Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Genua
Fast alles, was du in Genua sehen willst, liegt in einem Dreieck aus Altstadt, Hafenfront und Hügelkante – zu Fuß in einem langen Tag zu schaffen, wenn du dich nicht verläufst.
Die kürzeste Einführung in die Stadt ist der Weg von der Piazza De Ferrari zur Kathedrale. Am Rand des großen Platzes mit dem Bronzebrunnen steht der Palazzo Ducale, jahrhundertelang Sitz der Dogen der Seerepublik und heute ein Ausstellungshaus mit wechselnden großen Schauen, zwei Innenhöfen und der Torre Grimaldina, in deren Zellen einst Gefangene saßen. Ein paar Gassenbiegungen weiter öffnet sich die Piazza San Lorenzo vor der Cattedrale di San Lorenzo, deren Fassade aus schwarz-weißem Streifenmarmor von zwei steinernen Löwen bewacht wird. Im rechten Seitenschiff steckt bis heute eine britische Schiffsgranate, die im Februar 1941 durch das Dach schlug und nicht detonierte. Unter der Kirche zeigt das von Franco Albini eingerichtete Museo del Tesoro den Sacro Catino, eine grüne Glasschale, die man jahrhundertelang für den Heiligen Gral hielt.
Die zweite Achse ist die Via Garibaldi, wenige Minuten nördlich. Die Straße wurde ab Mitte des 16. Jahrhunderts als Strada Nuova angelegt, damit die reichsten Familien der Republik ihre Paläste nebeneinander bauen konnten, und ist bis heute ein Straßenzug fast ohne Lücke im Rang. Drei der Häuser gehören der Stadt und sind als Musei di Strada Nuova mit einem Ticket zugänglich: Palazzo Rosso und Palazzo Bianco mit Gemälden von van Dyck, Rubens und Caravaggio-Nachfolgern, dazu Palazzo Doria-Tursi, das heutige Rathaus, in dem Paganinis Geige il Cannone von 1743 in einer Vitrine liegt. Eine Straße weiter westlich, an der Via Balbi, ergänzt der Palazzo Reale das Bild als vollständig erhaltenes Palastmuseum mit Spiegelgalerie und einem Hängegarten über der Hafenfront.
Am Wasser übernimmt der Porto Antico. Renzo Piano, in Genua geboren, hat den alten Hafen ab 1992 vom Speicherareal zum Stadtquartier umgebaut; seither liegen hier das Acquario di Genova, das größte Aquarium Italiens, der Panoramalift Bigo mit seiner drehenden Kanzel und die gläserne Biosfera dicht beieinander. Gleich nebenan an der Darsena erzählt das Galata Museo del Mare die Seefahrtsgeschichte der Republik über mehrere Etagen, mit einer begehbaren Galeere im Erdgeschoss und dem U-Boot Nazario Sauro im Wasser davor. Wer die Hafenlinie weiter nach Westen läuft, erreicht die Lanterna, den 1543 errichteten Leuchtturm der Stadt, der bis heute in Betrieb ist und eine Aussichtsterrasse samt kleinem Museum hat.
Bleibt die dritte Ebene, die man von unten leicht übersieht: die Hügel. Von der Piazza Portello bringt dich ein Jugendstil-Aufzug in weniger als einer Minute hinauf zur Spianata Castelletto, einer Terrasse, von der aus Altstadtdächer, Hafenbecken und Lanterna in einem einzigen Blick liegen. Südlich davon erhebt sich auf einem eigenen Hügel die Basilica di Santa Maria Assunta in Carignano nach Plänen von Galeazzo Alessi, eine Renaissance-Kuppelkirche mit weiten Ausblicken und ohne Eintrittsgeld. Und ganz im Osten der Stadt, in Nervi, führt die Passeggiata Anita Garibaldi rund zwei Kilometer an der Steilküste entlang – ebenerdig, frei zugänglich und zu jeder Jahreszeit offen.









































