Bergamos Küche ist deftig, alpin geprägt und voller Geschichten – auf einer Food Tour probierst du sie dort, wo sie zu Hause ist. Statt einzelne Restaurants abzuklappern, führt die Tour durch die Gassen der Città Alta und verbindet die typischen Spezialitäten zu einem zusammenhängenden Bild der bergamasker Esskultur, erklärt von kundigen Begleitern. Im Mittelpunkt stehen die Klassiker der Region. Casoncelli in Salbeibutter mit Speck probiert man in einer Trattoria, dazu Käse aus den Bergamasker Tälern wie Taleggio und Branzi, deren Geschichte eng mit der Almwirtschaft verbunden ist. Eine besondere Spezialität ist Polenta e osei aus der Konditorei – eine süße, gelbe Nachbildung des herzhaften Polenta-Gerichts mit kleinen Schokoladenvögeln. Den Abschluss bildet meist eine Stracciatella an ihrem Geburtsort, der Pasticceria La Marianna, wo das Eis 1961 erfunden wurde. Die meisten Touren finden in kleinen Gruppen statt und dauern drei bis vier Stunden. Dabei geht es nicht nur ums Probieren: Die Begleiter erzählen von den Zutaten, ihrer Herkunft in den umliegenden Tälern und den Traditionen, die hinter den Gerichten stehen. So wird die Tour zugleich zu einem kleinen Streifzug durch die Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung. Für Reisende, die eine Stadt am liebsten über ihre Küche kennenlernen, ist eine Food Tour ein idealer Einstieg. Sie verbindet Essen, Spaziergang und Hintergrundwissen und führt zugleich an Orte, die man als Tagesbesucher leicht übersieht. Der beste Rat lautet schlicht: hungrig erscheinen.
Gesunder Appetit






























