Die Backsteinkirche Santa Maria delle Grazie ist schon für sich genommen ein Hauptwerk der lombardischen Renaissance. Donato Bramante, einer der bedeutendsten Architekten seiner Zeit, schuf die mächtige Vierungskuppel und die lichte Tribuna am Ende des Kirchenraums. Die Verbindung aus traditioneller lombardischer Backsteinbauweise und der neuen Formensprache der Renaissance macht das Bauwerk zu einem Schlüsselwerk der Architekturgeschichte. Weltruhm verdankt die Kirche jedoch nicht ihrer Architektur, sondern dem angrenzenden ehemaligen Refektorium des Dominikanerklosters, also dem früheren Speisesaal der Mönche. Dort malte Leonardo da Vinci zwischen 1495 und 1498 „Das Abendmahl“ (Cenacolo), eines der berühmtesten Gemälde der Welt. Das monumentale Wandbild zeigt den Moment, in dem Jesus seinen Jüngern den Verrat ankündigt, und gilt als Meilenstein der Renaissancemalerei in Komposition und Ausdruck. Besonders ist auch die Technik: Leonardo malte das Abendmahl nicht in der haltbaren Fresko-Technik auf feuchten Putz, sondern in einer experimentellen Methode auf die trockene Wand. Diese erlaubte ihm zwar feinere Übergänge und längeres Arbeiten, machte das Werk aber außerordentlich fragil. Schon zu Lebzeiten begann der Verfall; über Jahrhunderte folgten Schäden und zahlreiche Restaurierungen, die das Bild zu dem machen, was heute zu sehen ist. Um das empfindliche Werk zu schützen, ist der Zutritt streng reguliert. Besucher werden nur in kleinen Gruppen und im 15-Minuten-Takt eingelassen, nach einer Schleuse, die das Raumklima stabil hält. Die Zahl der täglichen Plätze ist dadurch stark begrenzt, weshalb Tickets oft Monate im Voraus ausgebucht sind. Wer das Abendmahl sehen möchte, sollte die Buchung früh und fest in die Reiseplanung einbeziehen.
Eine Backsteinkirche der lombardischen Renaissance mit Bramantes mächtiger Vierungskuppel und lichter Tribuna. Der eigentliche Anziehungspunkt liegt im angrenzenden ehemaligen Refektorium: Leonardo da Vincis monumentales Wandbild „Das Abendmahl“ aus den Jahren 1495 bis 1498. Der Zutritt zum Werk erfolgt nach einer Klimaschleuse nur in kleinen Gruppen, der Aufenthalt davor ist auf rund 15 Minuten begrenzt.
Die Kirche und das angrenzende Dominikanerkloster entstanden im späten 15. Jahrhundert. Donato Bramante prägte den Bau mit seiner Vierungskuppel und Tribuna. Zwischen 1495 und 1498 malte Leonardo da Vinci im Refektorium „Das Abendmahl“ in einer experimentellen Technik, die den Verfall schon früh einsetzen ließ. Über die Jahrhunderte folgten zahlreiche Schäden und Restaurierungen.
