Die GAMeC – die Galleria d'Arte Moderna e Contemporanea – ist Bergamos Museum für moderne und zeitgenössische Kunst und das jüngere Gegenstück zur Sammlung der Alten Meister in der benachbarten Accademia Carrara. Untergebracht ist sie in einem ehemaligen Kloster, das gegenüber der Carrara liegt und behutsam für Ausstellungszwecke umgebaut wurde. Damit stehen sich auf wenigen hundert Metern zwei Häuser gegenüber, die zusammen fünf Jahrhunderte Kunstgeschichte abdecken. Der feste Sammlungsbestand der GAMeC konzentriert sich auf das 20. Jahrhundert und vereint Namen, die für die italienische und europäische Moderne stehen: Umberto Boccioni, der gebürtige Futurist, Giorgio de Chirico mit seiner metaphysischen Malerei, der stille Giorgio Morandi und der Pionier der Abstraktion Wassily Kandinsky. Diese Werke bilden den Kern, um den herum sich das Programm entfaltet. Im Mittelpunkt der GAMeC stehen jedoch die wechselnden Ausstellungen. Das Haus zeigt regelmäßig international beachtete Einzel- und Themenausstellungen zeitgenössischer Künstler und versteht sich als lebendiger Ort der Gegenwartskunst, nicht als reines Schauarchiv. Damit ergänzt es die historische Tiefe der Carrara um den Blick auf das Heute. Ein Besuch lässt sich ideal mit der Accademia Carrara verbinden: Wer beide Häuser nacheinander durchwandert, durchquert die Kunstgeschichte von der Frührenaissance bis in die unmittelbare Gegenwart – ein Doppel, das Bergamos Ruf als Kunststadt begründet. Der Eintritt ist kostenpflichtig; Öffnungszeiten und Preise hängen vom jeweiligen Ausstellungsprogramm ab und sollten vorab geprüft werden.
Ob fotografiert werden darf, hängt von der jeweiligen Ausstellung ab – nachfragen.





























