Stadt · Italien

Bari

Zwischen zwei Häfen liegt ein Gassenlabyrinth, in dem Frauen vor ihren Haustüren Orecchiette drehen, während am Porto Nuovo hinter der Altstadt die Nachtfähre nach Griechenland ablegt.

5 Stadtviertel12 Sehenswürdigkeiten9 Hotels
Überblick

Deine Bari-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai–Juni & September–Oktober; Anfang Mai Festa di San Nicola
Anreise
Flughafen Bari-Palese „Karol Wojtyła“ (BRI) ca. 8 km nordwestlich; Bahnlinie der Ferrotramviaria in ca. 15–20 Min. nach Bari Centrale
Lage
Süditalien, an der Adriaküste – Hauptstadt der Region Apulien
Mit dem Zug
Bari Centrale am Frecce-Netz: Rom in ca. 4 Std.; Regionalzüge nach Polignano a Mare (ca. 30 Min.); FSE Richtung Alberobello
Fähren
Vom Hafen nach Griechenland, Albanien, Montenegro und Kroatien – Bari ist Italiens Tor zum östlichen Mittelmeer
Vor Ort unterwegs
Altstadt und Murat-Viertel zu Fuß; Stadtbusse (AMTAB); Regionalzüge entlang der Küste
Über Bari

Reisen nach Bari

Bari ist die Hauptstadt Apuliens und eine süditalienische Großstadt, in der Wallfahrt, Hafenbetrieb und Feierabendstrand auf einem Kilometer zusammenrücken. Auf der Landzunge der Altstadt Bari Vecchia steht die Basilica di San Nicola, ab 1087 über den Reliquien des heiligen Nikolaus errichtet und bis heute Ziel katholischer wie orthodoxer Pilger; zwei Gassenbiegungen weiter zeigt die Cattedrale di San Sabino, wie streng apulische Romanik sein kann, und am Westrand riegelt das Castello Svevo mit trockenem Graben und spanischen Eckbastionen die Altstadt ab. In der Strada Arco Basso drehen die pastaie an Klapptischen Orecchiette aus Hartweizengrieß, aus den Öfen der Strada Palazzo di Città kommt Focaccia barese in Papier gewickelt, und am Molo San Nicola verkaufen Fischer ihren Fang so roh, wie er aus dem Wasser kommt. Jenseits des Corso Vittorio Emanuele beginnt mit dem Quartiere Murat das Bari des 19. Jahrhunderts, ein Schachbrett aus Boulevards mit der Einkaufsstraße Via Sparano, dem 1903 eröffneten Teatro Petruzzelli und dem Teatro Margherita, das auf Pfählen im alten Hafen steht. Im Süden zieht der Lungomare Nazario Sauro mit weißen Balustraden und Palazzi der 1930er-Jahre am Wasser entlang bis zum freien Stadtstrand Pane e Pomodoro, und weil Regionalzüge von hier in einer halben Stunde nach Polignano a Mare fahren und die Ferrovie Appulo Lucane in rund eineinhalb Stunden nach Matera, ist Bari zugleich das praktischste Standquartier der ganzen Region.

Bari – Karte
Reiseführer

Bari von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Kurz nach acht liegt über dem Molo San Nicola noch der Geruch von Salz und Diesel, ein Fischer klopft einen Polpo auf den nassen Stein, und zweihundert Meter weiter zieht aus einem Ofenfenster in der Strada Palazzo di Città der Duft von Focaccia mit Tomaten und Oliven in die Gasse. Bari macht keine Anstalten, sich für Besucher herzurichten, und genau deshalb ist die Stadt der ehrlichste Einstieg nach Apulien – Wallfahrtskirche, Fährhafen und Stadtstrand liegen so dicht beieinander, dass du für den Weg dazwischen keine halbe Stunde brauchst.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Bari

Fast alles, was du sehen willst, liegt in einem Halbkreis von gut einem Kilometer zwischen Castello, Basilika und Lungomare.

Die Basilica di San Nicola ist der Grund, warum Bari im Mittelalter groß wurde. 1087 brachten barische Seeleute die Gebeine des heiligen Nikolaus aus dem kleinasiatischen Myra in ihre Heimatstadt, und noch im selben Jahr begann man über den Reliquien eine Kirche zu bauen; die Krypta weihte Papst Urban II. bereits 1089. Was du dort siehst, wirkt eher wie eine Festung als wie eine Kathedrale: eine breite, kaum gegliederte Westfront zwischen zwei Türmen, innen ein weiter Raum mit hölzerner Kassettendecke und dem marmornen Bischofsthron des Abtes Elia aus dem späten 11. Jahrhundert. Der eigentliche Ort ist die Krypta mit dem Grab, an dem seit den 1960er-Jahren auch ein orthodoxer Altar steht – die Basilika ist eine der wenigen Kirchen Westeuropas, in denen katholische und orthodoxe Gottesdienste unter demselben Dach stattfinden. Zieh dich wie in jeder italienischen Kirche bedeckt an, Schultern und Knie.

Zwei, drei Gassenbiegungen südwestlich steht die Cattedrale di San Sabino, und sie ist der Gegenentwurf zur Basilika. Nachdem Wilhelm I. die Stadt 1156 hatte zerstören lassen, wurde die Bischofskirche im 12. und 13. Jahrhundert neu aufgebaut – heller Kalkstein, eine große Fensterrose über dem Hauptportal, im Inneren fast keine Dekoration. Weil die Rose in der Westfassade sitzt, fällt rund um die Sommersonnenwende am späten Nachmittag – gegen 17 Uhr – das Licht durch sie hindurch so, dass es die steinerne Rosette im Fußboden trifft; das ist kein Show-Effekt, sondern ein Termin, zu dem sich Einheimische in der Kirche versammeln. In der Krypta liegen die Reliquien des heiligen Sabinus und die byzantinische Ikone der Madonna Odegitria, unter dem Kirchenschiff sind Reste einer frühchristlichen Basilika mit Mosaikböden freigelegt. Nebenan steht die Trulla, ein runder Bau, der ursprünglich als Baptisterium diente.

Am Westrand der Altstadt schiebt sich das Castello Svevo zwischen Bari Vecchia und den Hafen. Der normannische Kern geht auf Roger II. zurück, Friedrich II. ließ die Anlage ab 1233 wieder aufbauen, und im 16. Jahrhundert machten Isabella von Aragón und Bona Sforza daraus eine Residenz mit den keilförmigen Eckbastionen, die du heute vom trockenen Graben aus siehst. Im Inneren lohnt vor allem die Gipsoteca, eine Sammlung von Gipsabgüssen apulischer Romanik – Portale, Kapitelle und Reliefs von Kirchen der ganzen Region, konzentriert auf wenige Säle. Der Rest der Burg dient wechselnden Ausstellungen; prüfe vorab, was gerade läuft, denn Teile der Anlage sind je nach Bauzustand nicht zugänglich.

Der zweite Block liegt südlich des Corso Vittorio Emanuele, im Quartiere Murat. Das Teatro Petruzzelli, 1903 von der gleichnamigen Kaufmannsfamilie eröffnet und eines der größten Theater Italiens, brannte 1991 aus und wurde erst 2009 wiedereröffnet; wer keine Karte für Oper oder Konzert bekommt, kommt über Führungen in den Saal. Am alten Hafen steht das Teatro Margherita, ein weißer Liberty-Bau auf Pfählen im Wasser, weil ein Vertrag den Bau eines konkurrierenden Theaters auf städtischem Grund untersagte – heute ein Ausstellungshaus. Und im Palazzo der Metropolitanstadt am Lungomare hängt in der Pinacoteca Metropolitana Corrado Giaquinto die wichtigste Gemäldesammlung Apuliens, von byzantinischen Tafeln über venezianische Altarbilder bis zu Giaquinto und Giuseppe De Nittis, mit Adriablick aus den Fenstern.

Sehenswürdigkeiten in Bari

Alle 12 Sehenswürdigkeiten
Altstadt

Bari Vecchia und das Gassenlabyrinth zwischen den Häfen

In der Altstadt hilft dir keine Karte weiter – dafür führt jede zweite Gasse irgendwann von selbst ans Wasser.

Strada Arco Basso
Strada Arco Basso

Bari Vecchia sitzt auf einer Landzunge, die nach Nordosten in die offene Adria vorspringt: an ihrer Südostflanke liegt der alte Hafen mit dem Molo San Nicola, nordwestlich davon der moderne Porto Nuovo mit den Fähren. Der Grundriss ist mittelalterlich und absichtlich unübersichtlich: enge, mehrfach geknickte Gassen, die Wind und Angreifer bremsen sollten, dazwischen Bögen, Innenhöfe und Treppen, die auf Privatterrassen enden. Orientierung geben nur die drei großen Bauten – Castello im Westen, Kathedrale in der Mitte, Basilika im Osten – und die Muraglia, der erhöhte Weg auf der alten Stadtmauer, von dem du über das Wasser blickst. Wer sich zum ersten Mal hineinbegibt, sollte das Verlaufen einplanen statt bekämpfen; die Altstadt misst kaum mehr als sechshundert Meter im Durchmesser, du kommst immer wieder heraus.

Das Besondere ist, dass hier gewohnt wird. Erdgeschosswohnungen öffnen direkt auf die Gasse, im Sommer sitzt man mit dem Stuhl davor, Nachbarinnen reden quer über die Straße, und Kinder spielen zwischen Rollern Fußball. Aus diesem Alltag ist die bekannteste Szene der Stadt entstanden: In der Strada Arco Basso, im Volksmund längst Via delle Orecchiette, drehen Frauen an Klapptischen vor der Haustür die kleinen Öhrchennudeln aus Hartweizengrieß und Wasser, mit einem stumpfen Messer und einer Handbewegung, die aussieht wie ein Trick. Verkauft wird in Tüten direkt vom Tisch. Geh vormittags hin, dann wird tatsächlich gearbeitet, kauf etwas, statt nur zu fotografieren, und frag, bevor du die Kamera hebst – die Gasse ist ein Wohnort, keine Kulisse.

Zum Abend hin kippt das Viertel. Die Piazza Mercantile und die direkt anschließende Piazza del Ferrarese sind die Nahtstelle zwischen Altstadt und Murat-Viertel und die beiden lebendigsten Plätze der Stadt. Auf der Mercantile steht die Colonna della Giustizia mit einem Löwen am Sockel, an die im Mittelalter zahlungsunfähige Schuldner gebunden wurden, dahinter der Palazzo del Sedile, in dem die Ratsversammlung der Stadtadligen tagte. Auf der Piazza del Ferrarese liegt unter Glas ein freigelegtes Stück Pflaster der antiken Via Traiana, der römischen Straße nach Brindisi. Ringsum reihen sich Tische, ab dem späten Nachmittag füllt sich alles, und wer einen Platz zum Zuschauen will, kommt vor der italienischen Essenszeit.

Der schlechte Ruf, den Bari Vecchia bis in die 1990er-Jahre hatte, ist überholt, aber er erklärt, warum das Viertel so unverbaut geblieben ist. Heute sind die Hauptachsen zwischen Basilika, Kathedrale und den Plätzen abends gut besucht und beleuchtet, Familien und Reisende sind bis spät unterwegs. Es gelten die üblichen Großstadtregeln: Handy nicht lose in der Gesäßtasche, Kameragurt über die Schulter, in Menschenmengen die Tasche vorne. Was du außerdem einplanen solltest, ist der Untergrund – das Pflaster ist alt, glatt gelaufen und uneben, Rollkoffer und dünne Sohlen sind hier die falsche Wahl.

Essen & Trinken

Restaurants in Bari und was auf den barischen Tisch kommt

Bari isst zweigleisig – tagsüber aus der Hand für kleines Geld, abends im Sitzen und dann gern ausdauernd.

Fang mit dem Streetfood an, denn es ist hier keine Touristenerfindung, sondern die Alltagsküche der Stadt. Die Focaccia barese kommt aus einem Teig, in den gekochte Kartoffel gearbeitet wird, in runden Blechen aus dem Ofen, belegt mit Kirschtomaten und Oliven, außen knusprig und innen feucht – die bekannteste Adresse dafür ist das Panificio Fiore in der Strada Palazzo di Città nahe der Kathedrale, wo du am Tresen nach Gewicht bestellst. Dazu Panzerotti, frittierte Teigtaschen mit Mozzarella und Tomate, die man im Stehen und mit Vorsicht isst, weil die Füllung heiß bleibt. In der Altstadt braten Straßenverkäuferinnen Sgagliozze, in Öl ausgebackene Polentaschnitten, die es in Papier und mit Salz gibt, und die Popizze, kleine frittierte Teigbällchen, gehören zur selben Familie.

Am Abend wird es apulisch im engeren Sinn. Das Signaturgericht sind Orecchiette con le cime di rapa, Öhrchennudeln mit Stängelkohl, Knoblauch, Sardelle und Peperoncino – der Stängelkohl hat allerdings Saison, etwa von November bis in den Frühling, außerhalb bekommst du die Orecchiette mit Tomatensugo oder Braciole. Diese Braciole sind gefüllte, in Tomatensauce langsam geschmorte Rindsrouladen, und ihr Sugo wird traditionell erst über die Pasta gegeben, das Fleisch danach als zweiter Gang. Dazu die Tiella barese, ein Ofengericht aus Reis, Kartoffeln und Miesmuscheln in Schichten, das jede Familie anders baut. Und dann gibt es noch die Spaghetti all'assassina, in Bari erfunden, in der Eisenpfanne mit Tomatenmark und Chili so lange geröstet, bis sie ansetzen – ein Gericht, das absichtlich nach Pfanne schmeckt.

Für den Abend selbst hat die Stadt eine klare Rangfolge. Al Pescatore an der Piazza Federico II di Svevia gegenüber dem Castello ist die bekannteste Fischadresse, mit Crudo, Klassikern vom Grill und Tischen im Freien mit Blick auf die Festungsmauern. Biancofiore am Corso Vittorio Emanuele kocht apulisch unter Steingewölben, deutlich feiner und mit einer Weinkarte, die die Region durchdekliniert. La Locanda di Federico an der Piazza Mercantile ist der verlässliche Klassiker mit handgemachter Pasta und Platz draußen auf dem Platz. Bodenständiger und günstiger geht es in der Osteria delle Travi, die alle nur Il Buco nennen, mit Hausmannskost an vollen Tischen. Im Murat-Viertel führt Terranima an der Via Putignani die Landküche in einem Raum voller alter Fliesen weiter, La Bul setzt auf zeitgenössische Teller mit Degustationsmenüs, und Mastro Ciccio hat das barische Panino zur eigenen Disziplin gemacht.

Bleibt der rohe Fisch, Baris umstrittenste Spezialität. Am Molo San Nicola im alten Hafen verkaufen Fischer morgens direkt vom Tisch, was sie gefangen haben, und die Baresi essen es an Ort und Stelle: Polpo, der so lange auf dem Stein geschlagen wird, bis er zart ist, kleine Tintenfische, Muscheln. Wenn du das probieren willst, dann früh, bei einem Stand mit sichtbarem Durchsatz und Eis unter der Ware – und wer einen empfindlichen Magen hat, isst Crudo besser im Restaurant, wo für Rohware Kühlvorschriften gelten. Seeigel unterliegen in Apulien zeitweise Fangbeschränkungen, frag also, was gerade erlaubt ist, statt danach zu verlangen. Getrunken wird regional: Primitivo aus Gioia del Colle vor der Haustür, Negroamaro aus dem Salento, dazu weiße Verdeca oder Fiano Minutolo, und nach dem Essen ein Amaro.

Restaurants in Bari

Alle 8 Restaurants
Touren & Kochkurse

Streetfood-Touren und Orecchiette-Kochkurse in Bari

Wer diese Stadt über das Essen erschließt, versteht sie schneller als über jeden Museumsplan.

Die Streetfood-Tour durch Bari Vecchia ist der naheliegendste Einstieg und in Bari eine der wenigen geführten Touren, die tatsächlich mehr liefern als eine Runde um die Kirchen. In zwei bis drei Stunden läufst du vom Ofen mit der Focaccia zur Frittiererin mit den Sgagliozze, isst Panzerotti im Stehen, probierst Taralli und endest oft am Hafen bei den Fischern. Rechne damit, dass die Tour ein Mittagessen ersetzt, und plane danach nichts, wofür du hungrig sein musst. Der Nebeneffekt ist praktischer Natur: Du lernst, welche Adressen in der Altstadt tatsächlich für Einheimische arbeiten, und findest sie am nächsten Tag ohne Begleitung wieder.

Noch näher an den Alltag bringt dich ein Orecchiette-Kochkurs. Barische Köchinnen zeigen, wie aus Hartweizengrieß und Wasser ein Teig entsteht, den man in Rollen schneidet und mit einem stumpfen Messer über das Holzbrett zieht, bis sich die kleinen Öhrchen wölben – eine Bewegung, die aussieht wie nichts und beim ersten Versuch zuverlässig misslingt. Gekocht wird anschließend klassisch, meist mit Cime di Rapa oder Tomatensugo, und gegessen wird gemeinsam. Solche Kurse finden teils in Privatwohnungen der Altstadt statt, teils in Kochschulen im Murat-Viertel; Gruppen sind klein, deshalb solltest du vorab buchen und die Sprache klären, denn nicht jeder Kurs läuft auf Englisch.

Für den historischen Überbau lohnt ein geführter Rundgang durch Bari Vecchia. Rund zwei Stunden reichen für Basilika, Kathedrale, Castello und die Orecchiette-Gasse, und der Gewinn liegt weniger in den Bauwerken als in den Geschichten dazwischen: warum 62 Seeleute 1087 nach Myra segelten, wie die Stadt nach ihrer Zerstörung 1156 wieder hochkam, weshalb ein Theater ins Wasser gebaut wurde. Wer Wallfahrt und Kirchengeschichte genauer will, findet an der Basilika auch spezialisierte Führungen. Prüfe bei allen Angeboten, ob deutschsprachige Termine ausgeschrieben sind – das Angebot ist deutlich dünner als auf Englisch oder Italienisch.

Vom Wasser aus sieht Bari noch einmal anders aus. Bootstouren starten im Sommer am alten Hafen, fahren die Altstadtsilhouette mit Basilika und Castello ab und hängen je nach Länge einen Badestopp an der Felsküste an; im Winter ruht das Angebot weitgehend. Die sportliche Alternative ist die Radtour nach Torre a Mare: rund zehn Kilometer flach vom Lungomare am Stadtstrand vorbei nach Südosten, mit Meerblick fast auf der ganzen Strecke. Der Weg ist nicht durchgehend als geschützter Radweg ausgebaut, du fährst also streckenweise im Stadtverkehr mit. Zurück kannst du dich in den Regionalzug setzen, das Rad an Bord nehmen und in wenigen Minuten wieder in der Stadt sein.

Aktivitäten & Touren in Bari

Übernachten

Hotels in Bari und die passende Lage für deinen Aufenthalt

Über den Aufenthalt entscheidet in Bari weniger die Kategorie als die Frage, ob du morgens zum Bahnhof, ans Meer oder in die Altstadt willst.

Für die meisten ist das Quartiere Murat die richtige Antwort. Das Schachbrett zwischen Bahnhof und Altstadt ist zu Fuß in jede Richtung in einer Viertelstunde durchquert, abends belebt und trotzdem ruhiger als Bari Vecchia. Das Palace Hotel Bari liegt an der Nahtstelle zur Altstadt, wenige Schritte von Via Sparano und Castello Svevo, und ist damit die klassische zentrale Basis. Das Hotel Oriente am Corso Cavour liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Teatro Petruzzelli und hat damit den kürzesten Heimweg nach einem Opernabend. Preisbewusster wohnst du im Hotel Boston in einer ruhigen Seitenstraße des Viertels, und wer früh weiterreist, nimmt das Hotel Adria direkt gegenüber dem Hauptbahnhof Bari Centrale, von wo aus die Altstadt in gut einer Viertelstunde zu Fuß erreichbar ist.

Wer das Meer vor der Tür haben will, zieht an den Lungomare. Das Grande Albergo delle Nazioni steht direkt an der Uferpromenade Nazario Sauro, ist nach umfassender Renovierung Baris Fünf-Sterne-Adresse und bietet Zimmer mit Blick auf die offene Adria; bis zum Murat-Viertel läufst du wenige Minuten, bis zur Altstadt eine Viertelstunde am Wasser entlang. Das ist die Lage für alle, die morgens vor dem Frühstück eine Runde am Meer drehen und abends nach dem Essen zurückschlendern wollen. Der Nebeneffekt: Die Promenade ist eine viel befahrene Achse, ein Zimmer zur Straße bleibt lauter als eines zum Hof.

Mitten in der Altstadt gibt es kaum klassische Hotels, dafür Häuser in alten Palazzi. Das Palazzo Calò belegt ein historisches Stadtpalais in Bari Vecchia mit Studios und Apartments aus Naturstein und Holzbalken, viele davon mit Kochnische und Dachterrasse. Das ist die intensivste Variante – du wohnst mitten im Geschehen, hörst morgens die Glocken und abends die Plätze – und die unpraktischste, wenn du mit dem Auto kommst oder viel Gepäck hast. In die Gassen fährst du nicht hinein, der letzte Meter geht über unebenes Pflaster, und wer empfindlich schläft, sollte gezielt nach einem Zimmer abseits der Piazza Mercantile fragen.

Außerhalb des Zentrums wird es ruhiger und meist günstiger. Das Mercure Villa Romanazzi Carducci gruppiert sich um eine Villa aus dem 19. Jahrhundert mit altem Baumbestand, Gartenpool und Tagungsräumen, mitten in der Stadt und trotzdem im Grünen. Das Nicolaus Hotel ist der große, moderne Gegenpol im südlichen Wohnviertel mit geräumigen Zimmern und Kongressbetrieb, das UNAHOTELS Regina liegt schon südöstlich vor der Stadt oberhalb von Torre a Mare, mit Pools und Spa und guter Anbindung an die SS16 – die Wahl für Reisende mit Mietwagen. Ein Hinweis zum Kalender: Rund um das Nikolausfest Anfang Mai und in der Zeit der Fiera del Levante im September ist die Stadt spürbar voller, ebenso im Hochsommer, wenn zusätzlich Fährgäste Richtung Griechenland und Albanien übernachten.

Hotels in Bari

Alle 9 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Stadtviertel

Baris Stadtviertel vom Quartiere Murat bis Torre a Mare

Bari ist in Schichten gewachsen, und man sieht jeder Schicht ihr Jahrhundert an – erst die Landzunge, dann das Reißbrett, dann die Küste.

Basilica di San Nicola
Basilica di San Nicola

Bari Vecchia ist die Stadt vor 1813. Auf der Landzunge zwischen altem Hafen und offener See drängen sich Basilica di San Nicola, Cattedrale di San Sabino, Castello Svevo und ein Dutzend kleinerer Kirchen auf wenigen Hektar, dazwischen Wohnhäuser mit offenen Türen und Höfen. Hier findest du das Streetfood, die Orecchiette-Gasse, die beiden großen Plätze und die Muraglia über dem Wasser. Als Übernachtungsgegend ist das Viertel die intensivste und lauteste Option, als Tagesziel der Kern jedes Bari-Besuchs. Rechne mit unebenem Pflaster und damit, dass Adressen sich schwer finden lassen – frag lieber jemanden auf der Straße, als dem Handy zu vertrauen.

Südlich des Corso Vittorio Emanuele beginnt das Quartiere Murat, benannt nach Joachim Murat, unter dem ab 1813 die geometrische Neustadt entstand. Die Via Sparano ist die Fußgänger- und Einkaufsachse vom Hauptbahnhof zur Altstadt, der Corso Cavour die Parallele mit dem Teatro Petruzzelli, die Via Putignani und die Via Argiro füllen das Raster mit Läden, Bars und Restaurants. Hier liegen die meisten Stadthotels, die Universität hat ihren Hauptsitz in diesem Teil der Stadt, und abends findet die Passeggiata statt – erst die Runde durch die Via Sparano, dann Aperitivo, dann Abendessen. Wer eine Stadt lieber im Raster als im Labyrinth erlebt, wohnt hier.

Nach Südosten schließt entlang der Küste Madonnella an, das Viertel am Lungomare Nazario Sauro. Zwischen Palazzi aus den 1930er-Jahren, Wohnblocks und Schulen liegen mit der Pinacoteca Metropolitana Corrado Giaquinto im Palazzo der Metropolitanstadt und dem freien Stadtstrand Pane e Pomodoro zwei Ziele, für die es sich lohnt, das Zentrum zu verlassen. Es ist ein Alltagsviertel mit Meerblick und ohne touristische Politur. Weiter im Landesinneren folgen Carrassi und Poggiofranco, Baris bürgerliche Wohnquartiere südlich des Zentrums, mit dem Parco 2 Giugno als größtem Stadtpark, breiten Straßen und Lokalen, in denen fast ausschließlich Baresi sitzen.

Ganz am Rand wird Bari wieder Dorf. Torre a Mare liegt rund neun Kilometer südöstlich auf einem Felsvorsprung, hat eine kreisrunde Hafenbucht mit bunten Holzbooten, einen Wachturm aus dem 16. Jahrhundert und Fischlokale am Kai – erreichbar mit dem Regionalzug, dem Rad oder dem Bus. In die andere Richtung ziehen sich nördlich des Zentrums die Küstenviertel San Girolamo, Santo Spirito und Palese hin, wo die Stadt Badeanstalten, Fischrestaurants und den Flughafen unterbringt. Diese Ränder stehen in keinem Standardprogramm, sind aber genau der Grund, warum sich zwei Tage in Bari lohnen statt einer.

Rundgang & Tagesplan

Bari in zwei Tagen zu Fuß erleben

Zwei Tage reichen für die ganze Stadt, wenn du den ersten Vormittag in der Altstadt verbringst und den zweiten am Wasser.

Starte am ersten Morgen an der Strada Arco Basso, bevor die Sonne in die Gasse fällt und bevor Gruppen kommen. Von dort sind es wenige Schritte zur Basilica di San Nicola – erst die Oberkirche mit dem Bischofsthron, dann hinunter in die Krypta zum Grab. Anschließend durch die Gassen weiter zur Cattedrale di San Sabino mit Krypta und den Ausgrabungen unter dem Schiff, danach hinauf auf die Muraglia und ein Stück auf der Stadtmauer am Wasser entlang. Für den Vormittag reicht das, und zwischendurch gehört ein Stück Focaccia dazu, im Stehen und aus dem Papier, so wie es hier alle essen.

Nach dem Mittag folgt das Castello Svevo mit seiner Gipsoteca, sofern sie gerade zugänglich ist – Teile der Anlage sind je nach Bauzustand gesperrt –, dann über die Piazza Mercantile und die Piazza del Ferrarese hinunter an den alten Hafen, wo die Fischerboote liegen und das Teatro Margherita auf seinen Pfählen im Wasser steht. Am späten Nachmittag füllen sich die Plätze, das ist der Moment für einen Aperitivo im Freien. Gegessen wird in Bari spät, vor halb neun sind viele Küchen leer; die Zeit dazwischen füllt eine Runde über den Corso Vittorio Emanuele oder ein zweiter Blick von der Muraglia, wenn die Altstadt angestrahlt wird. Für das Abendessen in den bekannten Häusern rund um Piazza Mercantile und Castello reservierst du besser vorab.

Der zweite Tag gehört der neuen Stadt und dem Meer. Vormittags durch das Quartiere Murat, die Via Sparano hinunter, ein Blick auf das Teatro Petruzzelli und, wenn eine Führung läuft, in den Saal. Danach am Lungomare Nazario Sauro entlang nach Süden zur Pinacoteca Metropolitana Corrado Giaquinto, die für eine gute Stunde reicht und aus deren Fenstern du über die offene Adria siehst. Weiter am Wasser bis zum Stadtstrand Pane e Pomodoro, der im Sommer der logische Nachmittagsstopp ist – Handtuch mitnehmen, der Strand ist frei zugänglich. Wer lieber weiterläuft, nimmt den Regionalzug nach Torre a Mare und isst dort am Hafen.

Zwei Varianten für andere Zeitbudgets. Wenn du nur einen Tag hast, streichst du Pinacoteca und Strand und machst aus dem Programm eine große Altstadtrunde mit Basilika, Kathedrale, Castello und den Plätzen, ergänzt um die Via Sparano am Abend. Hast du drei Tage, hängst du einen Tagesausflug an: Polignano a Mare liegt mit dem Regionalzug rund eine halbe Stunde entfernt, Alberobello mit den Ferrovie del Sud Est deutlich länger, Matera mit den Ferrovie Appulo Lucane rund eineinhalb Stunden. Und wenn dein Aufenthalt auf einen Sonntagvormittag fällt, lohnt es, zur Messe in die Basilika zu gehen – nirgends ist Bari so sehr Wallfahrtsort wie dann.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Baden & Küste

Baden in Bari zwischen Pane e Pomodoro und Torre a Mare

Bari hat einen echten Stadtstrand mitten im Alltag – und ein paar Bahnminuten weiter die Küste, für die man eigentlich nach Apulien fährt.

Lungomare Nazario Sauro
Lungomare Nazario Sauro

Der Stadtstrand heißt Pane e Pomodoro, Brot und Tomate, nach dem, was die Baresi früher zum Baden mitbrachten. Er liegt am Ende des Lungomare Nazario Sauro, ist frei zugänglich, hat Sand statt Fels und flach abfallendes Wasser, was ihn für Familien brauchbar macht. Erwarte keine einsame Bucht: Das ist ein Strand mitten in einer Großstadt mit Hafen, im Sommer voll, an heißen Wochenenden sehr voll, und mit Blick auf die Skyline statt auf Pinien. Genau deshalb ist er interessant – hier trifft sich die ganze Stadt, vom Rentner mit Klappstuhl bis zur Schulklasse. Zur Wasserqualität veröffentlichen die Behörden regelmäßig Messungen; wer sicher gehen will, schaut vor Ort auf die aktuellen Aushänge.

Nördlich des Zentrums zieht sich die Küste über die Viertel San Girolamo, Santo Spirito und Palese hinaus. Dort liegen Badeanstalten mit Liegen und Bars neben freien Abschnitten, teils Sand, teils Felsplatten, dazu Fischlokale, in denen fast nur Einheimische sitzen. Der Weg dorthin führt mit Stadtbus oder Nahverkehrszug an der Küste entlang, mit dem Auto über die Küstenstraße. Charmant sind diese Abschnitte weniger wegen der Strände als wegen der Atmosphäre am späten Nachmittag, wenn die Stadt Feierabend macht und ans Wasser zieht. Rechne an heißen Tagen mit knappen Parkplätzen und nimm den Zug.

Nach Südosten wird die Küste felsiger und interessanter. Torre a Mare hat unterhalb der Felskante Höhlen und kleine Einstiege ins Wasser, dazu die kreisrunde Hafenbucht mit den Booten und ein paar Lokale am Kai; zum Schwimmen brauchst du hier Badeschuhe, dafür ist das Wasser klarer als in der Stadt. Von dort ziehen sich die typischen apulischen Felsplatten weiter Richtung Südosten, an denen man sich zwischen den Lame, den apulischen Karstrinnen, und kleinen Buchten sein eigenes Stück sucht. Der Regionalzug hält in Torre a Mare, mit dem Rad sind es rund zehn Kilometer flach am Wasser entlang – der schönste Weg aus der Stadt hinaus, den Bari zu bieten hat.

Für die Postkartenküste steigst du in den Zug. Polignano a Mare mit der Kiesbucht Lama Monachile unter der Altstadtkante liegt rund eine halbe Stunde entfernt, Monopoli mit seinen kleinen Stadtstränden und den Buchten Richtung Capitolo etwas weiter. Beide funktionieren als Halbtagesausflug ab Bari, morgens hin und am frühen Abend zurück. Die Badesaison beginnt an der Adria realistisch im Juni und trägt bis in den Oktober; am wärmsten ist das Meer im August und September, im Frühsommer ist es frischer, als die Lufttemperatur vermuten lässt. Und weil Baris eigene Küste offen nach Osten liegt, kann an windigen Tagen ordentlich Welle stehen – dann bist du in einer geschützten Bucht südlich besser aufgehoben.

Tagesausflüge

Tagesausflüge ab Bari nach Polignano, Alberobello und Matera

Kaum eine süditalienische Stadt eignet sich so gut als Standquartier, und das liegt an vier Bahngesellschaften, die alle in oder direkt neben Bari Centrale enden.

Castello Svevo
Castello Svevo

Der einfachste Ausflug führt die Küste hinunter. Polignano a Mare erreichst du mit dem Regionalzug der Staatsbahn in rund einer halben Stunde: oben die weiße Altstadt auf der Steilkante mit Balkonen über dem Wasser, unten die Kiesbucht Lama Monachile zwischen zwei Felswänden, über die sich eine alte Steinbrücke spannt, und in den Gassen darüber Gedichtzeilen auf Stufen und Mauern. Wenige Minuten weiter liegt Monopoli mit Hafen, Kastell und einer Altstadt, die weniger fotografiert und deshalb entspannter ist. Beide zusammen ergeben einen vollen Tag ohne Auto, und du bist zurück in Bari, bevor dort die Küchen öffnen.

Ins Landesinnere fährt die Regionalbahn Ferrovie del Sud Est, deren Züge in Bari Centrale abfahren. Sie bringt dich nach Alberobello mit seinen Trulli-Vierteln Rione Monti und Aia Piccola, weiter nach Locorotondo und Martina Franca in der Valle d'Itria. Die Fahrt dauert deutlich länger als die Küstenstrecke und die Takte sind dünner, gerade an Sonn- und Feiertagen – schau dir den Fahrplan an, bevor du losfährst, sonst verbringst du den halben Tag am Bahnsteig. Alberobello selbst ist am frühen Morgen oder am späten Nachmittag ein anderer Ort als zur Mittagszeit, wenn die Reisebusse stehen.

Der lohnendste Ausflug führt über die Regionsgrenze. Matera in der Basilikata, die Höhlenstadt mit den Sassi-Vierteln und seit 1993 UNESCO-Welterbe, ist mit den Ferrovie Appulo Lucane ab Bari in rund eineinhalb Stunden erreichbar; der Bahnhof der FAL liegt in Sichtweite von Bari Centrale. Wichtig ist auch hier der Fahrplan, denn am Wochenende fährt die Strecke deutlich seltener oder mit Bussen. Plane in Matera lange Wege in Höhenmetern ein und feste Schuhe, und wenn du kannst, bleib eine Nacht – abends, wenn in den Felswohnungen die Lichter angehen, ist die Stadt eine andere.

Nach Norden lohnt Trani mit der romanischen Kathedrale direkt an der Hafenkante, ebenfalls per Regionalzug erreichbar und gut mit einem Abstecher zum staufischen Castel del Monte im Hinterland zu verbinden – für die Burg selbst brauchst du allerdings die letzte Etappe per Bus, Taxi oder Auto, prüfe die Anschlüsse vorher. Wer mit Mietwagen unterwegs ist, sollte eines wissen: Baris Altstadt ist für Ortsfremde faktisch gesperrt, und auch Teile des Murat-Viertels sind kameraüberwachte Zona a Traffico Limitato. Stell den Wagen in einem Parkhaus oder auf einem bewachten Parkplatz am Rand des Zentrums ab und nimm ihn nur für die Fahrten, die sich mit der Bahn nicht lösen lassen.

Anreise & vor Ort

Anreise nach Bari und unterwegs in der Stadt

Vom Flugzeug bis zur ersten Focaccia in der Altstadt vergeht weniger als eine Stunde, wenn du den Zug nimmst.

Der Flughafen Bari Karol Wojtyła liegt rund acht Kilometer nordwestlich der Stadt im Stadtteil Palese und ist aus Deutschland mit Direktflügen erreichbar, wobei das Angebot saisonal schwankt und im Sommer deutlich größer ist. Vom Terminal führt eine eigene Bahnlinie der Ferrotramviaria in etwa 15 bis 20 Minuten zum Hauptbahnhof Bari Centrale; die Züge fahren im Tagesverlauf regelmäßig, in den Nachtstunden nicht. Daneben verkehren Shuttlebusse ins Zentrum, und ein Taxi braucht je nach Verkehr etwa 20 bis 30 Minuten. Kauf das Bahnticket am Automaten oder Schalter und entwerte es, bevor du einsteigst – in Italien wird das kontrolliert.

Mit der Bahn ist Bari von Norden gut erreichbar, aber weit: Aus Deutschland fährst du über den Brenner nach Bologna und von dort mit den Schnellzügen die Adriaküste hinunter, in der Summe ein langer Reisetag. Innerhalb Italiens ist Bari an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen, Rom und Neapel sind mit Direktverbindungen erreichbar. Wichtig für alles Weitere: In und neben Bari Centrale enden vier verschiedene Bahnen – die Staatsbahn entlang der Küste, die Ferrovie del Sud Est in die Valle d'Itria, die Ferrovie Appulo Lucane nach Matera und die Ferrotramviaria zum Flughafen und nach Barletta. Jede hat eigene Tickets und eigene Fahrpläne, ein Fahrschein gilt nicht automatisch bei der nächsten.

In der Stadt selbst brauchst du kein Verkehrsmittel. Vom Hauptbahnhof bis zur Basilica di San Nicola läufst du gut eine Viertelstunde quer durch das Murat-Viertel, und damit hast du das komplette Zentrum durchquert. Bari Vecchia ist für Autos ohnehin keine Option, Teile des Murat-Viertels sind Zona a Traffico Limitato mit Kameras an den Zufahrten – jede registrierte Durchfahrt kommt Wochen später als Bußgeldbescheid nach Hause. Wer mit dem Auto anreist, parkt in einem Parkhaus oder auf einem bewachten Parkplatz am Rand des Zentrums und lässt den Wagen stehen. Für die Küste nach Nordwesten und Südosten gibt es Stadtbusse und die Nahverkehrszüge, die an mehreren Stationen im Stadtgebiet halten.

Bleibt der Hafen, der für viele der eigentliche Grund für Bari ist. Vom Porto Nuovo nordwestlich der Altstadt fahren Fähren nach Griechenland, Albanien, Montenegro und im Sommer nach Kroatien; das Fährterminal liegt rund zwei Kilometer vom Zentrum entfernt und ist mit Bus oder Taxi erreichbar. Rechne mit deutlich vorgezogenen Check-in-Zeiten, gerade mit Fahrzeug, und plane die Anfahrt großzügig – die Zufahrten sind an Abfahrtstagen im Sommer voll. Zwei Alltagsdinge zum Schluss: Viele kleinere Läden schließen über die Mittagszeit und öffnen am späten Nachmittag wieder, und für Streetfood, Markt und die Fischer am Molo San Nicola brauchst du Bargeld, auch wenn sonst fast überall Karte geht.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Bari – und welches zu dir passt

Bari VecchiaBari VecchiaDie mittelalterliche Altstadt auf der Landzunge zwischen altem Hafen und offener See: Basilica di San Nicola, Cattedrale di San Sabino, Castello Svevo und die Orecchiette-Gasse Strada Arco Basso liegen wenige Minuten auseinander. Bewohnt statt hergerichtet, mit offenen Haustüren, Streetfood aus dem Fenster und abends vollen Plätzen.Ideal für: Altstadt & Streetfood1 TagQuartiere MuratQuartiere MuratDas Schachbrett, das ab 1813 unter Joachim Murat südlich der Altstadt entstand, ist Baris Alltagszentrum. Die Fußgängerachse Via Sparano führt vom Hauptbahnhof zur Altstadt, am Corso Cavour steht das Teatro Petruzzelli, und abends dreht die halbe Stadt hier ihre Runde vor dem Aperitivo.Ideal für: Shopping & Theater½–1 TagMadonnellaMadonnellaBaris Küstenviertel südöstlich des Zentrums, gerahmt vom Lungomare Nazario Sauro mit seinen weißen Balustraden und Palazzi der 1930er-Jahre. Hier hängt in der Pinacoteca Metropolitana Corrado Giaquinto die wichtigste Gemäldesammlung Apuliens, und am Ende der Promenade liegt der freie Stadtstrand Pane e Pomodoro.Ideal für: Lungomare & Baden½ TagCarrassi & PoggiofrancoCarrassi & PoggiofrancoDie bürgerlichen Wohnquartiere südlich des Zentrums, in denen fast ausschließlich Baresi unterwegs sind. Mit dem Parco 2 Giugno liegt hier Baris größter Stadtpark mit altem Baumbestand und kleinem See, dazu Hotels im Grünen und Lokale ohne jede Speisekarte auf Englisch.Ideal für: Alltag & Stadtpark½ TagTorre a MareTorre a MareRund neun Kilometer südöstlich liegt auf einem Felsvorsprung ein echtes Fischerdorf mit kreisrunder Hafenbucht, bunten Holzbooten und einem Wachturm aus dem 16. Jahrhundert. Unter der Felskante gibt es Höhlen und Einstiege ins klare Wasser, am Kai Fischlokale – erreichbar per Regionalzug oder mit dem Rad am Meer entlang.Ideal für: Fischerhafen & Küste½ Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Bari mit Wetter und Festen im Jahreslauf

Bari liegt offen an der Adria, was die Sommerhitze erträglicher macht als im Landesinneren und im Winter für kräftigen Wind sorgt.

Das Klima in Bari ist mediterran mit maritimem Einschlag: milde, wechselhafte Winter, in denen die Höchstwerte um dreizehn Grad liegen und Frost die Ausnahme bleibt, ein früh einsetzendes Frühjahr, heiße und trockene Sommer um dreißig Grad und ein langer, warmer Herbst. Der meiste Regen fällt zwischen Oktober und Januar, meist in kräftigen Schauern statt als Dauerregen, und im Winter kann der Wind von der offenen See her die gefühlte Temperatur deutlich drücken. Für die Reiseplanung zählt neben dem Thermometer der Kalender: Das Nikolausfest Anfang Mai und die Fiera del Levante im September füllen die Stadt, im August schließen viele Familienbetriebe für ein paar Tage.

Jan13°6°mild und windig, leere Kirchen
Feb13°6°kühl, günstigste Preise
Mär15°7°wechselhaft, erste Sonnentage
Apr18°10°angenehm, Ostern gut besucht
Mai23°14°warm, Nikolausfest Anfang Mai
Jun27°18°trocken, Badesaison beginnt
Jul30°21°heiß, Altstadt ab Mittag flirrend
Aug30°21°schwül, viele Betriebe schließen
Sep26°18°Meer noch warm, Fiera del Levante
Okt22°14°mildes Licht, ruhige Gassen
Nov17°10°regenreich, Zeit für Museen
Dez14°7°mild, Nikolaustag am 6. Dezember

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Bari sind Mai und Juni sowie September und Oktober. Dann liegen die Höchstwerte zwischen 22 und 27 Grad, die Altstadt lässt sich mittags ohne Hitzestau durchlaufen, und das Meer ist im September und Oktober noch warm genug zum Schwimmen. Der Mai bringt zusätzlich das Nikolausfest mit Prozession und Bootsausfahrt, dafür sind die Hotels dann früher ausgebucht. Juli und August funktionieren als Strand- und Fährurlaub, für ausgedehnte Stadtrundgänge sind sie zu heiß, und rund um Ferragosto Mitte August schließen viele kleine Betriebe. November bis Februar ist die günstigste Zeit, mit milden Temperaturen, kräftigem Wind und einer Stadt, die ganz sich selbst gehört.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Bari

Wie viele Tage sollte man für Bari einplanen?
Zwei volle Tage sind die richtige Größe für die Stadt selbst: einen für Bari Vecchia mit Basilika, Kathedrale und Castello, einen für das Murat-Viertel, die Pinacoteca und den Lungomare bis zum Stadtstrand. Ein Tag reicht für eine konzentrierte Altstadtrunde. Wer Bari als Standquartier für Apulien nutzt, bleibt drei bis fünf Nächte und hängt Tagesausflüge an.
Lohnt sich Bari als eigenes Reiseziel oder nur als Startpunkt?
Beides, aber die Reihenfolge ist entscheidend. Wer nur zwischen Flughafen und Mietwagen durchfährt, sieht eine laute Hafenstadt. Wer eine Nacht bleibt und morgens vor neun in der Altstadt steht, bekommt eine der lebendigsten Städte Süditaliens mit einem Streetfood, das anderswo in Apulien so nicht existiert. Bari ist kein Sightseeing-Ziel für Listen, sondern eines für Atmosphäre.
Ist Bari Vecchia abends sicher?
Die Hauptachsen zwischen Basilika, Kathedrale und den Plätzen sind abends belebt, beleuchtet und voller Restaurants, Familien wie Reisende sind bis spät unterwegs. Der Ruf aus den 1990er-Jahren trägt nicht mehr. Es gelten die Regeln jeder Hafenstadt: Handy nicht offen tragen, Tasche in Menschenmengen vorne, in den unbelebten Nebengassen nachts nichts verloren. Wertsachen bleiben besser im Hotelsafe.
Wann sieht man die Orecchiette-Frauen in der Strada Arco Basso?
Vormittags an Werktagen, dann wird tatsächlich produziert; nachmittags stehen oft nur noch die Tüten auf dem Tisch. Die Gasse liegt zwischen Arco Basso und Castello Svevo. Kauf eine Tüte, statt nur zu fotografieren, und frag vorher, ob du ein Bild machen darfst – das ist ein Wohnort mit offenen Haustüren, kein Freilichtmuseum. Getrocknete Orecchiette überstehen die Heimreise problemlos.
Wie komme ich vom Flughafen Bari ins Zentrum?
Am schnellsten mit dem Zug der Ferrotramviaria, der den Flughafen in etwa 15 bis 20 Minuten mit Bari Centrale verbindet und tagsüber regelmäßig fährt, nachts aber nicht. Alternativ gibt es Shuttlebusse ins Zentrum, ein Taxi braucht je nach Verkehr 20 bis 30 Minuten. Ticket vorher kaufen und vor dem Einsteigen entwerten. Vom Hauptbahnhof läufst du in einer Viertelstunde in die Altstadt.
Was sollte man in Bari unbedingt probieren?
Focaccia barese aus dem Blech, Panzerotti und die frittierten Sgagliozze aus dem Straßenverkauf, dazu Orecchiette con le cime di rapa in der Saison und die Tiella aus Reis, Kartoffeln und Miesmuscheln. Baris eigene Erfindung sind die Spaghetti all'assassina, in der Eisenpfanne mit Tomatenmark und Chili angeröstet, bis sie ansetzen. Als Wein Primitivo aus dem nahen Gioia del Colle.
Ist roher Fisch am Hafen von Bari eine gute Idee?
Für Baresi gehört das Crudo vom Molo San Nicola zum Sonntag, für empfindliche Mägen ist es ein Risiko. Wenn du es probieren willst, dann vormittags, an einem Stand mit hohem Durchsatz und sichtbarem Eis unter der Ware. Wer sichergehen will, bestellt Crudo im Restaurant, wo für Rohware Kühl- und Behandlungsvorschriften gelten. Seeigel unterliegen zeitweise Fangbeschränkungen.
In welchem Viertel wohnt man in Bari am besten?
Für die meisten im Quartiere Murat, dem Raster zwischen Hauptbahnhof und Altstadt – zentral, abends belebt und ruhiger als Bari Vecchia. Am Lungomare wohnst du mit Meerblick und trotzdem in Gehweite zum Zentrum. In der Altstadt selbst gibt es Apartments in alten Palazzi, intensiv und laut. Wer mit Mietwagen kommt, fährt mit einem Haus außerhalb des Zentrums besser.
Kann man in Bari im Meer baden?
Ja, der freie Stadtstrand Pane e Pomodoro liegt am Ende des Lungomare Nazario Sauro, hat Sand und flach abfallendes Wasser und ist im Sommer entsprechend voll. Klarer wird es an der Felsküste bei Torre a Mare im Südosten sowie an den Badeanstalten nördlich der Stadt. Die eigentlichen Badebuchten liegen aber eine halbe Bahnstunde entfernt bei Polignano a Mare und Monopoli.
Wann ist die beste Reisezeit für Bari?
Mai und Juni sowie September und Oktober, mit Höchstwerten zwischen 22 und 27 Grad, gut begehbaren Gassen und im Frühherbst noch warmem Meer. Juli und August sind heiß und schwül und taugen eher für Strandtage als für Stadtrundgänge. Von November bis Februar ist Bari mild, windig und günstig – die Zeit für Kirchen, Museen und Restaurants ohne Reservierung.
Was passiert beim Nikolausfest in Bari?
Anfang Mai, traditionell vom 7. bis 9. Mai, feiert die Stadt die Überführung der Nikolaus-Reliquien von 1087. Ein historischer Umzug in mittelalterlichen Kostümen zieht durch die Altstadt, die Statue des Heiligen geht auf einem Boot aufs Meer hinaus, und am letzten Tag wird in der Krypta die sogenannte Manna aus dem Grab entnommen. Die Stadt ist in diesen Tagen voll, Hotels früh ausgebucht.
Welche Tagesausflüge ab Bari funktionieren ohne Auto?
Polignano a Mare und Monopoli mit dem Regionalzug entlang der Küste, Alberobello und die Valle d'Itria mit den Ferrovie del Sud Est, Matera in der Basilikata mit den Ferrovie Appulo Lucane in rund eineinhalb Stunden, Trani mit der Kathedrale am Hafen ebenfalls per Zug. Prüfe vorher die Fahrpläne: Auf den Regionalstrecken der FSE und FAL sind die Takte dünn, sonntags besonders.
Braucht man in Bari ein Auto?
In der Stadt nicht, im Gegenteil. Bari Vecchia ist für Ortsfremde faktisch gesperrt, Teile des Murat-Viertels sind kameraüberwachte Zona a Traffico Limitato, und jede registrierte Durchfahrt kommt später als Bußgeldbescheid. Zu Fuß ist das Zentrum in einer Viertelstunde durchquert. Ein Mietwagen lohnt erst für die Valle d'Itria, den Gargano und die Masserien im Hinterland.

Entdecken

Sehenswürdigkeiten in Bari – San Nicola & Castello Gassen von Bari Vecchia zwischen zwei Häfen

Bari Vecchia erkundet man am besten zu Fuß und früh am Tag: Basilica di San Nicola und Castello Svevo liegen wenige Gassen auseinander, das Teatro Petruzzelli lohnt eine Führung – vorab buchen.

Übernachten

Hotels in Bari – Murat-Viertel & Lungomare Liberty-Fassaden, kurze Wege ans Meer

Im Quartiere Murat wohnt man zentral zwischen Bahnhof, Shopping-Achse und Altstadt; Madonnella und das Lungomare sind ruhiger und näher am Meer, Bari Vecchia ist atmosphärisch, aber laut.

Genießen

Restaurants in Bari – Orecchiette & roher Fisch Holzofen-Focaccia und Fang vom alten Hafen

Bari isst bodenständig: Orecchiette aus der Strada Arco Basso, Focaccia barese aus dem Holzofen und roher Fisch direkt am alten Hafen. Abends sitzt man an der Piazza Mercantile.

Erleben

Aktivitäten & Touren in Bari – Hafen & Altstadt Orecchiette-Kurse und Spaziergänge am Wasser

Streifzüge durch Bari Vecchia, ein Bummel am Lungomare Nazario Sauro und Bootstouren ab dem Fischerhafen prägen den Tag; Orecchiette-Kurse bei den Pastafrauen sind beliebt – früh reservieren.

BariZwischen zwei Häfen liegt ein Gassenlabyrinth, in dem Frauen vor ihren Haustüren Orecchiette drehen, während am Porto Nuovo hinter der Altstadt die Nachtfähre nach Griechenland ablegt.

Der Reisebrief

Ein Ziel, ein Preisfund, ein Plan — mehr nicht.

Einmal im Monat: wohin es sich gerade lohnt — mit geprüftem Preis und fertigem Plan.

Kostenlos & jederzeit abbestellbar — Anmeldung mit Bestätigungs-Mail.

Reise buchen

Deine Bari-Reise buchen

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Hotels

Vom Boutique-Hotel in der Altstadt bis zum Landhaus im Grünen.

Touren & Tickets

Museen, Wahrzeichen und Weinproben — Tickets und geführte Touren, oft ohne Anstehen.

Anzeige · Buchung über Partner. Preise & Verfügbarkeit beim Anbieter. Warum wir empfehlen, was wir empfehlen

Keine Lust zu suchen? Sag uns Budget und Reisezeit — wir stellen dir Bari zusammen.

Persönliches Angebot anfragen →
Reiseplaner

Deine perfekte Reise – in Minuten geplant.

Sag uns, wohin und wie lange – der travelperfect Reiseplaner stellt dir Route, Highlights und Programm passend zusammen.

Reise planen
  • KI-Copilot
  • Route
  • Highlights
  • Crew
  • Budget
Reise buchen