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Accademia Carrara
Eine der feinsten Gemäldesammlungen Italiens – von Mantegna und Bellini bis Raffael und Moroni.
◆ STADTVIERTEL · BERGAMO
Der Borgo Pignolo zieht sich als Renaissance-Straßenzug von der Unterstadt hinauf Richtung Mauern: Adelspaläste mit stillen Innenhöfen, Kirchen mit Altären von Lorenzo Lotto – und am oberen Ende die Accademia Carrara und die GAMeC, Bergamos großes Kunst-Doppel. Ein Viertel zum langsamen Gehen, abseits der Besucherströme.

Die Via Pignolo war im 16. Jahrhundert die Adresse der Bergamasker Kaufmanns- und Adelsfamilien: Wer es zu etwas gebracht hatte, baute hier seinen Palazzo am Weg zwischen Ebene und Oberstadt. Viele der Fassaden mit ihren Portalen und Innenhöfen stehen bis heute, und in den Kirchen des Borgo hängt Weltklasse-Malerei am Originalort – allen voran die Altartafeln von Lorenzo Lotto in San Bernardino in Pignolo und Santo Spirito, entstanden in den Jahren, als der Venezianer in Bergamo arbeitete.
Am oberen Ende des Borgo, an der Piazza Giacomo Carrara, steht das klassizistische Stammhaus der Accademia Carrara. Die Sammlung des Grafen Giacomo Carrara, 1796 der Stadt vermacht, wuchs zu einer der bedeutendsten Pinakotheken Italiens – Mantegna, Giovanni Bellini, Botticelli, Raffael und die Porträts von Giovan Battista Moroni. Gleich gegenüber bespielt die GAMeC ein ehemaliges Kloster mit moderner und zeitgenössischer Kunst.
Dazwischen bleibt der Borgo angenehm unaufgeregt: Werkstätten, kleine Bars, Studenten der nahen Akademie. Wer von den Museen weiter bergan geht, erreicht durch die Porta Sant'Agostino in wenigen Minuten die Città Alta – der schönste Übergang zwischen Bergamos zwei Welten.
01 · Highlights
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Eine der feinsten Gemäldesammlungen Italiens – von Mantegna und Bellini bis Raffael und Moroni.
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Moderne und zeitgenössische Kunst im ehemaligen Kloster direkt gegenüber der Accademia Carrara.
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Renaissance-Palazzi in geschlossener Folge – die Prachtstraße der alten Kaufmannsfamilien.
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In San Bernardino in Pignolo und Santo Spirito hängen Altartafeln von Lorenzo Lotto am Originalort – frei zugänglich.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Essen & Trinken
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Unbedingt – für viele ist sie der unterschätzteste Kunstgenuss Norditaliens. Die Sammlung reicht von Mantegna, Giovanni Bellini und Botticelli bis zu Raffael und den Porträts Giovan Battista Moronis, und die Säle sind selten überlaufen. Tickets bekommst du meist auch spontan, online buchen schadet aber nicht.
Der Venezianer Lorenzo Lotto arbeitete im frühen 16. Jahrhundert mehrere Jahre in Bergamo und hinterließ hier einige seiner besten Werke. Im Borgo Pignolo hängen seine Altartafeln in San Bernardino in Pignolo und Santo Spirito noch am Originalort – der Besuch ist frei.
Ideal als Aufstiegsroute: vom Sentierone durch die Via Pignolo zu den Museen, dann durch die Porta Sant'Agostino in die Oberstadt – so erlebst du den Übergang von der Renaissance-Straße zur mittelalterlichen Festungsstadt in einem Spaziergang von etwa einer halben Stunde.
Pignolo bleibt abends ruhig – ein paar Weinbars und Osterien mit lokalem Publikum, keine Ausgehmeile. Wer Trubel sucht, geht zum Sentierone oder hinauf in die Città Alta; wer nach dem Museumstag ein stilles Glas will, ist hier richtig.
07 · In der Nähe
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