Land · Europa

Irland

Wo grüne Weiden an schwarzen Klippen enden, der Atlantik gegen die Steilküste donnert und abends aus jedem Pub Livemusik dringt.

Über Irland

Urlaub in Irland

Irland ist die grüne Insel im Nordatlantik, ein Land aus sattem Weideland, zerklüfteter Küste und einer Musik, die abends aus jedem Pub dringt. Die Republik nimmt den größten Teil der Insel ein, nur der Nordosten gehört als Nordirland zum Vereinigten Königreich. Vom lebhaften Dublin im Osten zieht sich das Land über die sanften Hügel der Mitte bis an die wilde Westküste, wo der Wild Atlantic Way die Cliffs of Moher, den Ring of Kerry und die Halbinseln von Kerry und Connemara zu einer der großen Küstenrouten Europas verbindet. Gereist wird hier meist mit dem Mietwagen, auf schmalen Straßen zwischen Steinmauern und Hecken und mit Geduld für den Linksverkehr. Das Wetter macht, was es will, und wechselt oft mehrmals am Tag. Dank des Golfstroms bleibt es mild, doch Regen gehört in jedem Monat dazu. Belohnt wird das mit einem tiefen Grün, das es nur bei so viel Regen gibt, mit herzlichen Gesprächen an der Bar und mit einer Landschaft, die der Atlantik geformt hat.

Irland – Karte
Reiseführer

Irland von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Kein anderes Reiseland Europas ist so grün und so eng mit seinem Wetter verwoben wie Irland. Der viele Regen macht die Weiden satt, der Atlantik formt die Küste, und abends spielt in den Pubs die Musik. Dieser Reiseführer sortiert die Insel nach dem, was du wirklich planst, von den Regionen und Sehenswürdigkeiten über die Städte und die passende Rundreise bis zu Essen, Anreise und der besten Reisezeit.

Regionen & Landschaften

Wohin in Irland — vom Wild Atlantic Way bis Dublin

Die erste Weiche stellst du zwischen dem lebhaften Osten um Dublin und der wilden Westküste am Atlantik, dazwischen liegen grüne Mitte, alte Klöster und weite Moore.

Im Osten liegt Dublin, die Hauptstadt und für die meisten der Start. Rund um die Stadt beginnt schon die Landschaft. Südlich erheben sich die Wicklow Mountains, wegen ihrer Gärten und der Klosterruine von Glendalough gern der Garten Irlands genannt. Nördlich, im Tal des Boyne, steht mit Newgrange ein steinzeitliches Ganggrab, das älter ist als die Pyramiden. Der Osten ist grün, sanft und gut erschlossen, ein passender Auftakt, bevor es nach Westen wilder wird.

Der Südwesten um die Grafschaften Cork und Kerry ist das klassische Irland der Reisekataloge. Cork, die zweite Stadt des Landes, lebt von ihrem Markt und der nahen Hafenstadt Cobh, dem letzten Halt der Titanic. Weiter westlich beginnt die Bergwelt von Kerry mit dem Nationalpark von Killarney, dem Ring of Kerry und der Halbinsel Dingle, deren Küstenstraße Slea Head Drive weit hinaus auf den Atlantik blickt. Hier reihen sich Seen, Pässe und Fischerorte dicht aneinander.

Die Westküste zwischen Clare und Galway trägt die bekanntesten Bilder des Landes. In Clare stürzen die Cliffs of Moher in den Atlantik, gleich daneben breitet sich die graue Karstlandschaft des Burren aus. Galway ist die lebendige Studenten- und Musikstadt des Westens und das Tor nach Connemara, einer Region aus Mooren, Bergen und dem Schloss Kylemore Abbey. Vor der Küste liegen die kargen Aran-Inseln, auf denen im Alltag noch Irisch gesprochen wird.

Weiter nördlich wird das Land einsamer. Die Grafschaft Donegal im äußersten Nordwesten setzt mit den Klippen von Slieve League noch eins auf die Cliffs of Moher drauf, und dazwischen ziehen sich stille Moore, Seen und der lange Fluss Shannon durch die Mitte. Eines solltest du wissen, denn der Nordosten der Insel gehört als Nordirland zum Vereinigten Königreich, wo das Pfund gilt und eigene Regeln herrschen, auch wenn die Grenze im Alltag offen ist.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Irland

Die Cliffs of Moher führen jede Liste an, doch dahinter warten Panoramastraßen, alte Klöster und steinzeitliche Gräber, die Irland weit über seine Küste hinaus erzählen.

Ganz oben steht das Wahrzeichen des Landes, die Cliffs of Moher in der Grafschaft Clare. Über rund acht Kilometer fällt die Steilküste bis zu 214 Meter senkrecht in den Atlantik, gekrönt vom kleinen O'Brien's Tower. Gleich nebenan liegt der Burren, eine graue Mondlandschaft aus nacktem Kalkstein, in deren Felsritzen im Frühsommer seltene Blumen blühen und in der frühchristliche Steingräber und Ringforts verstreut liegen.

Ein zweites großes Thema sind die Panoramastraßen des Südwestens. Der Ring of Kerry umrundet auf gut 180 Kilometern die Halbinsel Iveragh mit den Seen von Killarney, dem Pass Moll's Gap und Blicken bis zu den Skellig-Inseln. Fast noch schöner und viel enger ist der Slea Head Drive auf der Halbinsel Dingle. Wer weiter nördlich fährt, nimmt den Wild Atlantic Way, die durchgehende Küstenroute, die all diese Ziele zu einer Linie verbindet.

Irlands Geschichte reicht tief zurück, und das siehst du an seinen Steinen. Im Boyne-Tal öffnet sich mit Newgrange ein Ganggrab, dessen Kammer sich zur Wintersonnenwende mit Licht füllt und das älter ist als Stonehenge. In den Wicklow Mountains stehen der Rundturm und die Kirchen von Glendalough, auf einem Felsen in Tipperary die Kathedrale und Kapelle des Rock of Cashel. In Dublin bewahrt das Trinity College das kunstvoll bemalte Book of Kells.

Dazu kommen Burgen, Inseln und Klöster. Das neugotische Kylemore Abbey spiegelt sich in einem See in Connemara, auf Schloss Blarney bei Cork küssen Besucher den Stein der Redekunst, und vor Galway liegen die Aran-Inseln mit dem Steinfort Dún Aonghasa hoch über der Brandung. Noch höher als die Cliffs of Moher ragen die Klippen von Slieve League in Donegal auf. Das berühmte Basaltpflaster des Giant's Causeway liegt dagegen jenseits der Grenze im britischen Nordirland.

Städte & Kultur

Irlands Städte von Dublin bis Galway

Irlands Städte sind überschaubar und lassen sich zu Fuß erkunden, die meisten Reisen beginnen in Dublin, doch Galway, Cork und Kilkenny lohnen jeweils einen eigenen Stopp.

Dublin ist mit Abstand die größte Stadt und für die meisten das Tor zur Insel. Am Trinity College liegt das mittelalterliche Book of Kells, in der Guinness-Brauerei führt das Storehouse hinauf zur Rooftop-Bar, und im Viertel Temple Bar spielt abends Livemusik. Dublin ist zugleich eine Literaturstadt, in der James Joyce und Oscar Wilde ihre Spuren hinterließen und in der sich zwischen georgianischen Häuserzeilen und dem Fluss Liffey erstaunlich viel zu Fuß erledigen lässt.

Galway an der Westküste gilt vielen als die sympathischste Stadt des Landes. Das kleine Zentrum aus bunten Fassaden, engen Gassen und Pubs ist voller Straßenmusik, und von hier startest du nach Connemara und zu den Aran-Inseln. Galway ist außerdem eine Feinschmeckerstadt mit einem berühmten Austernfest im Herbst. Wegen der lebendigen Szene aus Studenten, Musikern und Künstlern trägt die Stadt oft den Beinamen einer heimlichen Kulturhauptstadt Irlands.

Auch die kleineren Städte lohnen den Halt. Cork im Süden ist stolz auf seinen überdachten English Market und das nahe Cobh, von dem einst Auswanderer und die Titanic ablegten. Kilkenny im Landesinneren bewahrt eine gut erhaltene mittelalterliche Altstadt rund um seine Burg und die schmalen Gassen der Slips. Limerick am Fluss Shannon rundet mit dem King John's Castle das Bild, und von allen dreien sind die großen Landschaften des Westens rasch erreicht.

Was alle irischen Städte verbindet, ist das Leben im Pub. Der Pub ist hier Wohnzimmer, Konzertsaal und Wirtshaus in einem, und an vielen Abenden setzen sich Musiker einfach zu einer offenen Trad-Session zusammen. Dazu kommt ein dichter Kalender an Festivals, vom Literaturfestival bis zu den Feiern rund um den St. Patrick's Day im März. Weil die Innenstädte klein und lebendig sind, verbindest du Sightseeing am Tag und Musik am Abend fast ohne Wege.

Rundreise & Routen

Irland-Rundreise über den Wild Atlantic Way

Die klassische Runde verbindet Dublin mit dem wilden Westen, und das Rückgrat jeder Selbstfahrertour ist der Wild Atlantic Way entlang der ganzen Atlantikküste.

Das Rückgrat fast jeder Irland-Rundreise ist der Wild Atlantic Way. Auf rund 2.500 Kilometern folgt die ausgeschilderte Route der gesamten Westküste, vom Fischerort Kinsale südlich von Cork bis hinauf nach Malin Head an der Nordspitze von Donegal. Sie fädelt die Cliffs of Moher, die Halbinseln von Kerry, Connemara und die Klippen von Slieve League zu einer einzigen Linie. Kaum jemand fährt sie am Stück, die meisten picken sich einen Abschnitt heraus.

Die beliebteste erste Runde beginnt in Dublin und schwingt im Uhrzeigersinn durch den Süden und Westen. Über Kilkenny oder Cork geht es nach Kerry mit dem Ring of Kerry und der Halbinsel Dingle, weiter zu den Cliffs of Moher und dem Burren, nach Galway und ins raue Connemara, bevor die Route über die grüne Mitte zurück nach Dublin führt. Für diese Schleife solltest du sieben bis zehn Tage einplanen, mehr Zeit ist besser.

Beim Fahren gelten in Irland eigene Regeln. Es herrscht Linksverkehr, und die Landstraßen im Westen sind oft nur einspurig, von Steinmauern und Hecken gesäumt und für zwei Autos zu schmal. Rechne deshalb nicht nach Kilometern, sondern nach Stunden, denn das Tempo bleibt niedrig. Ein Mietwagen ist für diese Route dennoch das Mittel der Wahl, weil Bus und Bahn die abgelegenen Küstenabschnitte kaum erschließen. Plane lieber kürzere Etappen mit festen Standorten ein.

Wer mehr Zeit hat, hängt an den Norden noch eine Schleife über die Grenze. In Nordirland, das zum Vereinigten Königreich gehört, führt die Causeway Coast zum Basaltpflaster des Giant's Causeway, und Belfast erzählt im Titanic-Museum von der Schiffbaugeschichte der Stadt. Die Grenze überquerst du im Alltag ohne Kontrolle, doch jenseits davon zahlst du mit dem britischen Pfund statt mit Euro. So wird aus der Runde eine Reise über die ganze Insel.

Essen & Trinken

Essen und Trinken in Irland

Irlands Küche ist deftig und ehrlich, von Eintopf und Sodabrot über Meeresfrüchte an der Küste bis zum Guinness und dem Whiskey am Abend.

Irlands Küche kommt vom Land und ist bodenständig. Das bekannteste Gericht ist der Irish Stew, ein schlichter Eintopf aus Lamm oder Hammel mit Kartoffeln und Zwiebeln. Dazu gehören Bacon and Cabbage, also Speck mit Kohl, und die vielen Kartoffelgerichte wie Colcannon und Boxty. Gebacken wird das dichte Sodabrot, das ohne Hefe auskommt. Und der Tag beginnt gern mit einem Full Irish Breakfast aus Ei, Speck, Würstchen sowie schwarzem und weißem Pudding.

An der Küste dreht sich alles um das Meer. In den Buchten des Westens wachsen Austern und Muscheln, in Galway werden sie im Herbst mit einem eigenen Festival gefeiert. Dazu kommen frischer Lachs, Räucherfisch und die sämige Fischsuppe Seafood Chowder, die es in fast jedem Pub an der Küste gibt. In den letzten Jahren hat sich zudem eine Szene kleiner Höfe und Käsereien entwickelt, deren Farmhouse-Käse auf immer mehr Speisekarten steht.

Zum Trinken führt in Irland kein Weg am Pub vorbei. Das dunkle Guinness mit seiner cremigen Haube ist längst ein Wahrzeichen, dazu kommen andere Stouts und eine wachsende Craft-Bier-Szene. Irland ist außerdem ein altes Whiskey-Land, dessen Brennereien du von Dublin bis Cork besuchen kannst, und der Irish Coffee verbindet beides mit Sahne und Zucker. Der Pub ist dabei mehr als eine Kneipe, denn oft spielt am Abend eine Gruppe Musiker eine offene Trad-Session.

Im Alltag isst man unkompliziert. Mittags gibt es Suppe mit braunem Brot oder ein Sandwich, abends wird aus vielen Pubs eine Gastroküche, die von Fish and Chips bis zu regionalen Zutaten reicht. Und über allem steht der Tee, den die Iren in großen Mengen und meist mit Milch trinken. Wer selbst versorgt reist, findet in den Supermärkten der großen Ketten alles Nötige und drückt so die Kosten fürs Essen spürbar.

Mit Kindern

Irland mit Kindern entdecken

Kurze Wege, viele Tiere und Sagen an jeder Ecke machen Irland zu einem entspannten Ziel für Familien, solange du dich auf das wechselhafte Wetter einstellst.

Irland macht es Familien leicht, denn die Entfernungen sind kürzer als in vielen anderen Reiseländern und die Menschen gelten als ausgesprochen kinderfreundlich. Dazu kommt eine Landschaft voller Burgen, Ringforts und Sagen von Feen und Kobolden, die Kinder von selbst in Geschichten hineinzieht. Wer die Fahrten in kurze Etappen teilt und feste Standorte wählt, von denen aus die Familie sternförmig unterwegs ist, reist am entspanntesten über die Insel.

An festen Zielen mangelt es nicht. Im Nationalpark von Killarney ziehen dich Pferdekutschen durch den Wald zu Wasserfällen und Hirschen, bei Cork zeigt der Fota Wildlife Park Tiere in weiten Gehegen, und der Dubliner Zoo im Phoenix Park ist ein Klassiker. Burgen wie Blarney und der Bunratty Castle and Folk Park mit seinem historischen Dorf machen Geschichte anfassbar. Von Dingle aus fahren Boote hinaus aufs Meer, und an vielen Stränden lässt sich im Sand spielen und ein Drachen steigen.

Praktisch reist es sich mit Kindern am besten im eigenen Ferienhaus mit Küche. Das nimmt den Restaurantpreisen den Schrecken, und vertraute Gerichte wie Kartoffeln, Brot und Fisch essen die meisten Kinder ohne Diskussion. Denk beim Mietwagen an Kindersitze und rechne mit Linksverkehr auf schmalen Straßen. Vor allem aber gehört wetterfeste Kleidung in Schichten ins Gepäck, denn baden ist im kühlen Atlantik höchstens ein kurzer Spaß, und die Strände sind eher zum Bauen und Toben da als zum Schwimmen.

Für die verlässlichen Regentage lohnt ein Plan B. In Dublin erzählt das interaktive Auswanderer-Museum EPIC lebendig von der irischen Geschichte, an der Küste gibt es Aquarien wie in Galway, und viele Besucherzentren an den großen Sehenswürdigkeiten sind überdacht. So wird aus einem grauen Nachmittag kein verlorener Tag, und die Kinder bleiben bei Laune, während draußen der nächste Schauer durchzieht.

Anreise & Planung

Irland-Reise planen von Anreise bis Mietwagen

Zwischen dem kurzen Flug nach Dublin, dem Mietwagen für die Küste und dem wechselhaften Wetter entscheidet vor allem eine ruhige Planung über den Verlauf der Reise.

Die Anreise ist kurz. Von vielen deutschen Flughäfen erreichst du Dublin in gut zwei Flugstunden, dazu werden Cork und Shannon im Westen sowie die kleineren Flughäfen Knock und Kerry angeflogen. Wer den eigenen Wagen mitnehmen möchte, nimmt die Fähre, entweder direkt aus Nordfrankreich an die irische Südküste oder über Großbritannien mit der kurzen Überfahrt von Wales nach Dublin. Für die meisten Reisen ist der Flug nach Dublin aber der einfachste Start.

Vor Ort hängt die Wahl des Verkehrsmittels vom Ziel ab. Für den Wild Atlantic Way, den Ring of Kerry und die abgelegenen Halbinseln ist ein Mietwagen fast Pflicht, weil Bus und Bahn die Küste kaum erschließen. Denk an den Linksverkehr, an schmale Landstraßen und an die schrankenlose Maut auf der Umgehung M50 rund um Dublin, die du online nachzahlst. Zwischen den großen Städten fahren dagegen Züge und Fernbusse zuverlässig, und in Dublin selbst brauchst du gar kein Auto.

Bei den Formalitäten bleibt Irland unkompliziert. Als EU-Land verlangt es von deutschen Reisenden kein Visum, der Personalausweis genügt zur Einreise. Bezahlt wird in der Republik mit Euro, während im britischen Nordirland das Pfund gilt. Amtssprachen sind Englisch und Irisch, das vor allem im Westen in den Gaeltacht-Gebieten noch gesprochen und auf allen Schildern mitgeführt wird. Das Leitungswasser ist unbedenklich, und gezahlt wird fast überall bequem mit Karte.

Bleiben Budget und Zeitpunkt. Günstig ist Irland nicht, vor allem Unterkünfte und das Essen im Restaurant schlagen zu Buche, und wer im Ferienhaus selbst kocht, senkt die Kosten spürbar. Die hellste und trockenste Zeit liegt zwischen Mai und September, weshalb du beliebte Unterkünfte für den Sommer früh buchst. Und weil das Wetter das ganze Jahr über wechselt, gehört wind- und regenfeste Kleidung in mehreren Schichten in jedem Monat ins Gepäck. Zu Gesundheitsfragen berät dich am besten deine Hausarztpraxis.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Beste Reisezeit & Klima

Beste Reisezeit für Irland im Jahreslauf

Irland ist ganzjährig mild und wechselhaft, die beste Reisezeit richtet sich weniger nach Wärme als danach, dass die Tage lang und die Schauer seltener sind.

Irlands Wetter ist berüchtigt wechselhaft, und der Spruch von den vier Jahreszeiten an einem Tag passt gut. Dank des Golfstroms bleibt das Klima das ganze Jahr über mild, Fröste sind selten und Schnee an der Küste die Ausnahme, und im Sommer klettert das Thermometer meist nur auf 15 bis 20 Grad. Dafür gehört Regen in jeden Monat, im Westen fällt er häufiger als im Osten. Wichtiger als die Temperatur ist deshalb das Licht, denn im Juni bleibt es bis gegen 22 Uhr hell, während die Tage im Dezember kurz sind. Eine Mitternachtssonne wie im hohen Norden gibt es aber nicht. Die folgenden Werte gelten für Dublin im Osten, der Westen ist ähnlich mild, aber nasser.

Jan8°3°mild, nass, kurze Tage
Feb8°3°kühl und wechselhaft
Mär10°4°erste hellere Tage, oft windig
Apr12°5°Frühling mit wechselnden Schauern
Mai15°7°hell und oft trockenster Monat
Jun18°10°lange, helle Abende
Jul20°12°wärmster Monat, Hauptsaison
Aug19°12°warm, belebte Küste
Sep17°10°mild, ruhiger, gutes Licht
Okt14°7°Herbst mit mehr Regen
Nov10°5°grau und feucht
Dez8°4°mild, nass, kürzeste Tage

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Irland liegt zwischen Mai und September, wenn die Tage lang und hell sind und die Schauer etwas seltener werden. Mai und Juni gelten oft als die trockensten und sonnigsten Monate, Juli und August sind am wärmsten und zugleich am belebtesten, und der September ist mit mildem Licht und weniger Andrang ein ruhiger Ausklang. Einen verlässlich warmen oder trockenen Sommer garantiert aber kein Monat, und richtig baden lässt sich im kühlen Atlantik kaum. Die Reisezeit wählst du in Irland nach Licht und Regen, nicht nach Hitze.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Irland

Wann ist die beste Reisezeit für Irland?
Am hellsten und trockensten ist es von Mai bis September, mit den langen Abenden im Juni und der Hauptsaison im Juli und August. Mai und Juni sind oft die sonnigsten Monate. Richtig warm wird es nie, und Regen kann in jedem Monat fallen.
Braucht man in Irland einen Mietwagen?
Für den Wild Atlantic Way, den Ring of Kerry und die Halbinseln des Westens ist ein Mietwagen fast Pflicht, weil Bus und Bahn dort kaum hinkommen. Für eine reine Städtereise nach Dublin oder die Verbindung zwischen den großen Städten brauchst du dagegen kein Auto.
Wie viele Tage sollte man für eine Irland-Rundreise einplanen?
Für die klassische Runde von Dublin über Kerry und die Cliffs of Moher nach Galway und zurück solltest du sieben bis zehn Tage einplanen. Wer den Norden mit Donegal oder einen Abstecher nach Nordirland ergänzt, nimmt sich besser zwei Wochen Zeit.
Regnet es in Irland wirklich so viel?
Ja, Regen gehört zu Irland und kann das ganze Jahr über fallen, im Westen häufiger als im Osten. Oft sind die Schauer aber kurz und ziehen rasch durch. Genau dieser viele Regen ist der Grund für das satte Grün, das der Insel ihren Ruf verschafft hat.
Wie kommt man nach Irland?
Am schnellsten per Flug nach Dublin, Cork oder Shannon, aus Deutschland in gut zwei Stunden. Wer den eigenen Wagen mitnehmen will, nimmt die Fähre aus Nordfrankreich an die Südküste oder über Großbritannien die kurze Überfahrt nach Dublin.
Braucht man für Irland Euro oder Pfund?
In der Republik Irland zahlst du mit Euro. Nur im britischen Nordirland im Nordosten der Insel gilt das Pfund. Wer eine Rundreise über die Grenze plant, sollte deshalb beide Währungen im Blick haben, auch wenn fast überall die Kartenzahlung funktioniert.
Braucht man als Deutscher ein Visum für Irland?
Nein. Irland ist EU-Mitglied, deutsche Staatsbürger brauchen kein Visum, und für die Einreise genügt der Personalausweis. Bezahlt wird in der Republik mit Euro. Anders als die meisten EU-Länder gehört Irland allerdings nicht zum Schengenraum.
Was sollte man in Irland essen?
Typisch sind der Eintopf Irish Stew, Speck mit Kohl und das dichte Sodabrot, dazu an der Küste Austern, Muscheln und die Fischsuppe Seafood Chowder. Zum Trinken gehören ein Guinness und ein Irish Whiskey aus einer der alten Brennereien.
Ist Irland ein gutes Reiseziel mit Kindern?
Ja, denn die Wege sind kurz, die Menschen kinderfreundlich und Burgen, Tierparks und Sagen von Kobolden begeistern von selbst. Am entspanntesten wohnst du in einem Ferienhaus mit Küche. Baden ist im kühlen Atlantik höchstens ein kurzer Spaß, zum Sandburgenbauen taugen die Strände aber gut.
Welche Route ist die schönste in Irland?
Das Rückgrat ist der Wild Atlantic Way, die ausgeschilderte Küstenroute von Cork bis Donegal. Ihre bekanntesten Abschnitte sind der Ring of Kerry, die Halbinsel Dingle und die Cliffs of Moher. Die meisten fahren nicht die ganze Strecke, sondern picken sich einige Etappen heraus.
Kann man in Irland Nordirland mit besuchen?
Ja, das lässt sich gut verbinden. Nordirland gehört zwar zum Vereinigten Königreich, doch die Grenze überquerst du im Alltag ohne Kontrolle. Dort locken die Causeway Coast mit dem Giant's Causeway und die Stadt Belfast, bezahlt wird jenseits der Grenze allerdings mit dem Pfund.
Wann sieht man in Irland die langen hellen Abende?
Rund um die Sommersonnenwende im Juni bleibt es bis gegen 22 Uhr hell, und der Morgen wird schon vor fünf Uhr wieder licht. Eine echte Mitternachtssonne wie im hohen Norden gibt es aber nicht, und im Dezember sind die Tage entsprechend kurz.
IrlandWo grüne Weiden an schwarzen Klippen enden, der Atlantik gegen die Steilküste donnert und abends aus jedem Pub Livemusik dringt.
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