Die Accademia Carrara ist eine der feinsten Gemäldegalerien Italiens und geht auf die private Sammlung des Grafen Giacomo Carrara zurück, der seinen Kunstbesitz 1796 der Stadt Bergamo vermachte. Aus diesem Stiftungsgedanken entstand eine öffentliche Sammlung, die über zwei Jahrhunderte gewachsen ist und heute italienische Malerei vom 15. bis ins 19. Jahrhundert in seltener Dichte und Qualität präsentiert. Die Liste der vertretenen Künstler liest sich wie ein Kompendium der italienischen Kunstgeschichte: Andrea Mantegna und Giovanni Bellini stehen für die Renaissance des Nordens, Sandro Botticelli und Raffael für Florenz und Rom. Eine besondere Rolle spielen die Maler, die mit Bergamo selbst verbunden sind – die eindringlichen Porträts Giovan Battista Moronis und die Werke Lorenzo Lottos, der lange in der Stadt arbeitete und ihre Kunstgeschichte entscheidend prägte. Auch Tizian, Carpaccio und Werke des Barock und des 18. Jahrhunderts sind vertreten. Untergebracht ist die Sammlung in einem klassizistischen Museumsgebäude am oberen Ende des Borgo Pignolo, unweit der Mauern der Città Alta. Nach einer langjährigen Renovierung wurde das Haus modern wiedereröffnet und präsentiert seine Bestände in hellen, klar gegliederten Sälen. Gegenüber liegt die GAMeC, das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, sodass sich beide Häuser zu einem Doppelbesuch verbinden lassen. Der Eintritt ist kostenpflichtig; Öffnungszeiten und Preise variieren je nach Ausstellungsprogramm und Saison. Für alle, die Bergamos Ruf als Kunststadt verstehen wollen, ist die Accademia Carrara der zentrale Ort – ein Rundgang führt durch fünf Jahrhunderte Malerei, getragen von der Großzügigkeit eines einzelnen Sammlers.
Eine chronologisch und thematisch geordnete Gemäldegalerie in hellen, modern gestalteten Sälen, die durch fünf Jahrhunderte italienischer Malerei führt. Schwerpunkte liegen auf der Renaissance und den mit Bergamo verbundenen Meistern Lotto und Moroni. Wechselausstellungen ergänzen den Bestand. Für einen aufmerksamen Rundgang sollte man ein bis zwei Stunden einplanen.
Graf Giacomo Carrara, ein Kunstkenner und Mäzen des 18. Jahrhunderts, legte mit seiner Sammlung den Grundstein und stiftete sie 1796 der Stadt. In den folgenden Jahrhunderten kamen Schenkungen und Ankäufe hinzu, die den Bestand zu einer der reichsten Privatsammlungs-Stiftungen Italiens machten. Nach umfangreicher Sanierung wurde das klassizistische Haus mit modernem Ausstellungskonzept wiedereröffnet.
