„Brot und Tomate“ – schon der Name des Stadtstrands Pane e Pomodoro erzählt vom einfachen Strandglück der Baresi, die hier seit jeher ihre Sommertage verbringen. Der Name spielt auf die bescheidene Verpflegung an, die man früher zum Strand mitbrachte: ein Stück Brot, eine Tomate, vielleicht etwas Öl und Salz. Bis heute ist der Strand genau das geblieben – ein demokratischer, unprätentiöser Ort, an dem sich die ganze Stadt trifft.
Der Sandstrand mit flach abfallendem Wasser beginnt nur wenige Geh- oder Radminuten südöstlich des Zentrums, am Ende des Lungomare. Er ist frei zugänglich, sodass kein Strandbad und keine Liegengebühr nötig sind – einer der wenigen freien Sandstrände direkt an einer süditalienischen Großstadt. Im Sommer füllen Familien, Studenten und Sonnenanbeter jeden Meter; gerade dieses dichte, fröhliche Gewimmel macht den Charakter aus.
Die Lage ist unschlagbar praktisch: Vom Strand blickt man auf die Silhouette der Stadt und die Adria, und nach dem Bad ist man in Minuten zurück in der Altstadt. Wer mehr Idylle und klareres Wasser sucht, fährt mit Rad oder Zug weiter zu den Buchten und Felsküsten bei Torre a Mare. Wer aber das echte, alltägliche Bari erleben will, bleibt genau hier.
Der Besuch kostet nichts; lediglich für Liegen oder Schirme in einzelnen bewirtschafteten Abschnitten können Gebühren anfallen. Am angenehmsten ist der Strand außerhalb der Mittagshitze und außerhalb der Hochsaison-Wochenenden, wenn es voll wird. Und zum vollständigen Erlebnis gehört, danach eine warme Focaccia zu holen – ganz im Sinne des Namens, der das einfache Glück schon im Titel trägt.