aus dem 12. Jahrhundert bedeckt – der »Lebensbaum« mit Adam, König Artus und Alexander dem Großen. Und im Norden thront mit Castel del Monte das mathematisch strenge Achteck Friedrichs II. auf einem Hügel bei Andria, ebenfalls UNESCO-Welterbe.

Sehenswürdigkeiten in Apulien

Alle 62 Sehenswürdigkeiten
Rundreise

Apulien-Rundreise: die schönste Route in 7–10 Tagen

Die klassische Apulien-Schleife folgt der Küste von Bari über die Valle d'Itria hinunter in den Salento – und wer zehn Tage hat, hängt den Gargano vorne an.

In 7 Tagen fährst du das Kernprogramm: zwei Nächte Bari mit Tagesausflug nach Polignano a Mare und Monopoli, dann zwei bis drei Nächte in der Valle d'Itria – Alberobello, Locorotondo, Cisternino, Martina Franca und Ostuni liegen dort jeweils höchstens eine gute halbe Autostunde auseinander –, zum Schluss drei Nächte im Salento mit Lecce, Otranto und Gallipoli. Mit 10 Tagen nimmst du zusätzlich den Gargano im Norden mit: Vieste und die Foresta Umbra sind von Bari gut zwei bis drei Autostunden entfernt, deshalb planst du sie am besten als eigenen Block direkt nach der Landung oder ganz am Ende der Reise.

Drei Standquartiere tragen die ganze Schleife – eines an der Adriaküste zwischen Bari und Monopoli, eines in der Valle d'Itria (ideal ein Trullo oder eine Masseria bei Ostuni), eines im Salento rund um Lecce. Alle Tagesziele liegen dann unter einer Stunde entfernt, und statt täglichem Kofferpacken bleibt Zeit für das, was Apulien am besten kann: lange Abende. Wer aufs Auto verzichten will, wohnt in Bari und Lecce und pendelt mit der Bahn – die Küstenstrecke der Bahn über Polignano, Monopoli und Brindisi ist dicht und günstig getaktet.

Zum Mietwagen gehört ein Wort zur ZTL (Zona a Traffico Limitato): Auch Apuliens Altstädte sind kameraüberwachte Sperrzonen – wer in Lecce dem Navi bis vor die Porta Napoli folgt, ist meist schon drin, und jede registrierte Durchfahrt kommt Wochen später als eigener Bußgeldbescheid nach Deutschland; dasselbe gilt in Bari, Monopoli und Gallipoli. Park auf den ausgeschilderten Plätzen vor den Zentren und geh die letzten Minuten zu Fuß – die Altstädte sind ohnehin klein. Die Landstraßen zwischen den Olivenhainen fahren sich entspannt, sind aber oft schmal und von niedrigen Trockenmauern gesäumt; nimm den kleinsten Mietwagen, der dein Gepäck fasst.

Der beliebteste Abstecher über die Regionsgrenze ist Matera in der Basilikata: Die Höhlenstadt mit ihren Sassi-Vierteln, UNESCO-Welterbe und Kulisse für Dutzende Filme, liegt nur eine gute Stunde westlich von Bari – als Tagesausflug machbar, noch besser mit einer Übernachtung, wenn abends die Lichter in den Felswohnungen angehen. Aus der Valle d'Itria wiederum lohnt der kurze Schwenk nach Ceglie Messapica, einer der besten Küchenstädte der Region, oder zu den Fornelli von Cisternino, wo du den Rundreise-Abend mit Bombette direkt vom Metzgergrill beschließt.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Strände & Meer

Die schönsten Strände Apuliens an Adria und Ionischem Meer

Mittags in Punta Prosciutto steht das Wasser so flach und türkis über dem weißen Sand, dass die Boote darüber zu schweben scheinen.

Apulien hat rund 800 Kilometer Küste und zwei sehr verschiedene Meere: Die Adria im Osten wechselt zwischen Felsbuchten, Kiesstränden und Steilküste, das Ionische Meer an der Westseite des Salento läuft flach und hell aus wie eine Lagune. Als Faustregel: Für feinen Sand und Postkarten-Türkis fährst du an die ionische Seite, für dramatische Kulissen und klares, tiefes Wasser an die Adria. Badesaison ist von Juni bis in den Oktober; im August erreicht das Wasser 25 bis 26 Grad, und der September badet sich oft angenehmer als der Juli – warmes Meer, leere Parkplätze.

Die bekanntesten Strände liegen im Salento: Pescoluse trägt den Spitznamen »Malediven des Salento« – kilometerlanger heller Sand mit Dünen, im Hochsommer entsprechend voll. Punta Prosciutto und Torre Lapillo bei Porto Cesareo stehen ihm kaum nach, mit knietiefem Wasser noch weit draußen. An der Adriaseite des Salento wird es felsiger: Torre dell'Orso mit den zwei Felsnadeln »Le Due Sorelle«, die Baia dei Turchi hinter einem Pinienwäldchen bei Otranto und die Grotta della Poesia bei Roca Vecchia, ein natürlicher Felsenpool inmitten einer archäologischen Zone.

Weiter nördlich badest du in Polignano a Mare in der Kiesbucht Lama Monachile zwischen Felswänden – eng, aber ikonisch, am besten früh am Morgen. Naturbelassener ist das Meeresschutzgebiet Torre Guaceto bei Carovigno: Dünen, Macchia und glasklares Wasser über Seegraswiesen, im Sommer über Parkplätze mit Shuttle erschlossen. Auf dem Gargano schließlich liegen unter der weißen Steilküste lange Strände wie die Spiaggia del Castello unter dem Pizzomunno-Felsen von Vieste und die Kiesbucht Vignanotica zwischen Kreidewänden – dort reihen die Lidi im Sommer ihre Schirme, freie Abschnitte bleiben an den Rändern.

Zur Praxis: Wie überall in Italien teilen sich die Strände in Lidi – private Strandbäder mit Liegen, Bar und fester Schirmreihe – und die freie spiaggia libera dazwischen. Im August sind die Lidi an den Top-Stränden oft Tage im Voraus reserviert, und die Parkplätze an Pescoluse oder Punta Prosciutto füllen sich vor 10 Uhr. Wenn du im Hochsommer reist, fahr früh los oder bade nach 16 Uhr, wenn die Tagesgäste abziehen und das Licht weich wird; im Juni und September hast du dieselben Buchten mit halbem Aufwand und halbem Preis.

Bari & Adriaküste

Bari und die Adriaküste bis Polignano a Mare

Abends auf dem Lungomare von Bari sitzt die halbe Stadt auf der Kaimauer, und aus den Bäckereien kommt Focaccia in Papier gewickelt.

Bari wird gern unterschätzt und ist doch der beste Auftakt für Apulien: Die Altstadt Bari Vecchia ist ein dichtes Gassenlabyrinth zwischen Basilika San Nicola, Kathedrale San Sabino und Castello Svevo, in dem sich das Leben draußen abspielt – Wäsche über den Köpfen, Klappstühle vor den Türen, und in der Via Arco Basso die Frauen, die Orecchiette von Hand formen und direkt verkaufen. Probier Focaccia barese mit Tomaten und Oliven bei einem der Altstadtbäcker und sgagliozze, frittierte Polentaschnitten aus dem Straßenverkauf; abends gehört der Lungomare den Spaziergängern und die Neustadt mit dem Teatro Petruzzelli den Aperitivo-Bars.

Die Küste südlich von Bari ist ein Streifen zum Bummeln: Polignano a Mare erreichst du mit dem Regionalzug in rund einer halben Stunde – oben die weiße Altstadt mit Balkonen über der Steilkante, unten die Kiesbucht Lama Monachile zwischen den Felswänden. Zehn Zugminuten weiter liegt Monopoli, das viele erst auf den zweiten Blick entdecken: ein Hafenbecken voller blau gestrichener Fischerboote, eine barocke Altstadt mit Bastionen direkt am Wasser und kleine Stadtstrände dazwischen. Als Duo sind die beiden ein idealer Tagesausflug ohne Auto, und abends bist du zurück in Bari, bevor die Küchen öffnen.

Nördlich von Bari lohnt Trani: Die romanische Kathedrale steht dort direkt an der Hafenkante, als würde sie gleich ablegen – einer der eindrucksvollsten Kirchenbauten Süditaliens, dazu ein Hafenrund voller Fischrestaurants. Landeinwärts thront Castel del Monte bei Andria, das achteckige Kastell Friedrichs II. aus dem 13. Jahrhundert, dessen strenge Geometrie bis heute Rätsel aufgibt; es steht auf der UNESCO-Liste und auf der italienischen 1-Cent-Münze. Und in Andria selbst wurde die Burrata erfunden – nirgendwo bekommst du den cremig gefüllten Mozzarella-Beutel frischer als in dieser Gegend.

Valle d'Itria

Alberobello, Ostuni und die weißen Dörfer der Valle d'Itria

Zwischen Locorotondo und Cisternino stehen die Trulli einzeln in den Weinbergen, viele Kegeldächer mit weißen Symbolen bemalt.

Alberobello ist das Aushängeschild der Valle d'Itria – rund 1.500 Trulli in zwei Vierteln, seit 1996 UNESCO-Welterbe. Der Rione Monti am Hang ist die Schauseite: Trullo an Trullo, viele davon Läden und Cafés, dazu Aussichtsterrassen über das graue Kegelmeer. Auf der anderen Seite des Zentrums liegt der stillere Rione Aia Piccola, in dem noch gewohnt wird, und der zweistöckige Trullo Sovrano zeigt, wie es in den Steinhäusern einmal aussah. Die Wahrheit über Alberobello: Zwischen 10 und 17 Uhr schieben sich die Gruppen durch – komm zum Sonnenaufgang oder bleib über Nacht in einem Trullo, dann gehören dir die Gassen und das beste Licht.

Die eigentliche Entdeckung ist das Land drumherum: Locorotondo legt seine weißen Gassen in konzentrischen Ringen um einen Hügelkamm, mit den spitzgiebeligen »Cummerse«-Häusern statt Trulli und Blick über die ganze Valle d'Itria; der Weißwein der Lage steht in jeder Bar des Ortes. Cisternino ist berühmt für seine Fornelli – Metzgereien mit Holzkohlengrill, bei denen du Bombette und Salsiccia direkt an der Theke aussuchst und im Hinterzimmer isst. Martina Franca überrascht mit weißem Barock hinter mittelalterlichen Toren und veranstaltet im Sommer mit dem Festival della Valle d'Itria ein renommiertes Opernfestival. Alle drei liegen keine Viertelstunde auseinander.

Ostuni schließlich, die »Città Bianca«, stapelt sich auf ihrem Hügel zwischen Valle d'Itria und Adria: gekalkte Gassen, die sich in Serpentinen zur Kathedrale mit ihrer großen Fensterrose hinaufschrauben, Bögen, Treppen und dazwischen Terrassen mit Blick über die Olivenebene bis zum Meer. Diese Ebene gehört zu den ältesten Kulturlandschaften Italiens – manche der knorrigen Bäume stehen seit über tausend Jahren, und viele Masserien dazwischen pressen ihr eigenes Öl und verkaufen ab Hof. Zum Baden fährst du in einer Viertelstunde hinunter zur Küste, etwa ins Meeresschutzgebiet Torre Guaceto mit seinen Dünen.

Salento

Der Salento zwischen Lecce, Gallipoli und Otranto

Ganz unten am Absatz, in Santa Maria di Leuca, treffen Adria und Ionisches Meer aufeinander – dahinter kommt nur noch Horizont.

Der Salento ist Apuliens tiefer Süden und fühlt sich noch einmal wie eine eigene Region an. Kulturelles Zentrum ist Lecce, dessen Barock aus dem butterweichen Pietra leccese geschnitzt wurde: Die Fassade der Basilica di Santa Croce ist ein steinernes Wimmelbild aus Figuren, Früchten und Fabeltieren, um die Piazza del Duomo gruppieren sich Kathedrale, Campanile und Bischofspalast wie eine Bühnenkulisse, und auf der Piazza Sant'Oronzo liegt das römische Amphitheater mitten im Abendtrubel. Dazu die Rituale der Stadt: ein warmer Pasticciotto – Mürbeteigküchlein mit Vanillecreme – zum Frühstück, nachmittags ein Caffè leccese, Espresso auf Eis mit Mandelmilch-Sirup (latte di mandorla).

Gallipoli an der ionischen Küste besteht aus zwei Städten: der neuen auf dem Festland und der alten auf einer Insel, die eine Brücke aus dem 17. Jahrhundert anbindet. Morgens verkaufen die Fischer am Hafen den Fang der Nacht, abends färbt der Sonnenuntergang die Stadtmauern, und dazwischen badest du südlich der Stadt an der Baia Verde oder an der Punta della Suina zwischen Pinien und Dünen. Weiter nördlich Richtung Porto Cesareo folgen die flachen, hellen Strände von Torre Lapillo und Punta Prosciutto – das ist die Karibik-Seite des Salento, im Hochsommer entsprechend gefragt.

Die Adriaseite ist die dramatischere: Otranto, die östlichste Stadt Italiens, bewacht mit seinem aragonesischen Kastell einen türkisfarbenen Hafen, und in der Kathedrale bedeckt das Bodenmosaik aus dem 12. Jahrhundert das komplette Mittelschiff. Südlich davon leuchtet der frühere Bauxit-Steinbruch als grüner See in rostroter Erde, dann folgen Steilküste und Orte wie Castro und Santa Cesarea Terme – bis in Santa Maria di Leuca, »de finibus terrae«, die Wallfahrtskirche über dem Zusammentreffen der Meere steht. Und im August tanzt der Salento: Die Notte della Taranta in Melpignano ist das größte Festival für Pizzica, die traditionelle Tanzmusik der Region.

Gargano

Der Gargano – Apuliens wilder Norden

Vom Boot aus wirkt die Steilküste zwischen Vieste und Mattinata wie zerknittertes weißes Papier, in das das Meer Grotten und Felsbögen gefressen hat.

Der Gargano ist der »Sporn« des Stiefels und ein eigener Kosmos: ein bewaldetes Kalkmassiv, das steil in die Adria abfällt, mit weißen Kreidefelsen, Meeresgrotten und vorgelagerten Felsnadeln. Hauptort ist Vieste auf seinem Felssporn; am Südende des Stadtstrands ragt der 25 Meter hohe Monolith Pizzomunno aus dem Sand, um den sich eine Legende von versteinerter Liebe rankt. Von Vieste und Mattinata starten von etwa April bis Oktober Bootstouren die Steilküste entlang – vorbei an den trabucchi, den hölzernen Fischfang-Plattformen der Küste, und hinein in Grotten, deren Wasser im Sonnenlicht türkis aufleuchtet.

Im Inneren des Massivs liegt die Foresta Umbra, ein alter Buchenwald, dessen Kernzonen als Teil der europäischen Buchen-Urwälder zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören – Wanderwege führen durch das grüne Dämmerlicht, das dem Wald seinen Namen gab (»umbra«, Schatten). An der Küste hält Peschici auf seinem Felsen die zweite Postkartenposition des Gargano, südlich von Vieste liegt die Kiesbucht Vignanotica zwischen Kreidewänden. Im Landesinneren lohnt Monte Sant'Angelo: Das Michaelsheiligtum in einer Grotte ist seit über 1.500 Jahren Pilgerziel und gehört als Teil der langobardischen Stätten ebenfalls zum UNESCO-Welterbe.

Wer Zeit hat, setzt von Vieste oder Peschici zu den Tremiti-Inseln über – ein kleines Archipel mit kristallklarem Wasser, Tauchrevieren und einer Abteifestung auf San Nicola. Praktisch musst du wissen: Der Gargano liegt abseits der Hauptbahnlinien und der Autobahn – nur eine Lokalbahn erreicht Rodi Garganico und Peschici, Vieste gar nicht –, die Küstenstraße windet sich in Serpentinen, und im August staut sich der Verkehr vor Vieste. Plane die Anfahrt großzügig und bleib mindestens zwei Nächte, sonst frisst die Strecke den Gewinn – und wenn deine Route ohnehin im Salento endet, leg den Gargano an den Anfang, direkt nach der Landung in Bari.

Aktivitäten & Touren in Apulien

Alle 26 Aktivitäten
Unterkünfte

Masseria, Trullo oder Hotel – so wohnst du in Apulien

Abends in der Masseria, wenn die weißen Mauern die Tageshitze abgeben und im Innenhof die Zikaden übernehmen, verstehst du das Prinzip Apulien.

Die Masseria ist Apuliens eigene Unterkunftsform: befestigte Gutshöfe aus weißem Kalkstein, oft jahrhundertealt, zwischen Olivenhainen gelegen und heute in allen Ausbaustufen bewohnbar – vom einfachen Landgut mit Frühstück bis zum Fünf-Sterne-Resort mit Spa. Viele produzieren weiterhin Olivenöl, Wein oder Käse, und die besseren kochen abends für ihre Gäste: ein Menü aus eigenen Produkten, ein langer Tisch, Gastgeber mit Zeit. Die höchste Dichte findest du zwischen Ostuni, Fasano und Savelletri an der Adriaseite; wer im Juli oder August eine der bekannten Adressen will, bucht Monate im Voraus.

Eine Nacht im Trullo gehört für viele zum Apulien-Programm: Die dicken Steinmauern halten die Kegelbauten auch im Hochsommer kühl, und viele Trulli in der Valle d'Itria sind zu Ferienhäusern mit Pool und Außenküche umgebaut – von der Kuppel für zwei bis zum Ensemble für die ganze Familie. Rechne damit, dass die Räume klein und die Fenster winzig sind; das ist Teil des Konzepts, kein Mangel. Und wie beim Ferienhaus überall gilt: Lies die Lagebeschreibung genau, viele Objekte liegen an schmalen Sträßchen zwischen Trockenmauern, und ohne Auto kommst du weder zum Bäcker noch ans Meer.

In Bari, Lecce und den Küstenorten sind Stadthotels und B&Bs die bessere Wahl: Du wohnst mitten in der Altstadt, lässt das Auto draußen vor den Mauern stehen und erlebst die Orte nach Abfahrt der Ausflugsbusse – wenn in Lecce abends die Fassade der Santa Croce angestrahlt wird, gehört die Stadt den Spaziergängern. Gerade dort und in Gallipoli haben viele Adelspaläste kleine, stilvolle B&Bs in ihren Obergeschossen. Bewährt hat sich die Reihenfolge Stadt zuerst, Land danach: zwei, drei Nächte Bari oder Lecce für Barock und Abendleben, anschließend Masseria oder Trullo, wo der Urlaub in den Takt von Pool, Olivenhain und Abendessen im Innenhof wechselt.

Hotels in Apulien

Alle 48 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Essen & Trinken

Essen & Trinken in Apulien

In Cisternino bestellst du das Abendessen an der Metzgertheke – du zeigst auf das Fleisch, der Metzger legt es auf den Grill, und zehn Minuten später steht es auf deinem Tisch.

Apuliens Küche ist cucina povera in Bestform – einfach, geerdet, aus dem, was Feld und Meer hergeben. Das Signaturgericht sind Orecchiette con le cime di rapa: Öhrchennudeln mit Stängelkohl, Knoblauch, Sardellen und Peperoncino, in Bari oft noch aus der Handarbeit der Frauen in der Via Arco Basso. Dazu gehören Focaccia barese mit Tomaten und Oliven, Panzerotti – frittierte Teigtaschen mit Tomate und Mozzarella –, Taralli zum Wein und Friselle, zweifach gebackene Brotringe, die du mit Wasser anfeuchtest und mit Tomaten belegst. Aus Altamura im Hinterland kommt ein Ofenbrot mit eigener DOP-Herkunftsbezeichnung.

Die Milch- und Fleischseite: Die Burrata stammt aus Andria – außen Mozzarella, innen Sahne und Käsefäden, am besten so frisch wie irgend möglich. In der Valle d'Itria regieren die Bombette, mit Käse gefüllte Schweineröllchen vom Holzkohlengrill der Fornelli in Cisternino und Martina Franca, wo auch der Capocollo herkommt, ein luftgetrockneter Schweinenacken mit Slow-Food-Status. An der Küste dominiert das Meer: crudo di mare, rohe Meeresfrüchte, in Bari und Gallipoli, dazu die Tiella barese, ein geschichtetes Ofengericht aus Reis, Kartoffeln und Miesmuscheln, das jede Familie ein bisschen anders baut.

Getrunken wird tief und dunkel: Der Primitivo di Manduria ist Apuliens bekanntester Rotwein, kraftvoll und samtig und mit dem kalifornischen Zinfandel verwandt; der Negroamaro aus dem Salento – etwa als Salice Salentino – ist die herbere Alternative, und sein Rosato zählt zu Italiens besten Roséweinen. Viele Weingüter rund um Manduria und im Salento öffnen für Proben mit Voranmeldung. Süß endet der Tag mit einem Pasticciotto aus Lecce, und im Hochsommer ersetzt eine Brioche mit Gelato auch mal das Mittagessen. Ein letztes Ritual: der Caffè leccese, Espresso auf Eis mit Mandelmilch-Sirup (latte di mandorla) – klingt nach Touristengetränk, wird aber tatsächlich von den Einheimischen getrunken.

Restaurants in Apulien

Alle 43 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise nach Apulien – und wie du vor Ort mobil bist

Nach der Landung in Bari stehst du in zwanzig Minuten am Mietwagen und nach vierzig weiteren zwischen Olivenbäumen, deren Stämme älter sind als jede Straße dazwischen.

Apulien hat zwei internationale Flughäfen: Bari (BRI) im Norden und Brindisi (BDS) auf halbem Weg in den Salento. Beide werden aus Deutschland direkt angeflogen, unter anderem von Ryanair, Wizz Air und im Sommerflugplan weiteren Airlines ab mehreren deutschen Städten – Flugzeit rund zwei bis zweieinhalb Stunden. Faustregel für die Wahl: Für Bari, den Gargano und die Valle d'Itria fliegst du nach Bari, für Lecce und den Salento nach Brindisi. Ideal für die Rundreise ist die Gabelflug-Variante – in den einen Flughafen hinein, aus dem anderen heraus, das spart einen halben Reisetag Rückweg.

Mit der Bahn ist Apulien machbar, aber weit: ab München über den Brenner nach Bologna, dort in den Hochgeschwindigkeitszug die Adriaküste hinunter nach Bari – Gesamtfahrzeit gut zwölf Stunden, alternativ mit Nachtzug-Etappen über Bologna oder Rom. Mit dem eigenen Auto rechnest du ab Süddeutschland rund 1.200 bis 1.500 Kilometer, je nach Startpunkt, über Brenner, Bologna und die Adria-Autobahn A14, also zwei entspannte Fahrtage mit Zwischenstopp – dafür hast du den Wagen für die Landstraßen gleich dabei. Die meisten mieten trotzdem vor Ort: Buch früh, im Sommer dünnt die Auswahl an den Stationen in Bari und Brindisi schnell aus.

Vor Ort ist der Mietwagen die erste Wahl, denn Masserien, Trulli und viele Strände liegen abseits jeder Bahnlinie. Es geht aber auch ohne: Die Staatsbahn verbindet Bari, Polignano a Mare, Monopoli, Brindisi und Lecce dicht und günstig entlang der Küste, und die Privatbahn Ferrovie del Sud Est tuckert von Bari über Alberobello und Martina Franca durch die Valle d'Itria – langsam, aber szenisch – und erschließt auch das Innere des Salento. Rechne bei den Regionalbahnen mit gemütlichem Tempo und sonntags mit ausgedünntem Takt: Plane die Städte per Bahn und leg für Strand- und Landtage einen Mietwagen ein.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Apulien – und welche Basis zu dir passt

BariBariOrecchiette-Frauen in der Via Arco Basso, die Gebeine des heiligen Nikolaus in der Basilika und abends der lange Lungomare – Bari ist rauer als Lecce, aber voller Leben und der beste Startpunkt der Region.Ideal für: Stadtleben & Streetfood1–2 TageLecceLecceApuliens Barockhauptstadt, geschnitzt aus goldgelbem Pietra leccese: Santa Croce, Piazza del Duomo und ein römisches Amphitheater mitten im Abendtrubel. Dazu Pasticciotto zum Frühstück und Caffè leccese am Nachmittag.Ideal für: Barock & Aperitivo1–2 TageAlberobelloAlberobelloRund 1.500 Trulli mit grauen Kegeldächern, seit 1996 UNESCO-Welterbe. Tagsüber voll – komm zum Sonnenaufgang oder bleib über Nacht in einem Trullo, dann gehören dir der Rione Monti und das beste Licht.Ideal für: Trulli & Fotomotive½–1 TagGallipoliGallipoliDie Altstadt liegt auf einer Insel am Ionischen Meer, verbunden durch eine Brücke aus dem 17. Jahrhundert; morgens Fischmarkt am Hafen, nachmittags Baia Verde und Punta della Suina, abends Sonnenuntergang über den Mauern.Ideal für: Altstadt & Ionische Strände1–2 TageOstuniOstuniDie »Città Bianca« schraubt ihre gekalkten Gassen um den Hügel zur Kathedrale hinauf, mit Blick über tausendjährige Olivenhaine bis zur Adria. Ideale Basis zwischen Valle d'Itria und den Stränden um Torre Guaceto.Ideal für: Weiße Gassen & Masserie-Land1 TagOtrantoOtrantoItaliens östlichste Stadt: aragonesisches Kastell, türkiser Hafen und in der Kathedrale das komplette Bodenmosaik von 1163 mit dem Lebensbaum. Zum Baden warten die Baia dei Turchi und die Buchten der Steilküste Richtung Leuca.Ideal für: Mosaik & Badebuchten1 TagViesteViesteWeißer Altstadtfelsen über langen Stränden, davor der 25-Meter-Monolith Pizzomunno: Vieste ist die Basis für Bootstouren zu den Meeresgrotten des Gargano, Wanderungen in der Foresta Umbra und Ausflüge zu den Tremiti-Inseln.Ideal für: Gargano & Bootstouren2–3 TagePolignano a MarePolignano a MareWeiße Altstadt an der Steilkante, darunter die Kiesbucht Lama Monachile zwischen den Felswänden – das ikonischste Küstenbild Apuliens. Per Regionalzug eine halbe Stunde von Bari, am schönsten früh morgens oder im Abendlicht.Ideal für: Felsbucht & Abendlicht½–1 Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Apulien: Wetter & Klima im Jahreslauf

Zwischen Mandelblüte im Februar und Badewetter bis in den Oktober ist Apuliens Saison lang – nur der August gehört den italienischen Ferien.

Apuliens Klima ist klassisch mediterran: milde, kurze Winter, ein früh startendes Frühjahr, heiße, sehr trockene Sommer und ein langer, warmer Herbst, in dem das Meer die Sommerwärme speichert. Die Werte unten gelten für Bari; im Salento ist es meist ein bis zwei Grad wärmer, im Buchenwald des Gargano spürbar kühler. Für Städte und Radtouren sind Frühling und Herbst ideal, fürs Baden Juni bis Anfang Oktober.

Jan12°5°mild, oft windig
Feb13°5°ruhig, Mandelblüte
Mär15°7°erstes Frühlingsgrün
Apr18°9°mild, leere Orte
Mai23°13°warm, ideal
Jun27°17°Badestart, lange Tage
Jul30°20°heiß, trocken
Aug30°21°Hochsaison, voll
Sep27°17°warmes Meer, Weinlese
Okt22°13°mild, noch Badetage
Nov17°9°Olivenernte, Regen
Dez13°6°still, festlich

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Apulien sind Mai, Juni, September und der frühe Oktober: warm genug zum Baden – die Adria hat im September noch rund 24 Grad –, aber ohne die Hitze und den Andrang des Hochsommers. Den August meide, wenn du kannst: Ganz Italien macht dann Ferien im eigenen Süden, die Strände des Salento sind voll, und die Preise erreichen ihr Jahreshoch.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Apulien

Wie viele Tage braucht man für Apulien?
Für die klassische Runde von Bari über die Valle d'Itria in den Salento plane sieben Tage; mit dem Gargano im Norden werden es zehn. Wer nur ein verlängertes Wochenende hat, konzentriert sich auf einen Abschnitt – etwa Bari mit Polignano a Mare und Alberobello oder Lecce mit den Stränden des Salento.
Braucht man in Apulien ein Auto?
Für die Küstenstädte nicht – Bari, Polignano, Monopoli und Lecce verbindet die Bahn dicht und günstig, und die Ferrovie del Sud Est erreicht sogar Alberobello. Für Masserien, Trulli, die schönsten Strände und den Gargano brauchst du aber ein Auto: Busse fahren dort selten und nach Schulzeiten getaktet.
Wo sind die schönsten Strände in Apulien?
Für hellen Sand und flaches Türkiswasser in den Salento: Pescoluse, Punta Prosciutto und Torre Lapillo am Ionischen Meer. Für Kulisse an die Adria: die Felsbucht Lama Monachile in Polignano a Mare, die Baia dei Turchi bei Otranto und die Kreideküste des Gargano um Vieste und Vignanotica.
Bari oder Brindisi – welcher Flughafen ist besser?
Beide werden aus Deutschland direkt angeflogen. Für Bari, den Gargano und die Valle d'Itria landest du besser in Bari, für Lecce und den Salento in Brindisi. Am effizientesten ist der Gabelflug: in Bari ankommen, die Region von Nord nach Süd abfahren und ab Brindisi zurückfliegen.
Lohnt sich Bari als Reiseziel?
Ja – Bari hat sich herausgeputzt: Die Altstadt Bari Vecchia mit der Nikolaus-Basilika und den Orecchiette-Frauen der Via Arco Basso, der lange Lungomare und die Streetfood-Kultur von Focaccia bis sgagliozze tragen locker ein bis zwei Tage. Dazu ist die Stadt der beste Bahn-Knoten für Ausflüge nach Polignano und Monopoli.
Was ist eine Masseria?
Ein befestigter Gutshof aus weißem Kalkstein, wie er seit Jahrhunderten zwischen Apuliens Olivenhainen steht. Viele sind heute Unterkünfte – vom einfachen Landgut mit Frühstück bis zum Luxusresort – und produzieren weiter Öl, Wein oder Käse. Die höchste Dichte liegt zwischen Ostuni, Fasano und Savelletri; beliebte Häuser sind im Sommer früh ausgebucht.
Kann man in einem Trullo übernachten?
Ja, viele Trulli in der Valle d'Itria sind zu Ferienhäusern umgebaut, oft mit Pool und Außenküche – von der Kuppel für zwei bis zum Ensemble für Familien, auch in Alberobello selbst. Die dicken Steinmauern halten die Kegelbauten im Sommer angenehm kühl; rechne dafür mit kleinen Räumen und winzigen Fenstern.
Wann ist die beste Reisezeit für Apulien?
Mai, Juni, September und Anfang Oktober: 23 bis 28 Grad, badewarmes Meer ab Juni und deutlich weniger Andrang als im Hochsommer. Der August ist der vollste und teuerste Monat, weil halb Italien dann selbst im Salento urlaubt; für reine Städtetrips funktionieren auch März, April und der milde November.
Ist Apulien teuer?
Außerhalb des Augusts gehört Apulien zu den günstigeren Regionen Italiens: Ein Abendessen in der Trattoria liegt oft bei 20 bis 35 Euro pro Person, Panzerotti und Focaccia auf die Hand kosten wenige Euro. Teuer sind die bekannten Masserien und die Strandorte des Salento in der Hochsaison – in der Nebensaison fallen die Preise deutlich.
Wie warm ist das Meer in Apulien?
Von Juni bis in den Oktober ist Badesaison: Im Juni hat das Meer rund 22 Grad, im August 25 bis 26 Grad, und im September bleibt es bei etwa 24 Grad angenehm warm. Das flache Ionische Meer an Stränden wie Punta Prosciutto wärmt sich schneller auf als die tiefere Adria.
Lohnt sich ein Abstecher nach Matera?
Unbedingt – die Höhlenstadt in der benachbarten Basilikata liegt nur gut eine Stunde westlich von Bari. Die Sassi-Viertel mit ihren Felswohnungen sind UNESCO-Welterbe und als Tagesausflug machbar; noch stärker wirkt Matera mit einer Übernachtung, wenn abends die Lichter in den Höhlenfassaden angehen.
Was isst man in Apulien?
Orecchiette con le cime di rapa, Focaccia barese, Panzerotti und Burrata aus Andria; in der Valle d'Itria Bombette vom Metzgergrill, an der Küste rohe Meeresfrüchte und die Tiella aus Reis, Kartoffeln und Muscheln. Dazu Primitivo di Manduria oder Negroamaro im Glas und ein Pasticciotto aus Lecce zum Frühstück.
Ist Apulien für eine Reise mit Kindern geeignet?
Gut sogar: Die ionischen Strände des Salento und die Lidi um Porto Cesareo fallen extrem flach ab, Trulli und Masserien mit Pool sind spannende Quartiere, und Bootstouren zu den Grotten des Gargano oder die Tropfsteinhöhlen von Castellana funktionieren als Abenteuerprogramm. Halte die Fahretappen kurz und plane Siesta wie die Einheimischen.
ApulienZwischen Trulli-Dächern, weißen Städten und zwei Meeren liegt Italiens sonnengegerbter Süden am Absatz des Stiefels.
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