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Brixen

Wo die Rienz in den Eisack mündet, steht seit über tausend Jahren eine Bischofsstadt, aus der ein Linienbus zur Talstation der Plose-Bahn hinauffährt – vom barocken Domplatz auf zweitausend Meter an einem Vormittag.

4 Stadtviertel8 Sehenswürdigkeiten6 Hotels
Überblick

Deine Brixen-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Frühling und Herbst sind besonders reizvoll: Im Frühjahr blühen die Hänge, im Herbst leuchten Weinberge und Kastanienwälder und es ist Törggele-Zeit. Der Sommer ist angenehm für Wanderungen auf der Plose, der Advent bekannt für den stimmungsvollen Weihnachtsmarkt am Domplatz.
Über Brixen

Reisen nach Brixen

Brixen liegt auf rund 560 Metern im Eisacktal, dort wo die Rienz aus dem Pustertal in den Eisack mündet, und gilt als älteste Stadt Tirols – 901 erstmals urkundlich erwähnt, ab dem späten 10. Jahrhundert Bischofssitz und bis 1803 Mittelpunkt eines Fürstbistums, das weit über das Tal hinausreichte. Am Domplatz steht der Dom Mariä Aufnahme in den Himmel, Mitte des 18. Jahrhunderts barock neu errichtet, mit einem Deckenfresko von Paul Troger und einem Innenraum aus hellem Marmor. Gleich daneben liegt der Kreuzgang, dessen Gewölbe im 14. und 15. Jahrhundert Joch für Joch mit biblischen Szenen bemalt wurden. Gegenüber residierten die Fürstbischöfe in der Hofburg, deren Arkadenhof heute zum Diözesanmuseum mit Domschatz und einer der größten Krippensammlungen Europas gehört. Dazwischen ziehen sich die Große und die Kleine Laube als überdachte Arkadengassen durch die Altstadt, östlich des Flusses beginnt mit Stufels das älteste Viertel der Stadt. Vor den Toren liegen das Augustiner-Chorherrenstift Neustift von 1142 mit Rokoko-Bibliothek und Stiftskellerei sowie die Plose, Brixens Hausberg mit Kabinenbahn ab St. Andrä.

Brixen – Karte
Reiseführer

Brixen von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Am frühen Morgen liegt der Domplatz noch im Schatten der beiden Türme, unter den Lauben werden die Rollläden hochgeschoben, und aus dem Kreuzgang nebenan hört man nur die eigenen Schritte auf dem Steinboden. Brixen ist die älteste Stadt Tirols und war tausend Jahre lang Bischofssitz, aber es trägt das nicht wie ein Museum vor sich her – zwischen Domschatz und Krippensammlung liegen eine Apotheke aus dem 18. Jahrhundert, ein Gasthaus mit getäfelten Stuben und ein Linienbus, der zur Talstation der Plose-Bahn hinauffährt und dich an einem Vormittag auf zweitausend Meter bringt. Auf rund 560 Metern, an der Mündung der Rienz in den Eisack, reicht ein Tag für die Altstadt und eine Woche für alles andere.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Brixen

Der historische Kern misst kaum mehr als ein paar hundert Schritte in der Länge, und die drei wichtigsten Bauten stehen alle an derselben Platzfolge.

Der Domplatz ist der Bezugspunkt für alles Weitere. Den Platz schließt der Dom Mariä Aufnahme in den Himmel ab, seit rund tausend Jahren die Bischofskirche des Landes, in seiner heutigen Gestalt aber ein Bau des 18. Jahrhunderts: Mitte der 1740er-Jahre wurde die ältere Kirche barock neu errichtet, mit einer Doppelturmfassade und einem Innenraum, der fast vollständig in hellem Marmor gehalten ist. Über dem Mittelschiff spannt sich das große Deckenfresko von Paul Troger, einem der wichtigsten Freskanten des österreichischen Barock, der selbst aus dem Pustertal stammte. Wer eintritt, sollte sich Zeit für den Blick nach oben nehmen, bevor er sich den Seitenaltären zuwendet – der Raum wirkt vor allem über Licht und Weite, nicht über Details.

Der eigentliche Schatz liegt gleich nebenan und kostet nichts als ein bisschen Aufmerksamkeit. Der Domkreuzgang schließt südlich an die Kirche an, ist romanisch angelegt, später gotisch überwölbt und wurde im 14. und 15. Jahrhundert Joch für Joch ausgemalt. Auf den Gewölben stehen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament nebeneinander, oft paarweise so angeordnet, dass sich die Bilder gegenseitig erklären – für eine Zeit, in der die wenigsten lesen konnten, war das ein begehbares Buch. Die Fresken stammen von mehreren Werkstätten über gut ein Jahrhundert hinweg, entsprechend wechseln Stil und Erhaltungszustand von Joch zu Joch. Nimm dir mindestens eine halbe Stunde, geh einmal ganz herum und dann ein zweites Mal in die andere Richtung.

Gegenüber dem Dom residierten die Fürstbischöfe in der Hofburg, einer Anlage, die vom 13. Jahrhundert an immer wieder umgebaut und im 16. Jahrhundert zur Residenz mit dreigeschossigem Arkadenhof erweitert wurde. In den Nischen der Höfe stehen Terrakottafiguren, im Inneren zeigt das Diözesanmuseum den Domschatz, mittelalterliche Skulptur und die Prunkräume der Bischöfe. Berühmt ist das Haus für seine Krippensammlung, eine der größten Europas, die jeweils in der Adventszeit als eigene Ausstellung gezeigt wird. Der Hofburggarten hinter der Residenz ist seit einigen Jahren wieder öffentlich zugänglich und im Sommer der ruhigste Platz im Zentrum. Öffnungszeiten und Saison wechseln, ein Blick auf die aktuelle Ankündigung lohnt vor dem Besuch.

Bleiben die kleineren Stücke, die den Rundgang zusammenhalten. Der Weiße Turm gehört zur Pfarrkirche St. Michael am Pfarrplatz, ein spätgotischer Glockenturm, dessen schlanker Spitzhelm über den Dächern der Altstadt steht und in fast jedem Blick auf die Stadt auftaucht. Von dort ziehen sich die Große und die Kleine Laube als überdachte Arkadengassen durch das Zentrum, verbunden durch schmale Durchgänge, in denen Handwerksbetriebe und Cafés stecken. Und im Stammhaus der Stadtapotheke Peer hat die Apothekerfamilie das Pharmaziemuseum eingerichtet, mit Originalmobiliar, Salbentöpfen und Rezeptbüchern aus mehreren Jahrhunderten – ein kleines, sehr persönlich kuratiertes Haus und an Regentagen die beste halbe Stunde der Stadt. Geöffnet ist es allerdings nur an wenigen Tagen der Woche, ein Blick auf die aktuellen Zeiten gehört also vor den Weg dorthin.

Sehenswürdigkeiten in Brixen

Alle 8 Sehenswürdigkeiten
Rundgang & Tagesplan

Brixen an einem Tag – ein Rundgang vom Domplatz nach Stufels

Vom Bahnhof bis zur Adlerbrücke sind es keine zwanzig Gehminuten, ein Tag reicht also fürs Zentrum, wenn du ihn nicht auf Wegen verbringst.

Starte am Domplatz, solange die Terrassen noch leer sind. Erst in den Dom, dann in den Kreuzgang, für den du die ruhige Vormittagsstunde wirklich brauchst, und danach quer über den Platz in die Hofburg, wenn dich Domschatz und Prunkräume interessieren. Wer es kompakter mag, nimmt stattdessen eine geführte Altstadtrunde – sie verbindet Domplatz, Kreuzgang, Lauben und Stufels in gut anderthalb bis zwei Stunden und liefert die Geschichten zu den Fassaden, an denen du sonst vorbeiläufst, vom Streit zwischen Kardinal Nikolaus Cusanus und dem Landesfürsten bis zum Elefanten Soliman. Termine und Sprachen wechseln saisonal, frag im Infobüro nach.

Weiter in die Lauben. Lass dich einmal durch die Große Laube treiben, biege in einen der Durchgänge zur Kleinen Laube ab und schau in die Innenhöfe, die sich hinter unscheinbaren Toren öffnen – die Kaufmannshäuser sind schmal an der Front und ziehen sich weit nach hinten. Am Ende steht der Weiße Turm über dem Pfarrplatz. Für die Mittagspause hast du im Umkreis von zweihundert Metern die Wahl zwischen der Wirtshausküche unter den Lauben und den Stuben hinter dem Dom; wer schnell essen will, isst früh, weil die Küchen mittags ein festes Zeitfenster haben und danach schließen.

Der Nachmittag gehört dem Fluss und dem ältesten Viertel. Von der Altstadt sind es wenige Minuten hinunter an den Eisack und über die Brücke nach Stufels, wo die Gassen enger, krummer und wohnlicher werden und der Betrieb der Lauben schlagartig aufhört. Von dort läufst du am Wasser zurück, vorbei an den Grünanlagen entlang des Ufers, und hast die Altstadt mit ihren Türmen einmal von außen im Blick. Wenn noch Zeit bleibt, hängst du den kurzen Aufstieg nach Milland zur Wallfahrtskirche Maria am Sand an – ein spätmittelalterlicher Bau über der Stadt, von dem aus du das Tal in beide Richtungen überblickst.

Für den Abend zurück in die Altstadt, wo sich zwischen sechs und acht die Stuben und die Tische an den kleinen Plätzen füllen. Wer zwei Tage hat, fährt am nächsten Morgen mit dem Bus nach St. Andrä und mit der Kabinenbahn auf die Plose, kommt am frühen Nachmittag zurück und hängt Kloster Neustift mit Bibliothek und Stiftskellerei an. Drei Tage decken zusätzlich einen Ausflug ins Villnösstal, nach Klausen mit dem Kloster Säben oder in die Festung Franzensfeste ab, ohne dass du das Hotel wechseln musst – Brixen liegt so, dass fast alles im Umkreis ein Tagesausflug bleibt.

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Plose & Wandern

Die Plose als Hausberg von Brixen

Zwischen Domplatz und zweitausend Metern liegen eine kurze Busfahrt und eine Kabinenbahn, und oben ist es im Hochsommer gut zehn Grad kühler als unten im Tal.

Die Plose ist der Bergrücken östlich über der Stadt, und die Kabinenbahn startet nicht in Brixen selbst, sondern in St. Andrä auf knapp tausend Metern – dorthin fährt ein Linienbus vom Zentrum, mit dem Auto sind es wenige Kilometer bergauf. Die Bahn bringt dich ins Kreuztal auf über 2.000 Meter, und schon die Fahrt liefert den halben Grund für den Ausflug, weil sich mit jedem Mast mehr vom Eisacktal öffnet. Oben liegt der Blick frei auf die Geislerspitzen, den Peitlerkofel und weit hinein in die Dolomiten; den höchsten Punkt des Rückens, den Gabler, und den benachbarten Telegraph erreichst du zu Fuß in ein bis zwei Stunden über breite Höhenwege.

Für Familien ist der WoodyWalk der Klassiker. Der Weg zieht sich vom Kreuztal in Richtung Rossalm über weite Almflächen, ist durchgehend breit und flach genug für Kinderwagen und unterwegs mit Spiel- und Wasserstationen bestückt, an denen Kinder länger hängenbleiben als geplant. Rechne mit einem halben Tag, nicht mit einer Stunde, und nimm Regenjacken mit – auf zweitausend Metern zieht am Nachmittag im Sommer regelmäßig ein Gewitter durch, und der letzte Abschnitt liegt offen. Wer weiter will, folgt den markierten Wegen Richtung Plosehütte und Ochsenalm, wo es warme Küche und den Blick zurück auf die Stadt gibt.

Im Winter ist die Plose Brixens Skiberg und Teil des Verbunds Dolomiti Superski. Bekannt ist vor allem die Trametsch, die als längste Talabfahrt Südtirols gilt und über rund 1.400 Höhenmeter bis nach St. Andrä hinunterführt – eine Abfahrt, die weniger von steilen Passagen lebt als von ihrer Länge, und die man am besten am Vormittag nimmt, solange der Schnee unten noch trägt. Dazu kommen Rodelbahnen, präparierte Winterwanderwege und die Möglichkeit, den Skitag mit einem Nachmittag in der Stadt zu kombinieren, weil Talstation und Altstadt so nah beieinanderliegen.

Ein paar praktische Dinge machen den Tag leichter. Prüfe vor der Fahrt die Betriebszeiten der Bahn, denn zwischen den Saisonen steht sie mehrere Wochen still, meist im Frühjahr und im Spätherbst. Kläre beim Check-in im Hotel, ob deine Gästekarte die Bergbahn einschließt oder nur den Nahverkehr, das spart im Zweifel den Preis einer Berg- und Talfahrt. Und plane die Richtung des Tages nach dem Wetter: An heißen Sommertagen ist der Talkessel ab Mittag träge, während oben Wind geht – dann gehören Vormittag der Altstadt und Nachmittag dem Berg. Im Herbst ist es umgekehrt, weil sich der Nebel morgens gern im Tal hält und die Höhe längst in der Sonne liegt.

Aktivitäten & Touren in Brixen

Kloster & Wein

Kloster Neustift und die Weißweine des Eisacktals

Wenige Kilometer nördlich der Stadt steht ein Stift von 1142, das gleichzeitig Kirche, Bibliothek, Schule und eines der ältesten arbeitenden Weingüter der Welt ist.

Dom und Domplatz
Dom und Domplatz

Bischof Hartmann gründete Neustift 1142 an der Straße über den Brenner, und der Zweck war handfest: Pilger und Händler, die zu Fuß oder mit Saumtieren nach Süden zogen, brauchten eine Station mit Dach, Essen und Krankenpflege. Aus dem Hospiz wurde eine Klosteranlage, die bis heute von Augustiner-Chorherren geführt wird und mehr ist als eine Besichtigung. Zu sehen sind die im 18. Jahrhundert barockisierte Stiftskirche, der achteckige Wunderbrunnen im Hof, auf dem die sieben Weltwunder gemalt sind und das Kloster selbst als achtes dazugestellt wurde, sowie die Rokoko-Bibliothek mit zehntausenden Bänden, die zu den schönsten Klosterbibliotheken des Alpenraums zählt. Die Innenräume sind nur im Rahmen von Führungen zugänglich, Kirche und Hof kannst du auch so betreten.

Die Stiftskellerei gehört zum selben Betrieb und ist der Grund, warum Neustift auch bei Leuten einen Namen hat, die sich für Klöster nicht sonderlich interessieren. Seit dem 12. Jahrhundert wird hier Wein gemacht, was das Gut zu einem der ältesten aktiven Weingüter überhaupt macht, und die Verkostung im Keller ist entsprechend gut organisiert. Die Weinberge rund um das Stift liegen auf einer Höhe, in der die Nächte kühl bleiben – genau das brauchen die Sorten, für die das Eisacktal steht. Wer nur einen Programmpunkt außerhalb der Altstadt unterbringen kann und nicht auf den Berg will, nimmt Neustift; von Brixen aus geht es zu Fuß, mit dem Rad am Eisack entlang oder mit dem Bus dorthin.

Das Eisacktal ist Südtirols Weißweintal, und zwar aus geografischen Gründen. Die Rebflächen liegen an steilen Terrassen deutlich höher als im Etschtal, die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind groß, und die Böden aus verwittertem Urgestein geben den Weinen eine Kante, die man schmeckt. Typisch sind Sylvaner, Kerner, Grüner Veltliner, Riesling und Müller-Thurgau, dazu Gewürztraminer – Weine, die eher schlank und kühl wirken als üppig. Bestellst du im Wirtshaus ein Glas Weißwein, bekommst du fast sicher einen davon, und zu Schlutzkrapfen oder Forelle funktioniert die Kombination besser als jeder importierte Klassiker.

Im Herbst kommt das Törggelen dazu, und rund um Brixen ist es kein Folkloreprogramm, sondern gelebte Praxis. Nach der Weinlese öffnen die Buschenschänken an den Hängen über der Stadt und in den Seitentälern, ausgeschenkt wird der junge Wein, dazu gibt es Gerstsuppe, Schlachtplatte mit Surfleisch und Kraut, Schüttelbrot, Krapfen und geröstete Kastanien. Die Saison läuft üblicherweise von Anfang Oktober bis in den Advent hinein, die Höfe haben unterschiedliche Öffnungstage, und an Wochenenden solltest du vorher anrufen. Wer den Weg dorthin zu Fuß machen will, nimmt ein Stück des Keschtnwegs, der als Kastanienweg von Neustift bis in den Bozner Raum führt und im Oktober durch goldene Haine läuft.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Brixen zwischen Altstadt und Plose

Brixen ist klein genug, dass du Altstadt, Stufels und Milland zu Fuß verbindest – nur nach St. Andrä oben am Berg nimmst du besser den Bus.

Große und Kleine Laube
Große und Kleine Laube

Die Altstadt westlich des Eisack ist das, wofür Besucher kommen, und sie ist erstaunlich kompakt. Zwischen Domplatz, Pfarrplatz und den beiden Laubengassen liegen Dom, Kreuzgang, Hofburg, der Weiße Turm und das Pharmaziemuseum, dazu die Mehrzahl der Hotels und Restaurants. Weil der Kern weitgehend autofrei ist, hörst du hier tagsüber vor allem Schritte und Geschirr. Wer zum ersten Mal kommt, wohnt am besten genau hier und lässt das Auto stehen, denn alles Weitere erreichst du entweder zu Fuß, mit dem Rad am Eisack entlang oder mit dem Bus – die Wege innerhalb der Altstadt liegen durchweg unter zehn Minuten.

Östlich des Flusses beginnt Stufels, das älteste Viertel der Stadt und in vielem ihr Gegenprogramm. Gesiedelt wurde hier schon lange vor dem Aufstieg der Bischofsstadt gegenüber, und geblieben sind enge Gassen, schmale Häuser, Werkstätten und eine Handvoll Gasthäuser, in denen mehr Einheimische als Gäste sitzen. Über die Brücke ist es ein Katzensprung zurück in die Lauben, trotzdem kippt die Stimmung sofort. Wer abends noch einen Spaziergang machen will, geht am besten hierher und danach am Fluss entlang zurück – die Altstadtsilhouette mit ihren Türmen sieht man von dieser Seite am besten.

Südöstlich schließt Milland an, ein grün durchsetztes Wohnviertel mit Villen, Gärten und Blick auf die Hänge, in dem der Alltag von Brixen stattfindet. Für Besucher lohnt vor allem der kurze Aufstieg zur Wallfahrtskirche Maria am Sand, einem spätmittelalterlichen Bau mit barocker Ausmalung, von dem sich das Tal in beide Richtungen überblicken lässt. Als Wohngegend ist Milland die ruhigere, oft günstigere Alternative zur Altstadt, ohne dass du dafür lange Wege in Kauf nimmst; ins Zentrum läufst du in einer knappen Viertelstunde, mit dem Rad geht es schneller.

Und dann ist da St. Andrä, das eigentlich kein Stadtviertel im üblichen Sinn ist, sondern ein eigenes Dorf auf knapp tausend Metern über der Stadt. Hier steht die Talstation der Plose-Kabinenbahn, hier beginnen die Wanderwege, und hier liegen die Häuser, die man bucht, wenn man morgens als Erster oben sein will oder im Winter mit den Skiern bis vor die Tür fahren möchte. Der Preis dafür ist die Höhe: Ohne Auto bist du auf den Linienbus angewiesen, und für einen Abend in der Altstadt musst du den Fahrplan im Kopf haben. Wer Wandern und Wellness sucht statt Kirchen und Lauben, wohnt trotzdem richtig.

Übernachten

Hotels in Brixen und die passende Lage für deinen Aufenthalt

Die meisten fahren auf dem Weg in die Dolomiten an Brixen vorbei – genau deshalb lohnt die zweite Nacht, denn abends gehört die Altstadt denen, die bleiben.

Die bekannteste Adresse der Stadt trägt einen Elefanten im Namen. Das Hotel Elephant geht auf jenen Gasthof zurück, in dem 1551 der Elefant Soliman auf dem Weg von Lissabon nach Wien Station machte, und der Wirt benannte sein Haus kurzerhand nach dem Tier. Geblieben sind getäfelte Stuben, Antiquitäten, ein Garten mit Pool und der Charakter eines Grandhotels im Kleinformat. Wer es zeitgenössischer mag, nimmt das Hotel Pupp der Brixner Konditorenfamilie, in dem Kunst an den Wänden hängt und das Frühstück aus der eigenen Backstube kommt, oder das ADLER Historic Guesthouse, ein rund fünfhundert Jahre altes Stadthaus am Eisack, dessen Rooftop-Spa den Blick über die Dächer zur Plose freigibt.

Praktisch und fair bepreist wohnst du in den familiengeführten Häusern am Rand der Altstadt. Das Vital Stadthotel Goldene Krone liegt wenige Schritte von den Lauben, hat einen Saunabereich und Leihräder im Haus – für alle, die tagsüber unterwegs sind und abends nur kurze Wege wollen, ist das die unaufgeregteste Lösung. Das Hotel Grüner Baum in Stufels ist die andere Variante: Traditionshaus mit Garten, Pool und Hallenbad, jenseits des Flusses und trotzdem in zwei Gehminuten unter den Lauben. Beide Häuser sind gute Ausgangspunkte, wenn Brixen nicht nur Zwischenstopp, sondern Standquartier für Tagesausflüge sein soll.

Oberhalb der Stadt ändert sich der Reisegrund. Das My Arbor Plose Wellness Hotel steht in St. Andrä auf Stützen im Bergwald, ist Erwachsenen vorbehalten und lebt von einem großen Spa, viel Holz und dem kurzen Weg zur Kabinenbahn. Wer nach Brixen kommt, um zu wandern, im Winter Ski zu fahren oder schlicht drei Tage lang nichts zu tun, ist hier besser aufgehoben als in der Altstadt – muss aber wissen, dass er für Dom, Kreuzgang und Abendessen jedes Mal ins Tal fährt. Umgekehrt gilt: Wer wegen der Stadt kommt und den Berg als Ausflug plant, wohnt unten und spart sich den Fahrplan.

Der Preis entscheidet sich in Brixen weniger über die Kategorie als über das Datum. An den Adventswochenenden mit Christkindlmarkt, in der Törggelezeit im Oktober und November sowie in den Sommerferien sind die zentralen Häuser früh ausgebucht und deutlich teurer, unter der Woche im Frühjahr oder im Januar bekommst du dieselben Zimmer für einen Bruchteil. Zwei Details noch: Hotels in der Altstadt haben selten eigene Stellplätze, du landest in einer der Garagen am Rand des Zentrums, und viele Unterkünfte geben eine Gästekarte aus, mit der Busse und Züge in Südtirol inklusive sind. Frag beim Buchen nach beidem, das verändert die Rechnung spürbar.

Hotels in Brixen

Alle 6 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Essen & Trinken

Restaurants in Brixen und die Küche des Eisacktals

In derselben Küche stehen Schlutzkrapfen und Pasta auf einer Karte, und niemand in dieser Stadt findet das erklärungsbedürftig.

Die traditionsreichste Adresse liegt hinter dem Dom. Das Gasthaus Finsterwirt, auf Italienisch Oste Scuro, kocht in holzgetäfelten Stuben eine veredelte Südtiroler Küche und hat im Sommer einen Innenhof, in dem man den Betrieb der Altstadt komplett vergisst. Ein paar Schritte weiter, in der ehemaligen Dekanei, sitzt das Decantei mit entspannterer Wirtshausküche und einer Weinkarte, die den Schwerpunkt konsequent auf das Eisacktal legt. Beide Häuser sind abends gut besucht, an Wochenenden und in der Törggelezeit reservierst du besser vorher – die Zahl der Tische im Zentrum ist überschaubar.

Unter den Lauben wird es alltagstauglicher. Der Traubenwirt serviert verlässliche Südtiroler Wirtshausküche, mittags schnell, abends gemütlich und im Sommer an Tischen draußen in der Gasse. Das fink Restaurant steht seit 1896 in den Kleinen Lauben, verbindet Tradition mit einem Gespür für die Gegenwart und hat durchgehend warme Küche, was in einer Stadt mit festen Mittagszeiten mehr wert ist, als es klingt. Wer es lässiger will, geht in den Alten Schlachthof, wo aus regionalem Fleisch Burger werden und handwerklich gebraute Biere dazu ausgeschenkt werden – die Adresse für Abende, an denen es keine Stube sein soll.

Am schönsten isst man in Brixen allerdings ein Stück über der Stadt. Der Gasthof Sunnegg liegt in den Weinbergen von Kranebitt, wird von einer Familie geführt, keltert eigenen Wein und hat eine Terrasse, von der aus du beim Essen auf die Plose schaust. Der Weg hinauf dauert zu Fuß eine gute halbe Stunde und ist Teil des Vergnügens, weil er zwischen Rebzeilen verläuft. Ähnlich funktionieren im Herbst die Buschenschänken an den Hängen ringsum, in denen zum jungen Wein Speck, Schüttelbrot und Kastanien auf den Tisch kommen; welche Höfe wann geöffnet haben, wechselt jedes Jahr.

Auf der Karte solltest du nach dem suchen, was es nur hier gibt. Schlutzkrapfen, halbmondförmige Teigtaschen mit Spinat und Topfen, mit brauner Butter und Parmesan. Knödel in allen Varianten, vom Speckknödel in der Rindsuppe bis zum Kaspressknödel. Gerstsuppe, die im Eisacktal eher deftig als fein daherkommt, Schüttelbrot als knochentrockener Fladen zum Speck und Kaminwurzen als luftgetrocknete Wurst für unterwegs. Dazu ein Glas Sylvaner oder Kerner aus dem Tal, zum Abschluss Apfelstrudel oder im Herbst geröstete Kastanien. Und plane die Essenszeiten mit ein: Mittags wird früh und in einem klar begrenzten Fenster serviert, danach bleiben die Küchen bis zum Abend kalt.

Restaurants in Brixen

Feste & Advent

Der Brixner Christkindlmarkt und die Feste im Jahreslauf

Zweimal im Jahr kippt Brixen aus dem ruhigen Städteziel in den Ausnahmezustand, einmal im Advent und einmal im Frühjahr, wenn die Stadt auf Licht umschaltet.

Der Christkindlmarkt steht auf dem Domplatz, eingerahmt von der Domfassade und den Arkaden, und gehört zu den Original Südtiroler Christkindlmärkten, dem Verbund der fünf Märkte in Bozen, Meran, Brixen, Bruneck und Sterzing. Verkauft werden Handwerk aus Holz und Filz, Krippenfiguren, Kerzen, Glühwein und vor allem Essbares – Lebkuchen, Krapfen, Speck, gebrannte Mandeln. Die Saison beginnt üblicherweise Ende November und läuft bis Anfang Januar, die genauen Termine gibt die Stadt jedes Jahr neu bekannt. Seit einigen Jahren gehört zusätzlich eine Wasser- und Lichtinszenierung auf dem Domplatz zum Programm, die den Markt abends in eine eigene Stimmung versetzt.

Der Advent ist in Brixen aber mehr als Marktstände. In der Hofburg wird in dieser Zeit die Krippensammlung als eigene Ausstellung gezeigt, eine der größten Europas, und wer sie einmal gesehen hat, versteht, warum das Krippenschnitzen hier kein Deko-Thema ist, sondern Handwerk mit Geschichte. Dazu kommen Konzerte in Dom und Kreuzgang, deren Akustik den Aufwand allein wert ist. Praktisch heißt das: An den Adventssamstagen ist die Altstadt voll, Hotels sind früh ausgebucht und teurer. Unter der Woche und vormittags kommst du an die Stände heran und hast den Kreuzgang beinahe für dich.

Im Frühjahr dreht die Stadt das Thema um. Beim Water Light Festival werden Brunnen, Fluss, Innenhöfe und historische Fassaden mit Licht- und Wasserinstallationen internationaler Künstler bespielt, meist über mehrere Wochen im späten Frühjahr, und der Rundgang führt an Orte, die sonst niemand betritt. Weil das Ganze abends stattfindet und der Eintritt zu den meisten Installationen frei ist, ist es der seltene Fall eines Festivals, das man auch spontan mitnehmen kann. Termine wechseln jährlich, ein Blick in den Veranstaltungskalender vor der Buchung lohnt sich also in beide Richtungen – ob du dabei sein willst oder lieber nicht.

Der Rest des Jahres läuft ruhiger, hat aber seine Fixpunkte. Der Herbst gehört dem Törggelen und der Weinlese, wenn die Buschenschänken an den Hängen öffnen und die Kastanienhaine sich färben. Im Sommer verlagert sich das Leben auf die Plätze und in die Höfe, mit Konzerten und Veranstaltungen in der Altstadt, und auf der Plose beginnt die Wandersaison. Wer die Stadt in ihrem Normalzustand erleben will, mit freien Tischen und einem Kreuzgang ohne Gruppen, wählt eine gewöhnliche Woche im Mai, Juni oder September. Beides ist Brixen, aber es sind zwei unterschiedliche Reisen.

Ausflüge im Eisacktal

Ausflüge ab Brixen ins Eisacktal und in die Dolomiten

Von Brixen aus liegen Klöster, Burgen, Dolomitentäler und zwei weitere Städte in weniger als einer Stunde – und für die meisten davon brauchst du kein Auto.

Plose
Plose

Der naheliegendste Ausflug führt talabwärts nach Klausen. Der Ort schiebt sich schmal zwischen Eisack und Felswand, und über ihm thront auf einem Felsen das Kloster Säben, das lange vor Brixen Bischofssitz war und deshalb gern die Akropolis Tirols genannt wird. Der Aufstieg von Klausen hinauf dauert etwa eine halbe Stunde und ist steil, aber kurz; oben stehen mehrere Kirchen auf engem Raum, und der Blick geht das ganze Tal hinunter. Klausen selbst hat eine hübsche, sehr kompakte Altstadt mit Laubengasse, und die Bahn bringt dich in wenigen Minuten dorthin.

Nach Norden liegt die Festung Franzensfeste, eine gewaltige Habsburger Sperrfestung aus den 1830er-Jahren aus grauem Granit, die nie belagert wurde und heute Ausstellungen beherbergt. Der Kontrast zwischen der militärischen Wucht der Anlage und der Kunst darin ist der eigentliche Reiz. Weiter nördlich folgt Sterzing mit seinem Zwölferturm und den Lauben, ebenfalls per Bahn erreichbar. Nach Osten öffnet sich das Pustertal Richtung Bruneck mit seiner Burg und dem Messner Mountain Museum Ripa, und in beide Richtungen fahren Regionalzüge, sodass du dir die Parkplatzsuche komplett sparen kannst.

Für die Dolomiten musst du nicht weit. Das Villnösstal zweigt südöstlich ab und endet vor der Kulisse der Geislerspitzen, mit dem viel fotografierten Kirchlein von St. Johann in Ranui und Wanderungen im Naturpark Puez-Geisler; das Tal ist die Heimat von Reinhold Messner und hat sich seinen bäuerlichen Charakter erhalten. Nordöstlich ziehen sich die weiten Almflächen der Rodenecker und Lüsner Alm hin, mit dem Peitlerkofel als Hausberg und Wegen, die auch für Gelegenheitswanderer machbar sind. Beides funktioniert als Tagesausflug, für die letzten Kilometer ist ein Auto oder ein gut geplanter Busfahrplan allerdings hilfreich.

Und dann ist da noch der Weg nach Bozen, den du am besten nicht fährst, sondern rollst. Der Radweg im Eisacktal führt von Brixen talabwärts über Klausen bis in die Landeshauptstadt, gut vierzig Kilometer, überwiegend abschüssig und weitgehend abseits der Straße. Der Zug nimmt Räder mit, du kannst also in eine Richtung fahren und in der anderen zurückrollen oder umgekehrt. Wer statt Wein und Rebzeilen lieber Stadt sehen will, nimmt einfach den Zug – Bozen mit Ötzi-Museum und Lauben ist in gut einer halben Stunde erreicht und lässt sich problemlos mit einem Abend zurück in Brixen verbinden.

Anreise & vor Ort

Anreise nach Brixen und unterwegs in der Stadt

Vom Brenner sind es gut vierzig Kilometer, und weil die Bahnlinie parallel zur Autobahn läuft, kommst du mit dem Zug fast genauso schnell an.

Mit dem Auto führt der Weg über die Brennerautobahn A22 mit eigener Ausfahrt für Brixen und das Pustertal. Auf österreichischer Seite brauchst du eine Vignette und zusätzlich die gesonderte Maut für die Brennerstrecke, auf italienischer Seite wird an der Mautstelle abgerechnet. Ab München rechnest du mit rund dreieinhalb Stunden reiner Fahrzeit, ab Innsbruck mit gut einer Stunde – an Ferienwochenenden im Sommer und rund um Feiertage kann der Brenner allerdings zäh werden, dann lohnt eine frühe Abfahrt. Wer ohnehin weiter in die Dolomiten will, hat mit dem eigenen Wagen den flexibelsten Zuschnitt.

Ohne Auto geht es genauso gut. Brixen liegt an der Brennerbahn, Regionalzüge halten regelmäßig, einzelne Fernzüge zwischen München und Verona ebenfalls – prüfe beim Buchen, ob dein Zug hier hält oder ob du in Franzensfeste oder Bozen umsteigen musst. Nach Bozen sind es mit dem Regionalzug gut eine halbe Stunde, nach Innsbruck je nach Verbindung ein bis zwei Stunden. Der Bahnhof liegt am südlichen Rand des Zentrums, bis zum Domplatz läufst du zehn bis fünfzehn Minuten. Flugreisende landen meist in Innsbruck, Verona oder München und steigen dort auf Bahn oder Transferbus um.

In der Stadt selbst brauchst du weder Auto noch Ticket. Der Altstadtkern ist weitgehend Fußgängerzone, vom Bahnhof über Domplatz und Lauben bis nach Stufels ist es ein durchgehender Spaziergang, und selbst Milland erreichst du in einer knappen Viertelstunde. Für St. Andrä und die Talstation der Plose-Bahn nimmst du den Linienbus, der vom Zentrum aus hinauffährt. Brixen ist außerdem eine Radstadt: Entlang des Eisack ziehen sich durchgehende Radwege bis weit ins Tal, viele Hotels stellen Räder, und für einen Ausflug nach Neustift oder talabwärts ist das die angenehmste Fortbewegung.

Zwei praktische Hinweise zum Schluss. Erstens: Fahr nicht in die Altstadt hinein. Die Zufahrt ist stark beschränkt, Hotels dort haben selten eigene Stellplätze, und du landest in einer der Garagen am Rand des Zentrums – steuere die von vornherein an, statt dem Navi durch die Gassen zu folgen. Zweitens: Wenn deine Unterkunft eine Gästekarte ausgibt, nutze sie konsequent. Sie schließt in der Regel Busse und Regionalzüge in Südtirol ein, womit Klausen, Franzensfeste, Sterzing, Bruneck und Bozen zu spontanen Entscheidungen werden. Ob und in welchem Umfang die Plose-Kabinenbahn dabei ist, unterscheidet sich je nach Karte und Saison, also frag beim Check-in nach.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Stadtviertel

Die Stadtviertel von Brixen – und welches zu dir passt

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Brixen und das Wetter im Jahreslauf

Brixen liegt tiefer und milder, als die Berge ringsum vermuten lassen, und hat mit Frühsommer und Herbst zwei sehr verschiedene Hochsaisonen.

Auf rund 560 Metern im Eisacktal ist das Klima alpin, aber nach Süden hin abgemildert – kalte, oft klare Winter mit Frost in den Nächten, ein früher Frühling an den Südhängen, warme Sommer, die im Tal deutlich über 25 Grad hinausgehen, und ein langer, trockener Herbst, in dem Weinlese und Törggelen zusammenfallen. Wer im Hochsommer kommt, verlegt den Nachmittag auf die Plose, wo es rund zehn Grad kühler ist. Entscheidender als das Thermometer sind die Saisonzeiten der Bergbahn und der Veranstaltungskalender, denn Advent und Frühjahrsfestival verändern Preise und Andrang stärker als jedes Wetter.

Jan5°-5°kalt und klar, Ski auf der Plose
Feb8°-4°sonnig, Winterwanderwege oben
Mär13°0°Skibetrieb oben, Frühling im Tal
Apr17°4°Südhänge grünen, ruhige Stadt
Mai22°9°lange Abende, Lichtfestival
Jun25°12°warm, Wandersaison startet
Jul28°14°heiß im Tal, Nachmittag am Berg
Aug27°14°Ferienandrang, Gewitter am Nachmittag
Sep22°10°stabiles Wetter, Weinlese
Okt17°5°Törggelen, Kastanien, klares Licht
Nov10°0°Nebeltage im Tal, letzte Törggelewochen
Dez5°-4°Christkindlmarkt am Domplatz

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Brixen sind Mai und Juni sowie September und Oktober. Im Frühsommer liegen die Höchstwerte zwischen 22 und 25 Grad, die Abende sind lang, und die Höhenwege auf der Plose werden nach und nach frei. Im Herbst kommen Weinlese, Törggelen, Kastanien und das klarste Licht des Jahres zusammen, bei 17 bis 22 Grad in der Stadt. Juli und August sind warm bis heiß und voll – dann funktioniert Brixen am besten mit Vormittag in der Altstadt und Nachmittag auf zweitausend Metern. Der Dezember ist eine bewusste Entscheidung für den Christkindlmarkt; am stillsten wird es im November und in den Wochen nach dem Skibetrieb im April, dann legt auch die Bergbahn ihre Saisonpausen ein.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Brixen

Wie viele Tage sollte man für Brixen einplanen?
Ein voller Tag reicht für die Altstadt mit Dom, Kreuzgang, Hofburg und den Lauben. Zwei Tage sind die bessere Wahl, weil dann eine Auffahrt auf die Plose und Kloster Neustift dazupassen. Mit drei Tagen hängst du einen Ausflug nach Klausen mit dem Kloster Säben oder ins Villnösstal an, ohne das Hotel zu wechseln.
Wie kommt man von Brixen auf die Plose?
Die Kabinenbahn startet nicht in der Stadt, sondern im Dorf St. Andrä auf knapp tausend Metern. Vom Zentrum fährt ein Linienbus hinauf, mit dem Auto sind es wenige Kilometer bergauf. Von der Bergstation im Kreuztal auf über 2.000 Metern führen Höhenwege in alle Richtungen. Prüfe vorher die Betriebszeiten, zwischen den Saisonen steht die Bahn mehrere Wochen still.
Lohnt sich Kloster Neustift und wie kommt man hin?
Ja, und zwar auch für Leute, die sonst keine Klöster besichtigen. Zu sehen sind die barockisierte Stiftskirche, der Wunderbrunnen im Hof und die Rokoko-Bibliothek, dazu die Stiftskellerei als eines der ältesten aktiven Weingüter der Welt. Das Stift liegt wenige Kilometer nördlich von Brixen, erreichbar zu Fuß, mit dem Rad am Eisack entlang oder mit dem Bus. Die Innenräume sind nur mit Führung zugänglich.
Kostet der Besuch von Dom und Kreuzgang Eintritt?
Dom und Domkreuzgang sind während der Öffnungszeiten zugänglich, für die Hofburg mit Diözesanmuseum und Domschatz wird Eintritt verlangt. Rechne für Dom und Kreuzgang zusammen mit einer knappen Stunde, für die Hofburg mit deutlich mehr. Während Gottesdiensten ist der Dom für Besichtigungen geschlossen, der Vormittag außerhalb der Messzeiten ist der ruhigste Moment.
In welchem Viertel wohnt man in Brixen am besten?
In der Altstadt zwischen Domplatz und Lauben, wenn du zu Fuß alles erreichen und abends ausgehen willst. In Stufels jenseits des Eisack, wenn es ruhiger sein darf, ohne dass die Wege länger werden. In Milland als grüne, oft günstigere Wohngegend mit kurzer Strecke ins Zentrum. Und in St. Andrä oben am Berg, wenn Wandern, Skifahren oder Wellness der eigentliche Reisegrund sind.
Braucht man in Brixen ein Auto?
In der Stadt nicht. Der Kern ist weitgehend Fußgängerzone, der Bahnhof liegt zehn bis fünfzehn Minuten vom Domplatz entfernt, und nach St. Andrä fährt ein Linienbus. Klausen, Franzensfeste, Sterzing, Bruneck und Bozen erreichst du mit dem Regionalzug. Ein Auto lohnt erst, wenn du in die Seitentäler willst und dort mehrere Ausgangspunkte an einem Tag verbinden möchtest.
Wo geht man rund um Brixen am besten Törggelen?
In den Buschenschänken an den Hängen über der Stadt und in den benachbarten Seitentälern, wo nach der Weinlese junger Wein, Gerstsuppe, Schlachtplatte, Krapfen und geröstete Kastanien serviert werden. Die Saison läuft üblicherweise von Anfang Oktober bis in den Advent. Die Höfe haben unterschiedliche Öffnungstage, an Wochenenden solltest du vorher anrufen. Wer zu Fuß hingeht, nimmt ein Stück des Keschtnwegs.
Welcher Wein kommt aus dem Eisacktal?
Fast ausschließlich Weißwein, und das aus geografischen Gründen. Die Reben stehen auf steilen Terrassen deutlich höher als im Etschtal, die Nächte bleiben kühl, die Böden aus verwittertem Urgestein geben den Weinen eine spürbare Kante. Typisch sind Sylvaner, Kerner, Grüner Veltliner, Riesling und Müller-Thurgau. Verkosten kannst du sie in der Stiftskellerei Neustift oder glasweise in jedem Wirtshaus der Altstadt.
Wann ist der Christkindlmarkt in Brixen?
Der Markt steht auf dem Domplatz und beginnt üblicherweise Ende November, er läuft bis Anfang Januar; die genauen Termine gibt die Stadt jedes Jahr neu bekannt. Er gehört zum Verbund der Original Südtiroler Christkindlmärkte. Komm unter der Woche oder vormittags, an den Adventssamstagen ist die Altstadt voll und die Hotels sind früh ausgebucht.
Was kann man in Brixen bei Regen machen?
Die Lauben sind auf ganzer Länge überdacht, Bummeln und Kaffeetrinken funktionieren also trocken. Dazu Dom und Kreuzgang, die Hofburg mit Domschatz und Krippensammlung und das Pharmaziemuseum im Stammhaus der Stadtapotheke. Wer mehr Zeit hat, fährt nach Neustift ins Kloster oder nach Franzensfeste in die Festung, beides überwiegend im Innenraum zu besichtigen.
Brixen oder Bozen – was passt besser?
Bozen ist größer, italienischer und hat mit dem Archäologiemuseum und Ötzi den bekannteren Museumsanker. Brixen ist kleiner, geistlicher geprägt und in einem halben Tag zu Fuß erfasst, dafür stehen Berg, Kloster und Weinberge unmittelbar vor der Tür. Wer beides will, wohnt in Brixen und fährt für einen Tag mit dem Zug nach Bozen – die Fahrt dauert gut eine halbe Stunde.
Spricht man in Brixen Deutsch oder Italienisch?
Beides, mit deutlichem Übergewicht des Deutschen. Brixen liegt im deutschsprachig geprägten Teil Südtirols, Beschriftungen und Speisekarten sind zweisprachig, und im Wirtshaus wirst du auf Deutsch bedient. Der italienische Ortsname lautet Bressanone und begegnet dir auf Verkehrsschildern und in Fahrplänen – bei der Zugsuche lohnt es sich, beide Namen zu kennen.

Entdecken

Sehenswürdigkeiten in Brixen – Dom, Hofburg & Lauben Bischofsstadt mit Domkreuzgang und Weißem Turm

Die Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander in der Altstadt – starte am Dom mit dem Kreuzgang und nimm dir Zeit für die Hofburg; das Pharmaziemuseum bittet vorab um Anmeldung.

Übernachten

Hotels in Brixen – Altstadt, Lauben & Eisacktal vom Stadthotel an den Lauben bis zum Berg

In der Altstadt wohnst du zwischen Lauben und Dom fußläufig zu allem, ruhiger wird es in Milland und St. Andrä; Stufels passt für alle, die nah am Eisack und doch im Zentrum sein wollen.

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Genießen

Restaurants in Brixen – Südtiroler Küche am Eisack Knödel, Speck und Eisacktaler Weißweine

Die Südtiroler Küche trifft hier auf italienische Leichtigkeit – Schlutzkrapfen, Speck und Eisacktaler Wein. Eingekehrt wird in den Lauben und in den Gasthäusern rund um den Domplatz.

Erleben

Aktivitäten & Touren in Brixen – Plose & Eisacktal von der Plose bis zum Kloster Neustift

Brixen ist Ausgangspunkt für Wanderungen und die Plose-Bahn, im Winter fürs Skigebiet. Geführte Altstadt- und Klosterführungen lohnen sich – die Plose-Tickets vorab sichern.

BrixenWo die Rienz in den Eisack mündet, steht seit über tausend Jahren eine Bischofsstadt, aus der ein Linienbus zur Talstation der Plose-Bahn hinauffährt – vom barocken Domplatz auf zweitausend Meter an einem Vormittag.
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