Direkt hinter den venezianischen Mauern beginnt der Parco dei Colli di Bergamo, ein Schutzgebiet aus bewaldeten Hügeln, Weinbergen und alten Saumpfaden. Es ist die grüne, überraschend ländliche Seite der Stadt – kaum einen Steinwurf von der dicht bebauten Città Alta entfernt und doch eine völlig andere Welt aus Natur und stiller Kulturlandschaft. Beliebt ist die Runde, die von der Porta Sant'Alessandro über den Colle San Vigilio führt. Vom Aussichtshügel mit seiner mittelalterlichen Festung geht es hinab ins stille Tal von Astino, wo ein ehemaliges Kloster inmitten von Feldern liegt – ein ruhiger Ort, der von der landwirtschaftlichen Vergangenheit der Gegend erzählt. Der Rückweg führt durch Borgo Canale, das Geburtsviertel Gaetano Donizettis, und verbindet so Natur mit einem Stück Bergamasker Kulturgeschichte. Die Wege im Parco sind gut markiert und meist von moderater Schwierigkeit, sodass sich die Runde für die meisten Wanderer eignet. Je nach gewählter Route und Tempo ist man zwei bis vier Stunden unterwegs. Unterwegs wechseln sich Waldstücke, offene Weinberge und Ausblicke auf die Stadt und die Ebene ab – ein abwechslungsreiches Bild, das Bergamo von einer Seite zeigt, die vielen Tagesbesuchern verborgen bleibt. Für alle, die ihren Stadtaufenthalt mit etwas Bewegung in der Natur verbinden möchten, ist die Wanderung im Parco dei Colli ideal. Sie lässt sich gut mit einem Besuch des Castello di San Vigilio oder einem Essen auf dem Aussichtshügel kombinieren und braucht keine besondere Ausrüstung – nur festes Schuhwerk und etwas Zeit.
Feste Wanderschuhe





























