Das Siegesdenkmal, italienisch Monumento alla Vittoria, steht am Siegesplatz im westlichen Teil von Bozen und gehört zu den umstrittensten Bauwerken der Stadt. Es wurde zwischen 1926 und 1928 nach Plänen des Architekten Marcello Piacentini aus Marmor errichtet und entstand in der Zeit des Faschismus. Der monumentale Triumphbogen mit seinen Säulen, die als Liktorenbündel gestaltet sind, war als sichtbares Zeichen der Italianisierung Südtirols nach dem Ersten Weltkrieg gedacht. Das Denkmal zählt zu den bedeutendsten architektonischen Zeugnissen der faschistischen Epoche in Südtirol und steht für ein bis heute schwieriges Kapitel der Geschichte. Über Jahrzehnte war es Streitpunkt zwischen der deutsch- und der italienischsprachigen Bevölkerung und immer wieder Schauplatz politischer Auseinandersetzungen. Die monumentale Formensprache und die ursprünglichen Inschriften machten es zu einem Symbol, das viele als provozierend empfanden. Seit 2014 befindet sich im Sockel des Denkmals eine frei zugängliche, mehrsprachige Dokumentationsausstellung mit dem Titel "BZ '18–'45". Sie ordnet das Bauwerk in seinen historischen Kontext ein und beleuchtet die Geschichte Bozens zwischen den beiden Weltkriegen, den Faschismus, die Option und den Nationalsozialismus. Damit ist aus einem umstrittenen Monument ein Lern- und Erinnerungsort geworden, der Besucher zur kritischen Auseinandersetzung einlädt. Für historisch Interessierte ist der Besuch eine der aufschlussreichsten Stationen in Bozen, gerade weil er die Brüche der Südtiroler Geschichte greifbar macht.
Ein monumentaler marmorner Triumphbogen mit Säulen in Form von Liktorenbündeln am Siegesplatz. Im Sockel befindet sich die frei zugängliche, mehrsprachige Dokumentationsausstellung BZ '18–'45, die das Bauwerk historisch einordnet und die Geschichte Bozens zwischen den Weltkriegen beleuchtet.
Das Denkmal wurde zwischen 1926 und 1928 nach Plänen des Architekten Marcello Piacentini in der faschistischen Zeit aus Marmor errichtet, als Zeichen der Italianisierung Südtirols. Über Jahrzehnte war es Streitpunkt zwischen den Sprachgruppen; seit 2014 ordnet die Ausstellung BZ '18–'45 im Sockel das Monument kritisch ein.
