Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Lombardei
Auf den Dachterrassen des Mailänder Doms stehst du zwischen 135 Marmorfialen, und an klaren Tagen zeichnen sich hinter der Skyline die Alpen ab.
Der Mailänder Dom ist die größte Kirche Italiens, und du solltest ihn zweimal ansehen: einmal von der Piazza, wenn die Marmorfassade im Nachmittagslicht steht, und einmal von oben – über Treppe oder Aufzug erreichst du die Dachterrassen und läufst zwischen Fialen und Strebebögen direkt unter der goldenen Madonnina. Kauf das Ticket vorab online mit Zeitfenster, die Schlange am Schalter frisst sonst schnell eine Stunde. Für Leonardos Abendmahl in Santa Maria delle Grazie gilt das doppelt: Eingelassen werden nur Kleingruppen für 15 Minuten, die Kontingente sind in der Saison Wochen im Voraus vergeben – buche, sobald dein Reisetermin steht.
Am Comer See sind die Villen die eigentlichen Hauptdarsteller. Die Villa del Balbianello bei Lenno kennst du vielleicht aus James-Bond- und Star-Wars-Szenen: Sie steht auf einer bewaldeten Landzunge, ihre Gärten fallen in Terrassen zum Wasser ab, und am schönsten kommst du per Boot an. In Tremezzo öffnet die Villa Carlotta ihren botanischen Garten – Ende April, wenn Azaleen und Rhododendren blühen, ist er am eindrucksvollsten. Gegenüber in Varenna gehören die Ufergärten der Villa Monastero zu den besten Spazierwegen des Sees, mit Blick über die ganze Seegabelung.
Bergamos Città Alta ist die kompletteste Altstadt der Region: venezianische Stadtmauern, seit 2017 UNESCO-Welterbe, die Piazza Vecchia mit dem Contarini-Brunnen und der Marmorprunk der Cappella Colleoni gleich dahinter. In Brescia stehen mit dem römischen Capitolium und dem Klosterkomplex Santa Giulia gleich zwei Welterbestätten mitten im Zentrum – und werden von den meisten Reisenden links liegen gelassen. Beide Städte erreichst du mit dem Regionalzug aus Mailand in unter einer Stunde, was sie zu den dankbarsten Tagesausflügen der Region macht.
Dazu kommen die Ikonen an den Seen: die Einsiedelei Santa Caterina del Sasso, die am Ostufer des Lago Maggiore in der Felswand hängt, die Scaligerburg von Sirmione, die fast vollständig vom Gardasee umspült wird, und die Grotte di Catullo, die Reste einer römischen Villenanlage an der Spitze der Halbinsel. Im Iseosee liegt Monte Isola, die größte bewohnte Seeinsel Italiens – autofrei, von Fischerdörfern und Olivenhainen bedeckt und in zwei bis drei Stunden mit dem Rad umrundet. Jede dieser Stationen liegt maximal anderthalb Autostunden von Mailand entfernt.






























