Orecchiette drehen sieht leicht aus – bis man es selbst versucht. In kleinen Kochkursen in und um Bari Vecchia zeigen barische Köchinnen und Köche, wie aus Hartweizengrieß und Wasser die „Öhrchen“ entstehen, die in der Strada Arco Basso vor den Haustüren trocknen. Der Kurs beginnt meist mit dem Teig: Hartweizengrieß und Wasser werden zu einem festen Teig verknetet, ausgerollt und in kleine Stücke geschnitten. Dann kommt die eigentliche Kunst – mit einem Messer wird jedes Stück über die Arbeitsfläche gezogen und über den Daumen gestülpt, bis die charakteristische Öhrchen-Form entsteht. Die Handbewegung wirkt simpel, braucht aber Übung; die erfahrenen pastaie der Stadt drehen sie blind und in Sekunden. Anschließend wird die eigene Pasta klassisch zubereitet – meist mit Cime di Rapa, den leicht bitteren Stängelkohl-Spitzen, oder mit Tomatensugo. Das gemeinsame Essen ist der Höhepunkt: Man sitzt zusammen, oft bei einem Glas apulischem Wein, und hört Geschichten aus der Nachbarschaft, während die selbst gedrehte Pasta auf den Teller kommt. Ein Mitbringsel fürs Leben: Die Handbewegung bleibt. Wer einmal verstanden hat, wie Orecchiette entstehen, kann sie zu Hause nachmachen – und bringt zugleich ein Stück barischer Alltagskultur mit, die in der Strada Arco Basso bis heute auf der Straße stattfindet. Kurse finden in kleinen Gruppen statt; Dauer, Treffpunkt und Sprache hängen vom jeweiligen Anbieter ab.
In kleinen Gruppen zeigen barische Köchinnen und Köche, wie aus Hartweizengrieß und Wasser zuerst ein fester Teig und dann die charakteristischen Orecchiette entstehen. Mit einem Messer wird jedes Teigstück über die Arbeitsfläche gezogen und über den Daumen gestülpt, bis die Öhrchen-Form entsteht. Anschließend wird die selbst gedrehte Pasta klassisch zubereitet – meist mit Cime di Rapa oder Tomatensugo – und gemeinsam gegessen, oft bei einem Glas apulischem Wein und Geschichten aus der Nachbarschaft.
